Christopher Isherwood Leb wohl, Berlin

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Inhaltsangabe zu „Leb wohl, Berlin“ von Christopher Isherwood

Ein melancholischer Abgesang auf eine verlorene Welt: Kosmopolitisch, libertin, glamourös und dekadent - mit fotografischer Präzision erfasst Christopher Isherwood die letzten Tage der Weimarer Republik in Berlin und zeichnet unvergessliche Porträts der Menschen, die seinen Weg kreuzen und unterschiedlicher nicht sein könnten: zwei junge Männer, die in fataler Weise voneinander abhängen, eine vermögende jüdische Familie, die das nahende Unglück nicht wahrhaben will, und zahlreiche Mitglieder der Halbwelt, unter ihnen die hinreißend leichtsinnige Sally Bowles, die in der Literatur ihresgleichen sucht. Im Hintergrund der Szenerie marschieren bereits die Nazis auf. Isherwoods Figuren aber verschließen die Augen vor der drohenden Katastrophe und feiern sich um den Verstand.

Ich kann all die positiven Meinungen über dieses Buch nicht teilen. Es hat mich gelangweilt.

— sydneysider47
sydneysider47

Das Berlin der 30 -ziger aus anderer Sicht.

— Das_Leseleben
Das_Leseleben

Meiner Meinung nach gehört Christopher Isherwood zu der klassischen englischen Literatur, die man gelesen haben muss.

— Nespavanje
Nespavanje

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  • Leb' wohl – du merkwürdiges Buch!

    Leb wohl, Berlin
    sydneysider47

    sydneysider47

    07. January 2017 um 23:10

    Die Handlung: Berlin in den 1930er-Jahren. Der Brite Christopher Isherwood lebt in Berlin bei Lina Schröder zur Untermiete. Mit ihm leben noch vier weitere Herren in diesem Haus zur Untermiete. Christopher ist der Ich-Erzähler, und in sechs Texten, die zu diesem Roman zusammengefasst wurden, erzählt er, wie er in den 1930er-Jahren vorwiegend in Berlin lebt. Vorwiegend deswegen, weil es auch ein Kapitel gibt, in dem er in Rügen wohnt. Der Leser lernt nicht nur Lina Schröder kennen, sondern auch andere Personen. Beispielsweise Sally Bowles. Auch sie ist Britin. Sie ist Schauspielerin und wartet auf DIE große Rolle ihres Lebens. Eine Rolle, die sie die Karriereleiter hinauf katapultiert. Dabei ist sie nicht brillant, sondern eher schlecht. Sie kann nur schlecht singen – aber offensichtlich übt ihr Auftritt trotzdem irgendwie einen Reiz auf die Zuschauer aus. Irgendwann verliebt sie sich in einen Typen, namens Klaus, der sie aber irgendwann verlässt, weil er sich in eine andere Frau verliebt. Später weilt Christopher auf Rügen. Auch dort wohnt er zur Untermiete. Im selben Haus wohnen auch noch der Brite Peter und der Deutsche Otto. Zuerst streiten sich die beiden nur, irgendwann fühlen sie sich jedoch zueinander hingezogen. Und eines Tages ist Otto verschwunden.... Meine Meinung zu diesem Buch: Wir lasen das Buch im Literaturkreis der Volkshochschule, weil wir dort eine Zeitlang über Romane sprachen, in denen die Stadt Berlin eine Rolle spielt. Die Tatsache, dass dieses Buch die Vorlage zum Musical „Cabaret“ ist, deutete an, dass es sich um ein besonderes Buch handeln müsse. Ein literarisch wertvolles Buch, einen Klassiker sozusagen. Allerdings kann ich in all diese Lobeshymnen nicht einstimmen. Mich hat das Buch gelangweilt. Christopher Isherwood finde ich so lala, mit ihm als Hauptperson kann ich als Leserin nicht warm werden. Wer mir absolut auf die Nerven fällt, ist Sally Bowles. In meinen Augen ist sie ziemlich dumm. Sie ist nur hinter Männern her und versucht, sie ins Bett zu bekommen. Dann bedenkt sie die anwesenden Männer immer mit Anreden, wie „Chris darling“ oder „Fritz darling“. Leider dauert das Kapitel über Sally Bowles 67 Seiten – es ist mir zu lang, und ich bin froh, als es endlich vorbei ist. So, wie ich froh bin, als ich das Buch ausgelesen habe. Die Sprache ist zwar schön, aber oftmals zu trocken. Ich habe den Eindruck, Isherwood hat alles so emotionslos herunter geschrieben. Eben, damit er es zu Papier gebracht hatte. Dialoge sind in dem Buch nicht zu viele vorhanden. Das stört mich wenig – aber was mich stört, ist dass Spannung kaum vorhanden ist. Ich habe das Buch „heruntergelesen“ und mich gefragt, was daran so besonders sein soll. Hätte ich das Buch nicht für den Literaturkreis lesen müssen, hätte ich es wohl nach den ersten 30 Seiten weggelegt. Ein schönes Leseerlebnis war es nicht, über die Erfahrungen und Erlebnisse des Christopher Isherwood in Berlin und auf Rügen zu lesen. Außerdem konnte mich das Schicksal der Charaktere in dem Buch nicht berühren oder packen. Ich vergebe dem Buch zwei Sterne und empfehle es nicht weiter. Die 20 Euro, die ich in die Hardcoverausgabe investiert habe, habe ich schon bereut. Mein Buch habe ich für 10 Euro verkauft und bin froh, dass ich es los bin!

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  • Vielschichtig und doch einzigartig

    Leb wohl, Berlin
    Das_Leseleben

    Das_Leseleben

    10. June 2015 um 13:10

    Vor einigen Jahren habe ich das Musical Cabaret geschaut und war begeistert von den Geschichten rund um den Nollendorfplatz Anfang der 30`Jahre. Vor einiger Zeit entdeckte ich im Buchhandel "Leb, wohl Berlin" von Christopher Isherwood. Von dem wunderschönen Cover angezogen und ein paar Klicks später zu Mr Isherwood wusste ich das Buch muss ich haben und es zog in mein Bücherregal ein. Das recht dünne Büchlein mit 272 Seiten ist im Hardcover bei Hoffmann und Campe erschienen. Inhalt: Der fotografische Roman "Leb, wohl Berlin" ist eine Sammlung von Geschichten die in Berlin zum Ende der Waimarer Republik spielen. Sie zeigen Personen die versuchen die Bedrohung der Zeit wegzufeiern. Über der Abhängigkeit von  Männern die einander nicht loslassen können, einer großen jüdischen Familie, schwebt der Geist von Sally Bowles. Meine Meinung: Nach den ersten fünf Seiten wusste ich brauche Nachschub von Christopher Isherwood und stürmte den nächsten Buchladen. Es zog noch ein Isherwood bei mir ein. Christopher Isherwood der seinem Ich - Erzähler seinem Namen gab, besteht im Vorwort darauf, das es nicht bedingt seine Geschichte ist. Aber Ähnlichkeiten gibt es natürlich :-) Der Erzählstil ist etwas besonderes, sehr photografisch, poetisch und doch klar strukturiert. Jedes Geschichtenfragment, sei es auch noch so klein, beginnt mit einer szenischen Einführung in das Geschehen, so werden die Handlungsorte zu feinfühlig beschriebenen Kulissen und die Protagonisten zu Marionetten des Lebens. Untergliedert in sechs Fragmente (Kurzgeschichten), die alle mit miteinander vernetzt sind, indem sie aufeinander aufbauen oder parallel zu einer anderen Geschichte spielen. Meistens gibt  der Protagonist nur sehr wenig gefühlsmäßige Einblicke  in sein Inneres, aber durch die Geschehnisse, die so detailreich geschildert werden, empfinde ich als Leser, die Gefühle Isherwoods selber. Es zieht einen also regelrecht in seinen Bann. Vielleicht auch deswegen, weil Christopher Isherwood ein Englishman im Berlin der 30-ziger Jahre war. Der mit seinem neutralen Blick versucht fragmentarisch Handlungen festzuhalten und trotz der aufkommenden Bedrohung durch die Nazis, das Leben zu feiern. (Vielleicht auch weil er sich sicher sein konnte, das ihm durch seine Herkunft nichts passieren wird in Deutschland) An vielen Stellen wurde das bunte Leben in Berlin so beschrieben, als wäre es Heute zum Beispiel am Kotti im Südblock (Wo ich auch gerne bin.). Auch der Versuch die Dramen des Lebens wegzufeiern und gleichzeitig etwas zu bewegen, ist heute noch genauso wie zu Isherwood`s Zeiten.  Wer bei "Leb wohl, Berlin" nur die Geschichte von der berühmten Sally Bowles erwartet, wird von diesem Roman enttäuscht sein. Wer aber erfahren möchte wie Berlin Anfang der 30-ziger Jahren, von Lebenskünstlern wahrgenommen wurde, der muss dieses Buch lesen.

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  • An Englishman in Berlin

    Leb wohl, Berlin
    Nespavanje

    Nespavanje

    12. February 2015 um 17:11

    Christopher Isherwood, lebte Anfang der Dreißiger Jahre und kurz vor der Machtübernahme der Nazis, in der wohl dekadentesten Stadt ihrer Zeit: Berlin. Erst wohnt er zur Untermiete bei Frau Schröder, die ihm liebevoll Herr Issyvoo nennt, lernt dort auch Sally Bowles, eine mittellose Schauspielerin kennen, und genießt das glitzernde Nachtleben. Zwischendurch verlässt er Berlin und erlebt auf Rügen das ständige Auf und Ab der Beziehung zwischen Otto und Peter. Schließlich landet er wieder in Berlin, diesmal bei den Nowaks. Eine Arbeiterfamilie, die in einer ärmlichen Wohnung haust. Liza Minelli hat Sally Bowles, und indirekt damit auch Christopher Isherwood ein Denkmal gesetzt, das viele inklusive mir, so gar nicht gewusst haben. Der Film und auch das Musical Cabaret beruhen auf diesem, episodenhaft erzählten Roman. Allerdings sei der Film sehr, sehr weit von seinem Buch entfernt, so hatte der Romancier, der meiner Meinung nach zur klassischen englischen Literatur gehört, einmal angemerkt. Aber schließlich geht es nicht nur um Sally in Berlin, sondern auch darum, dass Isherwood ein Chronist dieser speziellen Zeit des Umbruchs ist, auch wenn er mit englischer Distanziertheit und Contenance an das Erzählen ran geht und Berlin auf eine ganz eigentümliche Weise porträtiert. Manchmal hatte ich das Gefühl, ein Tagebuch vor mir liegen zu haben, hauptsächlich lag es wohl auch an der fragmentarischen Erzählweise und daran, dass der Hauptprotagonist denselben Namen trägt, wie auch der Schriftsteller. Dennoch möchte Isherwood nicht mit seinem fiktiven Protagonisten verwechselt werden. Der geneigte Leser kann nur raten und mutmaßen, wo der Geschichtenerzähler Fakten, und wo er Fiktion einbringt. Manche Dinge werden im Roman nur angedeutet, schließlich darf man nicht vergessen, dass diese Geschichte 1939 das erste Mal erschienen ist und das liberale und freizügige Berlin, sich den aufmarschierenden Nazischergen ergeben musste. Für alle die nun den Schriftsteller näher kennenlernen möchten, kann ich auch „A Single Man“ empfehlen, dass im selben Verlag neuerschienen ist, allerdings von einem anderen Übersetzer stammt.

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