Christopher Lloyd

 4,6 Sterne bei 156 Bewertungen
Autor*in von Einfach alles!, Alles, was wir wissen und was nicht und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Christopher Lloyd (1921 – 2006) ist einer der bekanntesten Gartenspezialisten des 20. Jahrhunderts. Er hat mehrere Bücher publiziert, sämtlich Standardwerke, und regelmäßig u. a. für den Guardian und die New York Times geschrieben. Er wurde mit der »Victoria Medal of Honour« der Royal Horticultural Society ausgezeichnet. Sein Anwesen Great Dixter in East Sussex zieht Gartenfans aus aller Welt an.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christopher Lloyd

Cover des Buches Einfach alles! (ISBN: 9783806240689)

Einfach alles!

(87)
Erschienen am 01.02.2020
Cover des Buches Alles, was wir wissen und was nicht (ISBN: 9783806243116)

Alles, was wir wissen und was nicht

(59)
Erschienen am 08.03.2021
Cover des Buches Der wohltemperierte Garten (ISBN: 9783458644187)

Der wohltemperierte Garten

(2)
Erschienen am 16.04.2025
Cover des Buches Dear Friend and Gardener! (ISBN: 9783421038876)

Dear Friend and Gardener!

(1)
Erschienen am 01.04.2013
Cover des Buches Einfach alles! (ISBN: 9783962691578)

Einfach alles!

(0)
Erschienen am 03.04.2023
Cover des Buches Um alles in der Welt (ISBN: 9783827008022)

Um alles in der Welt

(5)
Erschienen am 16.09.2008

Neue Rezensionen zu Christopher Lloyd

Cover des Buches Der wohltemperierte Garten (ISBN: 9783458644187)
Alriks avatar

Rezension zu "Der wohltemperierte Garten" von Christopher Lloyd

Alrik
Zwischen Rosen, Rückschnitten und britischem Humor

Mitten rein ins Beet – Christopher Lloyd nimmt einen in Der wohltemperierte Garten mit auf eine wilde Fahrt durch Beete, Rabatten und kleine Gartenkatastrophen. Wer denkt, hier gäbe es sterile Ratgeber-Tipps à la „A setzen Sie B in den Boden und freuen sich dann auf C“, liegt völlig daneben. Lloyd schreibt, wie er lebt: direkt, launig, manchmal fast wie der Kumpel am Gartenzaun, der dir zwischen Tür und Angel erzählt, dass deine Rosen wahrscheinlich sterben werden – aber hey, Kopf hoch, das Unkraut wächst zuverlässig!


Die Mischung aus handfestem Wissen und Anekdoten ist wirklich sympathisch. Man erfährt alles über Rückschnitt, Beetgestaltung, Obstgartenpflege und die große Kunst der „mixed borders“, die nicht nur in England Kultstatus haben. Dabei bleibt der Ton locker, gelegentlich schräg, und durchaus mit einem Schuss britischem Humor versehen. Perfekt für alle, die keine Lust auf bierernste Gartenliteratur haben, sondern lieber mal mit einem Schmunzeln über die Tücken des Spatenstichs nachdenken.


Aber – und das große Aber darf nicht fehlen – manchmal verliert sich Lloyd in seinen Geschichten. Da schweift er ab, man wartet auf den eigentlichen Tipp, und plötzlich landet man in einer Anekdote über einen Besuch im Nachbargarten, die zwar nett ist, aber den Lesefluss stoppt. Wer schnelle, klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen sucht, wird hier wohl eher die Stirn runzeln. Auch merkt man dem Buch an, dass es aus den 70ern stammt – ein bisschen Patina liegt auf manchen Ratschlägen.


Unterm Strich ist das Buch wie ein alter, liebenswerter Gartenschuppen: man findet Schätze, man stößt sich manchmal den Kopf, und es riecht nach Erde, Holz und ein bisschen Nostalgie. Drei Sterne für Charme, Witz und Inspiration – mit Abzügen für Länge und gelegentliche Umwege ins Gartendickicht.

Cover des Buches Der wohltemperierte Garten (ISBN: 9783458644187)
VolkerMs avatar

Rezension zu "Der wohltemperierte Garten" von Christopher Lloyd

VolkerM
Muss ein historischer Text wirklich gegendert werden?

Es ist eine echte Schande! Christopher Llyods „Wohltemperierter Garten“ gilt als eines der unterhaltsamsten, lehrreichsten und stilistisch brillantesten Gartenbücher, die jemals geschrieben wurden. Es sprüht vor Witz, klugen Gedanken und es ist ein unendlicher Schatz des Wissens, vor allem (aber nicht nur), wenn man in England wohnt, denn Lloyds Gartenwissen fokussiert auf diese Klimazone. Viele haben sich später in Ähnlichem versucht, erreicht haben es nur ganz wenige. 

Die hier vorliegende deutsche Ausgabe hat es nun nötig gehabt, diesen eleganten Text durch „geschlechtergerechte Sprache“ zu verhunzen. Da kommt der Gärtner nie ohne die Gärtnerin daher gestolpert und der generische Student wird zum Studierenden gezwungen, so als hätte Christopher Lloyd das Buch nicht 1970, sondern 2020 geschrieben. Man darf mit einigem Recht annehmen, dass ihm wokes Gedankengut fremd war, den Übersetzerinnen war dies offenbar aber ein Anliegen. Um es einmal ganz klar zu sagen: Es ist nicht die Aufgabe von Übersetzern (oder Verlagen) ihr identitäres Süppchen aus historischen Texten zu kochen. 

Ich habe nach 10 Seiten aufgehört zu lesen, weil mir das stilistisch äußerst unelegante Rumgestolpere auf die Nerven ging. Nicht auf die Nerven ging mir der Inhalt, weshalb ich mir jetzt antiquarisch das englische Original anschaffen werde und das werde ich mit Genuss weiter lesen. 

Cover des Buches Alles, was wir wissen und was nicht (ISBN: 9783806243116)
SternchenBlaus avatar

Rezension zu "Alles, was wir wissen und was nicht" von Christopher Lloyd

SternchenBlau
Breites Wissensspektrum

Diesen farbenfrohen Überblick über ein breites Wissensspektrum nehmen wir immer wieder gerne zur Hand. Mein Sohn hat schon mit 8 Jahren gerne darin geblättert und gelesen, und auch mit 13 jetzt passt das Buch immer noch sehr gut.

Es geht um Astronomie, Geografie/Geologie, Biologie und Humanwissenschaften, Geschichte, auch der Technik, aktuelle Probleme und unsere Zukunftsoptionen.

Die unterschiedlichen Themen, z.B. der 2. Weltkrieg, werden jeweils auf einer Doppelseite behandeln. Das ist zwangsläufig knapp, aber wenn du das Wissen der Welt in ein ganzes Buch packen willst, ist das selbstverständlich. Und so entsteht auch eine gewisse Verschiebung der Deutungshoheit. Denn besonders gefällt mir, dass in Geschichte so kein rein eurozentrischer Blick vorherrscht, sondern wir auch über Japans großen Frieden oder afrikanische Reiche auf einer Doppelseite präsentiert bekommen. Beim Zeitalter der Revolution im 18./19. Jahrhundert wird in der knappen Zeit neben der amerikanischen und französischen auch die in Haiti vorgestellt, die zur ersten unabhängigen Schwarzen Republik der Welt führte.

Die Gestaltung mit den vielen Fotografien, Illustrationen und Schaubildern lädt richtig dazu ein, hier immer wieder Neues zu entdecken. In kleinen Infokästen werden auch immer wieder einzelne Personen vorgestellt, darunter auch viele Frauen, die entweder geschichtlich relevant oder Wissenschaftler*innen sind.

Bei der Kürze kommt es manchmal zu kleineren Unsauberkeiten. Bei einer Auflistung, was wir für Reduktion des CO2-Ausstoßes tun könnten, ist unter sechs Punkten eine politische Beteiligung leider nicht aufgeführt. Die Darstellung von Atomenergie als „umstritten“, scheint mir die Darstellung etwas zu unkritisch. Aber: Das Buch ist ja in erster Linie ein Überblickswerk.

„Alles, was wir wissen und was nicht“ nehmen wir immer wieder gerne zur Hand, auch wegen der ansprechenden Gestaltung. 4 von 5 Sternen.

Gespräche aus der Community

Wir verlosen 20 Exemplare von „Alles, was wir wissen und was nicht“ von Christopher Lloyd.

305 BeiträgeVerlosung beendet
Sterntaler1512s avatar
Letzter Beitrag von  Sterntaler1512

Vielen Dank für das wirklich tolle Buch. Hier nun meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Christopher-Lloyd/Alles-was-wir-wissen-und-was-nicht-2750157033-w/rezension/2934332459

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