Christopher Lloyd Um alles in der Welt

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Inhaltsangabe zu „Um alles in der Welt“ von Christopher Lloyd

Wie alt ist das Universum? Woher stammt das Wasser auf der Erde? Was haben der aufrechte Gang und Fastfood miteinander zu tun? Was hat die europäische Renaissance dem Islam zu verdanken? Und inwiefern könnten Ghandis Ideen helfen, die Probleme von heute zu lösen? Um alles in der Welt nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit: von den ersten Sekundenbruchteilen nach dem Urknall bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts. In einzigartiger Weise verknüpft Christopher Lloyd dabei die Naturgeschichte mit der Geschichte der menschlichen Zivilisation und macht deutlich, wie alles mit allem zusammenhängt - von Ökosystemen, Artenvielfalt und Energiequellen bis zu Kolonialismus, ethnischen Konflikten, Globalisierung und Überbevölkerung. Lloyd erklärt nicht nur, was alles geschehen ist, sondern auch, woher wir überhaupt davon wissen und welche Entdeckungen und Erkenntnisse zu unserem heutigen Verständnis der Vergangenheit beigetragen haben. Um alles in der Welt bietet einen spannend komponierten und attraktiv gestalteten Fundus des Wissens darüber, wie der Planet Erde, das Leben und die Menschen im Hier und Jetzt angekommen sind. Das Buch ist somit unentbehrliches Rüstzeug und Vademekum für alle, denen der weitere Lauf der Dinge nicht gleichgültig ist.

So voll an Informationen, dass ich das Buch noch einmal lesen werde, als Langzeitleseprojekt. Ohne Druck - einfach nur lesen und Informationen in mich aufsaugen !!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Um alles in der Welt" von Christopher Lloyd

    Um alles in der Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. June 2009 um 09:16

    Was für eine schier unglaubliche Herausforderung, fast schon eine unverschämte Anmaßung: Wer bitte vermag es, einen Überblick über 13,7 Milliarden Jahre Geschichte zu geben, ja, die gesamte „Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert“ in einem einzigen Werk zu erzählen??? Mit „Um alles in der Welt“ stellt sich Christopher Lloyd solch einer Aufgabe. Er nimmt diese Herausforderung an, und das Ergebnis ist ein Buch von 528 Seiten, für jedermann verständlich, mit einer Fülle an Wissen, reichhaltig illustriert und wirklich unterhaltsam geschrieben. Ein Buch mit wissenschaftlichem Tiefgang? Denken Sie daran: 13700000000 Jahre auf 528 Seiten… Hier eine detaillierte wissenschaftliche Arbeit zu erwarten, wäre völlig verfehlt. Dies kann und darf nicht Zweck eines solchen Buches sein. Die Herausforderung besteht vielmehr in der Breite als in der Tiefe der Informationen. So bietet „Um alles in der Welt“ gewissermaßen einen Höhenflug über die Geschichte von Raum und Zeit. Wir sehen also mehr die Schönheit des Waldes als die Einzigartigkeit der Bäume (obwohl das Buch – ganz nebenbei bemerkt – auf ganz wunderbare Weise zu erklären versteht, wie die ersten Bäume entstanden sind.) Um sich diesen gewaltigen Zeitraum besser vorstellen zu können, vergleicht Christopher Lloyd die gesamte Geschichte mit einem Tag von 24 Stunden. So findet sich auf jeder Seite des Buches die seit dem Urknall als Stunde Null verstrichene Zeit. Eine äußerst geschickte Hilfe, um die dargestellten Zeiträume als kleiner Mensch überhaupt erfassen zu können. Während Seite für Seite die Stunden, Minuten und Sekunden bis zum heutigen Tag verrinnen, tauchen die Leserinnen und Leser ein in die Unendlichkeit der Geschichte. Um 0.00 Uhr ist das Leben selbst noch in weitester Ferne. Erst gegen 5.19 Uhr dieses 24-Stunden-Tages entstehen Aminosäuren als ein Nebenprodukt der klimatischen Veränderung auf der Erde. Viel später wird der erhöhte Sauerstoffgehalt in der Luft die Voraussetzung für ein vielfältiges, artenreiches Leben schaffen, bis hin zu den weltweit größten Kreaturen, die um 22.24 Uhr gelebt haben, während nur 20 „Minuten“ später fast alle Tiere am Ende der Perm durch ein großes Aussterben ausgerottet werden. In den restlichen 75 Minuten des Countdowns der Geschichte explodiert mit dem Auftreten neuer Arten das Leben erneut. Geographie und Klima der Erde bestimmen dabei das Schicksal aller Lebewesen. Wenn schließlich die ersten Menschen die Bühne der Geschichte betreten, ist auf unserer Uhr schon längst die letzte Minute vor Mitternacht angebrochen. Tatsächlich nimmt die Gesamtheit der menschlichen Geschichte gerade einmal die letzten drei Sekunden dieses Countdowns ein. Doch diesen drei Sekunden widmet Christopher Lloyd rund 400 Seiten seines Buches, von 70.000 v. Chr. bis ins Jahr 2008 n. Chr., vom Entstehen der vier großen ethnischen Gruppen und den ersten Hochkulturen im Nahen Osten bis hin zu einer immer globaleren und technisierten Welt von heute. Pünktlich zum Glockenschlag um Mitternacht stellt Lloyd schließlich die entscheidenden Fragen für unser aller Zukunft: Wie werden die Einflüsse des Homo sapiens die Welt von morgen gestalten? Wird der Mensch in ihr überhaupt eine Zukunft haben? Wäre „Um alles in der Welt“ ein Buch, das wissenschaftliche Fakten aneinanderreiht, wäre es für die meisten Leser(innen) sicher eine allzu trockene Lektüre. Zum Glück aber ist Lloyd Historiker und Journalist, der es gekonnt versteht, den Erzählfluss stets interessant zu gestalten. Unterstützt wird das Geschriebene durch eine Vielzahl an Zeichnungen und Fotos, die die geschichtlichen Entwicklungen wirkungsvoll veranschaulichen. Der umfangreiche Index lässt das Buch zudem zu einem guten Nachschlagewerk werden. Zugegeben, wer sich wissenschaftliche Details und entsprechenden Tiefgang erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Mag auch sein, dass einige den Schreibstil zu einfach finden. Nicht alle werden Lloyds Ansichten zum menschen(mit)gemachten Klimawandel teilen. Und sicher wird es manch wissenschaftliche Ungereimtheit, Ungenauigkeiten oder sogar Fehler geben. Dabei darf nie vergessen werden, dass dieses Projekt tatsächlich von einem einzigen Menschen gestemmt wurde. Und hierin liegt sicher auch eine Schwäche! Also ist das Buch am Ende doch mehr Anmaßung als gelungene Herausforderung? Dem möchte ich absolut widersprechen! Christopher Lloyd hat sich durch seine Arbeit wirklich Respekt und Bewunderung verdient. Denn auf eine wunderbare Weise versteht er es, Zusammenhänge zwischen den geologischen, klimatischen, biologischen und soziologischen Kräften unserer Welt aufzuzeigen, und wie diese miteinander im Lauf der Zeit so zusammengearbeitet haben, dass unsere Welt entstanden ist, wie wir sie heute kennen: So sind Tektonische Platten beispielsweise nicht nur Felsgestein, das sich bewegt, sondern sind die Bühne der Natur für die Schaffung neuer Arten. Prähistorische Reptilien werden zu Kohle, die das Feuer anfacht, in dem schließlich Eisen zu Waffen und Werkzeugen geschmolzen wird, um Gesellschaften aufzubauen und zu erobern. „Um alles in der Welt“ wird seinem Namen dadurch gerecht, dass es seine Leserinnen und Leser zu einem wahren Höhenflug über Raum und Zeit einlädt, und so die Augen öffnet für die wunderbare Art und Weise der Natur, alles was ist und was sein wird, miteinander zu verbinden. Das hat dieses Buch für mich zu einem echten Aha-Erlebnis werden lassen!

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