ÖDLAND - Der Keller

von Christoph Zachariae 
4,0 Sterne bei63 Bewertungen
ÖDLAND - Der Keller
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Lupe88s avatar

Alle 4 Bände in einem Zug gelesen. Starke Geschichte! Ausbaufähig.

Buchherz13s avatar

Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen

Alle 63 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "ÖDLAND - Der Keller"

Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND.

Vierzig Jahre nach dem Zusammenbruch haben sich Überlebende in abgeschiedene Enklaven zurückgezogen, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, denn bewaffnete Söldnerbanden ziehen durchs Ödland und greifen auf der Suche nach Essbarem und aufbereitetem Wasser jeden an, der ihnen in die Quere kommt.

Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.

Die Gemeinschaft aus Wissenschaftlern und ehemaligem Sicherheitspersonal schickt Piloten ins Ödland, um Kontakt zu anderen Enklaven aufzunehmen, doch noch nie ist einer von ihnen zurückgekehrt.

Schließlich wird Mega mit der Mission beauftragt im Osten eine Siedlung zu suchen, die Ersatzteile für die Wasseraufbereitung herstellen kann.

In einem ultraleichten Liegefahrrad wagt sich die letzte Pilotin auf die leeren Autobahnen des Ödlands.

Der Beginn einer gefährlichen Reise zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.

“Ich kenne nur wenige Nach-dem-Zusammenbruch-Geschichten die so stark die Stimmung und Verzweiflung einer solchen Welt rüberbringen wie diese.” luckpunk

“Sehr realitätsnah, es wird nichts beschönigt. Für Fans von Endzeit-Thrillern ein MUSS!” Steffi Seitenzauber

“Eine ganz klar eigenständige Geschichte, die viel tiefer als man das heute gewöhnt ist, in die Charakterentwicklung einsteigt und bei mir das echte Gefühl hinterlassen hat, dass der Hauptcharakter am “schmalen Grat” wandert und jederzeit fallen könnte.” Max Lupin

“Atmosphärisch dicht, erbarmungslos und ungemein spannend.” JulezT

“Ein tolles Erstlingswerk.” J.S.U.

“Ödland ist einer der besten Endzeitthriller, die ich bisher gelesen habe.” Nicky

“Besonders begeistert hat mich die unfassbar glaubwürdige und dichte Atmosphäre, die der Autor geschaffen hat. Das Ödland ist hart und kennt keine Gnade, so dass ich bei jedem Schritt mit dem Schlimmsten gerechnet habe. Packendes Endzeitszenario mit Suchtgefahr.” anonym

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783000501104
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:LUCID DREAMS
Erscheinungsdatum:17.07.2015
Teil 1 der Reihe "Ödland"

Rezensionen und Bewertungen

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    neenchenvor 5 Monaten
    “Ödland – Der Keller” von Christoph Zachariae (2015)

    Dystopien erfreuen sich als Roman- und Filmstoff schon seit längerem großer Beliebtheit, vor allem weil sie bestens als Spiegel der Gesellschaft funktionieren. Zu diesem Genre gehören in der Filmlandschaft u.a. der deutsche Film “Jugend ohne Gott” (2017), der atmosphärisch dichte “The Road” (2009) und der sogar mit einem Oscar ausgezeichnete „Blade Runner 2049” (2017). Auch in der Romanwelt gibt es viele Variationen des Themas. Dazu gehören die Jugendbuchreihe “Maze Runner” (2009-2011) von James Dashner und die fünf Bücher der “Ödland”-Reihe des deutschen Autors Christoph Zachariae. Im Jahr 2015 erschien im Selbstverlag der erste Band “Ödland – Der Keller” und entwickelte ein düsteres und spannendes Zukunftspanoptikum.

    Mega, eine ungewöhnliche junge Frau, wächst wohlbehütet in einem gut geschützten Keller auf. Dieser wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern bewohnbar gemacht und bietet Obhut für Kinder. Die Welt, wie wir sie kannten, ist schon vor langer Zeit untergegangen und so werden nach und nach alle Rohstoffe knapp. Dadurch könnte sich für Mega der lang gehegte Wunsch endlich erfüllen, die Welt an der Oberfläche, das sogenannte Ödland, zu erkunden. Doch das ist ein grausamer und brutaler Ort, wo Banditengruppen, wie die unter der Führung von Hagen, ganze Dörfer plündern und dort morden und vergewaltigen.

    In zwei Handlungssträngen entführt uns der Autor Christoph Zachariae (*1972), der während seines Filmstudiums angefangen hat Drehbücher zu schreiben, in eine dystopische Zukunft, in der die heutige Welt bereits vor 40 Jahren untergegangen ist. Um eine größere Bandbreite abzudecken, wählt er zwei Erzählstränge, welche scheinbar nur wenige Überschneidungen aufweisen. So erzählt er die Geschichte nicht nur aus der Sicht der Hauptheldin Mega, sondern auch aus den Augen des brutalen Söldnertypen Hagen. Diese beiden Erzählungen sind qualitativ sehr unterschiedlich und bedingen so eine differenzierte Sogwirkung. Während die Geschichte von Hagen auf größtmöglichste Schockeffekte mit expliziten Gewaltbeschreibungen aus ist, lebt die Geschichte von Mega von den interessanteren Charakteren und der permanenten Spannung. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn die Figuren noch mehr Tiefe bekommen hätten, um Megas Zeit im Keller besser erfassen zu können. In diesem Sinne war auch die allwissende Erzählperspektive, die aber stets die Sicht des Hauptprotagonisten einnahm, etwas schwierig und stellenweise sogar irritierend. Eine Fokussierung auf einen allgemeinen oder persönlichen Blickpunkt wäre ratsam gewesen. Das beeinträchtigt genauso den Fortgang der Geschichte, wie die zu ausschweifenden, irrelevanten Beschreibungen. Der Autor Zachariae wiederholt sich dabei inhaltlich und sprachlich sehr oft. Auch hätte das Buch, was im Self-Publishing erschienen ist, einen besseren Lektor vertragen. Doch all dies tut der Spannung keinen Abbruch. Mit großem Interesse verfolgt man als Leser Megas Weg durch die dystopische Zukunft und möchte sie auch gern mit ihr erkunden. So schafft es der Autor bis zum Ende die Spannung zu halten und lässt es in einem offenen Ende münden, das es fast zwingend notwendig macht, die nachfolgenden vier Bände zu lesen.

    Fazit: Der dystopische Roman “Ödland – Band 1: Der Keller” des deutschen Schriftstellers Christoph Zachariae entführt uns in eine kaputte, unbekannte Zukunft. Mit zwei Perspektiven umreißt er die Welt und hält trotz einiger sprachlichen Mängel die Spannung bis zum offenen Ende hin aufrecht und macht neugierig wie die Geschichte weitergehen mag, da man als Leser bisher nur einen Bruchteil von dem Ödland erkunden und erfassen konnte.

    Doreen Matthei - testkammer.com

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    Sirenes avatar
    Sirenevor 7 Monaten
    Aufregende und heftige Dystopie!

    Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der dystopischen Reihe "Ödland" von Christoph Zachariae. Die Endzeitstory besteht insgesamt aus fünf Bände und derzeitig sind wir bei Band 4: Viktoriastadt.
    Die Ressourcenknappheit hat die Welt vollkommen verändert. Es herrscht Chaos und die Menschen leben entweder in Gemeinschaften, die ums überleben kämpfen oder gehören einer Bande an, die draußen nach Nahrung und Wasser sucht. Trostlos und hart ist der Alltag der Menschen und viel Hoffnung findet man im ersten Band nicht. 
    Wer eine richtige, heftige Endzeitgeschichte mal lesen möchte ist hier richtig. Ohne viele Beschönigen und Erklärungen wird das Thema und harte Leben genau auf den Punkt gebracht. Wir folgen der jungen Mega auf ihrer Reise. Sie ist 19 Jahre alt und lebt seit ihrem 6. Lebensjahr in einer Gemeinschaft. Aber was war davor? Woher kommt sie eigentlich? 
    Die Protagonistin Mega war mir gleich sympathisch gewesen. Sie ist eine starke junge Frau mit einem interessanten Äußeren und furchtlos ist genau das richtige Wort um sie zu beschreiben. Viel von ihrer Emotionen oder was sie genau denkt, bekommen wir als Leser nicht mit. Zwischen den Zeilen und durch ihre Handlung lernt man sie jedoch gut kennen und ich hab mit ihr gleich mitgefiebert. 
    Zu Beginn brauchte ich erstmal etwas Anlauf um mich zurecht zu finden. Es sind zwei Handlungsstränge, die man hier findet und um es ganz zu durchblicken habe ich ein paar Kapitel gebraucht. Genau das hat mich am Anfang davon abgehalten ganz ins Buch abzutauchen.
    Den Schreibstil des Autors würde ich als nüchtern beschreiben, aber im Laufe der Handlung ändert es sich etwas. Die düstere und trostlose Atmosphäre fesselte mich schon ab den ersten Seiten und mit dem Wechsel zwischen den zwei Hauptcharakteren kommt noch eine aufregende Abwechslung rein. Die Beschreibungen sind nicht zu sehr detailliert, aber sehr genau und direkt, sodass man sich gut die Welt vorstellen kann und da es um eine schwere Situation geht in der sich die Menschen befinden, gibt es dementsprechend auch heftigere Szenen. Es liest sich sehr schnell. Einerseits durch die kurzen Kapitel, anderseits wegen dem guten Tempo, welches die Geschichte hat. Auch durch die vielen vielfältigen Charaktere füllt man sich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Zum Ende hin konnte mich der erste Teil der Reihe immer mehr überzeugen. 
    Jedem Fan von dystopischen Romanen kann ich das Buch empfehlen. Für mich hatte es kleinen Makel, aber die Idee und die Charaktere haben mich rumgekriegt!Aber Vorsicht! Nichts für schwache Nerven. Es handelt sich hierbei um eine Endzeitstory, die nichts beschönigt und dadurch sich von anderen Dystopien, die ich bis jetzt gelesen habe, unterscheidet.

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wahnsinnig spannend!
    Ein vielversprechender Auftakt

    Inhalt 

    Die Erde ist trostlos, leblos. Alles ist verbrannt, es gibt keine Lebensmittel mehr, keine Zivilisation, keine Regierung wie wir sie kennen. 

    Die wenigen Überlebenden sind fast chancenlos. Alleine kann man nicht überleben, in kleinen marodierenden Gruppen ziehen sie übers Land und überleben nach dem Gesetz des Stärkeren.

    In dieser Welt lebt das Mädchen Mega. Sie hat das Glück, von einer kleinen Enklave guter Menschen aufgenommen zu werden - zu dem Preis, dass sie ihre Kinder- und Jugendjahre in einem Keller verbringt
    , zusammen mit ein paar anderen Kindern und Jugendlichen und ehemaligen Lehrern.

    Als sie älter wird, findet sie heraus, dass die Wissenschaftler in der Gruppe versuchen, durch Außengänge die Umgebung zu sondieren, da ihnen langsam die Mittel zum Überleben ausgehen.

    Doch Mega hatten sie nichts davon erzählt, da sie ihr nicht restlos vertrauen - keiner weiß, wo sie herkommt und ob sie nicht gegen die Gruppe arbeitet.


    Beurteilung 

    Dieses Buch hatte mich definitiv von der ersten Seite an im Griff. Ich wurde beim Lesen sofort in die trostlose und doch spannungsgeladene Atmosphäre eingesogen, und konnte es nicht mehr weglegen.

    Wir landen in einer Welt viele Dutzend Jahre nach einer anscheinend erdweiten Katastrophe, die nicht im Detail beschrieben wird, aber den größten Teil der Menschheit ausradiert und das Überleben an der Oberfläche nahezu unmöglich gemacht hat. 

    Im ersten Teil wird uns vor allem das Mädchen Mega und ihr Schicksal vorgestellt, aber auch Hagen, der mit seiner Gruppe vor nichts zurückschreckt, um zu überleben. Mega ist eine sehr fesselnde junge Protagonistin, der ich gerne gefolgt bin.Mit Hagen konnte ich noch nicht so viel anfangen, aber auch er ist eine sehr interessante und mysteriöse Figur.

    Wie man in der Leserperspektive schnell feststellt, scheint Hagen und Mega etwas zu verbinden, doch was, das bleibt leider vorerst im verborgenen. Auch über zwei Zeitebenen erstreckt sich die Handlung, die noch nicht komplett miteinander verbunden werden.

    Ich finde es in Dystopien immer wieder besonders faszinierend, wie sich die Autoren die Ursache und Wirkung einer umfassenden Katastrophe vorstellen - es gibt ja viele mögliche und davon leider auch einige nicht so unwahrscheinliche Szenarien, die auf uns zukommen könnten. Auch sehr spannend ist immer wieder, was die Überlebenden aus dem, was ihnen bleibt, machen, und wie sie sich in ihrer neuen Welt zurechtfinden.

    Ödland ist ein Mehrteiler - mindestens 4 Bände umfasst die Reihe bereits, und ich kann jetzt schon sagen, dass man nach Band 1 unbedingt weiterlesen will. 

    Wirklich sehr packend geschrieben, die Atmosphäre greift sofort auf den Leser über und auch wenn es eine ziemlich deprimierende Welt ist, wird das doch durch die tollen Protagonisten wieder ausgeglichen. Ich kann somit zusammenfassend Ödland nur absolut empfehlen und gebe diesem ersten Band 5 von 5 Rezisternchen.

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    Buchherz13s avatar
    Buchherz13vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen
    Brillant erschreckender Auftakt der Dystopie-Reihe

    Das Ende der Welt ist nicht nah, es überrollte die Menschheit bereits vor vierzig Jahren. Diese brutale Lawine der Ressourcenknappheit, Verteilungskämpfe und regionale Konflikte nahm den Menschen alles was sie hatten. Von der einst zivilisierten und modernen Welt sind nur noch Wüsten und Ruinen in einer staubigen wolkenverhangenen Umgebung übrig: Das Ödland.

    Vierzig Jahre nach dem Ende der Welt verteidigen die letzten Menschen ihr Leben in abgeschiedenen und versteckten Kellern, Bergwerken und verbarrikadierten Dörfern. Der Überlebenskampf hat begonnen: Barbarische Söldnerbanden ziehen durchs Ödland und töten erbarmungslos auf der Suche nach Essen und aufbereitetem Wasser jeden ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. In dieser grausigen Welt lebt die neunzehnjährige Mega. Sie wächst in einem versteckten und gut gesicherten Heizungskeller unter einer zerstörten Universität auf. Die junge Frau kennt nur die ewige Finsternis und lebt nur für ihren großen Raum den Keller eines Tages zu verlassen und die Welt zu erkunden, denn ein innerer Drang zieht sie in die gefährliche Mauer hinter den Stahltüren des Kellers.

    Meine Meinung

    ÖDLAND Erstes Buch Der Keller von Christoph Zachariae ist eine packende und mitreißende Dystopie in einem erschreckend realistischen Szenario. Der Schreibstil ist flüssig leicht und hat es geschafft mich bis zur letzten Seite zu fesseln. Dabei wechseln die Perspektiven regelmäßig zwischen den zwei Charakteren Mega und Hagen. In der Vergangenheit erfährt man die Erlebnisse von Mega im Keller, während in der Gegenwart Hagen ein Dorf überfällt, in dem sich auch Mega befindet. Dadurch erschafft der Autor einen spannenden Lesesog dem der Leser folgt, um die Verbindung der beiden und ihre Geschichten zu erfahren.

    Der Keller ist ein spannender und vielversprechender Auftakt der Dystopie-Reihe rund um das Ödland und Mega. Das erschreckende Szenario einer untergegangen Zukunft ist sehr realistisch beschrieben mit blutigen Szenen, mordenden Banden und Menschen, die probieren mit dieser neuen Realität klar zu kommen. Dabei erfährt man leider nur wenig über die Katastrophe, welche zum Ende unserer heutigen Gesellschaft führte. Ansonsten hat die Geschichte sehr viele spannende und teilweise erschreckende Ideen, rund um den Überlebenskampf der Menschen.

    Mit dem Hauptcharakter Mega kann man sich sehr leicht identifizieren und ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Sie ist abenteuerlustig, lebensfroh, sie möchte unbedingt die Welt außerhalb des Kellers sehen und ihrem trostlosen Leben dort entkommen. Während der andere Charakter Hagen die ganze Geschichte über sehr undurchsichtig bleibt, aber über ihn wird man wohl noch mehr in den nachfolgenden Teilen erfahren.

    Anfangs steckt der Leser direkt in einer spannenden Handlung, dann folgen abwechselnd beschreibende Teile von Megas Leben im Keller und Hagens brutalen Erlebnissen in der Gegenwart. Die Geschichte bietet viele Geheimnisse und unerwartete Überraschungen, die das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis machen. Viele Fragen sind am Ende noch ungeklärt, weswegen man Lust auf die nächsten Teile bekommt. Ich bin gespannt, wie es mit Mega und Hagen weitergeht.

    Fazit

    ÖDLAND Erstes Buch Der Keller von Christoph Zachariae ist ein fesselnd und erschreckend realistischer Auftakt der brillanten Dystopie rund um Mega und Hagen. Geheimnisvolle und interessante Charaktere in Kombination mit einer spannenden Handlung, haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Durch viele ungelöste Fragen möchte man die Reihe am liebsten direkt weiterlesen und mit Mega ums Überleben kämpfen. Eine begeisterte Leseempfehlung für jeden Dystopie-Fan.

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    Serkalows avatar
    Serkalowvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Lohnt sich, trotz kleiner Schwächen.
    Gute Einführung in eine längere Endzeit-Story.

    ›Der Keller – Ödland 1‹ von Christoph Zachariae

    Klappentext: »Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND.

    Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.
    Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.

    Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.

    Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.

    Endzeit:
    Wer Endzeit und Dystopien liebt und Bücher mochte, wie ›Die Straße‹, ›Die Welt wie wir sie kannten‹, ›Z wie Zacharias‹, ›Malevil‹, ›Die Tribute von Panem‹, ›Die ewige Straße‹ oder Filme wie ›Briefe eines Toten‹, ›The Quiet Earth‹, ›Mad Max‹ oder Comics wie ›Jeremiah‹, ›Müll‹, ›Rain Dogs‹ oder Computerspiele wie ›HORIZON: Zero Dawn‹, ›Fallout‹, ›Enslaved: Odyssey to the West‹, ›I Am Alive‹, oder ›The Last of Us‹, dem sei ÖDLAND wärmstens ans Herz gelegt.«

    Hatte ich schon mal irgendwo erwähnt, dass mich sog. ›Endzeit-Storys‹ total faszinieren? Dass ich ständig auf der Suche nach Geschichten bin, die nicht in den USA spielen? Am besten hier, in diesen Breitengraden.

    Insofern, ist es keine Überraschung, dass ich einst, 2013 um genau zu sein, auf den ersten Teil der ›Ödland-Serie‹ stieß. Der Autor, Christoph Zachariae, war noch in guter Erinnerung ob seiner Beteiligung an ›Darkside Park‹. Einer Serie, die mich storytechnisch und von der Konzeption her sehr überzeugen konnte. (Abgesehen davon, dass sie in den USA spielt.)

    Dennoch ließ ich ›Ödland‹ erst einmal liegen, da ich keine Mehrteiler mag, bei denen das Ende in weiter noch unklarer Ferne liegt. (Die ›Das Rad der Zeit‹ und ›Song of Ice and Fire‹ Trauma wiegen noch zu schwer.)

    Mittlerweile ist Band 4 erschienen und der abschließende für nächstes Jahr angekündigt, außerdem hatte ich einfach mal wieder Lust auf ein postapokalyptisches Szenario ... also dann. Reisen Sie mit mir in Christoph Zachariaes ›Ödland‹.

    Es lohnt sich trotz kleiner Schwächen!

    Bevor wir der, im Klappentext angepriesenen Mega begegnen, treffen wir Hagen. Einen Verwundeten, der sich an eine Art Festung in einem Moor schleicht, weil er auf Hilfe, auf Nahrung hofft, doch ... er wird reingelegt und gefangen genommen.

    Ab jetzt wechseln die Perspektiven.
    Abwechselnd begleiten wir Mega durch ihre Kindheit im Keller, bis hin zu dem Tag, an dem sie diesen verlässt und mit einem gepimpten Liegefahrrad durch das Ödland fährt, um Ersatzteile für einen Ionenaustauscher zu organisieren.
    Der andere Strang lässt uns an Hagens Erlebnissen in der Gegenwart teilhaben.
    Wir, die Leser, wissen, dass es Mega war, die Hagen in den Ort lockte. Hagen scheint Mega von irgendwo zu kennen.
    Vor allem ist er kein hilfloses Opfer. Er ist der Anführer einer wirklich durchgeknallten Bande. Seine Gefangennahme durch die Bewohner der Moorfestung entwickelt sich für diese schnell zum Disaster. Die Voraussetzungen kehren sich um ...

    Ich gebe zu, dass die wirklich kompromisslosen und vor allem brutalen (nicht bis ins Detail beschriebenen) Handlungen von und um Hagen, seiner Truppe, den Bewohner des Ortes im Moor, mich mehr begeistert haben. Hier spielt der Autor geschickt mit unseren ›Gut und Böse‹ Vorstellungen und unseren Sympathien und Antipathien. Großes emotionales Klavier.

    Megas Strang hingegen, ließ mich über weite Strecken kalt. Zu sehr waren ihre Kindheitsjahre das Gegenteil von ›show don’t tell‹ und später erschien sie mir wirklich wie eine verzogene Göre in der Pubertät. Sie ist einfach nicht mein Typ von Protagonist.

    Allerdings schaffte es Christoph Zachariae, mich dennoch bei der Stange zu halten, denn ich wollte schon wissen, wo die Verbindung zwischen Hagen und mega ist. Spätestens als sie dann ›draußen‹ ist, zieht Zachariae das Tempo ganz schön an. Wir befinden uns in einem ›Mad Max‹ würdigen Szenario und enden mit einem veritablen Cliffhanger.

    Klar. Bei einem Mehrteiler kann Band 1 eigentlich nicht mehr als eine Exposition sein. Und diese ist durchaus gelungen, denn ich mache gleich mit Band 2 »Das Versteck im Moor« weiter.

    Sein Handwerk versteht Christoph Zachariae voll. Einzig, die seltsame (mich an Theatermanuskripte erinnernde) Schreibweise der Dialoge/wörtlichen Rede stieß mir, neben meiner desinteressierten Haltung Mega gegenüber auf.

    Verdiente 3 Sterne für einen guten Einstieg mit ordentlich Platz für Steigerungen.

    Weitere Rezensionen und Geschichten auf: www.anton-serkalow.de

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    buchwanderers avatar
    buchwanderervor 9 Monaten
    Postapokalyptisch par excellence

    „…Narben, die Landkarte der Schmerzen…“ (S.220)

    Zum Inhalt:

    An Tristesse ist die Welt wenige Jahrzehnte nach dem großen Crash wohl nicht zu überbieten. Die wenigen Überlebenden vegetieren in Kleingruppen dahin, das Gesetz des Stärkeren, aber vor allem jenes des Skrupelloseren regiert. Nur an wenigen Tagen schafft es eine fahle Sonne durch den asche- und staubverhangenen Himmel ein oder zwei Bündel ihrer Strahlen auf ein ausgedörrtes, karges und beinahe lebloses Land zu werfen.

    In dieser Welt findet eine Gruppe, deren Versteck die Kellerbauten einer verfallenden Universität sind, eine Kind vor ihren Toren: Mega. Man überwindet die anfänglichen Bedenken, holt es herein und gibt ihm ein zu Hause. Mega wächst auf, die Bande zu ihren Mitbewohnern werden enger, doch stets bleibt dieser Stachel im Denken, dass es ein Leben vor dem Keller gab. Ein Leben in dem Mega eine Geschichte hatte. Nicht zuletzt erinnert sie ein Tattoo unter dem Auge stets an eine Zeit an die sie keine fassbaren Erinnerungen hat.

    In all diese Grübeleien kommt die kalte Erkenntnis, dass es den wenigen Menschen im Keller an essentiellen Ersatzteilen fehlt, um ihre überlebensnotwendige Wasseraufbreitungsanlage in Funktion zu halten. Viele wurden schon ausgeschickt, an die Oberfläche ins Ödland geschickt, um eben diese Teile zu suchen. Alle hatte das Glück nicht auf ihrer Seite. Mega erreicht ein Alter in dem sie zum einen ihren Rettern etwas schuldig zu sein glaubt, zum anderen mehr über die Welt da draußen erfahren will. So ist sie die logische, vielmehr einzige noch zur Verfügung stehende Chance, der Gemeinschaft Hoffnung zu geben. Ausgestattet mit einem soliden Training und allem an bescheidener Technik, aber einer Unmenge an guten Wünschen und Hoffnung beginnt sie ihre ungewisse Odyssee in eine Welt in der Grausamkeit die einzig gültige Währung scheint…

    Parallel zur Geschichte Megas tritt Hagen auf die Erzählbühne. Als Anführer eines Haufens marodierender Männer, wird er von diesen respektiert, nicht zuletzt aufgrund seiner kalten, berechnenden Führungsqualitäten, die er stets auf’s Neue unter Beweis stellen muss. Denn nichts ist hier draußen tödlicher als Schwäche. Härte, intrigante Berechnung, Gräueltaten und Gewalttätigkeit prägen die Tage des barbarischen Haufens unter Hagens Führung. Zwischen Hagen und Mega scheint es einen Konnex zu geben, der jedoch mehr als vage bleibt….

    Fazit:

    Christoph Zachariaes Auftakt der „Ödland“-Story ist in sich stimmig, bildgewaltig, ernüchternd und von spröder Schönheit, sofern man dies von einer Dystopie behaupten kann. Der Text ist aufgrund seiner expliziten Schilderung von Gewalt in einer postapokalyptischen Welt nichts für zart besaitete Gemüter. Doch eben diese Schonungslosigkeit wird nicht um ihrer selbst willen heraufbeschworen, sondern legt sich über eine Welt deren Credo einzig und allein das Überleben ist – und zwar um jeden Preis.

    Die eingängige Sprache Zachariaes verleiht dem Erzählfaden Spannung, ebenso wie Leichtigkeit, dies in einer Intensität, die man in vielen Dystopien teils vergeblich sucht. Dass der Band mit einem Cliffhanger endet liegt in der Natur der Sache – die Geschichte ist schließlich als Pentalogie angelegt – und macht definitiv Lust auf mehr.


    Zum Buch:


    Schon der erste Eindruck, welchen der Band vermittelt, schraubt die Erwartungen an die handwerkliche Kunst der Umsetzung in die Höhe. Und vorab kann schon festgehalten werden: der bibliophile Leser wird nicht enttäuscht! Vielmehr hält er ein Buch in Händen, welches mit Fug und Recht als Gesamtkunstwerk durchgeht. Neben solider buchbinderischer Verarbeitung in puncto Verleimung, Haptik und solider Buchdeckelausführung, fällt sofort ins Auge, dass hier typografisch, zeichnerisch und konzeptionell Profis am Werk waren.

    Die künstlerische Gestaltung der Typografie ist gewagt, unterstreicht den Grundton der Erzählung, dies ohne sich unangemessen in den optischen Vordergrund zu drängen, jedoch immer unterstreichend präsent zu sein. Das Ensemble des Coverbildes drückt Stimmung, Timbre der Sprachmelodie und handwerkliche Raffinesse zu gleichen Teilen aus. In Sachen Gedrucktes ist der erste Band der als Pentalogie angelegten Reihe für mich definitiv ein Highlight dieses Lesejahres!

    Was nicht grundsätzlich mit dem Buch zu tun hat, jedoch nicht unerwähnt bleiben sollte – und mithin der Grund meiner Titulierung als Gesamtkunstwerk ist – ist die Verfolgbarkeit der Entstehung / Weiterentwicklung der bewegenden Geschichte als hochwertig gestalteter Webinhalt unter folgendem Link „Ödland – Lucid Dreams“.




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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Knallhart, brutal - so wie die Welt, in der es spielt- ein Einstieg in eine Reihe, der neugierig auf mehr macht
    Düster und grausam

    Die Welt vierzig Jahre in der Zukunft, unsere Zivilisation, wie sie eins existierte, gibt es heute nicht mehr. Menschen, die den damaligen Zusammenbruch überlebt haben, haben sich zu Enklaven zusammengeschlossen und leben versteckt, teils in Kellern, Bergwerken und in allem, was ein wenig Sicherheit verspricht. Bewaffnete Söldnergruppen streifen durchs Land und greifen die versteckt lebenden Menschen an, um diese um ihre Vorräte zu bringen. Einer von ihnen ist Hagen, der mit seinen Männern eine Enklave in einer Stadt angreift. Hier trifft er auf Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, das ihm sehr bekannt vorkommt. Diese neunzehnjährige wuchs in einem Keller einer Universität zwischen Wissenschaftler und Sicherheitsleuten auf und wurde einst ausgeschickt, um in einer Siedlung ein Ersatzteil zu holen. Doch was macht Mega in der Enklave? Und warum kommt sie Hagen bekannt vor?
    Meine Meinung:
     Allein schon anhand des Covers sieht man, wie die Welt einst aussehen könnte und die Vision einer hoffentlich nie eintreffenden Zukunft, die Christoph Zachariae entwirft, ist erschreckend, schrecklich, brutal und grausam. Der Einstieg in diese Dystopie gelang mir sehr gut, denn der Autor konnte mich mit seinem Schreibstil fesseln und unterhalten, er bleibt sprachlich gut verständlich und schnörkellos.
    Das Worldbuilding an für sich konnte ich mir gut vorstellen, allerdings hätte es mich brennend interessiert, warum es zum Verfall der Zivilisation kam und warum manch technisches Gerät, wie z. B. Autos, nicht mehr so funktionieren. Vom Hintergrund erfährt man also noch gar nicht so viel, wobei ich denke, dass da in folgenden Bänden noch die Auflösung zu folgt. Ein paar Andeutungen gibt es durchaus, aber ich bin durchaus gespannt auf das Gesamtbild.
    Die Welt ist einfach dunkel, düster, schmutzig und knallhart und genau so stellt der Autor diese hier dar. Dabei kommt es auch durchaus zu gewalttätigen Szenen, die ich aber für glaubwürdig halte, wenn ich mir die Welt, in der die Geschichte spielt, ansehe. Der Kampf ums Überleben ist hier groß geschrieben und wie die Menschen miteinander umgehen eigentlich wenig überraschend, denn Menschen sind nunmal zum großen Teil grausam. Wer allerdings Gewalt und Blut in einem Buch nicht mag, sollte ein wenig Abstand zur Geschichte nehmen, denn der Autor nimmt in dieser Hinsicht kaum ein Blatt vor den Mund. Ein paar Dinge, wie z. B. die Herkunft des Rades, mit dem sich Mega auf den Weg macht, hätten mich noch brennend interessiert, ich lass es aber hier einfach mal als schriftstellerische Freitheit so stehen, da es jetzt zur Handlung nicht unbedingt bedeutend ist.
    Recht spannend gehalten ist das ganze auch, vor allem der Erzählstrang rund um Hagen und seine kampfstarke Söldnergruppe. Auf der einen Seite ist dies absolut der blutige Part der Geschichte, welcher aber auch für Spannung und Tempo sorgt. Der zweite Erzählstrang. Der zweite Strang rund um Mega und ihr Aufwachsen im Keller ist relativ ruhig gehalten. Allerdings bleibt hier eine große Frage offen, nämlich die nach der Herkunft Megas, die hier so einige Rätsel aufgibt. Aber auch da bekommen wir noch keine Lösung - wie gesagt, es ist der Einstieg in eine Reihe und der Autor hält sich da so einige Hintertürchen offen, um den Leser auf den Fortgang neugierig zu halten.
    Durch einen Erzähler in der dritten Person lässt uns Christoph Zachariae dem Geschehen beiwohnen. Wir können hier sehr gut beobachten, aber auch rätseln, denn es bleibt einfach noch sehr viel ungeklärt. Wir bekommen nur so viel Einblick in die Handlung, wie auch das aktuelle Geschehen gerade bietet. Es macht neugierig und hält den Lesefluss aufrecht.
    Die Charaktere, bzw. die Hauptcharaktere der Geschichte sind das Mädchen Mega und der Söldner Hager. Hagen als Protagonist anzusehen, ließe diesen wohl in zu positiven Licht stehen, denn Hagen ist kalt, skrupellos und knallhart, aber durchaus vorstellbar und glaubhaft. Wenn es um das reine Überleben geht, so sind die Handlungen von Hagen und seinem Trupp leider vorstellbar. Er ist aber hier auch eindeutig der Kopf der Bande, dem ich noch so einiges zutraue.
    Mega - auch wenn ich viel darüber erfuhr, wie sie in dem Keller aufwächst, so bleibt sie doch eine Art Phantom, sie gibt in jeder Hinsicht Rätsel auf, sei es ihre Herkunft oder darüber, wie sie in diese Siedlung kommt, die von Hagen und seinen Männern überfallen wird. Auch wohin sie plötzlich verschwindet, bleibt noch ungeklärt. Ich bin mir einfach nicht sicher, was ich von ihr halten soll, ist sie die Retterin in dieser düsteren Zukunft?
    Neben diesen beiden Charakteren gibt es noch eine Anzahl Nebencharaktere, wie z. B. der Professor, der den Untergang der Zivilisation schon vorhersagte und in dessen Keller Mega aufwächst. Allerdings bleiben die Nebencharaktere blass, was aber wohl auch genau so gewünscht zu sein scheint.
    Mein Fazit:
    Der Autor hält sich also in seiner Geschichte eine Menge Fragen offen und man merkt deutlich, dass dieser Band lediglich ein Einstieg in viel mehr ist. Die Geschichte ist kalt und grausam, einzig das Überleben zählt, dabei geht es mehr als nur einmal brutal zu und Christoph Zachariae ist da auch nicht zimperlich. Aber dies passt auch durchaus in das gesamte Worldbuilding. Mit seinem Schreibstil konnte der Autor mich fesseln, auch wenn ich den Erzählstrang rund um Hagen etwas spannender gehalten fand. Wer schonungslose Dystopien mag, sollte einmal in dieses Buch reinlesen. 

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    LukeDanesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es gibt Perlen, welche die Muschel „Eigenverlag“ leider noch nicht verlassen haben obwohl sie sich mit Produktionen aus größeren Verlagen pr
    Mega as mega can...

    Es gibt Perlen, welche die Muschel „Eigenverlag“ leider noch nicht verlassen haben obwohl sie sich mit Produktionen aus größeren Verlagen problemlos gegenüberstellen lassen. „Ödland“ ist so eine subjektive Perle, welche ich jetzt belesen durfte.

    Beginnen möchte ich beim ersten Band von „Ödland“ nicht mit der Geschichte an sich, sondern mit der Aufmachung des Buches, denn dies ist ja bekanntlicherweise der erste Kontakt mit dem „Feind“ auf dem Schlachtfeld der Buchhandlungsregale.

    Schon das Cover von Colin M. Winkler – woher kenne ich den Namen bloß? Rick Future! (Hörspiel) – verpackt die Stimmung der ganzen Story kurz und knapp in ein einziges Titelbild. Mega – also die Hauptprotagonistin des Buches – mit Knarre in der Hand vor einem „alles ist kaputt“. Nicht mehr und nicht weniger, denn in dem Buch geht es auch um nicht mehr und nicht weniger. Beim Blättern durch die Seiten entdeckt man immer wieder „Blutflecke“, „Abriebe“ oder „Kratzer“, welche der dystopischen Story noch ein wenig das Feeling geben, man habe das Buch eben irgendwo im Schutt gefunden.

    Soweit zur Optik…

    …jetzt ans Eingemachte.

    Was ist geschehen? Zachariae lässt sich anfangs nicht wirklich genau darüber aus, doch das zitierte Buch „Das Jahr Null“ seines fiktiven Charakters „Prof. Dr. Walden“ lässt keinen Zweifel daran, dass die Menschheit Erfolg damit hatte sich selbst den Exitus zu verpassen und evolutionstechnisch begonnen hat den Rückmarsch in Richtung Steinzeit und schlimmer anzutreten.

    In dieser Welt, in der jeder der Feind seines Nächsten ist, findet die Belegschaft des „Kellers“ das Kind, welches sie Mega nennen, vor seiner von der Außenwelt abgeschotteten Türe und nimmt das fast verhungerte und halbtote Wesen in seine Reihen auf, welche aus den Überlebenden einer Universitätsbesatzung bestehen. Auch wenn viele der Meinung sind, das Mega eines Tages zu einem Problem heranwachsen könnte, so zieht man sie auf und versucht sie in die Gemeinschaft zu integrieren.

    Zachariae verlässt sich nicht auf eine gleichmäßig ablaufende Erzählebene, sondern beginnt alles mit einer Mega, welche den Keller bereits hinter sich gelassen und in einer neuen Konklave Zuflucht gefunden hat um sich erst danach mit ihrer Vergangenheit zu befassen. Wer sie ist und wieso sich die ganze Story um das Mädchen mit dem Stern-Tattoo unter einem Auge dreht, erfährt man in Rückblenden, während die Geschichte in der „Jetztzeit“ ebenfalls kontinuierlich in immer kürzeren Einschüben in Megas Origin fortgeführt wird.

    Megas Werdegang vom Keller bis zur Konklave wird von Zachariae recht nachvollziehbar geschildert, was mich bei einem männlichen Autor doch etwas wundern machte, denn er scheint sich recht gut in die Psyche seiner Protagonistin hinein versetzen zu können. So wandert er in ihrer Gedankenwelt vom kindlichen Mädchen hin zur erwachseneren Kämpferin im Ödland hin und her und das „coming of age“ von Mega wirkt weder gestelzt oder gar fremdinterpretiert, sondern scheint von ihr selbst zu stammen. Entweder sehr gute Recherche oder einfach nur ein guter Autor – was herauszufinden wäre in den folgenden Bänden, von denen bisher noch zwei Ausgaben erschienen sind.

    Jugenddystopien hatte eine Zeit lang Hochkonjunktur, welche jedoch gottseidank wieder abgeflaut ist. Christoph Zachariaes „Outland“ stellt ein Bindeglied zwischen der dystopischen Unterhaltung für Jugendliche und der etwas ernsthafteren, nicht durch Lovestorys verwässerte, Endzeit für Erwachsene. Mega ist zwar ein sehr junger Protagonist, doch sind ihre Handlungen und der beschriebene Leidensweg von Zivilisation, Protagonist und Gesellschaft alles andere als nur für jugendliche Leser geeignet.

    Der „Keller“ stellt einen guten Einstige in eine wirklich kaputte und gut auf- und ausgebaute Postatomwelt dar, welcher Lust auf mehr macht, denn Zachariae lässt in diesem Erstling viel Luft nach vorne.

    Es wäre Mega ebenfalls zu wünschen, dass ein Biggie-Verlag auf sie aufmerksam wird und sie sich somit ein wenig mehr wird ausbreiten könnte, denn sie ist definitiv eine Perle in einer nicht für jeden zu sehende Muschel.

    Und der Blick auf die Webseite des Verlages „Lucid Dreams“ lohnt sich definitiv, denn Mega und das Ödland sind mehr als nur Text…

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 3 Jahren
    Interessante Endzeitstory aber mit viel Gewalt

    Alles ist zerstört, zerfallen, verseucht und dreckig. Seit einer Katastrophe vor rund 40 Jahren gibt es keine Bäume mehr, kein Grün und auch kaum noch Menschen. Die letzten Überlebenden haben sich in Siedlungen oder unterirdischen Bunkern verschanzt, so auch die 19jährige Mega. Als langsam die Ersatzteile für die lebensnotwendige Wasseraufbereitungsanlage ausgehen, wird Mega von ihren Leuten auf eine äußerst riskante Außenmission ins lebensfeindliche Ödland geschickt. Eine Aufgabe, die von vornherein zum Scheitern verurteilt scheint, denn im Ödland lauern überall feindlich gesinnte und unberechenbare Banditen, wie z.B. Hagen und seine Truppe.

    "Ödland Erstes Buch Der Keller" ist der Auftakt der 4teiligen dystopischen Reihe von Christoph Zachariae. Ein spannender und temporeicher erster Teil, der sehr flüssig geschrieben ist und sich gut lesen lässt. Viel erfährt man aber nicht über die Hintergründe der zugrunde liegenden Katastrophe, die war eben einfach da. Zudem gibt es auch ein paar Logiklöcher z.B. betreffs Nahrungsbeschaffung oder warum es überhaupt so viele Straßensperren gibt, wenn eh alles menschenleer ist.

    Am Anfang hatte ich auch ein paar Probleme mit den verschiedenen Perspektiven und Zeitwechseln, so ist Mega erst 19 Jahre und dann 3 Sätze danach auf einmal 7 Jahre. Die Verwirrung legte sich dann aber später, weil ab der Mitte des Buches endlich ein kleiner Zusammenhang zwischen Megas und Hagens Geschichte erkennbar ist.

    Megas Storyline hat mir insgesamt ganz gut gefallen, die junge Frau ist sympathisch und ich bewundere ihren Mut und ihre Stärke. Außerdem umgibt sie ein Geheimnis, welches im ersten Band aber noch nicht enthüllt wird und durch den großen Cliffhanger am Ende neue Nahrung erhält.

    In keinster Weise sympathisch fand ich dagegen Hagen und seine Leute. Klar ist das eine düstere Endzeitgeschichte und kein Friede-Freude-Eierkuchen - Buch, doch die extreme Darstellung und genaue Beschreibung von Gewalt und Folter war leider so gar nicht mein Fall, aber da bin ich vielleicht als Frau etwas zu empfindlich.

    Insgesamt konnte mich "Ödland Erstes Buch der Keller" daher noch nicht wirklich überzeugen, das Buch ist aber trotzdem kein schlechter Start. Die Geschichte hat viel Potential und ich bin gespannt, welches Geheimnis Mega letztendlich umgibt.

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    Svartas avatar
    Svartavor 3 Jahren
    Ödland: Erstes Buch - Der Keller

    Inhalt:

    "Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND. 
    Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben. 
    Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat. 
    Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen."


    Vielen Dank zuallererst an  Christoph Zachariae, der mir sein Buch zur Verfügung gestellt hat!

    Der Autor schaffte es von Anfang bis Ende eine authentische Atmosphäre für seine Dystopie zu schaffen und auch aufrecht zu erhalten!
    Während des Lesens wirkte alles so bedrückend und düster... allgemein hatte man das Gefühl, dass um jede Ecke eine Gefahr lauern könnte. Das war  natürlich auch für die Spannung ein dickes Plus und es war wirklich fesselnd Megas Erlebnissen zu folgen und mitzufiebern.

    Die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung der Bewohnder des Kellers und auch der anderen Ödland-Bewohner, hat mich wirklich getroffen. Denn der Überlebenskampf der wenigen noch lebenden Menschen, anders kann man ihr Leben nicht nennen, ist wirklich heftig. Allerdings würde ich es in so einer Zukunftsvision als durchaus realistisch einschätzen. Da will man gar nicht weiter drüber nachdenken, ob und vor allem wann es in Wirklichkeit auch passieren könnte...

    Mega ist ein wirklich toller Charakter! In sie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und ihre Beweggründe bzw. Entscheidungen nachvollziehen... natürlich liegt um sie noch ein großes Geheimnis, das noch nicht gelüftet wurde. Ich habe gehofft noch mehr von ihrer Vergangenheit zu erfahren, aber dazu kamen wir in Teil eins nicht... das kommt dann wohl in den Folgebänden. ;)

    Etwas schwierig fand ich, dass es (zumindest aus meiner Sicht) keine ersichtliche Verbindung zwischen den beiden Erzählstränge gab.
    Dazu eine kurze Erklärung: Es gibt zwei Erzählstränge, in dem einen ist Mega im Fokus und in dem anderen Hagen. Hagen ist auch ein sehr interessanter und tiefgründiger Charakter, über den wir hoffentlich noch mehr erfahren werden.
    Und in irgendeiner Weise gibt es eine Verbindung zwischen den beiden, aber die genauen Umstände wurden nicht aufgelöst. Dem Leser ist nur bekannt, dass Mega auch in Hagens "Welt" auftaucht.

    Fazit:
    Eine wirklich tolle, düstere Dystopie, welche durchaus mal brutal sein kann und nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet ist. ;)
    Ich bin sehr gespannt auf die Fortzsetzung und vergebe 4,5 (= 5 Sterne)!

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