Christopher Buehlman

 4.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Nacht über dem Fluss, The Lesser Dead und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christopher Buehlman

Nacht über dem Fluss

Nacht über dem Fluss

 (3)
Erschienen am 01.01.2013
The Lesser Dead

The Lesser Dead

 (1)
Erschienen am 07.10.2014
Those Across the River

Those Across the River

 (0)
Erschienen am 04.09.2012
The Lesser Dead

The Lesser Dead

 (1)
Erschienen am 07.10.2014

Neue Rezensionen zu Christopher Buehlman

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lord-byrons avatar

Rezension zu "Nacht über dem Fluss" von Christopher Buehlman

Hat mich überzeugt
lord-byronvor 3 Jahren

Amerika in den frühen 30er Jahren. Frank Nichols hat seine Arbeit an der Universität verloren, weil er sich in die Frau eines Kollegen verliebte. Da passt es natürlich ganz prima, dass er ein Haus erbt, das in einem kleinen Ort steht, in dem seine Vorfahren früher eine große Plantage hatten. Gemeinsam mit Eudora, die ihren Mann für Frank verlassen hat, zieht er nach Georgia in das kleine Städtchen Whitbrow. Eudora kann dort als Lehrerin arbeiten, während Frank ein Buch über seinen Vorfahren schreiben möchte, der sich damals weigerte seine Sklaven freizulassen und bei einem Aufstand ermordet wurde. Genug Stoff zum recherchieren gibt es da bestimmt. Doch in Whitbrow gehen seltsame Dinge vor sich und die Bewohner sind voller Angst. Was lebt dort im Wald, über dem Fluss?

Ich entdeckte das eBook beim Bloggerportal von Randomhouse und mir war sofort klar, dass ich diese Geschichte lesen muss.  Ich wurde nicht enttäuscht. Dem Autor ist es gelungen, das Leben der Menschen nach dem Krieg festzuhalten. Es fehlt einfach an allem, aber am Meisten an Lebensmitteln. Umso idiotischer kommt es Frank und Eudora vor, dass jeden Monat eine andere Familie des Städtchens 2 Schweine als Opfer in den Wald treiben muss. Ist das ein Überbleibsel eines heidnischen Rituals? Macht das überhaupt Sinn, wenn die Bewohner Hunger leiden müssen? Das werden Frank und Eudora im Laufe der Geschichte herausfinden.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Frank und Eudora als aufgeklärte und intelligente Städter, die Withbrower eher ungebildete Bauern voller Vorurteile und seltsamen Gebräuchen. Doch sie raufen sich zusammen und das Leben in dem Städtchen macht den beiden Neuen richtig Spaß. Von den Bewohnern gefiel mir Martin Cranmer am Besten. Ein absolut unkonventioneller Mensch, der im Ort nicht so wirklich gut ankommt, aber sofort mit Frank Freundschaft schließt. Eudora ist so eine witzige und tolle Frau, man muss sie einfach mögen.

Christopher Buehlman ist es gelungen, nach und nach eine bedrückende Atmosphäre aufzubauen und den Leser neugierig zu machen, so dass man immer weiter lesen möchte. Durch die Hitze brauchte ich zwar etwas länger zum Lesen, weil mein Hirn auf Urlaub war, aber trotzdem hat mir diese Geschichte so richtig Spaß gemacht. Erst fängt es ganz normal an und dann wird es immer skurrieler. Das war genau nach meinem Geschmack. Auch ein wenig Blut gibt es in der Geschichte. Und der Schreibstil ist wundervoll bildhaft und locker zu lesen.

Ich vergebe für dieses rundum gelungene eBook 5 von 5 Punkten und bin sehr froh, es entdeckt zu haben. Auch wenn ich 11,99 Euro für ein eBook sehr teuer finde, aber da kann ja der Autor nix für. Ich kann das Buch nur allen Horrorfreunden empfehlen. "Nacht über dem Fluss" ist ein Buch mit Suchtfaktor.

© Beate Senft            

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Nenaties avatar

Rezension zu "Nacht über dem Fluss" von Christopher Buehlman

Nachts über dem Fluss
Nenatievor 3 Jahren

Inhalt
Amerika in den frühen Dreißigerjahren.
Frank Nichols, Arbeits- und Mittelloser Akademiker zieht mit seiner Frau nach Whitbrow. Dort hat er von seiner Tante ein altes Haus geerbt, mit der bitte er solle es verkaufen. Doch Frank wohnt bei seinem Bruder und um diesem nicht weiter auf der Tasche zu liegen kommt das Haus gerade recht. Seine Frau kann in der kleinen Stadt als Lehrerin arbeiten und er selbst möchte die Chronik der Savoyard Plantage schreiben. Die Plantage seiner Vorfahren. Dort hat sein grausamer Urgroßonkel Sklaven gequält und sich nach dem Bürgerkrieg geweigert die Sklaven freizulassen.
Frank stellt ein paar Fragen und nach und nach stellt er fest dass sich im Wald jenseits des Flusses, auf dem Gebiet der alten Plantage, mehr befindet als nur Bäume. Und bald gibt es die ersten Opfer.

Meinung

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich konnte nicht anders als das Buch anzufordern. Es scheint ein gruseliges und düsteres Buch zu sein.

Frank war Geschichtsprofessor, bevor er seinem Kollegen die Frau ausgespannt hat und damit auch arbeitslos wurde. Nun versucht er zusammen mit Eudora sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Was kommt da gelegener als ein altes Haus und etwas Geld das man vererbt bekommt. Die Warnung der Tante nicht nach Whitebrow zu kommen wird ignoriert, immerhin war sie eine alte Frau die nichtmehr ganz klar im Kopf war! Ein kleines Städtchen ist in der Nähe, die Leute dort sind etwas verschroben aber nehmen Frank und seine Frau doch in ihrer Gemeinschaft auf. Alles erzählt wird den beiden Neuen aber nicht.

Frank ist ein anstrengender Charakter. Er denkt irgendwie nur an seine hübsche Frau und erwähnt gefühlte hundertmal ,dass sie aussieht wie eine Sphinx. Dann hat er noch ein Trauma aus dem ersten Weltkrieg, er war im Grabenkampf und hat gerade so überlebt. Der Krieg verfolgt ihn noch in seine Träume. Dieser Aspekt war realistisch gemacht und auch Franks Verhalten wirkte realistisch, trotzdem konnte ich einfach keinen Draht zu Frank oder Eudora finden. Leider war dadurch die Geschichte für mich weniger spannend.
Die Geschichte wird von Frank erzählt, der alles wirklich sehr sachlich schildert.

Die erste Hälfte des Buches wird viel erklärt und eine düstere Grundstimmungen aufgebaut. Der Leser lernt erstmal die Charaktere und die Umgebung kennen. Es passiert recht wenig, erst ab der Hälfte geht es dann etwas los und das letze Drittel war recht spannend. Man hat am Anfang sofort eine Ahnung was los ist aber ich wurde dann doch noch Überrascht. Der Autor schafft es auch viele scheinbar unwichtige Details einfließen zu lassen die dann später doch noch eine wichtige Rolle spielen, sowas mag ich ja sehr!

Das Gute an dem Buch ist die Stimmung, Amerika nach dem ersten Weltkrieg, die Wirtschaft ist im Keller und die Leute sind Perspektivlos. Zudem gibt es noch die alte Angst und den Fremdenhass der immer noch in den Köpfen der Menschen sitzt. Auch die Umgebung war gut und der Wald unheimlich.

Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig. Er wirkt sehr distanziert und sachlich, ab und an gibt es auch sehr seltsame Metaphern. Erst nach und nach entwickelt sich dann die Atmosphäre und der Schreibstil passt dann wirklich auch zur Geschichte!

3,6 Sterne. Eine düstere Geschichte die durch die Stimmung überzeugt. Eher für Fans von ruhigeren Gruselgeschichten geeignet.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

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M

Rezension zu "The Lesser Dead" von Christopher Buehlman

Original, bloody, scary!
misspidervor 4 Jahren

I love, Love, LOVE this book!

Honestly, I had already lost hope and deeply mourned the vampire genre for being ruthlessly sucked dry of its last drop of originality. But just at this moment of deepest despair 'The Lesser Dead' seems to appear out of nowhere, bopping me in the head and yelling "Hey dumbass, here I am - still undead and kicking!".

The cover alone convinced me that I not only wanted to read this book, but that I absolutely needed to read it at once! Ok, that was not entirely possible, as I had to 1. order the book, 2. wait for delivery and 3. finish my previous book (I keep a very polite policy about that). An electronic copy (though I have to admit that would have been faster) was out of the question - just take a look at the cover and tell me you can hide such a beauty in the digital abyss of your e-reader! Imho, it requires to be displayed and admired in an appropriate way. Also, I was so damn sure I'd love this one that I wanted to show it off on a bookshelf. Yeah I know: silly me, but sometimes you just have to follow your gut feeling and sometimes you're even lucky.

At first glance, the summary and its tone reminded me of books like Bottomfeeder or Already Dead, but while I still feel they are somehow similar at the same time they are completely different. Hard to explain and probably a very personal experience.

Nevertheless, when I started reading the book it was like a revelation. I was sucked right in and devoured each sentence, each word, each letter like I had been starving for some time (and in a weird sense it was also true). While I did not immediately sympathize with the main character, Joey, he was gently growing on me despite of his arrogant attitude. On the other hand Cvetko, his undead and, as opposed to Joey, totally unimpressive friend, was very likeable - or so I thought.

The story is told from Joey's POV, which was a bit arduous at times, considering his penchant for the latest fashion and detailed description thereof. I enjoyed these passages as a light mocking of the long-winded descriptions I dreaded reading the Vampire Chronicles. Funny what associations the mind can create.

The plot itself was very original and mostly unpredictable, with several nasty twists that really got me by surprise. While the ending was on the verge of overdoing it, it managed to get it's act together at the last minute. The gore level reached a satisfying range with several interesting new scenarios. Not to mention the children - horror stories with children have an additional scary factor by default. The combination of childish innocence and incomparable cruelty always gives me the creeps.

So, if you like reading [vampire|horror|*] stories and are not squeamish about some blood splatters, this may just be the book you are looking for. Needless to say: highest recommendation!

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