Christopher Capozziello THE DISTANCE BETWEEN US

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „THE DISTANCE BETWEEN US“ von Christopher Capozziello

In THE DISTANCE BETWEEN US richtet der Fotograf Christopher Capozziello die Kamera auf seinen Zwillingsbruder Nick und stellt sich den Unterschieden zwischen ihnen. Nick leidet an infantiler Zerebralparese. Damit an die Öffentlichkeit zu gehen, war von Christopher Capozziello nie geplant, doch mit den Jahren ergab ein Bild das andere und daraus entstand eine Geschichte. “Die Zeit, die ich mit meinem Bruder verbracht habe, während ich durch meine Kamera schaute, hat mich dazu gezwungen Fragen zu stellen über Leiden und Glauben und warum jemand mit einer Behinderung geboren wird,” meint Capozziello. “Bilder zu machen, war für mich eine Möglichkeit, mit der Tatsache umzugehen, dass ich einen Zwillingsbruder habe, der sich auf eine Weise durch das Leben kämpft, wie ich es nicht muss.“ Capozziellos Fotos nehmen uns mit auf eine Reise mit all seinen Sorgen und Fragen, wobei sich am Ende seines ersten Buchs eine ganz andere Frage stellt: Was kommt als Nächstes? Die Kapitel 2 und 3 des Buches beschreiben den Roadtrip der beiden Brüder durch die Vereinigten Staaten im Dezember 2012.

Stöbern in Sachbuch

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

Hillbilly-Elegie

Reflektierendes, biografisches Sachbuch über die eigene Herkunft und die möglichen Gründe für eine USA unter Donald Trump! Sehr lehrreich!

DieBuchkolumnistin

The Brain

Das Buch hat mich sehr bewegt, denn wir wissen immer noch wenig darüber, wie das Gehirn funktioniert und woher unser Ich-Gefühl kommt.

Tallianna

Warum wir es tun, wie wir es tun

Erfrischend anders!

Gucci2104

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Intensiv dokumentierte „Nähe in Distanz“

    THE DISTANCE BETWEEN US
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. November 2013 um 13:06

      „Fotografien zu machen ist ein Weg für mich, damit umzugehen, das ich einen Zwillingsbruder habe, der durchs Leben geht auf Wegen, die ich nicht kenne“.   Ein Zwillingsbruder, der von Geburt an eine Behinderung in sich trägt. Der einerseits ins einer ganz eigenen Welt lebt, die manchmal auch seinem eigenen Zugriff entzogen ist, der aber andererseits intensiv verbunden ist, Kontakt aufnehmen kann, mit den seinen spricht. Der „ganz anders“ ist als Christoph.   Der im Alter von drei Jahren den Arm hebt beim fernsehen. Wenn er diesen Arm senkt, hebt sich der andere. Dem hilflos ausgeliefert zu sein, ist eine Belastung, ein Lernweg für alle Beteiligten der Familie.   Durchgehend bis auf den letzten Teil einer „fröhlichen Reise“ mit schwarz-weißen Fotografien, folgt Capuzziello seinem Bruder mit der Kamera, Erkennbar nicht, um dessen Leben „einfach so“ zu dokumentierten, sondern vor allem um einen Zugang zu finden, um Nick, seinen „fremden Bruder“ zu erfassen. Für sich selbst fassbar zu machen.   Herausgekommen sind bewegende Bilder. Ungeschminkte Wahrheit. Momente, die tiefes Mitleid beim Betrachter erzeugen. Wenn Nick in einer der Fotoserien dem Krankenhaus, den Apparaten ausgeliefert ist, sein schmales Gesicht, sein vernarbter Körper zu verschwinden scheint in all der Technik. Eine greifbare, intensive Einsamkeit, eine Unzugänglichkeit, die Capuzziello auf den Punkt genau einfängt und vermittelt.   Oder der schmale Schädel, umhüllt von Schaumstoff, um Folgen der Krämpfe abzumildern. Wache Augen unter Verbänden und Pflastern.   Und daneben die Momente des Zugangs. Die Selbstironie Nicks, die coole Lederjacke, neben Aufnahmen des schmerverzerrten Gesichtes, wenn ein Krampf kommt (Momente, die Capuzziello nicht abmildert und dennoch mit großem Respekt fotografisch einfängt).   Oft erschallen Sirenen des Notarztwagen, oft scheint Nick den Kampf zu verlieren, driftet der Körper weg. Mit Folgen der Verwirrung und Desorientierung. Bei denen der Bruder Halt ist. Vertrauter. Eine Nähe zwischen Nick und Christoph, die sich ebenfalls in beeindruckenden Bildern im Buch zeigt.   So gelingt Capuzziello ein emotional ungeheuer dichter Einblick in das Universum eines besondern Menschen mit starker Behinderung, eine Darstellung der Reibung zwischen Nähe und Distanz, Ironie, Humor und Schmerz, verloren gehen und sich mühsam immer wieder finden, die den Betrachter der Bilder nicht loslässt. Bilder, denen die nüchternen, klaren und sachlichen Texte bestens korrespondieren.   Ein „Lebensthema“ der ganz besonderen Art, das sich auf einer Doppelseite im Buch überaus fassbar in all seinen Facetten zeigt. Als Christoph einen Krampfanfall Nicks mit einer ganzen Bilderserie dokumentiert. Ruhe, Aufbäumen, Schmerz, Krampf, Nähe und Halt bei Mutter und Vater und wieder zur Ruhe kommen, zu sich selbst kommen.   Und Bilder einer wundervollen Bruderreise  noch zum Ende des Bandes hin, “ durchs Land“, in enger Umarmung, ja, auch im Stripclub, im Motel, in Las Vegas.  Bilder voller Lebensfreude und Schalk.   Eine Bilddokumentation, die den Betrachter nicht auslässt und die auch zeigt, was die eigentliche Essenz und der Kern des Lebens sind. Nähe. Bei aller Verschiedenheit und Unzugänglichkeit.

    Mehr