Christopher Isherwood Der Einzelgänger

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Inhaltsangabe zu „Der Einzelgänger“ von Christopher Isherwood

George, 58 Jahre alt, Literaturprofessor, beginnt seinen Tag in Gedanken an seinen verstorbenen Freund, ein Tag voller Routine, bis ihn eine zufällige nächtliche Begegnung mit einem seiner Studenten aus dem Takt bringt. Nach zu vielen Drinks ist George, der Einzelgänger, bereit für eine neue Liebe.<br>Mit Leb wohl, Berlin, dem Roman über das Berlin der 20er Jahre, Vorlage für das Musical Cabaret, ist er berühmt geworden, der aus England stammende Weltenbummler Christopher Isherwood, der bis 1939 in Berlin lebte, um dann in die USA zu emigrieren. In Los Angeles fand er den Schauplatz für seinen 1964 publizierten Roman Der Einzelgänger.

Isherwoords Sprache ist makellos; zeitweise dringt subtiler Sarkasmus durch, der den Leser zum Schmunzeln bringt.

— Lesemanie

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  • Rezension zu "Der Einzelgänger" von Christopher Isherwood

    Der Einzelgänger

    TheSaint

    30. December 2012 um 23:57

    Der Autor erzählt einen Tagesablauf, wie wir ihn wohl alle kennen. Das sich auf dem Bett kämpfen jeden Morgen, der Badbesuch, das Frühstück, der Weg in die Arbeit, usw., usw. Isherwood erzählt uns hier einen sehr schicksalschweren Tag seines Helden George. Wir begleiten den Literaturprofessor vom Verlassen seines Schlafzimmers am Morgen über den ganzen Tag lang hin bis zu seiner Rückkehr in der Nacht. Wir haben teil an seinen Gedanken zu Themen des Lebens, des Verlustes und wir erfahren mit jeder Seite eine kleine Aufhellung der Stimmung von George, der am Abend dieses schicksalträchtigen Tages noch ein wunderschönes Glücksgefühl erleben darf. Ein sehr detaillierter Roman, der dem Leser nicht nur die Figur des Literaturprofessors sehr nahe bringt, sondern auch das Kolorit der Staaten in den frühen 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Authentisch, ungezwungen und einfühlend geschrieben.

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  • Rezension zu "Der Einzelgänger" von Christopher Isherwood

    Der Einzelgänger

    mabuerele

    26. June 2011 um 18:05

    Das Buch beschreibt einen Tag im Leben des 58jährigen Literaturprofessors George. Erstaunlich, was man aus dem Protokoll eines Tages alles über einen Menschen erfahren kann. Schon die morgendliche Zeremonie des Aufstehens wird detailgenau dargestellt. Hier erfährt der Lesers, dass es eigentlich noch eine zweite wichtige Person im Roman gibt: Jim, der Lebensgefährte von George. Der Leser lernt George als Professor in seinem Umgang mit Studenten kennen. Er trifft ihn im Fitnessstudio, im abendlichen Zusammensein mit Charlotte und nicht zuletzt in einer Gaststätte, wo er auf einen seiner Studenten trifft. Im Laufe des Tages schweifen Georges Gedanken häufig zurück in die Vergangenheit. Er kann Jim nicht vergessen, der bei einem Unfall tödlich verunglückte. Doch er möchte auch nicht über Jim reden, deshalb hat er den Unfall verschwiegen und gegenüber seiner Umgebung behauptet, dass Jim zu seinen Eltern zurückgekehrt sei. Philosophische Gedanken über Leben und Tod, Diskussionen über Literatur und die Bedeutung von Minderheiten in der amerikanischen Politik, die er mit seinen Studenten führt, geben dem Buch eine zusätzliche Tiefe. Dem Autor ist es gelungen, herauszuarbeiten, wie sich ein Mensch im Laufe eines Tages ändern kann. Das Ende lässt mehrere Interpretationen offen… Schwerpunkt des Romans ist meiner Meinung nach nicht die eigentliche Handlung, sondern die Nuancen, die in Gedanken und Gesprächen zum Ausdruck kommen. Es ist eher ein leises und besinnliches Buch. Es zeichnet sich durch Genauigkeit, aber auch feinsinnigen Humor aus. Letzteres zeigt sich insbesondere dann, wenn George über die Reaktion seiner Umgebung auf seine sexuelle Ausrichtung reflektiert. Dabei ist das Thema eins von vielen und keinesfalls vordergründig.

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