Pforte der Verdammnis

von Christopher J. Sansom 
4,1 Sterne bei83 Bewertungen
Pforte der Verdammnis
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Neue Kurzmeinungen

Tanpopos avatar

Kein Buch für "Zwischendurch", aber fesselnder Krimi mit glaubwürdigem historischen Hintergrund

M

Nichts fuer mich

Alle 83 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Pforte der Verdammnis"

England, im Jahre 1537: Die Reformation ist in vollem Gange, Heinrich VIII hat sich selbst zum „Oberhaupt der Kirche“ ernannt und unter Thomas Cromwells Befehl reisen Kommissare durchs Land, die die Klöster inspizieren sollen. Im Kloster von Scarnsea an der Südküste Englands sind derweil die Dinge gänzlich außer Kontrolle geraten. Einem von Cromwells Kommissaren ist dort mit einem einzigen Säbelhieb der Kopf vom Rumpf abgetrennt worden. In der folgenden Nacht wird ein schwarzer Hahn auf dem Altar geopfert. Wer steckt dahinter? Und warum?Matthew Shardlake, Rechtsanwalt und lange Zeit ein Befürworter der großen Reformation, wird von Cromwell nach Scarnsea beordert, um die Sachlage zu klären. Aber je mehr er ermittelt, desto klarer wird ihm auch, dass er im Grunde niemandem und nichts trauen kann.....

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596512430
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:672 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:15.05.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 6 Monaten
    Guter historischer Krimi

    "Pforte der Verdammnis" ist ein historischer Krimi, der zur Zeit der Reformation in England spielt. Die religiösen Differenzen sind von großer Bedeutung für die Geschichte, vor allem, da der Protagonist von den Reformen voll und ganz überzeugt ist und es deshalb natürlich Meinungsverschiedenheiten mit den Männern in dem Kloster gibt, das er im Zuge seiner Arbeit als Kommissar des Königs aufsuchen muss. Das fand ich sehr interessant, da beide Positionen recht ausgeglichen vorgestellt wurden und man verstehen konnte, wie die unterschiedlichen Meinungen zustande kamen. Besonders hat mir gefallen, dass Shardlake im Laufe der Handlung mehrfach in eine Lage kam, in der er damit konfrontiert wurde, dass vielleicht nicht alles so positiv ist, wie er es gerne hätte und dass er seine eigene Haltung hinterfragen musste. Sein innerer Konflikt war glaubwürdig und hat ihn für mich als Charakter greifbarer gemacht.

    Der Fall selbst war ebenfalls interessant und recht spannend. Die Ereignisse sind beklemmend, es gibt einige potentielle Verdächtige und es ist lange unklar, wem der Protagonist vertrauen kann. Da sein Vorgänger ermordet wurde, ist zudem ein Gefühl von Unsicherheit und eine gewisse Angst um das eigene Leben präsent. Dies wurde sehr echt dargestellt; auch die Auflösung konnte mich überzeugen und die Ermittlungen verliefen meiner Meinung nach realistisch. Es gibt zwar ein paar Stellen, an denen die Geschichte nur langsam voranschreitet, doch insgesamt ist das Buch atmosphärisch dicht und fesselnd. Mir hat außerdem gefallen, wie der Autor seine Handlung in das historische Umfeld eingebettet hat, nicht nur in Bezug auf den religiösen Konflikt, sondern auch, was das Leben im Kloster und die alltäglichen Probleme betrifft; die Darstellung kam mir authentisch vor.

    Der Auftakt der Reihe um Matthew Shardlake hat mir gut gefallen und die Ereignisse am Ende des Buches machen definitiv neugierig darauf, wie es mit ihm weiter gehen und ob es langfristige Konsequenzen geben wird. Ich bin gespannt auf Band 2.

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    Muschelvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Nichts fuer mich
    Schade

    Auf diese Buchreihe hatte ich mich sehr gefreut. Eine Rezension steht mir hier nicht zu, da ich das Buch nach ca.150 Seiten abgebrochen habe. Es ist sicher gut geschrieben, konnte mich aber so gar nicht packen. Schade.

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Guter historischer Krimi aus der Zeit Henry VIII.
    Matthew Shardlakes erster Fall

    Klappentext: Im Kloster von Scarnsea an der Südküste Englands sind die Dinge gänzlich außer Kontrolle geraten. Einem von Cromwells Kommissaren ist dort mit einem einzigen Säbelhieb der Kopf vom Rumpf abgetrennt worden. In der folgenden Nacht wird ein schwarzer Hahn auf dem Altar geopfert. Wer steckt dahinter? Und warum?
    Matthew Shardlake, Rechtsanwalt und lange Zeit ein Befürworter der großen Reformation, wird von Thomas Cromwell nach Scarnsea beordert, um die Sachlage zu klären. Die Ermittlung wird für ihn auch zu einer Abrechnung mit den eigenen Werten. 

    England 1537. Es ist die Zeit der Großen Reformation. König Henry VIII. lässt Klöster im ganzen Lande schließen und ihren Besitz verkaufen. Sein Lordkanzler und Generalvikar dieser neuen Anglikanischen Kirche ist Thomas Cromwell. 
    In seinem Auftrag soll der Kommissar und Anwalt Robin Singleton im Kloster Scarnsea für Ordnung sorgen. Als dieser ermordet wird, reist Matthew Shardlake, ebenfalls Rechtsanwalt und Kommissar mit seinem Gehilfen Mark dorthin. 
    Nach und nach lernt Shardlake die Bewohner des Klosters kennen und bildet sich eine Meinung über jeden von ihnen. Wer von ihnen hätte ein Interesse daran, den Kommissar tot zu sehen und warum? Welche Geheimnisse hat er aufgedeckt, dass er zum Schweigen gebracht werden musste? Oder kam der Mörder von außerhalb, aus dem Ort? Dem Treiben im Kloster scheint niemand wohlgesonnen. 
    Die Tage vergehen, aber Shardlake kommt einfach nicht weiter, immer wieder tauchen neue Rätsel auf und es gibt weitere Tote. Ihm läuft die Zeit davon, denn Cromwell will den Fall geklärt haben und sein Vertrauen in den Kommissar ist eh schon nicht mehr sehr groß.
    Und auch Shardlake selbst kommen mit der Zeit Zweifel an seinem Dienstherrn und dessen Methoden, die Reformation um jeden Preis durchzusetzen, auch mit Folter. Diese Zweifel könnten den Anwalt den Kopf kosten, wenn ihn jemand des Hochverrats bezichtigen würde.

    Dies ist der erste Teil um den Anwalt Matthew Shardlake, ein Mann um die vierzig, der von Kindheit an von einem Rückenleiden gezeichnet ist und von daher von vielen der "Bucklige" genannt wird. Eine Sache, die ihm ständig zu schaffen macht, seelisch und körperlich. Aber er hat einen brillanten Verstand und ein gutes Herz, ich mochte ihn von Anfang an. Sein Gehilfe Mark ist für ihn fast wie ein Sohn, denn er ist sicher, dass er nie eine eigene Familie haben wird. Seine große Liebe heiratete einen Anderen, starb aber kurz darauf an einer Krankheit. Nun steckt er seine ganze Leidenschaft in seine Arbeit. 

    Ich möchte vom Inhalt nicht zu viel verraten, nur so viel, dass "Pforte der Verdammnis" für mich ein guter historischer Krimi ist. Die Story ist gut ausgearbeitet, es gibt Überraschungen und Wendungen und der Leser kann miträtseln, wer denn nun der Täter ist. Auch historische Fakten kommen nicht zu kurz und werden gekonnt in die Geschichte eingearbeitet. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn die Sprache ist an die damalige Zeit angepasst und außerdem sehr bildhaft. Beim Lesen sieht man sowohl das Kloster als auch die Straßen von London vor sich. Anfangs gab es zwar ein paar Längen, aber wenn die überwunden sind, dann will man auch wissen, wie alles ausgeht. 

    Empfehlenswert für alle Fans von historischen Kriminalromanen, besonders in Bezug auf die englische Geschichte. 

    Kommentare: 10
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    Duffys avatar
    Duffyvor 4 Jahren
    Kein Name der Rose

    England 1537. Es ist die Zeit, in der Cromwell die Klöster des Landes auflösen lässt und jede noch so kleine Verfehlung ist ihm recht, um seine Maßnahmen zu legitimieren. In einem Benediktinerkloster im Südwesten des Landes ist ein brutaler Mord aufzuklären und Cromwell schickt seinen Commissarius, den Rechtsanwalt Shardlake, um den Fall und dessen Hintergründe zu klären. Doch der kann dort niemandem trauen und zerrt sogar noch mehr Geheimnisse ans Licht, bis sogar sein Leben in Gefahr ist.
    Zweifellos ein routiniert geschriebener Krimi, der sogar noch ein wenig Hintergrundinformation zur Geschichte der Reformation in England liefert. Leider fehlt dann doch die ganz große Spannung und die Überraschungsmomente sind über 670 Seiten eher dünn gesät. Schon ziemlich bald hat man eine Ahnung, wer hier was gemacht hat, zu offensichtlich kristallisieren sich Motive heraus. Zu lang das Ganze, manchmal ein wenig zäh dadurch, obgleich an der Plausibilität der Dramaturgie nichts auszusetzen ist. Wer bei dem Buch den "Namen der Rose" im Hinterkopf hat, wird enttäuscht. Knappe drei Sterne für den Stil und das Gesamtwerk.

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    Elwens avatar
    Elwenvor 4 Jahren
    Englischer Winter

    Spannendes Who-done-it in einem englischen Kloster zur Reformationszeit. Wunderbar atmosphärisch erzählt - man spürt richtig den kalten Winterwind, den knirschenden Schnee und die prasselnden Feuer im Kamin. Die Ermittlungen sind gemächlich, aber trotzdem immer spannend.. hinter jeder Ecke können Gefahren lauern auch wenn hier nicht auf schnelle Action gesetzt wird. Man muss sich schon einlassen auf die Zeit, die Bewohner des Klosters und deren Geschichte und das fällt dank des hervorragenden Schreibstils wirklich nicht schwer.

    Die Auflösung ist plausibel (mein kleiner Verdacht wurde bestätigt, was das Leserherz ja auch freut ;-)) und die Geschichte komplett abgeschlossen. Trotzdem freue ich mich darauf mehr von dem sympathischen Kommissar zu lesen, der mich mit seiner bescheidenen intelligenten Art beeindruckt hat, und bald wieder in die Zeit der Tudors abzutauchen.

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    flaschengeist1962s avatar
    flaschengeist1962vor 5 Jahren
    Mal ein Krimi ala "Der Name der Rose"

    Nach längerer Zeit habe ich mir mal wieder einen historischen Krimi vorgenommen und war begeistert. Ganz im Stil von "Der Name der Rose", was mir sehr gefällt. Auch hier fängt die Story mit einen Mord an einen Abt an und weitere Greueltaten stellen sich im Laufe der Geschichte raus. Gut fand ich auch, wann die Geschichte spielt und welche Möglickeiten zu den damaligen Zeiten, dem Rechtsanwalt mit seinem Gehilfen, zur Verfügung standen. So nach und nach konnte er die Taten klären. Wer dann der Schuldige war und wieviele Täter es dann waren, kam er st ziemlich am Ende raus, was ich gut fand. So, habe ich das Buch zügig durchgelesen und ich bin positiv überrascht. Es macht Lust auf weitere historische Krimis.

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 6 Jahren
    Rezension zu "Pforte der Verdammnis" von Christopher J. Sansom

    Historischer Kriminalfall im England des 16. Jahrhunderts.
    Sehr guter Krimi mit dem Flair von "Der Name der Rose".
    Matthew Shardlake, ein buckliger Rechtsanwalt und Günstling von Thomas Cromwell soll in einem Benediktinerkloster einen Mord an seinem Vorgänger aufklären und nebenbei die Sittenlosigkeit im Kloster aufdecken. Mit seinem Gehilfen Mark Poer versucht er, die verschiedenen Spuren zu entwirren - nicht einfach, da sich er selbst und sein Gehilfe auch noch in die gleiche Frau verlieben.
    Von Anfang an hat mich die Stimmung des Romans in seinen Bann gezogen, die winterliche Landschaft, das düstere Kloster und die zurückgezogenen Mönche, die alle etwas zu verbergen scheinen. Der Sprachstil passt perfekt in die Zeit und die Spannung hält sich bis zum Schluss!

    © Aleshanee
    blog4aleshanee.blogspot.de

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Im Dienste Seiner Majestät

    Am liebsten würde ich hier die schlechtmöglichste Bewertung abgeben. Allerdings nicht für das Buch selbst, sondern für die (wieder einmal) völlig vernachlässigte Werbung seitens des Fischer Verlags. Dort scheint man sich in den letzten Jahren wirklich nur wenig Mühe zu geben, unbekannte Autoren in Deutschland salonfähig zu machen. Oder, wie im Falle der "Fischer Crime Classics"-Reihe, eine neue Serie entsprechend in Verlagsvorschauen und auf der eigenen Internetseite anzukündigen.

    Das mir "Pforte der Verdammnis" doch nicht ergangen ist, habe ich einzig und allein der Mundpropaganda zu verdanken. Und man kann nur sagen: Gottseidank, denn Sansoms erster historischer Kriminalroman um den Rechtsanwalt Matthew Shardlake ist wahrlich eine Entdeckung, die die Nachfolge von "Der Name der Rose" zumindest inhaltlich anzutreten weiß.

    Die Geschichte spielt im Jahre des Herrn 1537 in England. Thomas Cromwell (nicht Oliver Cromwell, wie auf dem Klappentext falsch angegeben), der ernannte Generalvikar Heinrich des Achten, ist seit gut einem Jahr damit beschäftigt, die Auflösung der englischen Klöster zu erwirken, um den Widerstand der Papisten endgültig im Keim zu ersticken. Belastendes Material wird zusammengetragen oder erdacht, Kommissare in die entlegensten Winkel des Landes geschickt, was zur Folge hat, dass sich im Norden das Volk bewaffnet und es zum "Pilgrimage of Grace" kommt. Ein gewaltiger Aufstand, der Heinrichs Herrschaft ins Wanken bringt, weshalb dieser sich scheinbar auf Verhandlungen einlässt, in Zwischenzeit aber selbst ein eigenes Heer aufbaut und damit den Aufstand schließlich brutal niederschlägt. In dieser vergifteten Atmosphäre kommt es in den altehrwürdigen Mauern eines Benediktinerklosters im kleinen Dorf Scarnsea an der Südküste Englands zu einem Mord. Ein Inspektor, der die Einhaltung der neuen Regeln der anglikanischen Kirche überprüfen wollte, wurde brutal geköpft. Matthew Shardlake wird daraufhin mit seinem Schüler Mark ausgesandt, um Ermittlungen anzustellen und den Fall aufzuklären. Ein Fall, der nicht nur seine Fähigkeiten, sondern auch seine eigenen moralischen Ansichten stark auf die Probe stellt...

    Um es gleich zu sagen: Nach Beginn dieses Buches sollte man sich erstmal in nächster Zeit nicht mehr viel vornehmen, denn schon der Auftakt liest sich derart stimmungsvoll, dass sich der Leser bereits nach wenigen Seiten geistig im 16. Jahrhundert wieder findet. Sansom scheint ein Naturtalent zu sein, denn die Art und Weise wie er mit seinen Beschreibungen eine beklemmende Atmosphäre erzeugt, ist schon meisterhaft. Ein eiskalter Winter. Ein eingeschneites, altes Kloster samt Sumpf außerhalb der Mauern. Düstere Figuren, die durch den Hof und die Kreuzgänge huschen. Unwillkürlich muss man hier ein wenig an Ecos Werk und dessen Verfilmung denken, und der Autor hat sich wohl auch das eine oder andere dort abgeguckt. Allerdings nur was den gestalterischen Aufbau betrifft, denn inhaltlich überzeugt das Buch mit einer kreativen Eigenständigkeit. Shardlake ist keineswegs der schlaue Detektiv, sondern vielmehr ein langsamer Denker, der aufgrund seines körperlichen Gebrechens Scham empfindet und mehr als einmal der falschen Fährte folgt.

    Für den Leser sind es besonders diese Stellen zur Mitte des Buches, die den Plot in die Länge ziehen und den Lesespaß bremsen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Mit Entdeckung der ersten Indizien, zieht dann aber die Spannung an. Nicht nur die Frage, wer denn wohl den Mord begangen hat, auch das Schicksal des Klosters fesselt, was nicht zuletzt an der großartigen Beschreibung der einzelnen Figuren liegt. Es ist mitreißend zu sehen, wie sich Shardlake im Verlauf des Falls von seinen Illusionen einer besseren und gerechten Welt verabschieden muss, was uns den Charakter vielleicht nicht sympathisch (dafür fand ich ihn zu anstrengend), aber sehr nachvollziehbar macht. Das Ende überrascht, nicht nur aufgrund der tollen Auflösung, und wird mich wohl allzu bald zum nachfolgenden Band "Feuer der Vergeltung" greifen lassen.

    Insgesamt ist "Pforte der Verdammnis" (noch) ein absoluter Geheimtipp im Genre des historischen Kriminalromans, der uns Geschichte miterleben lässt und für mich ohne Frage zu den Entdeckungen des Jahres gehört. Auf eine geplante Verfilmung mit Kenneth Branagh in der Hauptrolle darf ebenfalls gespannt gewartet werden.

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    Penny Warrens avatar
    Penny Warrenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Pforte der Verdammnis" von Christopher J. Sansom

    Ich weilte im Auftrag Lord Cromwells in Surrey, als mich der Ruf ereilte.

    Matthew Shardlake, Rechtsanwalt und Reformationsbefürworter, wird von Thomas Cromwell nach Scarnsea beordert, um dort einen grausamen Mord aufzuklären.
    In dem südenglischen Benediktinerkloster wurde ein Kommissar des Königs ermordet aufgefunden und Shardlake soll Licht in das verworrene Dunkel bringen.
    Was allerdings ein, auf dem Altar geopferter, Hahn damit zu tun hat, wird der Anwalt gemeinsam mit seinem Begleiter Mark Poer herausfinden.
    Die Ermittlung wird für Matthew Shardlake auch zu einer Abrechnung mit den eigenen Werten.

    Christopher J. Sansom versteht es die Gegebenheiten um 1537 in die Gegenwart zu bringen. Er beschreibt authentisch das Verhalten und die Sprache seiner Protagonisten. Der geschichtliche Nachtrag am Ende des Buches zeigt, dass sein Roman gut recherchiert ist.
    Sansom versteht sich darauf, die Spannung langsam aufzubauen und auch bis zum Höhepunkt zu halten. Wenngleich ich ein wenig enttäuscht über den Verlauf der Story war, so war es doch ein angenehmes lesen. Im Vergleich zu seinem Roman Das Buch des Teufels hat er sich hier weniger der ausführlichen Beschreibung seiner Mordszenen bedient. Dennoch war es Interessant und Spannend.
    Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der historische Krimis mag.

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    Elocins avatar
    Elocinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Pforte der Verdammnis" von Christopher J. Sansom

    England zur Zeit der Reformation. Herinrich der VIII schickt Kommissare durchs Land, die Klöster auf ihre Königstreue hin prüfen. Im Kloster Scarnsea wird einer dieser Kommissare mit einem Säbelhieb enthauptet. Der Anwalt Matthew Shardlake wird zur Aufklärung des Falls nach Scarnsea geschickt.

    Das Thema des Buches erinnert an Ecos „Name der Rose“. Die Handlung ist gut und spannend aufgebaut. Die Charaktere bedienen zum Teil zu viele Klischees. Wer kurzweilige, historische Krimis ohne großen Anspruch mag, dem kann ich das Buch trotzdem empfehlen. Solide Krimikost vor historischem Hintergrund.

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