Christoph Zachariae ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss

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Inhaltsangabe zu „ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss“ von Christoph Zachariae

Mega erwacht in der Fabrik am Fluss. ‘ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss‘ ist der dritte Band der vierteiligen Endzeit-Thriller-Reihe ÖDLAND von Christoph Zachariae. Inhalt Drittes Buch: Mega hat allen Widrigkeiten getrotzt und sich bis zur Fabrik am Fluss durchgeschlagen. Mark, Megas Freund aus Kellertagen, der ebenfalls von den Wissenschaftlern als Pilot ins Ödland geschickt wurde, nannte sie “das letzte Paradies auf Erden”. Ist sie das wirklich? Und was genau ist diese Fabrik eigentlich? Doch was viel wichtiger ist: Verstehen sich Mega und Mark noch? Können sie da anknüpfen, wo sie im Keller aufgehört haben? Während sich Mega in relativer Sicherheit glaubt, bricht im Ödland der Winter an. Die Söldner kämpfen sich durch die ersten Schneestürme. Wird es Hagen gelingen die Fabrik zu erobern? Werden Mega und Hagen sich erneut begegnen? Fest steht: Mega ist noch nicht am Ziel und die Prüfungen, die sie diesmal zu meistern hat, stellen alles in den Schatten, was sie bisher im Ödland durchmachen musste. Spannend geht es weiter. Das ÖDLAND bleibt ein Ort voll tödlicher Gefahr und dunkler Romantik. Ewiger Winter. Endlose Stille. Willkommen zurück. Willkommen im ÖDLAND. Endzeit: Wer Endzeit und Dystopien liebt und Bücher mochte, wie 'Die Straße', 'Die Welt wie wir sie kannten', 'Z wie Zacharias', 'Malevil', 'Die Tribute von Panem', 'Die ewige Straße' oder Filme wie 'Briefe eines Toten', 'The Quiet Earth', 'Mad Max' oder Comics wie 'Jeremiah', 'Müll', 'Rain Dogs' oder Computerspiele wie 'Fallout', 'Enslaved: Odyssey to the West', 'I Am Alive', oder 'The Last of Us', dem sei ÖDLAND wärmstens ans Herz gelegt. Weitere Bücher der ÖDLAND-Reihe: Die Taschenbuchausgaben des zweiten und dritten Bandes erscheinen im 4. Quartal 2015. Christoph Zachariae arbeitet am vierten Band der ÖDLAND-Reihe: 'ÖDLAND Viertes Buch Viktoriastadt' erscheint in den kommenden Jahren. (Quelle:'E-Buch Text/01.09.2015')

Verliert sich hin und wieder zu sehr in Details, um den Weltenentwurf plausibel zu schildern.

— Serkalow
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    ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss

    buchwanderer

    03. March 2018 um 09:26

    „Belastetes Wasser macht Menschen krank, Hoffnungslosigkeit kann sie zerstören.“ (S.313) Zum Inhalt: Der Spruch „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ dürfte Mega nicht zwingend geläufig sein, doch die Erfahrung, dass jenes Paradies, das viele hinter den Verschlägen der Enklave der Händler im Salzbergwerk vermuten, mehr auf Schein als Sein basiert, muss sie auf die sprichwörtlich harte Tour lernen. Vormals helfende werden zu fixierenden Händen. Lange gehütete Geheimnisse der verschworenen Gemeinschaft entpuppen sich als wahres Sprengpotential – in mehrfacher Hinsicht. Und Mega steht dazwischen. Zwischen den Stühlen, zwischen Jan und Mark, zwischen der moralischen Verpflichtung gegenüber den Bewohnern des Kellers, in deren Auftrag sie unterwegs ist, und einer nebulösen Vision ihrer Herkunft, deren Klärung ihr unter den Fingernägeln brennt.Hagen, den sie erneut trifft, scheint schicksalshafter mit ihrem Lebensweg verbunden zu sein, als sie es ursprünglich vermutete. Hat seine nervtötende Wortkargheit, sein neurotisches Ränkeschmieden, seine paranoide Absicherung nach allen Seiten – auch innerhalb der alles andere als homogenen Söldnertruppe – doch einen weit tieferen Grund, als nur den des blanken Überlebens? Die Dämonen, welche Hagen durch das Ödland auf ein scheinbar nur ihm bekanntes Ziel zutreiben, werden wider Willen mehr und mehr auch jene Megas?Und da wäre noch Nathan. Wie passt er in das Mosaik bzw. ist er überhaupt noch an der Verfolgung / Begleitung Megas interessiert, sofern ihm das Ödland nicht ohnehin bereits das Leben gekostet hatte. Immer wieder fällt letzthin der Name einer Stadt – sofern das lebensverachtende Ödland einen derartigen Anachronismus menschlicher Anhäufung noch zulassen würde – : Viktoriastadt! Für Mega ein Ort aus bruchstückhaften Errinerungsfetzen, aus Träumen, ein Ort der Antworten. Für andere ein Ort der beinahe sagenumwobenen Furcht, im historischen Nebel des (lebens-)notwendigen, allgegenwärtigen Ödlandvergessens… Fazit: Weit weniger als in den Vorgängerbänden spielt diesmal der klassische Weg im Sinne einer geografischen Strecke eine zentrale Rolle. Zwar liegt das Ziel – über das sich keiner der Agierenden so wirklich zur Gänze im Klaren ist – nach wie vor in weiter Ferne, wobei jede noch so minimale Entfernung in Ödlandmaßstäben gemessen werden muss: einer Norm aus Hunger, Angst, Einsamkeit, Kälte und der hohen Wahrscheinlichkeit des Todes. Diese Währung in ausreichender zu Menge zahlen zu können stellt auch eine mit allen Wassern gewaschene Söldnertruppe wie jene Hagens stets vor entmutigende Herausforderungen, bei denen auch eine Bankrotterklärung stets, einem Damoklesschwert gleich, über jedem einzelnen der Männer schwebt.In sich kohärent und trotz der zentralen Umbrüche aus einem Guss, gelingt es Christoph Zachariae in seinem dritten Band der Ödland-Pentalogie den Charakteren erneut die ein oder andere noch unbeachtete Facette zu verleihen, Tiefgang in Handlung wie Personen zu bringen, Platitüden zu vermeiden und einen durchgängigen Spannungsbogen zu übernehmen, zu halten, sowie in Details auszubauen. Dem aufmerksamen Leser mag die Tristesse des Ödland nun eventuell bekannt sein und so verlegt sich der erzählerische Fokus auf die Ausarbeitung, das Ziselieren der soziologischen Komponenten, einer Zutat, die ebenso wie einen einst lebenswerte Welt, einer radikalen Wandlung in ein konterkariertes Zusammenleben ihre menschenverachtende Umwertung schuldet.Der Autor liefert mit dem Roman erneut eine bravouröse Darstellung seines Gespürs für spannende Erzählkunst, (be)greifbare Handlung und denkbare Personen. Einiges wird geklärt, lose Enden vorläufig zueinander geführt ohne den Blick vorab auf das ganze Gewebe der Grundgeschichte zu enthüllen. Aus meiner Sicht: eindeutig und vorbehaltlos empfehlenswert! Zum Buch: Das 3. Buch der als Pentalogie angelegten Geschichte ist ebenso ästhetisch und hochwertig gestaltet, wie das erste. Es sei hier auf die ausführliche Beschreibung in der entsprechenden Rezension zu „Ödland – Der Keller“ verwiesen.

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  • Immer noch eine der stärksten Serien in diesem Genre.

    ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss

    Serkalow

    29. January 2018 um 12:03

    Die Ödland - Reihe gehört weiterhin zu den besten Werken innerhalb der deutschen Endzeit-Geschichten.Christoph Zachariaes Stärken zeigen sich besonders in seinen Figuren und dem ständigen Verwischen des Gut-und-Böse-Schemas. Geschickt spielt er mit den Sympathien, Antipathien und Erwartungen des Lesers. Freund und Feind sind viel zu simple Kriterien, die in einer Welt wie dem ›Ödland‹ jede Bedeutung verloren haben. Es geht nur um das nackte Überleben. Der Mensch ist ein Raubtier und immer wieder wird das Handeln des Homo sapiens in Frage gestellt.Das Geheimnis um Mega und ihre Herkunft wird ein wenig gelüftet. Hagens und auch Nathans Interesse an ihr, werden ebenso etwas erhellt. Es werden neue Bündnisse geschmiedet und für die Romantiker unter den Lesern gibt es sogar eine ganz kleine ›Dreiecksbeziehung‹ die ein wenig an ›Die Tribute von Panem‹ erinnert. (Für wen der beiden ›Verehrer‹ wird sich die weibliche Hauptfigur entscheiden?)Der dritte Teil hat deutlich mehr Seiten als die Vorgänger und hier liegt für mich auch eine klitzekleine Schwäche.Immer wenn der Autor seinen Weltenentwurf beschreibt, verliert er sich für meinen Geschmack ein wenig zu sehr im Detail. Zugunsten der Plausibilität der verschiedensten Überlebensformen und Gesellschaften (Fabrik, Fähre, Keller ...) verzichtet er in diesen Abschnitten auf das berühmte »Show don’t tell!«.Hier habe ich dann oft nur noch quer gelesen. Für mich ist das Genre ›Endzeit« innerhalb der ›Fantasy‹ einzuordnen, weshalb ich auf bestimmte, existenziell erscheinende Fragen oder Erklärungen zugunsten einer stringenten Handlung gerne verzichte. Beispiel: »Mad Max – Der Vollstrecker«. Für die Geschichte, die in diesem Film erzählt wird, ist die Frage völlig unwichtig, warum sich in einer Wüstenlandschaft ständig bis auf’s Blut um Benzin geprügelt wird, während die Versorgung mit Trinkwasser keinerlei Probleme darzustellen scheint.Eine solche ›Reduzierung‹ auf die Handlung hätte mir bei ›Ödland‹ auch besser gefallen. Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.Ich bleibe dennoch auf die abschließenden beiden Teile gespannt. Lasse mich gerne weiterhin von den ambivalenten Charakteren überraschen und sehe begierig der Auflösung im Megas Herkunft und die Verstrickungen mit einigen anderen Protagonisten entgegen.Vier von fünf Sternen.

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  • Für mich der Beste der bisher erschienenen Teile!

    ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss

    Pearsson

    08. November 2017 um 18:27

    Zitate:"So war es bisher immer gewesen. Im Moor und bei Nathan. Im Ödland war nichts umsonst." Seite 12"Angst vor dem Töten war eine Schwäche, für die es im Ödland keinen Platz gab, doch die Stimmung war angespannt genug." Seite 28 "Ein Blick, beeindruckend und erschreckend zugleich. Sie stand auf einem Leuchtturm im Meer der Verwüstung. Verheertes, totes Land so weit das Auge reichte. Asche und Sand, kalte horizontlose Leere." Seite 91Meinung:Mega hat es geschafft! Zwar knapp und mit Tollwut infiziert, aber sie ist geheilt und lebt! Und das Beste daran: Sie ist dort wo sie hinwollte - in der Fabrik. Doch auch die Tatsache, dass sie dort Mark wiedertrifft, lässt sie ihr ungutes Gefühl, das sie dort beschleicht, nicht verlieren. Etwas stinkt gewaltig, sie weiß nur noch nicht, was...Und auch Hagen war derweil nicht untätig. Doch aufgeben, nur weil es beim ersten Mal nicht geklappt hat, kommt natürlich nicht in Frage. Ihr kennt ihn ja. Auch sein Ziel ist die Fabrik, auch wenn nicht alle seiner Söldner diese Entscheidung nachvollziehen können.Ein weiteres Mal scheint ein Zusammentreffen der beiden vorprogrammiert, ihr dürft gespannt sein!Ich muss gestehen, dass Band 2 der Reihe schon ein ganzes Weilchen zurückliegt. Nicht, weil mir die Story nicht gefallen hätte, aber irgendwie bin ich einfach nie so recht dazu gekommen. Ihr kennt das ja ;)Umso erstaunter bin ich über die Tatsache, dass mir die Charaktere noch so präsent waren, auch ohne riesige Rückblicke des Autoren. Bereits nach ein paar Seiten war das Meiste wieder da und das Rüsten für Megas Reise konnte beginnen!Und die hat es echt wieder in sich! Zum einen wären da die Gefahren, die das Ödland an sich schon mitbringt. Christoph Zachariae schafft es erneut, eine gut durchdachte, in sich stimmige und dadurch sehr beängstigende Welt zu erschaffen. Zerfall, Müll, Hunger, Strahlung, all dies bedroht die Welt, die so kahl, krank und trostlos ist, dass das Überleben an sich schon an ein Wunder grenzt. Zum anderen leben darin ja auch noch ein paar Menschen, und gerade an Hagens Gruppe -und einigen anderen- hat man ja bereits gesehen, dass Vertrauen und Überleben oftmals nicht wirklich Hand in Hand gehen. Die Geschichte bringt dem Leser eine gewisse Rast- und Ratlosigkeit, die natürlich Teil jeder Dystopie sein sollte. Wem kann man trauen, welche Zusammenschlüsse lohnen sich, bzw. ist man alleine besser dran? Und vor allem: welche Variante davon bringt eventuell nicht den sicheren Tod? Viele geschickte Wendungen, Intrigen und ja, auch so manche Brutalität bringen uns die Hilf- und Hoffnungslosigkeit nahe, die ein solches Szenario mit sich bringen könnte. Sie lassen den Leser des Öfteren grübelnd zurück, denn sie führen einem bildhaft vor Augen, dass jede falsche Entscheidung gleichzeitig auch die letzte sein könnte. Sehr gut hat mir auch der Perspektivenwechsel gefallen. Hauptsächlich lesen wir von Mega und Hagen, aber ab und an dürfen wir auch kurze Besuche bei Leuten wie Mark, Jan, oder -und das hat mir am besten gefallen- im Keller machen. Denn auch da tut sich Einiges und vor allem darauf, wie es Megas alter "Familie" so ergeht, war ich sehr gespannt! Diese Wechsel verleihen der Geschichte zusätzliche Spannung und schüren die Neugier.Generell empfand ich "Die Fabrik am Fluss" als den Besten der bisher erschienenen Teile. Spannend waren sie für mich alle, aber dieser ist einfach noch ein gutes Stück runder und mitreißender als seine Vorgänger. Fast so, als hätte der Autor in seine endgültige Form gefunden. Super!Viele verwendete Details, wie zum Beispiel die Brutalität der Söldnergruppe, deren Zusammenschluss absolut keine Fehler verzeiht -auch nicht untereinander-, verleihen der Geschichte eine Glaubwürdigkeit und Authentizität, die viel Nachdruck schafft. Für mich ist diese Dystopie, mit all ihren Emotionen und Gefahren, Gewalt, Tod, Verrat, Neid, aber auch Hoffnung, Loyalität und einem Fitzelchen Liebe ein gelungenes Stück Endzeit und ich freue mich schon sehr darauf, dass Band 4 bald erscheinen wird! :)

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