Christopher Isherwood Willkommen in Berlin

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Inhaltsangabe zu „Willkommen in Berlin“ von Christopher Isherwood

Berlin in den Dreißigern: Europaweit zieht die Metropole Menschen an, die der erstarrten Bürgerlichkeit entkommen wollen. Der Engländer Isherwood genießt die sexuelle Freiheit der Stadt. Hier kann er seiner Vorliebe für junge Männer frönen und findet seine erste große Liebe.
Er beschreibt fesselnd, wie er seinen deutschen Freund aus den Fängen der Nazis befreit, und zeichnet ein authentisches Bild des sexuellen Untergrunds und seiner Erlebnisse in dieser außergewöhnlichen Stadt.
Mit Witz und großer Offenheit zeichnet Isherwood in Willkommen in Berlin ein faszinierendes Porträt seiner eigenen Person und des schwulen Lebens im Berlin der dreißiger Jahre.

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  • Rezension zu "Willkommen in Berlin" von Christopher Isherwood

    Willkommen in Berlin

    TheSaint

    04. December 2011 um 18:47

    1938 vermittelte Isherwood mit dem Buch "Lions and Shadows" Einblicke in sein Leben vom 17. bis zum 24. Lebensjahr - jedoch sind viele Geschehnisse in jenen Jahren verschlüsselt oder gar nicht erzählt worden. Mit dem 1976 erschienenen Roman "Christopher and His Kind" (hier vorliegend) korrigiert Isherwood die Taktik und erzählt sehr ehrlich und direkt von seinem Leben zwischen 1929 (hier endete "Lions"), in welchem er das erste Mal Berlin besucht und seiner Emigration in die Staaten im Jahre 1939. Das Buch liest sich sehr interessant - auch wenn es immer wieder etwas verwirrt, da der Autor Isherwood über "Christopher" berichtet und man sich stets in Erinnerung rufen muß, dass hier nicht von einer anderen Person, sondern über sich selbst berichtet wird. Man gewinnt einen sehr lebendigen Eindruck über das Leben in jener Zeit und das Leben eines Homosexuellen im Speziellen. Die in der Biographie abgehandelten Jahre beschäftigen sich überwiegend mit Isherwood's damaliger großen Liebe zu dem Deutschen Heinz Neddermeyer und den Komplikationen, die sich durch das wachsende Nazi-Regime ergaben. Viele Geschehnisse finden sich auch in dem Theaterstück und Film "Cabaret" wieder (Sally Bowles). Viele bekannte Namen tauchen in Isherwood's Umfeld (Virginia Woolf, Klaus Mann,...) auf und seine Schilderungen im Umgang mit diesen Persönlichkeiten wie auch mit seinen Freunden und Liebespartnern sind manchmal amüsant und manchmal traurig.

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  • Rezension zu "Willkommen in Berlin" von Christopher Isherwood

    Willkommen in Berlin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. August 2010 um 20:56

    Zuerst sei gesagt: Diese Autobiographie Isherwoods, in der er zehn Jahre seines Lebens beschreibt, ist durchaus gelungen. Ich will über das Werk an sich gar nicht so viele Worte verlieren, aber eine kurze Beschreibung muss dann doch sein. Isherwood schrieb schon in den 1930ern mehrere Romane, die autobiographisch angehaucht waren, der bekannteste davon dürfte „Lebwohl, Berlin“ sein, der die Erfahrungen des Autors im Berlin Anfang der 30er behandelt. Allerdings stellten diese Romane ein Zerrbild der Wirklichkeit dar, einige Begebenheiten und Personen waren verändert oder erfunden. Hauptproblem war damals die Homosexualität Isherwoods, über die er sich noch explizit zu schreiben traute. Dieses nun vorliegende Werk stellt einiges richtig und erzählt im Detail, welche Erfahrungen Isherwood in den 30ern wirklich machte, beschränkt sich hier aber nicht nur auf den Aufenthalt in Berlin, sondern geht auch auf die zahllosen Reisen durch Europa ein, die der Autor danach unternahm. Isherwood gelingt es, dem Leser die Stimmung zu vermitteln, die damals kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa herrschte. Interessant ist auch die Darstellung der homosexuellen „Subkultur“ im Berlin Anfang der 30er. Zudem verkehrte Isherwood mit vielen bekannten Persönlichkeiten und weiß einige Anekdoten über diese zu berichten, beispielweise Virginia Woolf, Bertolt Brecht, E. M. Forster, Thomas & Klaus Mann, … Alles in allem also eine sehr ansprechende, interessante Biographie. Einziges Manko sind die vielen Freunde Isherwoods, die wirklich so zahlreich sind, dass man mitunter schon mal den einen oder anderen Namen vergessen kann und sich beim Wiederauftauchen einer Figur nicht mehr ganz sicher ist, wer diese nun eigentlich nochmal war. Aber das kann man Isherwood nicht wirklich ankreiden. Nun zur Veröffentlichung des Bruno Gmünder Verlags: Ich war erfreut, dass die Übertragung ins Deutsche gut gelungen ist - rein sprachlich zumindest! Dennoch sind bei der Produktion des Buchs wohl ein paar Fehler unterlaufen. Zunächst machen ein oder zwei Jahresangaben im Buch keinen Sinn, zum Beispiel wird einmal die Jahresangabe 1931 gemacht, wobei es 1932 oder 1933 heißen müsste. Dies mag marginal erscheinen, aber bei der ausführlichen Beschreibung der Geschehnisse und der zeitlichen Orientierung, die der Leser benötigt, fällt dies dann doch stärker ins Gewicht. Zudem ist das Buch gespickt mit längeren Zitaten aus Isherwoods Briefwechsel oder seinen Romanen, diese erscheinen zur Unterscheidung zum restlichen Text eingerückt und in kleinerer Schriftgröße. Dumm nur, dass immer mal wieder Formatierungsfehler gemacht wurden und somit auch Teile des restlichen Textes in der Zitat-Formatierung dargestellt werden. Wieder ein Umstand, der den Leser an einigen Stellen der Biographie verwirren könnte. Typisch für den Bruno Gmünder Verlag bescherte man dem Werk dann auch noch ein billig wirkendes Cover, das „SCHWULE-TRASH-LITERATUR“ zu schreien scheint, hier würde man nicht vermuten, dass es sich um ein Werk eines der wichtigsten englischen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts handelt. Ebenso der dt. Titel „Willkommen in Berlin“. Hier will man wohl die Verbindung zum oben erwähnten „Lebwohl, Berlin“ schaffen. Allerdings ist der Titel irreführend, da nur ca. ein Drittel der Biographie in Berlin spielt. Dabei ist der englische Originaltitel „Christopher And His Kind“, den man hier als Untertitel benutzte, sehr viel passender. Fazit: Ein empfehlenswertes Werk – schade, dass sich kein anderer Verlag um eine Veröffentlichung bemüht hat.

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