Christopher Buehlman Nacht über dem Fluss

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Inhaltsangabe zu „Nacht über dem Fluss“ von Christopher Buehlman

Sie glaubten sich in Sicherheit. Doch der Fluch kehrt zurück … Amerika in den frühen Dreißigerjahren: Der mittellose Akademiker Frank Nichols zieht mit seiner Frau nach Georgia, in das kleine Städtchen Whitbrow. Er will die Chronik der Savoyard Plantage schreiben, des Wohnsitzes seiner Vorfahren, doch in Whitbrow schlagen ihm nur Furcht und Misstrauen entgegen. Und je mehr Nichols nachbohrt, umso verängstigter reagieren die Einheimischen. Denn etwas hat von der Plantage jenseits des Flusses Besitz ergriffen. Eine dunkle Präsenz, die ihre grausigen Opfer fordert …

Düstere Stimmung aber leider habe ich keinen Draht zu den Charakteren bekommen

— Nenatie

Werwölfe in Georgia...mal was anderes. Alles in allem stimmungsvoller Grusel mit ansprechendem Ende.

— BerniGunther

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    Nacht über dem Fluss

    Nenatie

    Inhalt Amerika in den frühen Dreißigerjahren. Frank Nichols, Arbeits- und Mittelloser Akademiker zieht mit seiner Frau nach Whitbrow. Dort hat er von seiner Tante ein altes Haus geerbt, mit der bitte er solle es verkaufen. Doch Frank wohnt bei seinem Bruder und um diesem nicht weiter auf der Tasche zu liegen kommt das Haus gerade recht. Seine Frau kann in der kleinen Stadt als Lehrerin arbeiten und er selbst möchte die Chronik der Savoyard Plantage schreiben. Die Plantage seiner Vorfahren. Dort hat sein grausamer Urgroßonkel Sklaven gequält und sich nach dem Bürgerkrieg geweigert die Sklaven freizulassen. Frank stellt ein paar Fragen und nach und nach stellt er fest dass sich im Wald jenseits des Flusses, auf dem Gebiet der alten Plantage, mehr befindet als nur Bäume. Und bald gibt es die ersten Opfer. Meinung Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich konnte nicht anders als das Buch anzufordern. Es scheint ein gruseliges und düsteres Buch zu sein. Frank war Geschichtsprofessor, bevor er seinem Kollegen die Frau ausgespannt hat und damit auch arbeitslos wurde. Nun versucht er zusammen mit Eudora sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Was kommt da gelegener als ein altes Haus und etwas Geld das man vererbt bekommt. Die Warnung der Tante nicht nach Whitebrow zu kommen wird ignoriert, immerhin war sie eine alte Frau die nichtmehr ganz klar im Kopf war! Ein kleines Städtchen ist in der Nähe, die Leute dort sind etwas verschroben aber nehmen Frank und seine Frau doch in ihrer Gemeinschaft auf. Alles erzählt wird den beiden Neuen aber nicht. Frank ist ein anstrengender Charakter. Er denkt irgendwie nur an seine hübsche Frau und erwähnt gefühlte hundertmal ,dass sie aussieht wie eine Sphinx. Dann hat er noch ein Trauma aus dem ersten Weltkrieg, er war im Grabenkampf und hat gerade so überlebt. Der Krieg verfolgt ihn noch in seine Träume. Dieser Aspekt war realistisch gemacht und auch Franks Verhalten wirkte realistisch, trotzdem konnte ich einfach keinen Draht zu Frank oder Eudora finden. Leider war dadurch die Geschichte für mich weniger spannend. Die Geschichte wird von Frank erzählt, der alles wirklich sehr sachlich schildert. Die erste Hälfte des Buches wird viel erklärt und eine düstere Grundstimmungen aufgebaut. Der Leser lernt erstmal die Charaktere und die Umgebung kennen. Es passiert recht wenig, erst ab der Hälfte geht es dann etwas los und das letze Drittel war recht spannend. Man hat am Anfang sofort eine Ahnung was los ist aber ich wurde dann doch noch Überrascht. Der Autor schafft es auch viele scheinbar unwichtige Details einfließen zu lassen die dann später doch noch eine wichtige Rolle spielen, sowas mag ich ja sehr! Das Gute an dem Buch ist die Stimmung, Amerika nach dem ersten Weltkrieg, die Wirtschaft ist im Keller und die Leute sind Perspektivlos. Zudem gibt es noch die alte Angst und den Fremdenhass der immer noch in den Köpfen der Menschen sitzt. Auch die Umgebung war gut und der Wald unheimlich. Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig. Er wirkt sehr distanziert und sachlich, ab und an gibt es auch sehr seltsame Metaphern. Erst nach und nach entwickelt sich dann die Atmosphäre und der Schreibstil passt dann wirklich auch zur Geschichte! 3,6 Sterne. Eine düstere Geschichte die durch die Stimmung überzeugt. Eher für Fans von ruhigeren Gruselgeschichten geeignet. Vielen Dank an den Heyne Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

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    • 2

    lord-byron

    18. August 2015 um 21:58
  • Hat mich überzeugt

    Nacht über dem Fluss

    lord-byron

    Amerika in den frühen 30er Jahren. Frank Nichols hat seine Arbeit an der Universität verloren, weil er sich in die Frau eines Kollegen verliebte. Da passt es natürlich ganz prima, dass er ein Haus erbt, das in einem kleinen Ort steht, in dem seine Vorfahren früher eine große Plantage hatten. Gemeinsam mit Eudora, die ihren Mann für Frank verlassen hat, zieht er nach Georgia in das kleine Städtchen Whitbrow. Eudora kann dort als Lehrerin arbeiten, während Frank ein Buch über seinen Vorfahren schreiben möchte, der sich damals weigerte seine Sklaven freizulassen und bei einem Aufstand ermordet wurde. Genug Stoff zum recherchieren gibt es da bestimmt. Doch in Whitbrow gehen seltsame Dinge vor sich und die Bewohner sind voller Angst. Was lebt dort im Wald, über dem Fluss? Ich entdeckte das eBook beim Bloggerportal von Randomhouse und mir war sofort klar, dass ich diese Geschichte lesen muss.  Ich wurde nicht enttäuscht. Dem Autor ist es gelungen, das Leben der Menschen nach dem Krieg festzuhalten. Es fehlt einfach an allem, aber am Meisten an Lebensmitteln. Umso idiotischer kommt es Frank und Eudora vor, dass jeden Monat eine andere Familie des Städtchens 2 Schweine als Opfer in den Wald treiben muss. Ist das ein Überbleibsel eines heidnischen Rituals? Macht das überhaupt Sinn, wenn die Bewohner Hunger leiden müssen? Das werden Frank und Eudora im Laufe der Geschichte herausfinden. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Frank und Eudora als aufgeklärte und intelligente Städter, die Withbrower eher ungebildete Bauern voller Vorurteile und seltsamen Gebräuchen. Doch sie raufen sich zusammen und das Leben in dem Städtchen macht den beiden Neuen richtig Spaß. Von den Bewohnern gefiel mir Martin Cranmer am Besten. Ein absolut unkonventioneller Mensch, der im Ort nicht so wirklich gut ankommt, aber sofort mit Frank Freundschaft schließt. Eudora ist so eine witzige und tolle Frau, man muss sie einfach mögen. Christopher Buehlman ist es gelungen, nach und nach eine bedrückende Atmosphäre aufzubauen und den Leser neugierig zu machen, so dass man immer weiter lesen möchte. Durch die Hitze brauchte ich zwar etwas länger zum Lesen, weil mein Hirn auf Urlaub war, aber trotzdem hat mir diese Geschichte so richtig Spaß gemacht. Erst fängt es ganz normal an und dann wird es immer skurrieler. Das war genau nach meinem Geschmack. Auch ein wenig Blut gibt es in der Geschichte. Und der Schreibstil ist wundervoll bildhaft und locker zu lesen. Ich vergebe für dieses rundum gelungene eBook 5 von 5 Punkten und bin sehr froh, es entdeckt zu haben. Auch wenn ich 11,99 Euro für ein eBook sehr teuer finde, aber da kann ja der Autor nix für. Ich kann das Buch nur allen Horrorfreunden empfehlen. "Nacht über dem Fluss" ist ein Buch mit Suchtfaktor. © Beate Senft            

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