Christopher J. Sansom Feuer der Vergeltung

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Inhaltsangabe zu „Feuer der Vergeltung“ von Christopher J. Sansom

England, 1540: Die Suche nach der Wunderwaffe Es ist Mai anno 1540, genau drei Jahre nach den Vorfällen im Kloster Scarnsea. Matthew Shardlake hat sich aus Cromwells Dunstkreis enttäuscht zurückgezogen, nachdem er dessen Intrigen und Machenschaften auf die Schliche gekommen war. Er lebt seitdem unbehelligt in London und soll als Rechtsanwalt eine junge Frau aus gutem Hause vertreten, der vorgeworfen wird, ihren Cousin ermordet zu haben. Die junge Frau schweigt zu alldem. Matthew ist aber von ihrer Unschuld überzeugt und versucht mit allen Mitteln, sie dem Foltertod zu entreissen. In dieser Zeit tritt auch Cromwell wieder in sein Leben: Dessen Stern ist bei Heinrich VIII. im Sinken begriffen, nachdem er diesem die deutsche Prinzession Anne von Kleve als Ehefrau vermittelt hat. Heinrich VIII. ist entsetzt über diese Wahl und hat sich schon wieder in Catherine Howard, ein Teenager und pikanterweise die Nichte des Herzogs von Norfolk, verliebt. Um sich die Gunst des Königs wieder zu sichern, braucht Cromwell etwas Spektakuläres, wobei Matthew Shardlake ihm helfen soll. In London geht das Gerücht um, dass es Leute gibt, die wissen,wie man ein griechisches Feuer entfacht - eine willkommene Waffe im heraufziehenden Krieg gegen Spanien und Frankreich. Shardlake soll die Formel besorgen - koste es, was es wolle.

Intriegen und Verrat, die letzten Tage Cromwells, mit Shardlake auf Spurensuche, sehr spannend und unterhaltsam.

— Jana68
Jana68

Dieser Geschichte konnte ich schwerer folgen als Teil 1. Dennoch war es immer sehr spannend und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen

— Akantha
Akantha

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  • Aufflackernde Menschlichkeit, brennende Leidenschaft !!!

    Feuer der Vergeltung
    hankhauser

    hankhauser

    05. December 2016 um 11:12

    Nach dem ersten Band, der stark an "Der Name der Rose" erinnerte, geht die Reihe um den buckligen Anwalt Matthew Shardlake jetzt richtig los und man findet sich im brodelnden London zur Tudorzeit wieder. Das ganze Szenario ist ungemein spannend, aber die Geschichte als Kriminalroman abzutun wäre ein Fehler, denn diese ist zu allererst ein Sittengemälde jener Zeit, sehr atmosphärisch geschrieben, es rollen die Köpfe und brennen die Scheiterhaufen. Es gilt Mörder zu finden und eine Verschwörung bis in höchste Kreise der Gesellschaft aufzudecken. Diese ist mit politischen und religiösen Unruhen ein Pulverfass. Wer sich für die falsche Seite entscheidet, kann morgen schon am Pranger stehen oder schlimmer, im Feuer landen! Da der Protagonist mit einem Buckel geschlagen ist, hat er keinen leichten Stand und kein Glück mit Frauen, trotzdem kommt die Liebe nicht zu kurz und kommt wunderbar unaufdringlich, fast keusch daher, das ist mal ganz erfrischend! Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, denn es tun sich menschliche Abgründe auf und man fragt sich bange, ob am Ende die Gerechtigkeit siegt. Da meine letzten Gedanken vor dem Einschlafen immer das zuvor beendete Kapitel umkreisten und mich die Verstrickungen, Entwicklungen und das Gefühlsleben der handelnden und zweifelnden Figuren einfach nicht mehr losließen, vergebe ich vollauf verdient alle fünf Sterne! Viel Vergnügen beim Eintauchen in eine grausame Zeit, in der Leidenschaft oft mit dem eigenen Leben bezahlt wurde...

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  • "Feuer der Vergeltung" von C.J.Sansom

    Feuer der Vergeltung
    LadyRosely

    LadyRosely

    19. March 2014 um 12:39

    Es gibt Autoren, Reihen oder auch Geschichten, die man wirklich sehr gerne liest und doch greift in der Regel so selten danach. Mit geht es so mit dieser Reihe und das, obwohl ich schon alle Bücher der Reihe hier habe. Seltsam! Um das zu ändern, habe ich endlich mal wieder zu einem Teil der Reihe gegriffen und ihn mit voller Begeisterung gelesen. Da es sich um einen historischen Kriminalroman handelt, ist das Buchcover entsprechend gestaltet wurden. Ich mag die vielen Ornamente und das es so aussieht als wäre es ein ziemlich altes Buch. Da alle Bücher dieser Reihe so gestalten wurden sind, sieht es im Bücherregal einfach nur traumhaft aus. Die einzelnen Bände unterscheiden sich in ihrer Farbe und den verwendeten Ornamenten. Bei diesem Band wurde die Farbe rot die, wie der Buchtitel sehr gut gewählt wurden, sind und gut den Inhalt widerspiegeln. Diesmal befinden wir uns hauptsächlich in London und der Anwalt Matthew Shardlake muss wieder einen verzwickten und gefährlichen Fall lösen. Die Geschichte hat mir auch diesmal wieder sehr gut gefallen, obwohl ich sagen, muss das sie diesmal nicht ganz so spannend war, aber ihren ganz eigenen Charme hat. Ich konnte mich auch diesmal kaum von dem Buch trennen und habe es sehr genossen, durch London zu streifen. Der mir im ersten Band bereits sympathische Anwalt ist mir durch den zweiten Band noch ein wenig mehr ans Herz gewachsen. Des Weiteren finde ich es toll das er sich weiterentwickelt in seinem Denken und auch seine Meinung ändern kann. Der Assistenten Jake Barak war mir am Anfang doch ein wenig unheimlich, aber mit näheren kennenlernen ist er mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Zu ihm kann ich nur sagen: harte Schale weicher Kern. Ebenfalls gut gezeichnet waren die anderen vielen Nebencharakteren, von den man einige wieder Treffen wird und vielleicht noch ein wenig mehr erfährt. Fazit: Wer sich für Krimis und auch Historischeromane begeistern kann, sollte sich diese Reihe unbedingt mal anschauen. Ich kann sie euch nur empfehlen und nicht nur, weil ich den Autor sehr gern lese. ;)

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  • Shardlake und das dunkle Feuer

    Feuer der Vergeltung
    Stefan83

    Stefan83

    14. November 2011 um 09:31

    Nachdem der erste Band aus der Reihe um den Anwalt Matthew Shardlake für mich zu den diesjährigen Überraschungen im Genre des historischen Romans gehört hat, war es nur eine Frage der Zeit bis ich auch zum zweiten greifen musste, dem der Fischer Verlag mit "Feuer der Vergeltung" (engl. "Dark Fire") erneut einen ziemlich unpassenden Titel verpasst hat. Vergolten wird in diesem Roman nämlich nicht wirklich was, aber in Zeiten von "Todeskünstlern", "Wanderhuren" und "Seelenbrechern" darf man wohl in Punkto Titelwahl nicht hinten anstehen. Ein falsches Bild gewinnt dadurch der etwaige Leser, denn auch der zweite Fall Shardlakes ist einmal mehr ein sehr verworrener, mit viel Ruhe erzählter Kriminalroman, dem jegliche Action und größeres Blutvergießen abgeht. Im Vordergrund steht neben dem historischen Kontext nun besonders der Schmelztiegel London, der nach dem abgelegenen Kloster im Vorgänger das diesmalige Setting des Romans darstellt. Wir befinden uns im Jahr 1540. Seit den Ereignissen in Scarnsea sind mittlerweile drei Jahre vergangen und Matthew Shardlake, bei Staatssekretär Thomas Cromwell in Ungnade gefallen, widmet sich wieder ganz seinen Pflichten als Anwalt. Sein neuestes Mandat stellt ihn dabei vor einige Schwierigkeiten. Ein junges Mädchen wurde des Mordes an ihrem Cousin angeklagt und soll zum Tode verurteilt werden. Ihr einziger Fürsprecher ist ihr Onkel Joseph, der an die Unschuld seiner Nichte glaubt und Shardlake beauftragt, ihr Leben zu retten. Doch als dessen Einspruch vor Gericht abgeschmettert wird, scheint nur noch ein Wunder sie retten zu können. Dies erscheint in Form von Cromwell, der die Haft des Mädchens um zwölf Tage verlängert. Dafür muss sich Shardlake erneut in dessen Dienste begeben und in dieser Zeit eine vor langer Zeit verloren geglaubte Formel vom "griechischen Feuer" wiederbeschaffen. Eine Waffe, die Cromwell wieder in der Gunst des Königs steigen lassen und in einem möglichen Seekrieg gegen die Feinde Englands eingesetzt werden soll. Gemeinsam mit dem jüdischstämmigen Barak macht sich Shardlake auf die Suche... Erneut nimmt Sansom den Leser bei der Hand und führt ihn ins düstere England des Reformationszeitalters, in dem sich keiner mehr vor der Wankelmütigkeit des despotischen Königs sicher glaubt. Wie schon im Vorgänger hat der Autor den historischen Kontext genauestens recherchiert, wenngleich er sich im Falle des griechischen Feuers, wie auch im Nachwort erklärt, einige Freiheiten herausnimmt. Die Atmosphäre des spätmittelalterlichen Londons konnte mich diesmal jedoch nicht so packen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass Shardlake und Barak, von deren Auftragserfüllung nicht nur ihr eigenes Leben abhängt, durchgängig von einem Ort der Innenstadt zum nächsten hasten. Das das ihrer 12-Tage-Frist geschuldet ist, leuchtet ein, und dennoch vermag sich Spannung erst im letzten Drittel zu entwickeln. Bis dahin ist viel Fußarbeit zu erledigen, ein ganzer Haufen an Befragungen durchzuführen. Das da keine Langeweile aufkommt, liegt vor allem an den Figuren, welche Sansom hier wieder glänzend zeichnet und die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite der selbstmitleidige, resignierte Shardlake, dem der reformatorische Eifer abhanden gekommen ist. Auf der anderen der robuste und ungehobelte Barak, der Cromwell ohne Skrupel zu dienen scheint und zwischendurch doch ein weiches Herz offenbart. Von ihrem Zusammenspiel lebt dieses Buch. Ansonsten lässt Sansom die wahren Hintergründe lange im Dunkeln, scheinen die Feinde stets einen Schritt voraus, während sich die zwei Ermittler durch ein Gewirr aus Mord und Intrigen kämpfen müssen. Kämpfen kann nun auch mal wörtlich genommen werden, denn hier wird das im Vorgänger nur durch die Gegend getragene Schwert tatsächlich das ein oder andere Mal gezogen. Ob oder wie die zwei parallel laufenden Handlungsstränge am Ende zusammenkommen, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur soviel: Die Auflösung ist schlüssig, wenn auch nur teilweise überraschend. Insgesamt ist "Feuer der Vergeltung" erneut ein handwerklich exzellenter Roman, dem jedoch die schaurig-düstere Atmosphäre des Vorgängers fehlt und der mitunter aufgrund einer Vielzahl von Namen sehr viel Aufmerksamkeit vom Leser erfordert. Ein intelligentes Werk, das uns in eine vergessene Zeit entführt und weiter Lust auf die Reihe macht.

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  • Rezension zu "Feuer der Vergeltung" von Christopher J. Sansom

    Feuer der Vergeltung
    FabAusten

    FabAusten

    02. November 2011 um 00:42

    London, Sommer 1540 Thomas Cromwell hat einen schweren Stand am englischen Königshofe. König Heinrich VIII. ist höchst unzufrieden mit seiner Ehefrau Anna von Kleve und gibt seinem ersten Minister die Schuld daran. Dieser hatte die Verbindung in die Wege geleitet und rät von einer Lösung derselben ab. Aber Cromwells Macht wird von vielen Seiten untergraben. Seine Feinde ruhen nie und ersinnen Intrigen, um den Ratgeber des staatlichen und kirchlichen Oberhaupts zu stürzen und seine einflussreiche Position zu übernehmen. Darüber hinaus herrscht in der Hauptstadt ein besonderes meteorologisches und religiöses Klima. Der heißeste Sommer des Jahrhunderts hat London und seine Bewohner in festem Griff und Zweifel herrschen, ob Heinrich dem reformierten Glauben treu bleiben wird oder sich wieder Rom unterwirft. In dieser Atmosphäre erhält der Anwalt Matthew Shardlake von Cromwell persönlich den Auftrag, den Mord an dem Juristen Michael Gristwood und dessen Bruder aufzuklären. Beide waren über Mittelsmänner an ihn heran getreten und hatten ihm eine schlagkräftige Waffe angeboten, die alle Feinde des Königreichs vernichten könnte. Wenn Cromwell in der Lage wäre, solch eine Waffe in seinen Besitz zu bringen, würde er erneut in der Gunst des König steigen und seine Widersacher in ihre Schranken verweisen. Doch nun sind beide tot, die Formel für das so genannte Griechische Feuer unauffindbar und ein Termin, um es Heinrich vorzuführen, schon anberaumt. Seine ganzen Hoffnungen ruhen auf dem Anwalt seines Vertrauens. Doch das ist nicht das Einzige, um das sich Shardlake kümmern muss. Außerdem vertritt er noch die Jungfer Elizabeth Wentworth, die des Mordes an ihrem Cousin angeklagt ist und sich weigert, auszusagen. Sollte er ihre Unschuld nicht binnen zwölf Tage beweisen können, wird sie hingerichtet werden. Die Zeit drängt also in mehr als einer Hinsicht Feuer der Vergeltung ist der dritte Teil der Reihe, aber er steht für sich allein und man muss keinen anderen Band zuvor gelesen haben, um alles zu verstehen. Feuer der Vergeltung ist einfach großartig und sein Verfasser schafft es, den Leser im Sturm zu erobern. Hier ist einfach alles stimmig und die einzelnen Bestandteile stehen gleichwertig nebeneinander. Die Charaktere sind absolut glaubwürdig. Matthew Shardlake wirkte sofort sympathisch. Gerade weil er nicht der tadellose Held ist, sondern wie jeder Mensch über Macken und Wehwehchen verfügt. Aber er hat auch viele positive Charaktereigenschaften wie beispielsweise Mitgefühl, Verständnis und eine hohe Auffassungsgabe. Er hat mich absolut für sich gewonnen. Sein Gehilfe Barak, der ihm von Cromwell zur Seite gestellt wird, wird ebenfalls mit seinen positiven und negativen Attributen gezeigt und wuchs mir schnell ans Herz. Außerdem harmonieren sie ausgezeichnet miteinander. Beide sind dreidimensionale Persönlichkeiten bei denen man das Gefühl hat, sie könnten wirklich gelebt haben. Dieses Kunststück schafft Sansom auch bei seinen übrigen Figuren. Obwohl Cromwell beispielsweise kein überaus sympathischer Zeitgenosse ist, werden seine Beweggründe nachvollziehbar und damit auch Shardlakes Loyalität ihm gegenüber. Selbst Personen, die nur am Rande auftauchen, werden liebevoll charakterisiert. Man kann sich jeden sehr gut vorstellen und manchmal spielen sie im Nachhinein doch eine größere Rolle als am Anfang vermutet. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und für den Leser verwirrend gut umgesetzt. Es ist absolut undurchschaubar, wer oder was hinter dem Komplott steht. Vielmehr rät man mit und versucht, ebenfalls seine Schlüsse aus den Fakten zu ziehen, die Shardlake zusammenträgt. Es gibt falsche Fährten und undurchsichtige Persönlichkeiten. Die Handlung um Elizabeth Wentworth wirkt keinesfalls störend, sondern verstärkt den Eindruck des zeitlichen Drucks unter dem der Anwalt agiert. Das größte Kunststück vollführt der Verfasser, indem er es schafft, die Atmosphäre des damaligen Londons auferstehen zu lassen. Man marschiert mit Shardlake und Barak durch die Straßen und überall entdeckt man interessante Dinge, die wie Puzzlestücke im historischen Gesamtbild ihren Platz einnehmen. Eines dieser Teile bildet die Sprache. Kunstvoll werden Szenerien beschrieben, die Dialoge sind glaubwürdig, die Personen drücken sich standesgemäß aus. Sei der Stand nun hoch oder niedrig. An dieser Stelle muss die Übersetzerin Irmengard Gabler lobend erwähnt werden, die wirklich eine großartige Arbeit geleistet hat. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass C.J. Sansom so schreibt, dass seine Geschichte, die Personen, die Stadt und die Zeit in der sie angesiedelt sind, lebendig werden. Man erkennt, die Liebe, die er auf all dies verwendet hat. Hier kann man wirklich eine Zeitreise erleben.

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  • Rezension zu "Feuer der Vergeltung" von Christopher J. Sansom

    Feuer der Vergeltung
    Nmaye

    Nmaye

    17. October 2011 um 17:18

    London 1940, die Gefahr eines Krieges mit Spanien liegt in der Luft.
    Thomas Cromwell hat es auf das griechische Feuer abgesen und beauftragt Matthew Shardlake für dessen Beschaffung. Doch aus einem einfachen Auftrag wird ein gefährliches Unterfangen!

    Ich liebe alle Bücher von Sansom aus der Shardlake-Reihe und ich wurde bisher bei keinem weiteren Teil enttäuscht!

  • Rezension zu "Feuer der Vergeltung" von Christopher J. Sansom

    Feuer der Vergeltung
    November

    November

    23. January 2009 um 15:27

    Der 2.Fall des buckligen Rechtsanwalts Matthew Shardlake hat es in Christopher J. Sansoms Buch "Feuer der Vergeltung" auch dieses Mal wieder alles andere als leicht. Es ist Mai anno 1540, genau drei Jahre nach den Vorfällen im Kloster Scarnsea. Matthew Shardlake hat sich aus Cromwells Dunstkreis enttäuscht zurückgezogen, nachdem er dessen Intrigen und Machenschaften auf die Schliche gekommen war. Er lebt seitdem unbehelligt in London und soll als Rechtsanwalt eine junge Frau aus gutem Hause vertreten, der vorgeworfen wird, ihren Cousin ermordet zu haben. Die junge Frau schweigt zu alldem. Matthew ist aber von ihrer Unschuld überzeugt und versucht mit allen Mitteln, sie dem Foltertod zu entreissen. In dieser Zeit tritt auch Cromwell wieder in sein Leben: Dessen Stern ist bei Heinrich VIII. im Sinken begriffen, nachdem er diesem die deutsche Prinzession Anne von Kleve als Ehefrau vermittelt hat. Heinrich VIII. ist entsetzt über diese Wahl und hat sich schon wieder in Catherine Howard, ein Teenager und pikanterweise die Nichte des Herzogs von Norfolk, verliebt. Um sich die Gunst des Königs wieder zu sichern, braucht Cromwell etwas Spektakuläres, wobei Matthew Shardlake ihm helfen soll. In London geht das Gerücht um, dass es Leute gibt, die wissen,wie man ein griechisches Feuer entfacht - eine willkommene Waffe im heraufziehenden Krieg gegen Spanien und Frankreich. Shardlake soll die Formel besorgen - koste es, was es wolle. Sansom schreibt auch hier wieder sehr spannend, weiß verschiedene Geheimnisse das ganze Buch über aufrecht zu erhalten und gibt nur krümelige Hinweise preis. Der junge Barak, der nun dem Rechtsanwalt zur Seite steht, gibt Matthew Shardlakes Geschäft einen frischen Beigeschmack. Seh schön kann man sich in die Empfindungen Cromwells und seiner Anhänger so kurz vor dessen Fall hineinversetzten. Sansom schafft eine tolle Atmosphäre des Mittelalterlichen Londons und einen interessanten Blick in die Bildung und Machenschaften seiner Bewohner. Trotzdem ich das Buch "nur" mit 3 Sternen bewertet habe, gefällt es mir sehr gut. Daher eigentlich 3, 5 Sterne.

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