Christopher Coake An einem Tag im Januar

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 4 Rezensionen
(2)
(2)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „An einem Tag im Januar“ von Christopher Coake

Es ist sieben Jahre her, dass Mark Fife seinen kleinen Sohn Brendan durch einen tragischen Unfall verloren hat. Die Ehe mit seiner damaligen Frau Chloe zerbrach an dem Unglück. Inzwischen hat sich Mark eine neue Existenz aufgebaut und steht kurz davor, seiner Lebensgefährtin Allison einen Heiratsantrag zu machen. Doch dann taucht eine sonderbare Frau auf, die ihn regelrecht zu verfolgen scheint. Sie wohnt, wie sich herausstellt, in Marks altem Haus und erzählt ihm, dass dort merkwürdige Dinge vor sich gehen. Mark glaubt ihr kein Wort, doch auf einmal geistert sein früheres Leben wieder in seinem Kopf herum, und er merkt, dass er sich entscheiden muss, was ihm wichtiger ist – die Zukunft oder die Vergangenheit.

Abgründig, berührend und sehr lesenswert

— Samtpfote
Samtpfote

Sehr spannend, unheimlich berührend.

— Monika58097
Monika58097

Stöbern in Romane

QualityLand

Tolles & spannendes Buch, das ich weiterempfehlen kann. Leider etwas abruptes Ende.

Jinscha

Durch alle Zeiten

Ein heftiges Leben vor trügerisch idyllischer Bergkulisse

buchmachtkluch

Mensch, Rüdiger!

Am Anfang etwas schleppend, nimmt die Geschichte dann an Fahrt auf und am Ende gibt es wortwörtlich kein Halten mehr.

JasminDeal

Sweetbitter

Die Poesie der Gerichte und das Flair des Restaurants verschwindet im Drogen- und Alkoholrausch des Personals. Echt schade.

Josetta

Und es schmilzt

Schockierendes, sehr lesenswertes Psychodrama über eine Freundschaft von Jugendlichen - spannend bis zur finalen Katastrophe

schnaeppchenjaegerin

In einem anderen Licht

Keineswegs nur für Frauen ist dieser einfühlsame Roman von Katrin Burseg.

Sigismund

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tragisch

    An einem Tag im Januar
    Samtpfote

    Samtpfote

    22. April 2016 um 22:58

    Inhalt: Mark Fife hat alles verloren; sein Sohn hat sich bei einem Treppensturz das Genick gebrochen und ist gestorben und seine Frau Chloe hat sich nie ganz von Marks Unschuld überzeugen und Brendan loslassen können und hat Mark nicht lange nach dem tragischen Unfall verlassen. Mark konnte sich aber nach einer langen Zeit aufrappeln und hat sich ein neues Leben aufgebaut. Dazu gehören ein neues Haus und eine neue Freundin, die vielleicht bald seine Frau sein wird. Mark überlegt sich nämlich, seiner Freundin Allison einen Heiratsantrag zu machen. Das ungute Gefühl in seinem Bauch ignoriert er dabei gekonnt, schliesslich hat Chloe ihn damals verlassen und er muss ihr gegenüber kein schlechtes Gewissen haben. Doch als eine vermeintlich geistig verwirrte Frau auftaucht, die Mark nachspioniert, kommen grosse Zweifel in ihm auf. Die Frau erzählt ihm nämlich, dass sie in seinem früheren Haus lebt, das er damals mit Chloe und Brendan bewohnt hat und dass sich dort sonderbare Dinge geschehen. Was Mark anfänglich als Hingespinnste abtut, nimmt bald Besitz von ihm, seinen eigenen Gefühlen und Gedanken. Wird er sich seiner Vergangenheit stellen? Meine Meinung: Die Geschichte von Mark Fife und seiner Familie hat mich von Anfang an mitgerissen. Mir gefiel das psychologische Geschick des Autors, mit dem er die Situation von Mark, sein früheres Leben, seine Zweifel, Bedenken, Sorgen und Ängste schildert. Von Anfang an hatte ich - genau wie Mark - ein ungutes Gefühl im Bauch, was die Heirat mit Allison anbelangte, das Auftauchen der unbekannten Frau war für mich einfach ein sehr ungutes Zeichen. Mit genau diesem Zeichen und einer generell sehr umfassenden und subtilen Symbolik arbeitet der Autor während der ganzen Geschichte. Manchmal scheinen sich überhaupt nicht ähnliche Situationen, Erlebnisse und Erinnerungen aneinander zu reihen und plötzlich passen alle Teile der Geschichte zusammen um gleich darauf doch wieder in eine andere Richtung zu weisen. Dieses Auf und Ab der Gefühle, das Mark erlebt, habe ich als Leserin genau so empfunden. Manchmal war ich Mark, manchmal Allison und eigentlich immer irgendwie Chloe. Ich konnte das Handeln jeder einzelnen Figur nachvollziehen und wusste trotzdem immer, dass es nur einen einzigen zwingenden Schluss für dieses Buch geben und dass wohl nicht jeder Wunsch der Figuren erfüllt werden würde. Das machte mich betroffener, als ich mir selber eingestehen konnte. Während der Lektüre dieses Buches war ich häufiger als sonst in Gedanken versunken, konnte nicht essen und hörte immer nur mit halbem Ohr zu. Die melancholische, ja fast depressive Stimmung von "An einem Tag im Januar" erfasste mich schon nach den ersten paar Seiten und hielt mich bis zur letzten Seite und darüber hinaus gefangen. Diese Intensität schätze ich eigentlich sehr an einem Buch und dennoch war ich froh, als ich das Buch gelesen hatte, weil ich dann endlich ein neues beginnen und meine Gedanken in eine andere Richtung fliessen lassen konnte. Den Schreibstil kann ich fast nicht beschreiben. Er war manchmal nüchtern beobachtend, manchmal ging er einfach nur unter die Haut, genau so, wie es gerade zur Erzählung passte. Dieses Buch hat mich einige "was-wäre-wenn-Szenarien" durchdenken lassen, sowohl auf die Geschichte, wie auch auf mein eigenes Leben bezogen. Es hat mir viele Fragen gestellt und mich die Antworten selbst suchen lassen. Es hat mir Abgründe aufgezeigt und mich selber wieder in die Welt finden lassen. Fazit: Ein sehr berührendes und nachdenklich stimmendes Buch, welches auch sehr düstere Seiten der menschlichen Psyche, des Denkens und Fühlens beleuchtet und welches unbedingt gelesen werden sollte. Zusätliche Infos: Autor: Christopher Coake Fester Einband: 480 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Amerikanisch Übersetzt von: Sabine Roth Verlag: Goldmann ISBN 978-3-442-30110-2

    Mehr
  • Zu sich selber finden

    An einem Tag im Januar
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    23. June 2013 um 13:33

      Bald ist es wieder soweit, der Geburtstag des Sohnes Brendan im Januar näher sich. Brendan, der vor 7 Jahren wütend war auf seinen Vater. Brendan, der vor 7 Jahren seinen Rucksack packte und heimlich abhauen wollte. Wohl das Gleichgewicht verlor, die Treppe hinunterstürzt und starb. Ein Geschehen, das seine Eltern zutiefst verzweifeln ließ, in Trauer stürzte, an dem auch die Ehe der beiden, Chloe und Mark, sich auflöste.   Nun ist Mark  soweit. Jahre später. Zumindest glaubt er das. Nach Schuldgefühlen, Trauer, Schmerz. Er glaubt, den Tod seines Sohnes einigermaßen bewältigt zu haben, die Trennung von seiner Frau hinter sich lassen zu können, um mit der jungen Allison neu anzufangen.   Doch da gerät sein brüchiger Rahmen wieder aus allen Fugen. Jene Frau, die das ehemalige Haus der Familie erworben hat, behauptet, die Anwesenheit Brendans zu spüren, behauptet, ihr Sohn Jacob hätte Brendan nachts gesehen. Als Geist wäre er noch hier.   Mark zweifelt. Bricht zunächst alle Kontakte zu jener Connie ab, die ihn aufgesucht hat. Verweigert auch den Kontakt mit seiner ehemaligen Frau Chloe, die sich auf die Suche nach Brendans Geist eingelassen hat. Und spürt doch, wie sehr das alte Leben noch an ihm nagt, wie sehr er sich in dies glückliche Zeit zurückwünscht. Vor allem aber spürt er, dass seine Gefühle für Chloe noch lange nicht erkaltet sind. Oder ist auch das nur Ausdruck dessen, dass er die Ereignisse nicht wirklich verarbeitet hat?   Mark beginnt, in seinem „neuen“ Leben zu taumeln und wendet sich sogar wieder dem Alkohol zu, ein nur vermeintlicher „Helfer in der Not“, den er vor Jahren angewidert aus seinem Leben verbannt hatte. Mehr und mehr spürt Mark, dass ihn die Seinen, seine neue Geliebte, sein bester Freund, sein Vater, kaum mehr erreichen,   Doch ein letzter Rest rationalen Verstandes kämpft gegen diese irrationale Hoffnung auf einen Geist an.   Breit legt Christopher Coake seine Geschichte an. Eine Geschichte, die bei weitem keine „Geistergeschichte“ im eigentlichen Sinne des Wortes ist, sondern sich eher mit den „Geistern der Vergangenheit“ beschäftigt, die in den Klauen halten. Anhand seine Hauptperson Mark vollzieht Coake das eigentliche Thema seines Romans nach: Loslassen können und loslassen lernen. Wichtige Momente in jedem Leben, bei jedem Menschen. Das Menschen dazu neigen, sich an Vertrautem und vermeintlich Sicherem festzuhalten und das diese Haltung letztlich zerstörerisch au die eigene Person und die Nächsten auswirken kann, dafür steht dieser Mark. An der Figur der Chloe demgegenüber wird Coake im Lauf des Buches aufzeigen, was es heißt, wenn man nicht loslassen kann.   Ein interessantes Thema, das auch von der Spannung her getragen wird, was denn genau nun am Jahrestag des Geburtstages des toten Brendan im alten Haus passieren wird. Ein Buch aber auch, dass trotz der flüssigen und breit erzählenden Sprache nicht immer in der Lage ist, die emotionalen Kämpfe und die innere Zerrissenheit der Figuren, vor allem der des Mark, dem Leser spürbar und erfahrbar nahe zu bringen. Zwar beschreibt Coake wortgewandt, aber doch zu sehr im Äußeren und vermag es an manchen Stellen nicht, die Emotion auch fühlbar zu gestalten.   Im Gesamten ein runder, flüssiger Roman über eine Menschen im Unglück, Menschen in verhärteter Trauer, die darum zu kämpfen haben, nicht rückwärtsgewandt stecken zu bleiben. Ob das „Loslassen“ gelingt und welche Lebenserfahrungen Marks Vater entscheidend beitragen können wird, das sind Ereignisse, die realitätsnah im Buch geschildert werden und gut zu lesen im Raume stehen.

    Mehr
  • Sehr berührend

    An einem Tag im Januar
    Monika58097

    Monika58097

    04. May 2013 um 16:34

    Mark Fife verlor vor sieben Jahren auf tragische Weise seinen kleinen Sohn. Brendan sollte sein Zimmer aufräumen, weigerte sich jedoch und sollte sein Zimmer nicht eher verlassen dürfen, bis er seine Aufgabe erledigt hatte. Brendan packte seinen Rucksack und wollte sich davonschleichen. Er stolperte, fiel die Treppe hinunter und starb. Mark und seine Frau Chloe haben sich nie von dieser Tragödie erholt. Ihre Ehe zerbrach. Das Haus wurde verkauft. Inzwischen hat sich Mark ein neues Leben aufgebaut, ein Leben mit Allison. Allison, mit der er sich verlobt hat und die er bald heiraten möchte. Dann steht plötzlich eine fremde Frau vor Mark und behauptet mit ihrem Sohn in Marks früherem Haus zu wohnen. In dem Haus würden seltsame Dinge geschehen. Ein Geist würde umhergehen, den ihr Sohn sogar gesehen hat. Ob es Brendans Geist sei? Als Chloe von der Geschichte erfährt, fährt sie sofort zum Haus. Später erzählt sie Mark ihre Erlebnisse. Auch sie will Brendan gespürt haben. Mark, der eigentlich nicht an Geister glaubt, gerät ins Wanken. Sollte es doch wahr sein? Können er und Chloe tatsächlich Kontakt zu ihrem Sohn aufnehmen? Und was bedeutet das für die Zukunft? Mark steigert sich so in diese Hoffnung hinein, dass er seine Beziehung zu Allison gefährdet. Er fängt wieder an zu trinken, obwohl er dem Alkohol vor Jahren abgeschworen hatte. Und er entdeckt, dass er noch immer Gefühle für Chloe empfindet, doch was ist mit Allison? Ein wunderschöner Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat. Ein Roman über Zweifel und Verzweiflung, über Hoffnung und Liebe über den Tod hinaus. Christopher Coake versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Man spürt beim Lesen, wie verzweifelt Mark Fife ist. Mark Fife, der eigentlich nicht an Geister glaubt und doch nach diesem letzten Strohhalm greift, um noch einmal ein "Lebenszeichen" seines Sohnes zu erhalten. Marks schlechtes Gewissen, wieso er nicht öfter nach seinem Sohn geguckt hat, anstatt sich ein Spiel im Fernsehen anzusehen. Das schlechte Gewissen, die Trauer und schließlich die Hoffnung. Christopher Coake ist es gelungen, einen Roman zu schreiben, der traurig ist, der schön ist, der einen sich fragen lässt, ob man nicht auch bereit wäre, plötzlich an die Existenz von Geistern zu glauben, wenn man in so eine Situation geraten würde. Erschienen im Goldmann-Verlag. www.goldmann-verlag.de www.facebook.com/goldmannverlag

    Mehr
  • Rezension zu "An einem Tag im Januar" von Christopher Coake

    An einem Tag im Januar
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. February 2013 um 11:47

    Zu sich selber finden Bald ist es wieder soweit, der Geburtstag des Sohnes Brendan im Januar näher sich. Brendan, der vor 7 Jahren wütend war auf seinen Vater. Brendan, der vor 7 Jahren seinen Rucksack packte und heimlich abhauen wollte. Wohl das Gleichgewicht verlor, die Treppe hinunterstürzt und starb. Ein Geschehen, das seine Eltern zutiefst verzweifeln ließ, in Trauer stürzte, an dem auch die Ehe der beiden, Chloe und Mark, sich auflöste. Nun ist Mike soweit. Jahre später. Zumindest glaubt er das. Nach Schuldgefühlen, Trauer, Schmerz. Er glaubt, den Tod seines Sohnes einigermaßen bewältigt zu haben, die Trennung von seiner Frau hinter sich lassen zu können, um mit der jungen Allison neu anzufangen. Doch da gerät sein brüchiger Rahmen wieder aus allen Fugen. Jene Frau, die das ehemalige Haus der Familie erworben hat, behauptet, die Anwesenheit Brendans zu spüren, behauptet, ihr Sohn Jacob hätte Brendan nachts gesehen. Als Geist wäre er noch hier. Mike zweifelt. Bricht zunächst alle Kontakte zu jener Connie ab, die ihn aufgesucht hat. Verweigert auch den Kontakt mit seiner ehemaligen Frau Chloe, die sich auf die Suche nach Brendans Geist eingelassen hat. Und spürt doch, wie sehr das alte Leben noch an ihm nagt, wie sehr er sich in dies glückliche Zeit zurückwünscht. Vor allem aber spürt er, dass seine Gefühle für Chloe noch lange nicht erkaltet sind. Oder ist auch das nur Ausdruck dessen, dass er die Ereignisse nicht wirklich verarbeitet hat? Mark beginnt, in seinem „neuen“ Leben zu taumeln und wendet sich sogar wieder dem Alkohol zu, ein nur vermeintlicher „Helfer in der Not“, den er vor Jahren angewidert aus seinem Leben verbannt hatte. Mehr und mehr spürt Mark, dass ihn die Seinen, seine neue Geliebte, sein bester Freund, sein Vater, kaum mehr erreichen, Doch ein letzter Rest rationalen Verstandes kämpft gegen diese irrationale Hoffnung auf einen Geist an. Breit legt Christopher Coake seine Geschichte an. Eine Geschichte, die bei weitem keine „Geistergeschichte“ im eigentlichen Sinne des Wortes ist, sondern sich eher mit den „Geistern der Vergangenheit“ beschäftigt, die in den Klauen halten. Anhand seine Hauptperson Mike vollzieht Coake das eigentliche Thema seines Romans nach: Loslassen können und loslassen lernen. Wichtige Momente in jedem Leben, bei jedem Menschen. Das Menschen dazu neigen, sich an Vertrautem und vermeintlich Sicherem festzuhalten und das diese Haltung letztlich zerstörerisch au die eigene Person und die Nächsten auswirken kann, dafür steht dieser Mike. An der Figur der Chloe demgegenüber wird Coake im Lauf des Buches aufzeigen, was es heißt, wenn man nicht loslassen kann. Ein interessantes Thema, das auch von der Spannung her getragen wird, was denn genau nun am Jahrestag des Geburtstages des toten Brendan im alten Haus passieren wird. Ein Buch aber auch, dass trotz der flüssigen und breit erzählenden Sprache nicht immer in der Lage ist, die emotionalen Kämpfe und die innere Zerrissenheit der Figuren, vor allem der des Mike, dem Leser spürbar und erfahrbar nahe zu bringen. Zwar beschreibt Coake wortgewandt, aber doch zu sehr im Äußeren und vermag es an manchen Stellen nicht, die Emotion auch fühlbar zu gestalten. Im Gesamten ein runder, flüssiger Roman über eine Menschen im Unglück, Menschen in verhärteter Trauer, die darum zu kämpfen haben, nicht rückwärtsgewandt stecken zu bleiben. Ob das „Loslassen“ gelingt und welche Lebenserfahrungen Mikes Vater entscheidend beitragen können wird, das sind Ereignisse, die realitätsnah im Buch geschildert werden und gut zu lesen im Raume stehen.

    Mehr