Christopher Clark

 4.5 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor von Die Schlafwandler, Preußen und weiteren Büchern.

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Von Zeit und Macht

Neu erschienen am 12.11.2018 als Hardcover bei DVA.

Von Zeit und Macht

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Die Schlafwandler

Die Schlafwandler

 (42)
Erschienen am 09.09.2013
Preußen

Preußen

 (20)
Erschienen am 13.10.2008
Wilhelm II.

Wilhelm II.

 (8)
Erschienen am 09.11.2009
Von Zeit und Macht

Von Zeit und Macht

 (0)
Erschienen am 12.11.2018
Die Schlafwandler

Die Schlafwandler

 (2)
Erschienen am 16.09.2013

Neue Rezensionen zu Christopher Clark

Neu
Matzbachs avatar

Rezension zu "Wilhelm II." von Christopher Clark

Frischer Blick auf die Vita des letzten deutschen Kaisers
Matzbachvor 7 Monaten

Christopher Clark beschreibt in seiner Studie "Wilhelm II." die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers. Dabei versucht er als Engländer, quasi mit dem Blick von außen, eine Neubewertung der Regierungszeit des in der Geschichtswissenschaft eindeutig negativ bewerteten Monarchen. Das gelingt ihm meiner Meinung nach in einigen Bereichen, auf die ich noch eingehen werde, durchaus, aber in anderen zentralen Aspekten eher weniger. Das Aufbrausende und Unbeherrschte des Kaisers kann und will auch Clark nicht wegdiskutieren, der Versuch, einige seiner bekannten verbalen oder schriftlichen Entgleisungen durch eine Einordnung in den situativen Kontext abzumildern, gelingt aber nicht immer überzeugend. Gerade die berühmt-berüchtigten Randbemerkungen des Kaisers zum Telegramm des deutschen Botschafters in Wien, Tschirsky, sprechen meiner Ansicht nach eine so deutliche Sprache, dass es keiner Relativierung bedarf.  

Höchst anregend sind dagegen die Beschreibungen der deutschen Verfassungswirklichkeit durch Clark, die dem Kaiser ein keineswegs eindeutig definiertes Amt gab, das dieser mit seinem eigenen Ego zu füllen gedachte. Doch die Grenzen seiner Macht werden ebenso sichtbar, Wilhelm erwies sich (zu) oft als ein Getriebener, der situativ, aber ohne erkennbares Konzept agierte. Interessant ist in diesem Zusammenhang die in der modernen Presse sich ausdrückende öffentliche Meinung, die den langjährigen Monarchen immer stärker lenkte. Bisweilen entsteht der Eindruck, dass er jedermanns Darling sein wollte, was letztlich in einem Desaster endete. Am Ende verschwand er sang- und klanglos im holländischen Exil.

Wer sich für die Epoche des deutschen Kaiserreiches interessiert, wird insgesamt bestens bedient, vor allem durch Clarks den Rahmen der nationalen Histographie sprengenden Blickwinkel auf Wilhelm.


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itwt69s avatar

Rezension zu "Die Schlafwandler" von Christopher Clark

Fakten, Fakten, Fakten
itwt69vor 3 Jahren

Das Schlechte vornweg: Dieser Wälzer muss erst einmal bezwungen werden, so lange habe ich noch nie für ein Buch gebraucht (einen ganzen Monat). Es sind sage und schreibe 1700 Quellverweise vermerkt, da verliert man schonmal den Überblick.
Dennoch ein Buch, das gelesen werden muss, wenn man historisch interessiert ist. Die hochkomplexen Zusammenhänge, die im Vorfeld des 1.Weltkrieges zum Ausbruch führten, waren mir nicht annähernd bekannt, in der Schule wird das doch sehr verallgemeinert erklärt. Was mich am meisten überrascht hat ist die Tatsache, dass sich alle kriegsbeteiligten Staaten als Opfer und moralisch im Recht sahen. Auch die chaotischen diplomatischen Bemühungen und Missverständnisse im Sommer 1914 sind interessant zu erfahren. Die Blockbildung und die damaligen Konstellationen lassen fast den Schluss zu, dass dieser Kontinentalkrieg kaum zu verhindern war, so wie die Bündnisse miteinander verwoben waren.

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Kleine8310s avatar

Rezension zu "Die Schlafwandler" von Christopher Clark

Die Schlafwandler
Kleine8310vor 4 Jahren

"Die Schlafwandler - Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog" ist ein Buch von Christopher Clark. Der Autor ist Historiker und lehrt in Cambridge als Professor für Neuere Europäische Geschichte. In "Die Schlafwandler" befasst sich Clark mit der Entstehung also der Vorgeschichte zum Ersten Weltkrieg und den folgenschweren Auswirkungen bestimmter Entscheidungen.


Nach einer Einleitung beginnt der Autor im ersten Teil des Buches mit "Wege nach Sarajevo", um im zweiten Teil auf die Polarisierung in Europa und die Teilung des Kontinents einzugehen. Hier findet man auch Stimmen zur Außenpolitik und die Balkan Thematik. Im dritten Teil geht es schließlich um die große Krise, den Mord in Sarajevo, St. Petersburg und das Ultimatum.

Christopher Clark ist es mit diesem Buch gelungen eine ganz andere Sicht auf die Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges zu werfen, die doch sehr zum nachdenken anregt. Die Impulse die er mit seinen Überlegungen setzt sind für mich nachvollziehbar und spannend dargestellt. Eine Klärung der Schuldfrage führt Clark in seinem Werk nicht an, aber gerade das fand ich sehr gut, denn seine ausführlichen und vielseitigen Betrachtungen der politischen Zustände macht das Buch zu etwas besonderem im Bezug auf die Geschichte Europas und der Welt. Faszinierend fand ich vorallem die Fragen, die der Autor sich stellt und anhand von politischen Geschehnissen und Handlungen schlüssige Antworten darstellt. Für politisch Interessierte und auch Menschen, die sich für Geschichte interessieren ist dieses Buch eine tolle Lektüre.

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