Christopher Brown , Hans Vlieghe Van Dyck. 1599-1641

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Inhaltsangabe zu „Van Dyck. 1599-1641“ von Christopher Brown

Anthonis van Dyck. Die Wiederentdeckung eines Genies
Gäbe es einen Preis für den Ausstellungskatalog des Jahres -- er wäre einer der heißesten Kandidaten: Der Katalog zur monumentalen Werkschau des niederländischen Barockmalers Anthonis van Dyck ist ein Erlebnis -- ein opulenter, aufwendig gestalteter Lese- und Schauband, ein unterhaltsames und gleichzeitig informatives Buch, das anschaulich vermittelt, was den Künstler und sein Werk so einmalig macht.
Anthonis van Dyck war ein Glückskind und ein Liebling seiner Zeit. Die Zeitgenossen sahen schon in dem 16jährigen eine Jahrhundertbegabung und sie rissen sich später um seine Gemälde. Der Lieblingsschüler von Peter Paul Rubens machte eine Bilderbuchkarriere: Er war mit den bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit befreundet, er speiste mit Monarchen, er war in ganz Europa tätig, er wurde von Dichtern besungen.
Doch sein Ruhm war nur von kurzer Dauer. Die Nachwelt hatte lange Zeit wenig für ihn übrig. Artistisch, glatt und ohne Tiefe -- ein Maler der Oberfläche: So wurde fast drei Jahrhunderte lang über ihn geurteilt. Während alle Welt von Rubens und Rembrandt schwärmte, galt van Dyck als Dekorationskünstler, als reiner Bravourmaler -- zweite Garnitur. Man lobte ihn pflichtschuldig für seine perfekte Technik und vergaß ihn wieder.
Man hätte wohl besser auf seine Zeitgenossen hören sollen. Der Katalog zeigt das eindrücklich. Van Dyck war einer der aufregendsten und mitreißendsten Künstler des Barockzeitalters. Und er war überdies einer der vielseitigsten: Private und höfische Porträts, Allegorien, biblische Szenen, Mythologisches -- es gibt kaum ein Genre, in dem er nicht gearbeitet hätte. Seine malerische Raffinesse ist beeindruckend: Die Stoffe und Tücher auf seinen Bildern glaubt man anfassen zu können. Die Personen auf der Leinwand wirken lebendig, individuell, glaubwürdig.
Der Band liefert nicht nur erstklassige Reproduktionen aller 105 Gemälde der Ausstellung, er bietet darüberhinaus eine Fülle von Material zu Biographie und Wirkungsgeschichte, eine ausführliche Bibliographie und ein detailliert kommentiertes Werkverzeichnis. Christopher Brown, einem international renommierten Experten für Barockmalerei, ist als Herausgeber ein seltenes Kunststück gelungen: Die Texte genügen wissenschaftlichen Ansprüchen und sind doch auch unterhaltsam geschrieben -- nirgendwo stolpert man über die sonst so typische, langatmige Katalogprosa. Das Buch hat das Zeug zu einem Standardwerk, und das Beste ist: Es macht auch noch Spaß... --Christian Demand
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