Christopher Ecker Der Bahnhof von Plön

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Inhaltsangabe zu „Der Bahnhof von Plön“ von Christopher Ecker

Zusammen mit seinem trollähnlichen Diener haust der anfangs noch namenlose Ich-Erzähler in einem schäbigen New Yorker Apartment und führt dubiose Aufträge für eine Person durch, die sich »der Lotse« nennt. Gegenwärtig soll eine höchst befremdliche Fracht transportiert werden, doch die Arbeit erweist sich als so kraftraubend und sinnentleert, dass der Erzähler beginnt, nicht nur an seiner Aufgabe, sondern auch an sich selbst zu zweifeln. Wer ist er wirklich? Warum ist sein Leben eine Lüge? Und wieso ist er in der Lage, von den USA aus mit der U-Bahn nach Paris, Amsterdam und Kiel zu fahren? Mit »Der Bahnhof von Plön« legt Christopher Ecker sein bislang kühnstes Buch vor – eine verstörende Tour de Force, die gleichermaßen Zeitanalyse, Entwicklungsroman, spannender Thriller, literarische Fantasy und ein philosophischer Exkurs der düstersten Sorte ist. Im Mittelpunkt des ebenso virtuosen wie doppelbödigen Spiels um Trug und Wirklichkeit steht ein schmerzhafter Selbstfindungsprozess: Wenn wir diejenigen sind, die durch unsere Erinnerungen geformt werden, wer sind wir dann, wenn diese Erinnerungen falsch sind?

Überraschend und verstörend.

— ralf_boldt

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    Der Bahnhof von Plön

    ralf_boldt

    08. August 2016 um 09:19

    Phineas, der Protagonist des Romans- der Autor verrät uns den Namen sehr spät – übernimmt für den „Lotsen“ seltsame Aufgaben, die so genau beschrieben werden, dass der Leser mitleiden muss. Unmengen an Alkohol und Zigaretten trösten ihn über die Tristes des Alltags hinweg. Er lebt unter kärglichen Bedingungen mit einem Brückentroll (sic!) in einer kleinen Wohnung. Einst scheint es glanzvollere Zeiten gegeben zu haben, lange her in einer scheinbar nicht in unsere Zeitlinie gehörigen Vergangenheit. An Orten, die nicht zu unserer Welt gehört zu haben. Phineas schreibt davon, dass er Lehrer sei. Aber niemals unterrichtet er eine Klasse. Es scheinen aus seiner Zeit und seiner Herkunft noch weitere Wesen auf der heutigen Erde zu leben. Mal ihm gegenüber neutral, mal unterstützend oder auch feindlich gesonnen. In den ruhmreichen Zeiten scheint er der Sohn eines Herrschers gewesen zu sein. Eines Herrschers über eine uns fremde Welt. Phineas scheint besondere Fähigkeiten zu haben oder gehabt zu haben. Er benutzt die U-Bahnlinien von Paris, New York und Amsterdam, um schließlich an der Ostsee zu landen. Sein Gefühl von Raum und Zeit ist nicht das unsere.Die Gefolgschaft des Lotsen setzt Phineas immer wieder fest, um ihn zu operieren oder unter Medikamente zu setzen, wobei nicht ersichtlich ist, ob dies geschieht, um ihm zu helfen oder zu schaden. Die Rolle des Lotsen bleibt undurchsichtig. Die Handlung des Romans scheint nicht linear zu sein. Verschiedenste Ebenen zeigen den Protogonisten zu unterschiedlichen Zeitpunkten seines Lebens. Es ist auch nicht ersichtlich, ob die Informationen immer der Wahrheit entsprechen oder auch nur real sind. Vielleicht bildet sich Phineas auch nur alles ein, ohne zu wissen, was seine Realität ist. Personen und Handlungen sind bisweilen zu bizarr, um real zu sein, doch vielleicht gibt es die Wirklichkeit, in der der Protagonist zu leben glaubt, wirklich neben der unseren. Seine Herkunft wird nicht geklärt. Ist er der Angehörige eines mächtigen Volkes, das einst die Erde bewohnt hat und dessen Existenz nicht mehr nachweisbar ist. Oder sind es für uns fremde Wesen, die auf der Erde von einer fernen Welt oder auch Zeit gelandet sind. Oder ist es wahr, dass Phineas in einer Zeitkapsel überwintert hat? Der Autor überlässt es dem Leser, die Wahrheit heraus zu finden. Dabei birgt das Buch sprachlich und stilistisch viele Schätze, ohne völlig verkopft abzuheben. Schöne Metaphern und eine bildhafte Sprache wechseln sich mit der nüchternen Beschreibung grauenvoller Vorgänge ab. Das Buch fesselt den Leser. Nein, es saugt den Leser auf und läßt ihn erst mit dem letzten Satz, der uns in die richtige unsere Realität bringt, los. Ist das wirklich so oder läßt uns das der Autor nur glauben? Wer weiß…

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