Christopher Fowler

 3.7 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Der Höllenexpress, Über den Dächern von London und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christopher Fowler

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Christopher FowlerDer Höllenexpress
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Der Höllenexpress
Der Höllenexpress
 (15)
Erschienen am 15.09.2014
Christopher FowlerÜber den Dächern von London
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Über den Dächern von London
Über den Dächern von London
 (3)
Erschienen am 01.03.1995
Christopher FowlerRunen
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Runen
Runen
 (2)
Erschienen am 01.02.1993
Christopher FowlerRunen - Eine neue Dimension von Horror - Roman
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Runen - Eine neue Dimension von Horror - Roman
Christopher FowlerHell Train
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Hell Train
Hell Train
 (1)
Erschienen am 27.12.2011
Christopher FowlerSpanky
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Spanky
Spanky
 (1)
Erschienen am 01.07.1996
Christopher FowlerDie Gilde der Nacht
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Die Gilde der Nacht
Die Gilde der Nacht
 (1)
Erschienen am 01.07.1998
Christopher FowlerFull Dark House (Bryant & May 1)
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Full Dark House (Bryant & May 1)
Full Dark House (Bryant & May 1)
 (1)
Erschienen am 05.06.2010

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Rezension zu "Der Höllenexpress" von Christopher Fowler

Im abgefahrenen Horror-Zug
NiWavor 10 Monaten

Eine Zugreise in Osteuropa während des ersten 1. Weltkriegs. Vier Passagiere steigen in einem Zug um den herannahenden Truppen zu entgehen. Doch sie ahnen nicht, dass auf dieser Reise der Horror erst seinen Anfang nimmt.

Es handelt sich um einen Horror-Roman, der die typischen Filmelemente des Genres zu einer abgefahrenen Reise vermischt. Christopher Fowler spielt mit sämtlichen Elementen, die man aus Filmen kennt. Er nimmt eine Prise Dracula, mischt menschenfressende Käfer dazu, lässt Geister auferstehen und stiehlt mit einem Grinsen dem Teufel den Kochlöffel aus der Hand.

Die Rahmenhandlung ist in der Blütezeit der klassischen Horrorfilme angesiedelt. Ein Drehbuchautor stellt sich bei den Hammer-Film-Studios vor und wird aufgefordert, einen neuen Film zu schreiben. In diesem Abschnitt erlebt die Welt der alten Horrorfilme eine Wiedergeburt. Man sieht, wie Filmkulissen kreiert und umgestaltet werden, erfährt, wie in den 1960er-Jahren Schauspieler und Filmschaffende familiär zusammengearbeitet haben, und wie sich der Horror-Film langsam schon schwer getan hat, weil es an frischen Ideen gemangelt hat.

Kernstück der Handlung ist natürlich das Drehbuch, also die Fahrt im Höllenexpress. Hier steigen vier Passagiere in das dampfende Ungetüm ein, weil sie sich vor Soldaten retten wollen.

Isabella ist eine osteuropäische Schönheit vom Land, die vom britischen Gentlemen und Abenteurer Nicholas errettet wird. Thomas wird von seiner herrschsüchtigen Frau Miranda - die sich von ihrem Eheleben mehr als die Tristesse an der Seite eines Pfarrers erträumte - in den Zug geschleift, wodurch alle auf der gleichen Reise sind, die in den Schlund der Hölle führen wird.

Diese Reise ist von altbekannten Monstern, schaurigen Käfern und einer ausweglosen Situation geprägt. Das Mysterium des Zuges schlägt zu. Die Passagiere können nicht entkommen. Und der Zugführer zeigt sich an deren Elend nur leidlich interessiert.

„… das hier ist mehr als ein Zug. Es ist eine Sammlung von Schrecken, die sich bis in die Unendlichkeit entfalten können.“ (S. 85)

Durch das Aufflammen klassischer Horror-Elemente hat mir die Reise sehr großen Spaß gemacht. Der Stil und die Handlung ist an die alten Horror-Klassiker aus der Filmwelt angelehnt und ich habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt. Es dauert bis die Passagiere ihre Misere begreifen, bis sie das Geschehen verarbeitet haben und man weiß beim Lesen, dass wohl bald Endstation ist.

„Der Höllenexpress“ ist ein wahnsinnig unterhaltsames Werk, das durch das hohe Tempo und seine horrormäßigen Figuren brilliert. Christopher Fowler hat sich mit seinem „Der Höllenexpress“ von der Masse abgehoben und die Zugfahrt hat mir sehr großen Spaß gemacht!

Wer also alte Filme und Monster mag, sich auf eine abgefahrene Reise begeben will und keine Angst vor Ekelszenen hat, sollte den nächsten Zug nehmen. Es ist eine Fahrt, die man nicht so schnell vergessen wird.

Kommentare: 9
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Serkalows avatar

Rezension zu "Der Höllenexpress" von Christopher Fowler

Ein guter alter Horror-Film in Buchform!
Serkalowvor einem Jahr

'Der Höllenexpress' war mein erstes Buch aus dem Luzifer-Verlag.
Gleich vorneweg:
Definitiv nicht mein Letztes.
(Ich habe das Werk allerdings über eine andere Plattform bezogen, so dass hier nicht: »verifizierter Kauf« stehen wird.)

Als süchtiger E-Book-Leser bin ich immer wieder auf der Suche nach neuem Stoff. Gerade im E-Booksegment achte ich mittlerweile sehr auf den Preis. Da ich mich weigere, gerade mal 2€ weniger für ein E-Book als für das Hardcover zu zahlen, schlägt hier die Stunde so kleiner, feiner Verlage, wie eben auch dem Luzifer-Verlag.
Denn selbst wenn 'Der Höllenexpress' ein sch ' Buch wäre, wäre es bei dem Preis nicht weiter dramatisch.
Und genau darin liegt die Chance der vielen 'günstigen' E-Books. (Was sich übrigens im gesamten Verlagsprogramm bei Luzifer widerspiegelt.)
Ich bin als Leser bereit zu experimentieren. Denn ich brauche nicht immer große Namen, mit viel Marketinggedöns, das sich dann im Preis wiederfindet. (Auch von denen kann ich enttäuscht werden.)

Mir reicht einfach nur eine gute Geschichte, die mich ein paar Stunden in eine andere Welt tauchen lässt. Ein guter Plot. Ein paar vernünftige Figuren mit Charakterzügen. Und ganz viel Atmosphäre. Letzteres ist mir gerade bei einem 'Horror' Werk enorm wichtig. 'Torture Porn', 'Zombie-Slasher', 'Canibal-Holocoust' etc. sind für mich kein Horror. Horror soll Gänsehaut erzeugen. Der wohlige Grusel in der Abendstunde.

Genau das ist 'Der Höllenexpreess'! Ein gut geschriebenes Schauermärchen. Angesiedelt in einem Setting (1. Weltkrieg), in der es reelle Schrecken gab, die kaum eine Geschichte toppen konnte. Dies allein erzeugte beim Lesen in mir, bereits reine Schwarz-Weiß-Bilder (bwz. Sepia) und das ist für eine Horrorstory schon mal sehr gut.
Guter Horror zeichnet sich für mich auch dadurch aus, dass die Protagonisten nicht aus der Situation heraus können. (Das alte Herrenhaus, das nicht mehr verlassen werden kann.) Was für eine schöne Idee, dass es diesmal ein Zug ist. Den man auf Grund seiner Geschwindigkeit und dem Nichtanhalten auch nicht verlassen kann.
Alle Protagonisten und Antagonisten befinden sich also in diesem dahin rasenden Zug, von dem sie nicht wissen, wohin er fährt. Die meisten sehen in dem Zug eine letzte Chance. Suchen nach Erlösung. Die sie auch alle bekommen werden. Sicher ist aber, dass sie sich die selber anders vorgestellt haben.
Auch hier funktioniert Horror für mich darüber, dass die Personen sich ihren Handlungen und Entscheidungen stellen müssen. Dass sie für vergangene Fehler einstehen müssen und die daraus resultierenden Entscheidungen ihre Zukunft beeinflussen. Dies ist sozusagen der moralische Wink, hinter dem Schauermärchen. (Das Spiel »Silent Hill 2«, das hier als Metapher für mich immer noch unschlagbar ist!)

Und genau das alles bietet 'Der Höllenexpress'. Einen spannenden Plot, mit einer Geschichte-in-der-Geschichte-Handlung, die als Hommage an den guten alten Horror al a 'Hammer-Studios' wunderbar funktioniert. Darüber hinaus eine düstere Atmosphäre und dreidimensionale Figuren. Also einfach nur gute Genreliteratur.

Wenn Sie meiner 'literaturtheoretischen' Ausführung über 'Horror' zustimmen können, dann sollten Sie zu diesem Buch greifen. Bei dem Preis können Sie kaum etwas falsch machen.

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Meteorits avatar

Rezension zu "Der Höllenexpress" von Christopher Fowler

Endstation: Hölle
Meteoritvor 2 Jahren

Rezension zu ,,Der Höllenexpress" von Christopher Fowler


,,Der Höllenexpress" ist mit 350 Seiten am 15 September 2014 im Luzifer-Verlag erschienen.

Inhalt:

Stell dir einen klassischen Horrorfilm vor, den Hammer Films nie gemacht hat. Ein grandioses Epos aus den Hochzeiten des Studios, eine Mischung aus den alten Dracula und Frankenstein Filmen und Die Todeskarten des Dr. Schreck ... Vier Passagiere treffen sich auf einer Zugfahrt durch Osteuropa während des Ersten Weltkrieges; konfrontiert mit einem Mysterium, das gelöst werden muss, wenn sie überleben wollen. Als der Ärzengel über das vom Krieg zerrüttete Land kommt, müssen sie herausfinden: Was ist in dem Sarg, vor dem jeder so viel Angst hat? Was ist das tragische Geheimnis der verschleierten Roten Gräfin, die mit ihnen reist? Warum wird ihr Mitreisender, der Brigadegeneral, von seinen eigenen Leuten so gefürchtet? Und was genau ist das Geheimnis des teuflischen Ärzengels selbst? Bizarre Kreaturen, satanische Riten, verängstigt Passagiere und die Romantik einer Bahnreise ... im Stile eines klassischen Horror-Romans. (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich sehr interessant und gelungen. Es zeigt eine alte Lokomotive, die wahrlich in die Hölle zu fahren scheint.

Charaktere:

Da es in dem Buch um einen Horrorfilm geht, der geschrieben wird, gibt es zwei Hauptpersonen, die mehr oder weniger in Beziehung zueinander stehen.
Einmal Shane, der für Hammer Films das Drehbuch schreibt, von dem wir aber weniger viel erfahren und Nicholas, ein englischer Reisender, der sich auf seiner Reise in Isabella verliebt, mit der er auch fortan reisen wird. Beide, und auch die anderen Reisenden, besitzen sympathische aber auch teils schlechte Eigenschaften und bilden so authentische Personen.
Außerdem gibt es noch verschiedene weitere Personen, die mal ein mehr und mal ein weniger großes Geheimnis verbergen.
Besonders die ,,bösen" Personen des Zuges sind gut beschrieben und vor allem schaurig.

Meine Meinung:

Von Christopher Fowler habe ich bereits eine Kurzgeschichte gelesen, die mich gleich durch einen sehr guten Schreibstil, Wortwitz und eine interessant, gruselige Geschichte überzeugen konnte.

,,Als der Teufel auf die Erde gerufen wurde, schuf er einen Zug, um die Verdammten in die Hölle zu bringen" S.29

Die Idee dieses Romans ist auch hier wiedermal interessant. Er verpackt den Protagonisten als Drehbuchautor, der dann wiederum Drehbücher schreibt. Dadurch entsteht aber eine gewisse Distanz, sodass man mit den handelnden Personen im Film nicht so mitfiebert, da man ja weiß, es ist nur ein Film.
Trotzdem finde ich es interessant und etwas dergleichen, vor allem den Zug als Horrorobjekt zu benutzen, habe ich noch nicht vorher gelesen.

,,Aber ganz bestimmt, antwortete der Zugführer. Unsere Wege durch das Leben sind so fest gesetzt wie Eisenbahnschienen, aber wir alleine schalten die Weichen, über die unser Leben führen wird." S. 115

Leider muss man sagen, dass das Buch ein wenig schleppend in Fahrt kam. Der Anfang war interessant und dann kam auch ein nettes Drama um Nicholas und Isabella, aber leider nichts großartig spannendes oder gruseliges. Interessiert war man aber trotzdem und die mysteriöse Atmosphäre wurde auch gut umgesetzt.

,,Der Beißer kroch langsam näher, wie ein Schakal, der den Tod riechen konnte. Er hatte sich neben sie gestreckt und öffnete sein Maul Zentimeter um Zentimeter in Vorbereitung eines neuen Angriffs. Er wollte vorsichtig - fast zärtlich - in ihre Schuler beißen, an genau derselben Stelle wie zuvor." S.161

Super fand ich, dass es zum Schluss noch mal richtig spannend und gruselig wurde. Es wäre super, wäre dies auch am Anfang und im Mittelteil des Buches so gewesen.

Fazit:
Ein solider Horror-Thriller, der am Anfang ein wenig schleppend vorangeht und dann mit der Kraft einer Lokomotive zum Ende hin immer rasanter und spannender wird.
Wegen des guten Schreibstils drücke ich ein Auge zu und vergebe gut gemeinte 4 Sterne.


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