Christopher Kloeble Unter Einzelgängern

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Inhaltsangabe zu „Unter Einzelgängern“ von Christopher Kloeble

Angela und Erich (die Eltern), Simon und Katrin (die Kinder) sie sind das, was man eine Familie nennt. Doch Angela stürzt, führt das letzte Gespräch ihres Lebens mit einer Wollmaus und verabschiedet sich dann für immer. Erich joggt nun um sein Leben, Katrin flüchtet sich in eine verbotene Liebe und Simon beginnt zu schreiben, um eine neue Familiengeschichte zu erfinden (das Buch im Buch). Christopher Kloeble hat einen ungewöhnlichen Roman geschrieben. Mit viel Empathie schlüpft er in die Köpfe seiner Helden und erzählt vom tragikomischen Schicksal einer Familie, die ebensoviel trennt wie zusammenhält. Eine Familie, in der ein roter Fleck gerne unter den Teppich gekehrt wird, ein Parfum namens en passant einfach nicht loszuwerden ist und ein gewisser Philipp Thelen den Gemütern und vor allem Angela keine Ruhe schenkt. Aber was bedeutet das eigentlich: Familie? Und reichen vier Einzelgänger überhaupt aus, um von einer solchen zu sprechen? Ein brillantes Romandebüt. Zur Website des Autors

Ein berührendes Buch, welches auch heitere Momente hat!

— MinaRico

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    Unter Einzelgängern

    MinaRico

    23. March 2017 um 21:14

    Eine Sterbeszene leitet die Geschichte einer Familie ein. Mutter Angela stürzt unglücklich im Hausflur und fällt mit dem Kopf auf eine Treppenstufe. Außer einer Wollmaus, die in Gedanken mit ihr spricht, ist niemand da. Und so stirbt sie.Ihr Tod bringt die Familie sukzessive wieder zusammen, bis dahin flüchten sich jedoch alle Familienmitglieder in ihre eigenen Vorstellungen von Trauerbewältigung. Simon, der Sohn, schreibt für sein Leben gern und nutzt diese Situation, um sich kurzerhand eine neue Familiengeschichte zu erfinden. Diese Geschichte bildet ein Buch im buch, man taucht in zwei Familiengeschichten ein. Katrin, die Tochter, flüchtet sich in Liebschaften, ebenso wie Erich, der Vater, der plötzlich sein Übergewicht bekämpft und seine Trauer beim Sex mit anderen Frauen verarbeitet.Er versucht, die Familie so gut es geht zusammenzuhalten. Nach und nach finden sie wieder zueinander, der Prozess ist für jeden Einzelnen auf seine eigene Art schmerzhaft und jeder versucht letztlich, die Trauer allein zu verarbeiten,Bis schlussendlich alle Beteiligten am eigenen Leibe erfahren, was Familie eigentlich bedeutet und wofür sie steht. Ich habe nur ein paar Stunden für dieses Buch gebraucht. Es ist normalerweise nicht unbedingt das, was ich lesen würde. Aber ich dachte, dass es doch mal an der Zeit wäre, etwas anderes auszuprobieren. Es hat sich gelohnt!Man verschmilzt mit den Schicksalen, kann die Gedanken gut nachvollziehen und denkt über seine eigene Stellung in der Familie nach. Es ist berührend und hat heitere Momente.Der Perspektivenwechsel macht es dem Leser leicht, das Seelenleben der Protagonisten zu verstehen. Es ist durchaus ein lesenswertes Buch, der Autor hat ein hervorragendes Debüt hingelegt.Es ist fernab vom Mainstream, was auf den Bestsellerlisten auftaucht und ich wünsche diesem Buch mehr Aufmerksamkeit, behandelt es doch ein schweres Thema: den Tod eines Familienmitgliedes.

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  • Rezension zu "Unter Einzelgängern" von Christopher Kloeble

    Unter Einzelgängern

    oblomow

    26. August 2010 um 22:42

    Wenn ich nicht so faul wäre und versuchen würde ein Buch zu schreiben, würde irgendwas Ähnliches rauskommen (natürlich deutlich schlechter, weil ich ja faul bin). Jedenfalls findet man die typischen Elemente die einen Debütroman ausmachen, ein bischen Studentenleben, ein wenig Familientragödie, dazu etwas EInsamkeit und Lakonik. Die Story ergibt sich dann schon beim Schreiben... Leider ist das ja ganz nett, aber eben auch nicht so ein richtiger Kracher. Die Mitglieder einer Familie werden beschrieben, welche alle etwas dröge sind. Auch nach dem etwas seltsamen Tod der Mutter, welche einfach ausrutscht und mit hren Kopf an der Treppekante aufschlägt, ist alles, nun natürlich selbstverständlich, etwas fade im Leben.Tja, so schaut es halt aus in den heutigen Familien...Nicht schlecht, aber alles irgendwie zu deutsch in diesem Buch...

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  • Rezension zu "Unter Einzelgängern" von Christopher Kloeble

    Unter Einzelgängern

    UteSeiberth

    17. February 2010 um 16:57

    Tja, das ist die große Frage in diesem Roman ,ergeben mehrere Familienmitglieder eine Familieneinheit oder sind alle nur" Einzelgänger",die zufällig zusammengewürfelt worden sind.Angela und Erich sind das eine Elternpaar, Katrin und Simon die fast erwachsenen Kinder.Als die Mutter unglücklich stürzt und an den Folgen stirbt reagiert jedes Familienmitglied anders auf die neue Situation.Der Sohn befreundet sich mit einer jungen Frau, deren "Familiengeschichte" auch recht mysteriös ist,in der es einen toten Säugling gibt.Man weiß bis zuletzt nicht ob diese "Familie" erfunden ist oder ob der Sohn einfach diese Freundin erfindet um über den Verlust der Mutter hinwegzukommen.Kloeble kann sich wirklich sehr gut in die Köpfe seiner Protagonisten hineinversetzen,sie agieren sehr glaubwürdig,aber in meinen Augen zerfällt der Roman in Einzelteile,die für mich wie "Einzelgänger" sind und lassen mich als Leser etwas ratlos zurück.Schade!

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