Christopher Hitchens Der Herr ist kein Hirte

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Inhaltsangabe zu „Der Herr ist kein Hirte“ von Christopher Hitchens

Das Kultbuch für Ungläubige und alle, die es werden wollen
Religion und der Glaube an Gott sind von Menschen gemachte Dinge, die „alles vergiften“. Christopher Hitchens, erfolgreicher Journalist und bekennender Atheist, beschreibt prägnant und schonungslos, wie Religion zur Gewalttätigkeit gegen Andersgläubige und Ungläubige führt. In seinem fulminanten Rundumschlag beleuchtet er Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Glaubensgemeinschaften und macht deutlich, wie verheerend ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft gerade heute (wieder) ist.
DIE Antwort auf das Thema Glauben: informativ, unterhaltsam, provokant.

Religion vergiftet die Welt!

— derpapa

Bezeichnend, dass sich kein Argument des Autors mit rationalen Argumenten entkräften lässt. Nur mit Gottesbeweisen

— bibliophilist1985

wunschbuch

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Der Herr ist kein Hirte" von Christopher Hitchens

    Der Herr ist kein Hirte

    bibliophilist1985

    03. January 2015 um 07:20

    Hitchens liefert eine schwer in Abrede zu stellende, auf philosophische Aspekte verzichtende Streitschrift gegen den Glauben. Quer durch die Religionsgeschichte zeichnet er ein Bild von Widersprüchen, Machtstreben, Manipulation, Kriegstreiberei und dem latenten Ruf zu Krieg, Völkermord, Intoleranz und Unterdrückung und Misshandlung von Frauen, Andersgläubigen, Ungäubigen und Kindern. Waren diese Themen zu Zeiten der Religionsstifter bei primitiven Analphabeten noch en vogue und ein Frequenzbringer, so hätte man meinen sollen, mit der Vernunft und Aufklärung kehre die Erkenntnis ein. Doch leider weit gefehlt. Bezüglich der Pflege-, Armenspeisungs- und sonstiger sozialen Aktivitäten von Religionen seit etwas angemerkt. Der Sinn karitativen Handelns und Spendens fußt auf Selbstlosigkeit und der Bereitschaft, ohne Erwartung einer Gegenleistung in Form von Indoktrinationsbereitschaft als Dank für Errettung aus prekären Lagen, Hilfe zu leisten. Rekrutieren sich hingegen aus den, vor Hungertod oder bleibenden körperlichen Schäden bewahrten, Menschen Eiferer und Fundamentalisten, verpufft jegliche gutgemeinte Intention aufgrund des erwünschten und gezielt hervorgerufenen negativen Echos. Sie wird im Gegenteil pervertiert und aus der vermeintlich guten Tat erwächst mehr schlechtes, als wenn sie niemals stattgefunden hätte. Als einer der Ersten wagt sich der Autor auch an eine Kritik der sakrosankt erklärten Figur Mahatma Gandhis, der Auswirkungen des Buddhismus auf die asiatischen Gesellschaften und der Rolle des Buddhismus im Japan zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Zur Veranschaulichung der proportionalen Intoleranzsteigerung pro Gläubigen bezieht sich Hitchens auf die unterschiedlichen Reaktionsmuster von Gläubigen und Atheisten. Ein Jünger jeglicher Couleur wird nicht müde werden, die Religion oder sogar das schlichte Unglauben anderer Menschen zu kritisieren und anzugreifen. Sägt es doch am Fundament seines irrationalen Konstrukts. Eine Messe, Feier oder nur eine unverfängliche Veranstaltung einer anderen Glaubensgemeinschaft zu besuchen kann sich mit zunehmender Radikalität als immer unmöglicher herausstellen. Tolerante, säkulare Gläubige, Atheisten und Agnostiker haben hingegen nicht mit aufgerollten Fußnägeln und innerer Zerrissenheit zu kämpfen, wenn sie Kulthandlungen verschiedenster Religionen und Sekten beiwohnen. Nebenbei, die staatliche Anerkennung macht den Unterschied zwischen okkultem Ritus und sich im Licht der Legitimität sonnender Religion. Und diese Anerkennung fußt auf simplen Zahlen. Das Grundkonzept der ignoranten Borniertheit metastasiert leider, häufig ausgehend von der Religion, quer durch alle Bevölkerungsschichten und Lebensaspekte. Seien es Politik, Gesellschaftssysteme, Emanzipation, Erziehung, Wirtschaftsmodelle, Wissensbildung oder etliche andere essentielle Aspekte des Lebens, das eingesickerte Gift zeitigt seit Jahrtausenden Wirkung. Und die sieht man allerorts anhand der Gesellschaften, die auf solchen Strukturen und Konzepten errichtet wurden und zu wesentlich größeren Teilen, als ein aufgeklärter Mensch sich eingestehen möchte, noch immer fußen. Wobei es im Fall der Religion salonfähig geworden ist, Kritik und eine eigene Meinung hervorzubringen. Was die Wirtschaftsordnung, Währungs- und Finanzsysteme, die Art der demokratischen Mitbestimmung und den Einfluss von Meinungsmacht, Medien und ungeschriebenen Gesetzen, Lehrmeinungen und unanfechtbaren Dogmen anbelangt, steht die Menschheit vor einer ähnlichen Herausforderung wie zu Beginn der Religionsstiftungen. Nicht mehr den in Stein gemeißelten, sondern digitalisierten Geboten von Apologeten der politischen und wirtschaftlichen Weltordnung ist Folge zu leisten, was erschreckende Ähnlichkeiten mit religiösem Wahn impliziert. Wenn wirtschafts- und gesellschaftspolitisch Ungläubige als subversive, dem extremen linken Rand zuzuordnende, jegliche empirischen Beweise schuldig bleibende und immer mehr auch gefährliche Elemente gelten. Als Beispiel sei der Versuch angeraten, mit einem Ökonomen, Banker, Unternehmer, Politiker oder Meinungsbildner ein objektives Gespräch über brisante Themen zu führen. Dieselbe Überheblichkeit und Engstirnigkeit wie bei einem verblendeten Gläubigen wird meist automatisiert geliefert werden. Statt in Klostern und Kirchen wird dem falschen Heiland in Schulen, Universitäten, Parlamenten, Gremien und Think Tanks gehuldigt. Ungünstigerweise steht die Menschheit erst am Beginn der Herrschaft von Wirtschaftkonglomeraten und wie alle autoritären weltlichen und geistlichen Regime vor ihr strebt sie nach Allmacht. Gerade erst gegen Mitte bis Ende des letzten Jahrtausends etabliert, hat sie eine bisher unbekannte Allianz aus Mammon und strenger Indoktrination erschaffen, die die Welt in einer Weise verändern wird, wie kein Terrorregime vor ihr. Und das nach so kurzer Zeit. Wie sich eine solche Entwicklung fortsetzt steht in den Geschichtsbüchern.

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