Christophe Ono-dit-Biot Die Tigerfrau

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Inhaltsangabe zu „Die Tigerfrau“ von Christophe Ono-dit-Biot

Ausgezeichnet mit dem Prix Interalié Als Redakteur eines Lifestyle-Magazins hat César bisher immer nur die Artikel anderer Star-Journalisten sprachlich aufgepeppt. Doch jetzt geht er selbst auf die Jagd nach der großen Story, ausgerechnet in Birma. Er wird Zeuge eines von der Militärjunta inszenierten Anschlages in Rangun und versucht einen legendären Warlord aufzuspüren. Als er die Frau seines Lebens kennenlernt, verstrickt César sich immer tiefer in die »unfassbar schöne Hölle« von Birma. Imposante, von der tropischen Vegetation zerfressene Kolonialfassaden, ein Luxushotel, die Marktstände des Scott Market, Offiziere mit Schirmmützen, Mönche in purpurfarbenen Gewändern und über allem die Shwedagon-Pagode mit ihrem riesigen goldüberzogenen Stupa: Vom ersten Augenblick an nimmt das exotische Flair von Rangun den Besucher gefangen. César aber ist hier, um endlich selbst einmal eine große Story zu erleben: Er jagt dem Warlord und Opiumhändler Khun Sa nach, der sich im Bergdorf seines Großvaters niedergelassen haben soll und sich als Vorkämpfer für die Unabhängigkeit der Shan-Minderheit geriert. Schon lange ist kein Journalist mehr zu Khun Sa vorgedrungen. César weiß, dass auch er es allein niemals schaffen kann, und so vertraut er sich Julie an, die schon seit Jahren hier lebt und die in ihm romantische Gefühle weckt. Doch die große Zeit des Warlords ist längst vorbei, und so bringt Julie ihn auf die Spur einer Rebellin und Schamanin, die jenseits des Dschungels in den Bergen lebt und die der Junta wirklich gefährlich werden könnte. César soll sie nicht nur im Westen bekannt machen, er soll ihr auch einen wertvollen Rubin überbringen. Brillant erzählter Spannungsroman – und zugleich faszinierendes Portrait des modernen Birma.

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  • Rezension zu "Die Tigerfrau" von Christophe Ono-dit-Biot

    Die Tigerfrau

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2010 um 00:52

    Als seine Freundin sich im urlaub von ihm trennt entschließt der Möchtegern-Abenteurer César sich einen Traum zu erfüllen. Er reist nach Birma (Myanmar), beflügelt von dem Gedanken einen Artikel über den berüchtigsten Mann des Landes zu schreiben - Khun Sa, eine lebende Legende. Sein Weg beginnt in Rangun, wo er schnell Bekanntschaft mit der humanitären Ärztin Julie schließt, die, wie César, aus Frankreich kommt. Er lernt ihre Freunde und Kollegen kennen, die ihn alle als Touristen ansehen und er versucht krampfhaft ihnen weis zu machen, Journalist zu sein. Aber auch das Land selbst setzt ihm zu, im Zwiespalt zwischen Tradition und Sex, Mönchen und Militärjunta, Resignation und Widerstand und mitten darin César, der zwar weiß, was er will aber nicht, wie er es erreichen soll. Bis er Éric trifft, der in derselben Organisation arbeitet wie Julie und ihm einen wichtigen Konatkt verschaft, so und durch eine verstrickung folgenschwerer Entscheidungen, kommt César tatsächlich zu Khun Sa. Doch was er sieht ist Lichtjahre von dem Mythos entfernt, den er zu treffen gehofft hatte. Als sich daraufhin die Ereignisse überschlagen und César Rangun verlassen muss, verhilft Julie ihm zur Flucht. Die beiden verbringen einige Zeit in einem märchenhaften kleinen Dorf am Inle See, doch César will mehr, er will eine wirkliche Story. Aung San Suu Kyi steht immer noch unter Hausarrest, doch in Rangun hatte er von Wei Wei gehört, die den Widerstand in den Bergen anführen und vor Gewalt nicht zurückschrecken soll. Während er, Hals über Kopf in Julie verliebt, nicht wahr haben will, dass etwas mit ihr nicht stimmt, lässt er dennoch nicht locker, bis sie ihm ein weiteres Treffen mit Éric verschafft. Dieser erteilt ihm einen Auftrag, der ihn in das berüchtigte Goldene Dreieck und bevor César recht weiß, wie ihm geschieht, steckt er schon tief in einem gefährlichen Abenteuer, in dem nichts ist wie es scheint. Das Buch ist absolut großartig, auch wenn es stellenweise, wohl übersetzungsbedingte, Ausdrucksschwierigkeiten hat. Es fängt die politische Situation und das Leben in der Stadt und auf dem Land ebenso ein, wie die uralten Traditionen eines Landes , das wohl widersprüchlicher nicht sein könnte.

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