Christopher Brookmyre Die hohe Kunst des Bankraubs

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Inhaltsangabe zu „Die hohe Kunst des Bankraubs“ von Christopher Brookmyre

Bankraub mit Beckett Straßenartisten entpuppen sich als gewiefte Ganoven, die in Wahrheit echte Künstler sind, und Brookmyre selbst zeigt sich als ein literarischer Trickbetrüger allererster Güte! Bei so einem Banküberfall möchte man auch mal dabei sein: Fünf Straßenakrobaten mit Clownsmaskenkapriolen von der Fußgängerzone bis in die Schalterhalle einer Glasgower Bank. Einer wirbelt im Salto über die Schutzabsperrung, alle haben plötzlich Waffen in der Hand, und ihr Anführer verkündet freundlich: 'Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, Sie nehmen teil an einem Banküberfall.' Doch die Räuber sind nicht nur Akrobaten, sie haben ihrem 'Publikum' auch sonst einiges zu bieten: Die Geiseln werden mit einer Theatervorführung von Warten auf Godot bespaßt, während der Safe-Computer geknackt wird; und am Ende gibt es noch ein lustiges Kunstgemälde-Raten für alle. Die Polizei draußen findet die Geiselnahme naturgemäß weniger amüsant. Officer Angelique de Xavia, Single, vom Chef gedisst, heute 30 geworden, hat eh schon einen schlechten Tag: Des Überfalls wegen verpasst sie gerade ein Spiel der Glasgow Rangers, und jetzt soll sie auch noch im Alleingang die Bank verwanzen. Doch dann trifft sie auf Zal, den Anführer der Bande – und schon vor der spektakulären Flucht der Safeknacker knistert es gewaltig zwischen den beiden. Der Gangster und die Polizistin lassen sich auf eine für beide riskante Affäre ein. Keiner kann dem anderen trauen, und sicher ist nur, dass der Bankraub erst der Auftakt für einen noch viel größeren Coup ist, ein täuschungstechnisches Großkunstwerk. Geniale Dialoge; irrwitzige Situationen; gefährliche Widersacher; die große Frage, was eigentlich Kunst ist und wer sie dafür hält, und zwei Helden, die so originell, aufregend und clever sind, dass man am liebsten Flickflacks schlagen würde – Brookmyre erweist sich in diesem Buch als Großmeister der literarischen Illusion.

Die beiden Coups der Räuber sind großartig geschrieben, spannend und witzig. Dazwischen aber manchmal etwas zu viel Leerlauf.

— JoergB
JoergB

Gute Idee, doch schlechte Umsetzung.

— AliceNoWonder
AliceNoWonder

Alle Zutaten für einen tollen Krimi vorhanden. Vielleicht hätte der Autor noch an der Mischung feilen sollen, aber dennoch lesenswert.

— Gulan
Gulan

Das Buch ging die meiste Zeit ziemlich schleppend voran. Ich saß einige Nächte in meinen Bett und mir sind manchmal die Augen zu gefallen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Toll geschrieben. Hat richtig Spaß gemacht.

— Alfilein
Alfilein

Lust auf einen spannenden, humorvollen, wendungsreichen und sehr lesenswerten Krimi? Zugreifen!

— HarryF
HarryF

Herrlich erfrischend! Clever, smart und cool mit dem besten Bankraub der Filmgeschichte .....sollte zumindest verfilmt werden

— thursdaynext
thursdaynext

Selten wurde ich so amüsant und grandios charmant hinter das Licht geführt wie von diesem Roman.

— Palandurwen
Palandurwen

Oceans 11 goes Glasgow: Schottisch schräge Krimi-Komödie mit hohem Unterhaltungsfaktor! Liest sich wie ein Filmscript. Perfekte WE-Lektüre!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. 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Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. 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    Die hohe Kunst des Bankraubs
    AliceNoWonder

    AliceNoWonder

    16. November 2014 um 11:19

    "Die hohe Kunst des Banksraubs" ist für mich ein schwieriger Fall. Auf der einen Seite finde ich die Story wirklich richtig klasse, die Idee ist wirklich gelungen, aber an der Umsetzung hapert es leider ein bisschen. In der Geschichte geht es darum, dass 5 Bankräuber sich als Clowns tarnen, in eine Bank marschieren und diese ausrauben. Dabei merken es die Geiseln noch nicht mal richtig, da die fünf Täter alle mit Späßen ablenken. Natürlich darf die Polizei dabei nicht untätig zusehen und schicken ihre beste Agentin da rein, welche auch von den fünf geschnappt wird und sich gleich in den Anführer verliebt. Doch eine Liebe zwischen Polizist und Bankräuber ist - wie bekanntlich - verboten, wodurch es einige Unannehmlichkeiten gibt. Außerdem kommt noch dazu, dass der Bankräuber erpresst wird und noch einen zweiten Raub durchführen muss. Wie gesagt die Geschichte hat mir von der Idee sehr gut gefallen. Auch das Cover war sehr ansprechend, wodurch ich mir dieses Buch überhaupt gekauft habe. Leider wurde ich enttäuscht. Ich hatte mir keine Erwartungen gestellt und dennoch wurde ich enttäuscht. Das Buch zieht sich an einigen Stellen wirklich sehr schleppend. Es ist sehr zäh, was unter anderem auch an den Schreibstil von dem Autor liegt. Aber auch darum, weil er manchmal Sachen beschreibt, wo man als Leser davor sitzt: "Und was hat das jetzt mit der Story zu tun?" Ein Beispiel: Er erklärt ziemlich lange einen Kampf zwischen den Fans von zwei Football Mannschaften, welchen man eigentlich auch in ein oder zwei Sätzen beschreiben könnte. Auch tauchen in meinen Augen mir ein paar zu viele Charaktere auf, wodurch man manchmal nicht mehr durchblickt. Für alle, die das Buch gelesen haben ein Beispiel: Ich verstehe immer noch nicht, wieso der Typ, der am Ende von der Polizei gefasst wird so wichtig für den Chef ist. (Ich weiß nicht mehr den Namen.) Wahrscheinlich wurde es auch beschrieben, doch habe ich es wieder vergessen. In meinen Augen ist es ein Buch, was nicht im Gedächtnis bleibt, was man auch mal ein oder zwei Wochen liegen lassen kann, doch dann kommt man leider nicht mehr so gut in die Story rein. Auch kann ich mich manchmal mit den Überschriften für die Kapitel nicht so ganz anfreunden. An sich habe ich kein Problem damit, dass sie mal auf Englisch geschrieben werden und dann mal auf Deutsch. Doch ein oder zwei Mal ist eine Klammer in der Überschrift, bei der ich mich frage, was das eigentlich mit der Story zu tun hat, wenn darunter steht: (Denk noch nicht mal dran.) Aber es gibt ja nicht nur schlechte Sachen über das Buch zu berichten. In diesen ganzen knapp 400 Seiten gab es eine Szene, die mir wirklich Spaß gemacht hat zu lesen. Nämlich der Bankraub. Einfach nur weil der Anführer mir richtig Sympatisch ist und man die fünf Jungs nicht richtig ernst nehmen kann. Während der Zeit verarschen sie sich etwas gegenseitig oder eher verarschen nur eine Person in ihrer Mitte, was ganz Unterhaltsam ist. Auch hat mir gefallen, dass der Autor kein Blatt vor dem Mund nimmt. Er hat kein Problem damit über Sex zu schreiben oder auch Schimpfwörter in den Mund zu nehmen. (Bis jetzt habe ich noch nicht so viele Bücher gelesen, wo das der Fall ist.) Zum Schluss lässt sich einfach sagen, dass das Buch die meiste Zeit ziemlich schleppend voran ging. Ich saß einige Nächte in meinen Bett und mir sind manchmal die Augen zu gefallen. Oder dann habe ich gelesen, aber die Information nicht richtig aufgenommen. Kennt ihr dass, wenn ihr ein Buch liest und einfach die Zeilen ließt, aber es eine Sekunde danach wieder vergisst, was da stand und am Ende nur noch das Große Ganze wisst? Das war bei mir der Fall. An sich die Idee war wirklich gut, doch an der Umsetzung hat es in meinen Augen noch etwas gehapert, was sehr schade ist.

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  • Amüsant-absurde Kriminalstory mit kleinen Einschränkungen.

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    Gulan

    Gulan

    Eigentlich sollte man sich neuen Büchern unvoreingenommen nähern. Leider klappt das viel zu selten. Und so kommt es manchmal zwangsläufig, dass man während der Lektüre ein wenig enttäuscht ist, weil das Buch nicht ganz den hohen Erwartungen entspricht. Von Christopher Brookmyre hatte ich einige positive Vorschusslorbeeren gehört, daher hatte ich mich sehr auf seinen Krimi gefreut. Zwischendurch war ich dann nicht mehr ganz so begeistert, aber am Ende musste dann doch konstatieren, dass alles da war, Spannung, Tempo, Witz, interessante Charaktere, Romantik. Über die richtige Mischung könnte man noch etwas diskutieren. Kurz zum Inhalt: Eine Gruppe als Clowns verkleideter Straßenartisten überfällt eine Bank mitten in Glasgow. Die Elitepolizistin Angelique de Xavia soll übers Dach ins Gebäude eingeschleust werden und wird prompt von den Bankräubern gefangengenommen. Doch sie traut ihren Augen nicht, denn dies ist kein gewöhnlicher Bankraub. Die Geiseln werden mit einem Theaterstück bei Laune gehalten, die Räuber schießen Juckpulvergranaten auf die Polizeieinheiten und der Anführer flirtet unverhohlen mit Angelique. Was führen diese Typen im Schilde? Autor Christopher Brookmyre belebt in diesem Krimi das Sujet das (Bank)-Raubs völlig neu. Er schreibt in einer modernen, oft ironisch-flapsigen Sprache, mit britischem schwarzem Humor und mit einer absurden, aber mitreißenden Story. Als gebürtiger Glasgower geizt er nicht (sorry, dass musste sein) mit einigen lokalpatriotischen und gesellschaftskritischen Aspekten. Darüber hinaus ist dieses Buch mit zahlreichen Reminiszenzen an die (Pop)-Kultur gespickt. Die Geschichte wird im Wesentlichen aus dem Blick der beiden Hauptpersonen erzählt. Angelique de Xavia ist eine Elitepolizistin. Harte Schale, weicher Kern, eine Einzelgängerin, die noch etwas an einem vor kurzem absolvierten Einsatz gegen Terroristen zu knabbern hat. Zal Innez ist der Typ Gentleman-Räuber, Sohn eines Zauberers und Illusionisten. Ein Künstler, den es mehr oder weniger unfreiwillig in die Welt des Verbrechens verschlagen hat. Er arbeitet im Auftrag des Drogenbosses Alessandro, der ihn in Hand hat und aus dessen Fängen er sich unbedingt lösen will. Man ahnt es sicher schon, dass sich diese beiden sympathischen Helden von eigentlich weit entfernten Planeten aufeinander zu bewegen und mehr als einmal kamen mir George Clooney und Jennifer Lopez in „Out Of Sight“ in den Sinn. Wie im Film sind die Momente im Buch ähnlich smart und amüsant und kein plumper Romantic Crime á la Karen Rose. Aber dennoch holt uns die Frage nach der richtigen Mischung wieder ein. Für mich waren die romantischen Momente der Hauptpersonen und vor allem ihre Vergangenheitsbewältigung ein wenig zu dominierend und ausführlich, so dass meine zugegeben hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Aber ansonsten war alles da, was man für eine gute Krimiunterhaltung braucht, daher kann ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Wenn der Autor in seinen folgenden Büchern noch etwas am Verhältnis der Zutaten feilt (bzw. bereits gefeilt hat), kann man noch einiges von ihm erwarten.

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    • 9
  • Zwispaltig

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. October 2014 um 22:38

    "Die hohe Kunst des Banksraubs" ist für mich ein schwieriger Fall. Auf der einen Seite finde ich die Story wirklich richtig klasse, die Idee ist wirklich gelungen, aber an der Umsetzung hapert es leider ein bisschen. In der Geschichte geht es darum, dass 5 Bankräuber sich als Clowns tarnen, in eine Bank marschieren und diese ausrauben. Dabei merken es die Geiseln noch nicht mal richtig, da die fünf Täter alle mit Späßen ablenken. Natürlich darf die Polizei dabei nicht untätig zusehen und schicken ihre beste Agentin da rein, welche auch von den fünf geschnappt wird und sich gleich in den Anführer verliebt. Doch eine Liebe zwischen Polizist und Bankräuber ist - wie bekanntlich - verboten, wodurch es einige Unannehmlichkeiten gibt. Außerdem kommt noch dazu, dass der Bankräuber erpresst wird und noch einen zweiten Raub durchführen muss. Wie gesagt die Geschichte hat mir von der Idee sehr gut gefallen. Auch das Cover war sehr ansprechend, wodurch ich mir dieses Buch überhaupt gekauft habe. Leider wurde ich enttäuscht. Ich hatte mir keine Erwartungen gestellt und dennoch wurde ich enttäuscht. Das Buch zieht sich an einigen Stellen wirklich sehr schleppend. Es ist sehr zäh, was unter anderem auch an den Schreibstil von dem Autor liegt. Aber auch darum, weil er manchmal Sachen beschreibt, wo man als Leser davor sitzt: "Und was hat das jetzt mit der Story zu tun?" Ein Beispiel: Er erklärt ziemlich lange einen Kampf zwischen den Fans von zwei Football Mannschaften, welchen man eigentlich auch in ein oder zwei Sätzen beschreiben könnte. Auch tauchen in meinen Augen mir ein paar zu viele Charaktere auf, wodurch man manchmal nicht mehr durchblickt. Für alle, die das Buch gelesen haben ein Beispiel: Ich verstehe immer noch nicht, wieso der Typ, der am Ende von der Polizei gefasst wird so wichtig für den Chef ist. (Ich weiß nicht mehr den Namen.) Wahrscheinlich wurde es auch beschrieben, doch habe ich es wieder vergessen. In meinen Augen ist es ein Buch, was nicht im Gedächtnis bleibt, was man auch mal ein oder zwei Wochen liegen lassen kann, doch dann kommt man leider nicht mehr so gut in die Story rein. Auch kann ich mich manchmal mit den Überschriften für die Kapitel nicht so ganz anfreunden. An sich habe ich kein Problem damit, dass sie mal auf Englisch geschrieben werden und dann mal auf Deutsch. Doch ein oder zwei Mal ist eine Klammer in der Überschrift, bei der ich mich frage, was das eigentlich mit der Story zu tun hat, wenn darunter steht: (Denk noch nicht mal dran.) Aber es gibt ja nicht nur schlechte Sachen über das Buch zu berichten. In diesen ganzen knapp 400 Seiten gab es eine Szene, die mir wirklich Spaß gemacht hat zu lesen. Nämlich der Bankraub. Einfach nur weil der Anführer mir richtig Sympatisch ist und man die fünf Jungs nicht richtig ernst nehmen kann. Während der Zeit verarschen sie sich etwas gegenseitig oder eher verarschen nur eine Person in ihrer Mitte, was ganz Unterhaltsam ist. Auch hat mir gefallen, dass der Autor kein Blatt vor dem Mund nimmt. Er hat kein Problem damit über Sex zu schreiben oder auch Schimpfwörter in den Mund zu nehmen. (Bis jetzt habe ich noch nicht so viele Bücher gelesen, wo das der Fall ist.) Zum Schluss lässt sich einfach sagen, dass das Buch die meiste Zeit ziemlich schleppend voran ging. Ich saß einige Nächte in meinen Bett und mir sind manchmal die Augen zu gefallen. Oder dann habe ich gelesen, aber die Information nicht richtig aufgenommen. Kennt ihr dass, wenn ihr ein Buch liest und einfach die Zeilen ließt, aber es eine Sekunde danach wieder vergisst, was da stand und am Ende nur noch das Große Ganze wisst? Das war bei mir der Fall. An sich die Idee war wirklich gut, doch an der Umsetzung hat es in meinen Augen noch etwas gehapert, was sehr schade ist.

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  • Ein Bankraub lässt sich planen, aber das Leben nicht!

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    23. August 2014 um 23:25

    Der Leser lernt Officer Angelique de Xavia kennen. Ausserdem erfährt er noch alles wissenwertes über Glasgow. Es ist der Morgen des Banküberfalls. Andy, der Strassenmusiker, spielt an der Ecke zweier Strassen und erzählt, was ihm in letzter Zeit aufgefallen ist und was sich jetzt so auf den Strassen Glasgows abspielt. Da erscheint eine Künstlergruppe, die sich als Clowns verkleidet haben und in der Bank verschwinden. Die Geschehnisse in der Bank werden aus der Sicht der Bankangestellte Michelle Jackson erzählt. Einem Bankangestellten gelingt es den Alarm auszulösen. Die Polizei versucht die Kontrolle zu übernehmen und wird immer wieder charmant ausgetrickst. Dann wird Officer de Xavia in die Bank geschleust. Doch auch da läuft nicht alles planmässig.... Der erste Teil fand ich sensationell. Er ist witzig, ironisch und unterhaltsam geschrieben. Die Dialoge sind manchmal sogar derb und sarkastisch. Der Bankraub wird eigentlich fast ein bisschen zur Nebensache. Ich konnte fast nicht mehr aufhören zu lesen. Ich bekam das Grinsen fast nicht mehr aus dem Gesicht, obwohl es ein Krimi ist. Doch dann kam dieser zweite Teil. Für mich war der zu lang. Klischees vom Bad Cop, der sich nicht verstanden fühlt und dem harten Verbrecher mit dem weichen Kern. Ich haben nicht verstanden, warum der Autor den so ausführlich geschrieben hat. Der letzte Teil war wieder gut und kann es mit ersten Teil aufnehmen. Die Dialoge sind wieder spritzig und ironisch. Es ist ein aussergewöhnlicher Krimi. Der Plot hebt sich von dem üblichen Szenario eines Krimis ab. Ich bin überzeugt, dass auch "erfahrene" Krimileser von diesem Buch überrascht sein werden.

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  • Mit Ehrlichkeit kunstvoll täuschen

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    Palandurwen

    Palandurwen

    Angelique de Xavia ist nicht sonderlich begeistert davon, als sie an ihrem freien Tag von ihrer vermeintlich geheimen Freizeitaktivität - Fußballschauen im Stadion - mit einem schicken Dienstwagen abgeholt und zu einem Notfalleinsatz gefahren wird, steckt ihr doch noch das posttraumatische Stresssyndrom des letzten, gerade so erfolgreich verhinderten Terroranschlags in den Knochen. Und nun das: eine Geiselnahme in einer Bank? Was soll das? Will der Einsatzleiter, der sie zuvor bei der obligatorischen Analyse nach dem Einsatz als verantwortungslos und eigenmächtig handelnd beschimpft hat, etwa erneut in eine missliche Lage bringen, damit sie wirklich Mist baut und endlich gefeuert werden kann? Doch nein, der Grund ist weit pragmatischer - passt die athletische aber zierliche Frau doch einfach nur wesentlich besser durch den Lüftungsschach auf dem Dach als die anderen muskelbepackten Einsatzaffen. Nicht sonderlich begeistert schultert Angelique also den Technikspielkram und bricht heimlich in das umstellte Bankgebäude ein. Doch anstatt nur schnell ihren Job zu erledigen, wird sie von zwei als Clowns maskierten Räubern gestellt. Prima, und das an ihrem 30. Geburtstag.  Doch die erwartete Anspannung, der Nervenkitzel und die Angst bleiben aus, verhält sich der Anführer der fünfköpfigen Truppe doch eher wie ein Gentleman als wie ein Verbrecher. Leicht verstört bemerkt Angelique, wie die beiden anscheinend miteinander flirten. Reichlich unpassend in dieser Situation. Und die sich aus dieser Begegnung entspinnende Beziehung zwischen den beiden als "reichlich unpassend" zu bezeichnen wäre noch höflich, besteht doch ein andauerndes Lauern, ein Intressenkonflikt der delikatesten Art. Doch beide können nicht voneinander Abstand halten... Tja, was soll ich also sagen? Ich bin ein Mensch, der bei TV-Serien oder Filmen immer recht zeitig weiß, wer was war, was und wie passieren wird und somit oft seltener die Überraschung oder die Spannung fühlt, die die anderen erleben. Umso glücklicher bin ich, wenn ein Buch es schafft, mich wirklich hinters Licht zu führen und das hat "Die hohe Kunst des Bankraubs" geschafft. Sagenhaft gut!  Die Rollen sind von Anfang an klar: Sie ist die "Gute", er ist der "Böse", sie dürfen nicht zusammen kommen, wollen es aber doch. Schön, klassisch, gut. Es gibt also in dieser Hinsicht zunächst kaum Unklarheiten. Allerdings entstehen natürlich zweifelhafte Grenzsituationen, denn wie gut ist eine Polizistin, wenn sie in einer laufenden Ermittlung mit dem flüchtigen Tatverdächtigen einen Drink nimmt?  Wirklich im Ungewissen bleibt dafür aber die ganze Zeit das Was und das Wie. Eine Illusion jagt die nächste, eine Täuschung ist schöner als die andere und die Auflösungen sind nie fade oder irreal sondern meist so fantastisch einfach und naheliegend, dass man sie einfach übersehen hat. Denn wie Jarry - die Hauptfigur - verrät das Buch stets bereits alles und sagt doch nichts, bis man an die entsprechende Stelle gelangt, wo plötzlich alles einen Sinn ergibt. Großartig! Auch sprachlich ist das Buch äußerst amüsant. Sieht man über einige derbe Ausdrücke und Szenen hinweg, die dem eigentlichen Metier des Autors geschuldet sind, und überliest man die eine oder andere Anspielung, die wohl nur eingeweihten Schotten etwas sagen, bewegt sich der Roman in einem ansprechenden und witzigen Gefilde, das sich sehr gut in einem Rutsch weglesen lässt. Und bis auf einige seltsame Zwischeneinschübe und dem für mich zunächst noch etwas unverständlichem, langen Vorgeplänkel (welches sich im Nachhinein jedoch als entscheidend herausstellt!), hat das Buch keine Längen und alles löst sich schließlich auf. Fäden, die anfangs verwirrend lose dalagen, werden am Ende alle wieder zusammengeführt, ohne im Friede-Freude-Eierkuchen-Land zu landen. Mein Fazit: Himmel Herr Gott, kauft euch dieses Buch, leiht es euch aus oder kriegt es irgendwie anderweitig her - aber ich bin der Meinung, es lohnt sich auf jeden Fall! Ich bin lange nicht mehr so schön in die Irre geführt worden. Alakazammy, stairheid rammy!

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    • 3
    lila_socken

    lila_socken

    13. August 2014 um 20:30
  • The Art of Robbery

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    rallus

    rallus

    16. June 2014 um 09:27

    "Hey. Bloß weil ich ein Bankräuber bin, bin ich noch lange nicht der Böse." So mit einer Clownsmaske bedeckt, aus der die wunderschönen Augen leuchten, macht selbst ein Bankräuber für Angelique eine gute Figur. Und ein so richtig Böser ist dieser eloquente Räuber nun auch nicht. Wer anders als Angelique de Xavia kann in diesen Überfall verwickelt werden, das normale Überfallkommando blamiert sich und sie ist die Frau für bestimmte Fälle. "Sie haben sich nicht unbedingt an alle Vorschriften gehalten, de Xavia, aber was hätte ihnen das schon eingebracht. Empirisch gesehen einen Scheiß" Dann passieren bei diesem Überfall in einer Glasgower Bankfiliale noch so viele verrückte Sachen, dass es nur ein I-Tüpfelchen auf diesen Tag ist, dass sie einen wunderschönen Blumenstrauss zu ihrem Geburtstag bekommt. So viel mehr kann man über die Geschichte nicht erzählen. Christopher Brookmyre mixt seine Erzählung, um einen kunstbegeisternden Bankräuber und die Halbasiatin und Glasgow Rangers Fan Angelique de Xavia, mit geschliffenen Dialogen und magischen Zutaten. Seine Zitate sind herrlich bissig und auch mit vielen neuen Popzitaten gefüllt. Ab und zu wird er in seinen Erzählungen doch zu geschwätzig und zu breit, was den Fluss ein wenig stört. Doch bringt er geschickt ein wenig Lokalkolorit in seine Erzählung, die Feindschaft zwischen Glagow und Celtic Fans, skurrile Charaktere, witzige Situationskomik und 2 sich andauernd umkreisende ab-und anstoßende Magneten. Was auch verwundert, ist die erst nach 11 Jahren vorliegende Übersetzung aus dem englischen und das der Verlag ausgerechnet das zweite Buch einer Trilogie um Angelique de Xavia sich als Erstveröffentlichung ausgesucht hat. Eine gelungene witzige Odysee in den Bereich des Magischen und Scheinbaren, wegen den Längen knapp an den 5 Sternen vorbei.  

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  • Wo Kunst draufsteht ist auch Kunst drin

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    thursdaynext

    thursdaynext

    16. May 2014 um 15:45

    „Was ist schlimmer: Eine kurze Geiselnahme durch freundliche Bankräuber oder eine endlose Belagerung durch schmierige Journalisten der Regenbogenpresse? „ Man kann unterschiedliche Auffassungen vertreten was Bankraub, Blowjobs, und Kunst angeht. Grundsätzlich kommt es auf den Standpunkt an. Die variablen Standpunkte zu etlichen interessanten Themen erläutert Christopher Brookmyre in „Die hohe Kunst des Bankraubs“ dank unterschiedlichster Protagonisten ausgiebig. Die jeweils dazu passende authentische Sprache gleich mitliefernd. Hinreißend witzig entfaltet sich dieser Thriller, Gut und Böse vermengen sich genial und die sich anbahnende Lovestory zwischen zwei der Protagonisten bildet das I - Tüpfelchen dieser amüsant ausgekochten Krimithrillersatire in Glasgow. Für mich ist Brookmyre eine grandiose Neuentdeckung auf dem Buchmarkt. Bisher ist von ihm in dt. Übersetzung nur „Wer schlafende Hunde weckt„ erschienen Ein neues Must Read, nachdem ich „die hohe Kunst des Bankraubs“ genießen durfte. Brookmyre, in Schottland schon Kult, ist cool, frech , entlarvend und schreibt göttlich schlitzohrig. Wenn man Ironie mag. Spoilern wäre Sünde, daher lest selbst. Von mir 3 dicke Dodos.

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  • Rezension "Die hohe Kunst des Bankraubs"

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    26. December 2013 um 01:25

    Das Cover hat meine Aufmerksamkeit sofort erregt und passt perfekt zu dem, was zwischen den Buchdeckeln passiert. Christopher Brookmyre hat eine Geschichte voller doppelter Boden geschaffen, bei der man nie sicher sein kann, was als nächstes geschieht. Spätestens zum Ende des Buches werdet ihr alles gelesene nachvollziehen können und werdet euch wundern, wie viel ihr einfach überlesen habt und was sich nun als wichtig entpuppt.  Der Schreibstil Brookmyres ist gradeaus und treibt die Geschichte schnell voran. Die Geschichte ist äußerst kreativ und clever, ich musste des Öfteren laut lachen, Langeweile kam nie auf. Ich hatte Riesenspaß dabei, das Buch zu lesen. Es hat mich von Anfang bis Ende super unterhalten und es würde mich auch nicht wundern, wenn die Geschichte über kurz oder lang verfilmt wird. Der Schreibstil erinnerte mich hier und da an Don Winslow (den ich sehr schätze), besonders an "Zeit des Zorns", allerdings erschien "Die hohe Kunst des Bankraubs" schon 2002 (warum wurde es nicht früher auf deutsch verlegt?!) Mein Tipp: Achtet auf Details!  4  Sterne und eine klare Kaufempfehlung!

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  • Vielfältig, mit trockenem Humor und spannend

    Die hohe Kunst des Bankraubs
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. December 2013 um 11:45

      Brookmyer kann es cool (in seiner Erläuterung des Wertes weiblicher Dienstleistungen und seiner Beschreibung der Multitaskingfähigkeit harter Männer am Telefon).   Und hart (wenn es an das Auffinden von Leichen samt detaillierter Beschreibung des Inhaltes von Einmachgläsern oder an „Strafaktionen“ geübter Killer geht.   Und romantisch (tatsächlich, wenn auch nur hier und da).   Aber auch höflich und mit trockener Ironie (wenn Clowns mit vollendeten Manieren sich Bankangestellten nähern).   „Vielen Dank, für freuen uns über Ihre Kooperation und ich bin mir sicher, dass wir einen angenehmen Nachmittag miteinander verbringen werden“.   Auch wenn das die Angestellten der Bank nicht ganz so entspannt sehen dürften.   „Wenn also ihre Hände bereits oben sind, lassen Sie sie bitte einen Augenblick dort, und die, bei denen das noch nicht der Fall ist, bitte wir um Verzeihung für diese Zeitweilig Einschränkung ihres Rechtes auf freie Meinungsäußerung“.   Klar, dass der Leser ahnt, wer hinter der Maske steckt.   Zal Innez. Bis vor kurzem hinter Hochsicherheitsriegeln. Und das durchaus zu Recht. Und ebenso ist sich der Leser im Klaren darüber, dass hinter dem Überfall und hinter jenem Innez eine ganz andere Organisation noch steckt. Mit leichten Problemen in der inneren Hierarchie. Die der ein oder andere für sich zu nutzen gedenkt. Über diesen perfekten Banküberfall in Glasgow hinaus. Was auch mit Harry zu tun hat, der im Auftrag unterwegs ist, um möglicherweise in die eigene Tasche arbeitenden „Angestellten“ nachdrücklich die eigentliche Hierarchie nahezubringen.   Wenn da nicht Angelique de Xavia wäre, Polizistin, die sich eng mit dem Fall befasst. Die ihre körperlichen Bedürfnisse seit längerem bereits nur beim Sport „entspannen“ kann. Bis Sie auf Zal Innez trifft. Um mit diesem Zusammentreffen die Dinge noch ein deutliches Stück mehr zu komplizieren, als sie es bis dahin schon waren.   Spannend, flüssig, mit Tempo geschrieben, wobei Bookmyre dennoch darauf achtet, seinen handelnden Personen nicht zu kurz kommen zu lassen. So ergibt sich ein gut zu lesender Thriller mit vielseitigen Wendungen und ebenso vielen Zwischentönen, die den Leser in Beschlag nehmen und die Lektüre zu einer sehr anregenden Unterhaltung gestalten.

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