Christopher Many Hinter dem Horizont links

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Hinter dem Horizont links“ von Christopher Many

Reisen kann man planen. Manche tun dies so ausführlich, dass sie darüber das eigentliche Losfahren ganz vergessen. Andere hingegen packen ihr Auto und brechen auf. Einfach so. Zu dieser Gruppe gehört Christopher Many. Ohne große Vorplanung und mit wenig Geld ist er gestartet. Insgesamt mehr als acht Jahre lang ist er in seinem alten umgebauten Land Rover um die Welt gereist, voll Neugier auf Länder, Menschen und Abenteuer. Ein moderner Landstreicher, der nicht ruhen kann, sondern für den Reisen Leben ist. Dieses Buch ist mehr als nur ein spannender Reisebericht, denn die Reise um die Welt ist auch die Reise zu sich selbst und zu den Menschen und Regimen, auf die Christopher Many unterwegs trifft. Es lohnt sich, diesen vagabundierenden Reisephilosophen der besonderen Art auf seinem Weg zu begleiten.

Acht Jahre mit dem Land Rover "Matilda" um die Welt. Ein Reisebericht.

— Jacynthe
Jacynthe
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Für mich einer der besten und spannendsten Reiseberichte!

    Hinter dem Horizont links
    Alathaya

    Alathaya

    08. November 2016 um 07:45

    Christopher Many hat sich ohne viel Überlegens einen alten Land Rover gekauft und ihn Matilda getauft. Nach ein paar Umbauarbeiten packte er seine sieben Sachen und machte sich, zuerst noch mit einem Freund und Matilda auf eigene Faust auf eine Reise um die Welt, von der er erst nach acht Jahren wiederkehrte, für diese Zeit wurde Matilda zu seinem Zuhause.Dabei beschreibt er, wie er im Vorfeld bereits ankündigte, oftmals auf eine bissige und nicht immer politisch korrekte und sozialkritische Weise, seine Erlebnisse mit anderen Kulturen, Menschen und Traditionen. An der ein oder anderen Stelle mag es etwas zu viel des „Guten“ sein und damit mag sicher nicht jeder klar kommen, allerdings handelt es sich hierbei ja auch um seine persönliche Meinung und soll keine Pauschalisierung darstellen.Aber gerade seine bissige, sarkastische Art hat seine Geschichte für mich so interessant gemacht. Er erzählt nicht nur von den problemlosen und bereichernden Vorkommnissen, es gibt keine Beschönigungen, sondern auch von so manchen Tief- und Rückschlägen und wie er damit umgegangen ist und das macht sein Buch für mich sehr authentisch und unterhaltsam. Ich finde es einfach faszinierend, wie er so lange mit einem alten Auto, das immer wieder den Geist aufgab und gleichzeitig sein Zuhause darstellte, um die Welt reiste.Davon abgesehen gibt er aber auch immer wieder kluge Denkanstöße und regt dazu an unsere westlichen Ansichten zu hinterfragen. Denn bekommen wir in den Medien nicht immer nur das aufgetischt, was wir sehen sollen? „Letztendlich ist nur der unterdrückt, der sich unterdrückt fühlt.“ Seite 240 Ich hätte mich über noch mehr Alltagsinfos/ -probleme und genauere Umbaudaten von Matilda gefreut aber das liegt eher an meinem persönlichen Interesse an so einer Weltreise und hätte das ganze vielleicht zu theoretisch gemacht. Das Buch ist gut so wie es ist!Für mich zählt Manys Reise mit Matilda definitiv zu den besten und spannendsten Reiseberichten und ich kann es nur jedem empfehlen, erst recht, wen das Fernweh plagt.vorzeig-bar.blogspot.de

    Mehr
  • "Hinter dem Horizont links" von Christopher Many

    Hinter dem Horizont links
    Jacynthe

    Jacynthe

    30. May 2014 um 16:25

    Inhalt Christopher Mani reist acht Jahre lang mit seinem Land Rover "Matilda" um die Welt. Was er erlebt hat, hat er in diesem Buch niedergeschrieben. Meine Meinung Reiseberichte von Deutschen lese ich besonders gerne. Da habe ich irgendwie ein stärkeres Verbundenheitsgefühl, so nach dem Motto: "Das könnte ich sein." Vermutlich liegt das daran, das die Bewohner verschiedener Länder auch immer unterschiedliche Blickwinkel haben, auf unterschiedliche Dinge wertlegen, unterschiedliche Dinge beachten. Und wenn ein reisender Amerikaner Erfahrungen aus seiner Heimat mit denen im Ausland vergleicht, kann ich damit meist nicht sehr viel anfangen. Das wars aber eigentlich schon mit der Sympathie. Persönlich würde ich mit Christopher Many wohl nicht besonders gut auskommen. Aber das muss ich ja auch nicht. Ich finde es gut, dass er nicht auf Teufel komm raus Sympathie einheimsen will und offen seine eigene Meinung sagt. Klar, dass diese nicht jeden anspricht. Aber nun zum Buch an sich: mit seinen ersparten 50.000 € und einem alten Land Rover, genannt Matilda, bricht Many zu einer Reise um die Welt auf. Manchmal ist er in Begleitung, manchmal nicht. Die Reise beginnt in Russland, verläuft über die Mongolei nach Nordamerika, von Südamerika nach Afrika und schließlich wieder zurück nach Deutschland. Acht Jahre ist er unterwegs. Natürlich kann man acht Jahre nicht mal schnell in ein Buch packen. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass die Bruchstücke, die Many erzählt, zu kurz sind. Kaum hat man sich in die Erzählung eingefunden, schon ist man wieder auf der Reise. Vor allem Russland wird nur sehr kurz abgehandelt, aber das hat sicher seine Gründe. Schwerpunkt des Buches ist eindeutig Südamerika sowie Afrika. Many beschreibt die Eigenheiten verschiedener Länder und Kulturen, die meistens in Form der Lebenshaltungskosten in Erscheinung treten.  Es gibt sechs große Kapitel - Europa und Asien, Nord- und Mittelamerika, Südamerika, Afrika, Die Arabische Liga und Nach Hause - sowie eine Vorbemerkung und einen Anhang. Zweimal findet sich noch eine Ansammlung von bunten Bildern von Manys Reise. Die großen Kapitel beginnen immer mit einem Kasten über Dimensionen und Mathematik, zuerst mit der Definition eines Punktes, dann einer Strecke und zuletzt eines n-dimensionalen Hyperwürfels (oder so). Die Kästen habe ich nie verstanden, was wohl an meinem kaum vorhandenen mathematischen Wissen liegt.  Die Kapitel sind in viele Unterkapitel gegliedert, die die Einzelnen Länder aufzählen. Dazu gibt es immer ein beschreibendes Substantiv sowie ein Datum. Das ist wahrscheinlich der Tag der Ankunft in dem jeweiligen Land. (z.B. Ruhe (Kanada, 8.7.2003)). Many erzählt gut und oft mit einer großen Portion Ironie. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und die Bewohner mancher Region kommen garnicht gut weg. Dennoch ist man nach jedem Kapitel gespannt wie es weitergeht.  Weil ich in der Politik Afrikas nicht so bewandert bin, hatte ich dort leider Schwierigkeiten zu folgen. Es tauchen viele Namen auf, die die schwarze Bevölkerung des Kontinents in verschiedene Gruppen unterteilt, so dass ich irgendwann den Überblick verloren habe. Doch nach der Lektüre des Buches habe ich jetzt eine kleine - wenn auch subjektive - Übersicht über die politischen Zustände Afrikas bekommen. Aufgefallen ist mir auch, wie negativ die Folgen des Tourismus dort zu sein scheinen und dass die Mentalität der meisten Afrikaner nicht dazu beiträgt, die schwierigen Zustände dort zu verändern. Ich denke aber, man muss vorsichtig mit den Informationen umgehen und sie als das ansehen, was sie sind: ein persönlicher Erfahrungsbericht. Insgesamt vergebe ich 3 von 5 Wolken.

    Mehr
  • Rezension zu "Hinter dem Horizont links" von Christopher Many

    Hinter dem Horizont links
    TNTina

    TNTina

    27. June 2012 um 19:13

    Dieses Buch lief mir schon ein-zwei Mal über den Weg, bevor ich es gekauft habe. Ich bin mir sicher, dass ich es zuerst in einem Buchhandlungsmagazin gesehen habe, wo Buchhändler ihr Buch des Jahres (?)/ des Sommers (?) vorstellen sollten. Richtig gepackt hat es mich aber erst, als ich es live in den Händen hielt und auch ein wenig durchblättern konnte. In der Kieler Weiland Buchhandlung fiel mir gleich die große Reise-Abteilung auf. Und während hier wie so oft, die Reiseführer nach Kontinent und Länder geordnet waren, gab es angrenzend noch ein komplettes Regal mit Reiseliteratur, sprich Romane über das Reisen und Leben in den entsprechenden Ländern. Davon konnte ich mich kaum lösen. Mehr als eines wollte ich allerdings nicht mitnehmen, so entschied ich mich nach eingehender Analyse für das Buch von Christopher Many. Die Story: Als Mitdreißiger beschließt Christopher Many der Zeitpunkt für eine Weltreise ist gekommen. Er nimmt eine Auszeit (angedachte 5 Jahre), angesparte 50.000€ und einen 30 Jahre alten Land Rover, der früher mal beim UK-Fallschirmregiment “gedient” hat und dabei auch schon das eine oder andere Mal ohne Fallschirm aus einem Flugzeug geschmissen wurde und zuletzt auf einer schottischen Farm zum Schaftransport verwendet wurde und macht sich auf die Reise um die Welt. Mit Schnelligkeit hat diese Reise gar nichts gemein. Begleitet wird er zum Teil von Freunden, manche Abschnitte erlebt und bewältigt er allein. Nach acht Jahren (3000 Tagen) und 200.000 km endet seine Reise, wo sie begonnen hat, aber nicht nur der Landy ist älter geworden, auch Christopher ist älter und weiser geworden. Meine Meinung: Ich war wirklich gespannt. Der erste Eindruck vom Buch war wirklich vielversprechend. Aufgeteilt in die einzelnen Kontinent mit jeweiligen Gebietskarten kann auch der unkundige Leser die Reise mitverfolgen. Es gibt zwei Abschnitte mit vielen Farbfotos, die die Eindrücke noch untermauern. Wobei ich sagen muss, ich würde zu gerne in der Fotokiste von Christopher Many stöbern und alle Aufnahme ansehen. Die Reise ist natürlich chronologisch aufgebaut. Jedes Land wird mit einer Überschrift und einem Datum versehen. Die einzelnen Kapitel sind in kurze Absätze unterteilt. Manchmal wünscht man sich, dass es noch ausführlicher wäre, aber ich denke, wenn der Autor sein Reisetagebu ch so detailliert geschrieben hätte, wäre kaum Zeit gewesen, dass ganze Abenteuer auch wirklich mit Haut und Haaren zu erleben, anstatt ständig dazusitzen und alles zu notieren. Als erstes großes Land beschreibt Christopher Many Russland. Dieser Teil liest sich so fließend, humorvoll und grotesk, dass man schnell denkt, das Buch wäre eine lustige Reiseliteratur. Ich musste so oft kichern, weil viele Situation so absurd waren, dass ich nicht umhin kam, meiner Schwester Passagen und teilweise ganze Seiten vorzulesen. Der folgende Abschnitt beginnt in den USA und hier war ich als US-Fan zunächst etwas mißgestimmt. Er lässt an dem Land wirklich kein gutes Haar, der ganze Abschnitt liest sich ganz anders als der über Russland, von heiterer Reiseliteratur weit entfernt. Es hat mich auch nicht wirklich versöhnlich gestimmt, als ich auf seiner Webseite oder Facebookseite las, dass er sogar in den USA geboren wurde und erst später nach Deutschland kam. Ebenso fand ich seine Beschreibungen über Mittelamerika fast zu lasch. Aber ich war halt doch neugierig und so las ich weiter. Es ging nach Südamerika und von dort aus zur letzten Etappe von Süden nach Norden über den afrikanischen Kontinent. Und hier lernte ich das Buch wirklich zu wertschätzen. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt die “umgekehrte Apartheid” so deutlich und realistisch, dass sich mein Blick für den “schwarzen” Kontinent und die allgegegnwärtigen Hilfsprojekte wirklich verändert haben. Vieles hat mich erschreckt und bei anderem habe ich mir wieder ungläubig an den Kopf gefasst. Ohne jetzt noch weiter ins Detail gehen zu wollen, denn Ihr solltet das Buch wirklich lieber selbst lesen, kann ich abschließend nur sagen: es war ein wirkliches Highlight. Wenn ich könnte, würde ich dem Buch sogar sechs Punkte geben, so bekommt es zumindest ein + hinter die fünf Bewertungspunkte! Lest es und macht Euch selbst ein Bild!

    Mehr