Christopher Moore Der Schelm von Venedig

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Inhaltsangabe zu „Der Schelm von Venedig“ von Christopher Moore

Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Cordelia, Königin von England, die vor Kurzem einem mysteriösen Fieber erlag. Vor ihrem Tod hatte sie Pocket gebeten, nach Venedig zu reisen, um die Mächtigen der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Pocket macht sich auf den Weg, aber als er in Venedig ankommt, muss er nicht nur erfahren, dass Cordelia in Wahrheit Opfer eines Giftanschlags wurde, er wird auch noch bei lebendigem Leib in einen Keller eingemauert. Hinter alldem stecken der Senator Brabantio und der Kaufmann Antonio, die alles tun, um ihre Kriegspläne durchzusetzen. Pocket schwört Rache – wenn er sich nur erst einmal aus seinem Verlies befreien könnte ...

Nicht mein Humor. Zu obszön und beleidigend...

— maggiterrine
maggiterrine

Herrlich, ich liebe Pockets Schnodderschnauze und in der Ergänzung mit Jessica und ihren Piratenanwandlungen war es einfach zum Schreien.

— regina_mengel
regina_mengel

Sprachlich ein Genuß, die Verquickung 3er Geschichten ist etwas zu sehr gequirlt, macht den Plot etwas teigig. Nix für Shakespearverächter.

— thursdaynext
thursdaynext

Christopher Moore gehört, so finde ich, nach dem Lesen dieses Romanes, zu den wohl größten lebenden Komödianten!

— Nespavanje
Nespavanje

Ein historischer Roman voller Verwicklungen und Intrigen, spannend und humorvoll erzählt.

— Elfenstern
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  • Christopher Moore - Der Schelm von Venedig

    Der Schelm von Venedig
    Jari

    Jari

    18. May 2017 um 16:51

    Es gab eine Zeit, in der ich sehr gerne Christopher Moore las. Das war damals während der Lehre, als mir eine Kollegin Moore ans Herz legte. Doch diese Phase endete mit „Fool“, das mir nicht mehr sonderlich zusagte. Seither hatte ich keinen Moore mehr in den Händen. Irgendwann in den letzten Monaten kam in mir der Gedanke auf, doch mal wieder etwas von Christopher Moore zu lesen. Just in dem Moment treffe ich im Ausverkauf auf „Der Schelm von Venedig“, in dem die Geschichte um Pocket fortgesetzt wird. Leider hielt die Freude nur kurz, denn alles, was mir bei „Fool“ schon negativ aufgefallen war, wurde beim Schelm wiederholt. Zu viel Sexwitze, zu viel Fäkalhumor. Ich habe nichts dagegen, wenn Gespräche mal etwas deftiger ausfallen, aber hier ist es zu viel des Guten. Als könnten sich die Figuren über nichts anderes unterhalten als dicke Hupen und sexuelle Fantasien. Dabei hätte der Schelm alles, was mir eigentlich gefallen würde: mehrere berühmte Vorlagen, die etwas veralbert werden, dazu viele Intrigen und geheimes Pläneschmieden. Und natürlich Venedig. Schade, dass die ganze Idee etwas gegen die Wand gefahren wurde. Auch in den älteren Werken Moores geht es an einigen Stellen zur Sache. Aber genau das ist der Unterschied: die Menge macht’s. Hier war es eindeutig zu viel und nahm mir die ganze Lesefreude, weil ich einfach nur noch auf den nächsten Peniswitz wartete. So macht Lesen aber keinen Spass. Dennoch möchte ich Christopher Moore (noch!) nicht ganz aufgeben. Ich habe mir vorgenommen, dass er noch einmal eine Chance erhält. Sollte mir im Ausverkauf oder anderweitig ein älterer Titel begegnen, werde ich es noch einmal mit ihm versuchen. Versprochen!

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  • Funktioniert als Hörbuch besser

    Der Schelm von Venedig
    lord-byron

    lord-byron

    Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Cordelia, Königin von England, die vor Kurzem einem mysteriösen Fieber erlag. Vor ihrem Tod hatte sie Pocket gebeten, nach Venedig zu reisen, um die Mächtigen der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Doch dann muss Pocket nicht nur erfahren, dass Cordelia in Wahrheit Opfer eines Giftanschlags wurde, er wird auch noch bei lebendigem Leib in einen Keller eingemauert. Hinter alldem stecken der Senator Brabantio und der Kaufmann Antonio, die alles tun, um ihre Kriegspläne durchzusetzen. Pocket schwört Rache – wenn er sich nur erst einmal aus seinem Verlies befreien könnte ... (Quelle Amazon) "Der Schelm von Venedig" ist die Fortsetzung von "Fool". Nur als ich das Buch beim Bloggerportal von randomhouse angeforderte, war mir das gar nicht so bewusst, denn "Fool" war für mich das schlechteste Buch von Christopher Moore, von dem ich sonst immer total begeistert war. Meiner Meinung nach, hat er sich mit seinen Shakespeare-Adaptionen keinen Gefallen getan.  Als ich anfing zu lesen hatte ich das Gefühl der Autor hätte Shakespeares Othello mit einem Porno, zotigen Ausdrücken und derber Sprache vermischt und heraus kam "Der Schelm von Venedig". Dazu kamen noch die vielen Namen der unterschiedlichen Personen und ganz schnell verlor ich die Lust an der Geschichte.  Aber ich wollte das Buch nicht nach der Hälfte abbrechen, da ich es ja kostenlos zur Verfügung gestellt bekam. Da kam mir die Idee, mir das Hörbuch aus der Biblio zu leihen. Und so hat die Geschichte wirklich  funktioniert. Der Sprecher Simon Jäger hat aus der Geschichte ein Hörerlebnis gemacht. Genau wie David Nathan ist er in der Lage den Figuren Leben einzuhauchen. Was vorher nur derb und zotig war, brachte mich plötzlich zum Lachen und fing an mich zu unterhalten.  Man sollte nicht zu viel von "Fool" und der Schelm von Venedig" erwarten, aber vom Hörbuch kann man sich gut unterhalten lassen. Durch die verschiedenen Stimmen, die Simon Jäger den Figuren gibt, kann man die Personen auch viel besser auseinander halten, als wenn man das Buch selbst liest.  Wie soll ich das jetzt aber bewerten? Immerhin hörte ich das Hörbuch und las nicht selbst. Dennoch bleibt ja die Geschichte die Selbe. Ich habe lange darüber nachgedacht. Das Buch hätte von mir 2 Punkte und das Hörbuch 4 Punkte bekommen. Also werde ich für die Mischung aus Beiden den Mittelwert nehmen und vergebe 3 gute Punkte. Alles andere käme mir unfair vor.  Ich kann euch das Hörbuch nur empfehlen, wenn ihr kein Problem mit der derben Sprache habt. Aber wer Christopher Moore mag, kennt das ja schon aus seinen anderen Büchern, auch wenn der Sex und die zotigen Ausdrücke dort wohl dosiert waren. Bei "Fool" und "Der Schelm von Venedig" tauchen sie ständig auf. Sind eigentlich Hauptbestandteil der Geschichte. Da sollte sich jeder selbst eine Meinung bilden. Ich werde mir jetzt nach und nach alle Hörbücher von Christopher Moore ausleihen, denn ich hatte richtig Spaß.  © Beate Senft             

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    • 7
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    28. November 2015 um 08:52
  • Jemanden einen Bärenficker zu nennen ist nicht witzig

    Der Schelm von Venedig
    maggiterrine

    maggiterrine

    13. May 2015 um 12:02

    Prinzipiell war es eine schöne Idee. Shakespear's "Othello" sollte wiedererweckt werden und ein Hofnarr die Hauptrolle dieser etwas anderen Geschichte werden. Klingt doch lustig, oder? War es leider aber nicht. Der Humor des Buches war nämlich einfach unerträglich! Ich habe vor einigen Jahren "Die Bibel nach Biff" von Christopher Moore gelesen, was mir sehr gefallen hat, und kann mich nicht daran erinnern, dass das Buch auch schon so obszön und daneben war. In den Dialogen und inneren Monolgen des Hauptcharachters dominieren Fäkalsprache und sexuelle "Anspielungen" und da es nun mal der Hauptcharakter ist, zieht sich das natürlich durch! Das war wirklich nicht zum aushalten. Ich habe das Buch dann abgebrochen. Die Handlung an sich mag in Ordnung sein (auch wenn ich es schon total bescheuert fand, dass die Königin von England einen Hofnarren geheiratet haben soll....schon klar...) aber wenn man mit dem Humor eines humoristischen Romans nicht klarkommt, kann man das Leid, meiner Meinung nach, auch verkürzen.

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  • Shakespearesche Verballhornung

    Der Schelm von Venedig
    Nespavanje

    Nespavanje

    25. January 2015 um 10:42

    Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Königin, die allem Anschein nach einem Fieber erlag, allerdings hält ihm das nicht auf ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Er möge nach Venedig reisen und dem Dogen und den Mächtigen dieser Stadt vor einem Krieg abhalten. Als er in der Stadt ankommt muss er feststellen, dass die von ihm geliebte Regentin vergiftet wurde um jene eben mundtot zu machen. Damit nun der Narr dem Senator Brabantio und dem Kaufmann Antonio nicht in die Quere kommt, den sie würden reichlich Profit aus einem möglichen Krieg gewinnen, wird Pocket kurzerhand in ein Verließ eingemauert. Angekettet und bis zum Hals im warmen Wasser der Lagune stehend, schwört der Narr Rache an den Venezianern. Ich lese relativ viel und bisher haben mich die Bücher von Christopher Moore gelegentlich gestreift, aber nicht vollends gefangen genommen. Ein netter Arbeitskollege, der Deutsch und Literatur studiert hat und deswegen etwas von guter Literatur versteht, jedenfalls unterstelle ich das ihm jetzt ganz ungeniert, und eine sehr gute Freundin, nebenbei bemerkt hat sie mir die Hörbücher empfohlen und vielleicht ist es mitunter ein Grund, wieso ich so lange einen Bogen um die Mooreschen Werke gemacht hab, eben weil ich Hörbücher nur in ganz seltenen Fällen hören mag, haben mir die Geschichten von diesem modernen Barden empfohlen. Nun lag der Schelm von Venedig eben auf meinen gigantischen Berg an ungelesener Literatur, was nun meine Behauptung des relativen Viellesers unterstreicht, denn meine größte Angst ist es, dass die gute Literatur sich eines Tages erschöpft, und ich dadurch ein wenig zu einem Horter der Literatur geworden bin. Moore kann sich, nach meiner bescheidenen Meinung vollends zu dem größten lebenden Komödianten beglückwünschen: Mit seinem ordinären und ständig die Wahrheit auf den Lippen tragenden Pocket, hat er einen Narren neu erschaffen. Kritiker könnten ihm nun ja, eine diebische Ader vorwerfen, aber wer von den Romancieren hat den nicht die eine oder andere shakespearesche Leistung kopiert, geklaut oder sich einfach inspirieren lassen? Ich bin felsenfest der Meinung, dass wir öfters von Romeo und Julia, Othello und Desdemona, oder eben Shylock den Kaufmann von Venedig lesen als uns lieb oder bewusst ist und nun hat sich Christopher Moore herabgelassen und daraus eine eigen, moderne und im mittelalterlichen Venedig spielende Geschichte kreiert. Und jetzt wo ich diese wirklich gut gelungene Komödie gelesen habe, muss ich sagen, dass ich schon wahrlich Schlechteres, aber ganz ehrlich gesagt auch manchmal Besseres gelesen hab. Ich gehe jetzt auch nicht weiter auf Figuren, etwaige antisemitische und rassistische Einstellungen oder auf historische Ungenauigkeiten ein, dass hat der Komödiant Moore im etwas zu lang geratenem Nachwort schon selbst erledigt. Bleibt nur noch zu sagen, dass er nun meine Aufmerksamkeit soweit erregt hat, das nun der Schelm von Venedig nicht sein letztes Buch sein wird, das einen Platz in meinen gigantischen Bücherberg gefunden und verloren hat.

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  • Ein Schelm, wer Böses von ihm denkt

    Der Schelm von Venedig
    Elfenstern

    Elfenstern

    03. December 2014 um 13:08

    Pocket, Narr und Geliebter der Königin von England, Frankreich, Spanien und was sonst noch alles, wird von seiner Geliebten Cordelia nach Venedig geschickt, um die Mächtigen in der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Kurz darauf erliegt Cordelia einem äußerst merkwürdigen Fieber. Unter einem Vorwand wird Pocket von Senator Brabantio und dem Kaufmann Antonio in Brabantios Weinkeller gelockt, wo er betäubt wird. Als er wieder zu sich kommt findet er sich am Ende eines Ganges wieder, der schräg ins Wasser läuft, splitternackt an die Wand gekettet und Brabantio ist gerade dabei, ihn einzumauern. Schadenfroh erzählt ihm Brabantio noch, dass seine Geliebte und Königin nicht am Fieber starb, sondern im Auftrag von ihm und Antonio vergiftet wurde. So steht Pocket nun in völliger Dunkelheit, angekettet im Wasser und überlegt, wie er aus dieser überaus misslichen Lage entkommen kann. Zu allem Überfluss ist der Gang, in dem der Eingemauerte steht mit der Lagune verbunden und mit jeder Flut kommt ein mysteriöses Wesen zu ihm, schlägt ihm ihre Krallen in die Seiten und vergewaltigt ihn schamlos. Pocket hält das Wesen für eine Meerjungfrau, die es angeblich nur in den alten Legenden gibt und hegt die schwache Hoffnung, dass diese ihm vielleicht die Flucht aus seinem finsteren Kerker ermöglichen könnte. Die Geschichte ist voller Verwicklungen und Intrigen. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und flüssig. Die Dialoge sind oft sehr witzig, mitunter aber auch in einer sehr ordinären Sprache geführt. Ich fand diesen Sprachstil am Anfang schon etwas gewöhnungsbedürftig aber mit der Zeit fand ich es dann doch ganz amüsant. (Zitat von Portia als kleines Beispiel: „Helft mir auf Nerissa, mit der Zeit ist der Marmorboden doch etwas kühl an der Muschi.“). Wer hier etwas zart beseidet ist und sich an solch wundersamer Sprache störe, der sollte solcherlei Werke nicht seinem Auge bieten sondern das Buche unbeachtet im Regale stehen lassen oder es zur Reparatur eines wackeligen Tisches oder Stuhles zweckdienlich verwenden. So kann es auch von diesen zarten Seelen doch noch einer sinnvollen Bestimmung zugeführet werden. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Angefangen mit Pocket, der natürlich als Narr schon von Berufswegen komisch ist, dabei ist er aber alles andere als dumm sondern spinnt seine eigenen Intrigen, von seinen Feinden zumeist unbemerkt, heimlich im Verborgenen. Sein Ziel ist es, die Mörder seiner Geliebten und Königin Cordelia ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Sehr amüsant ist auch sein Diener. Ein Hüne von einem Mann, mit der Intelligenz und dem Gemüt eines Kleinkindes, der die meiste Zeit damit beschäftigt ist, sich einen runterzuholen. Dabei ist es ihm ziemlich egal, ob er allein ist oder Zuschauer hat. Auch die Schurken kommen nicht zu kurz. Die Handlung wechselt immer wieder, um die Geschichte aus deren Sicht zu erzählen. Dabei wird sehr schnell deutlich, dass diese Kriminellen zu allem bereit sind und vor nichts zurückschrecken. Alles in Allem eine tolle Geschichte, voller Spannung, Witz und Ironie, die ihresgleichen sucht.

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  • Shakespeare mal anders

    Der Schelm von Venedig
    Ruby85

    Ruby85

    03. November 2014 um 19:36

    Der Hofnarr Pocket reist im Auftrag der Königin von England, seiner geliebten Cordula, nach Venedig um dort den Ausbruch eines Krieges zu verhindern, den die Mächtigen der Stadt anzetteln wollen. Diese Mission gerät jedoch zunächst in den Hintergrund des Geschehens, da Cordula an einem mysteriösen Fieber starb. Pocket ist in tiefster Trauer, ahnt er doch zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Cordula Opfer einer Intrige des Senators Brabantio und des Kaufmanns Antoio wurde. Direkt nach seiner Ankunft in Venedig geht Pocket den beiden in die Falle und wird bei lebendigem Leibe in einen Keller eingemauert. Hilfe kommt von unerwarteter Seite in Form einer liebestollen Meerjungfrau (Ist es wirklich eine Meerjungfrau, oder doch etwas anderes, dass Pocket seiner Sinne beraubt und ihm aus der Misere hilft? Findet es heraus!!) Er kann sich aus dem Kellergefängnis befreien und findet zuflucht bei Shylock, einem jüdischen Geldverleiher und seiner liebreizenden Tochter Jessica. Ihr vertraut er seine Pläne an, sich an Brabantio rächen zu wollen, und gemeinsam machen sie sich auf die Reise. Doch plötzlich taucht der oberste General des venezianischen Militärs, Othello, auf und macht den Beiden einen Strich durch die Rechnung. Denn Othello ist der Schwiegersohn von Brabantio und der Ehemann von dessen Tochter Desdemona. Sollte Brabantio also etwas geschene, würde Othello per Erbrecht Senator in Venedig werden. Das will natürlich verhindert werden, besonders von geschickten Strippenziehern wie Jago. Als das klar wird, ist es doch von großem Vorteil, dass sich Pocket und Othello kennen, denn mit einem auf Rache getrimmten Narren, kann sich das Blatt doch sicher noch einmal wenden…  ~ Mit Der Schelm von Venedig ist Christopher Moore ein einzigartiger amüsanter Lesespaß gelungen, der perfekt an seine letzten Bücher anknüpft. Othello trifft auf den Kaufmann von Venedig und an Ende hat man einen spritzigen Roman, der dem Leser schon nach wenigen Seiten ein breites Dauergrinsen sowie gute Laune beschert. Langeweile? Nicht wenn Pocket in der Nähe ist und dem Leser mit flapsig, teils urkomisch ordinärer Ausdrucksweise zeigt, wo der Hammer hängt. Unterhaltung und spritziger Wortwitz reichen sich die Hand und legen ein Tempo vor, dem man als Leser immer weiter folgen möchte. Laute Lachanfälle sind vorprogrammiert! Klassische Shakespeare Figuren und Grundzüge seiner Stücke bilden die Basis für diesen Roman. Doch es geht auch nicht ohne einen Geist… Und ohne eine “Meerjungfrau”, die immer dann auftaucht, wenn Not am Mann ist. Entpuppt sich die Meerjungfrau dann noch als Drache, den der Narr “gepoppt” hat, zeigt sich der Wortwitz in vollster Blüte. Ein rhetorisches Feuerwerk voller deftiger, kühler, sich teils unter der Gürtellinie  befindender und dennoch immer grandios lustiger Wörter und Sätze wird auf jeder einzelnen Seite von Moore abgefeuert und peppt die Shakespeare-Klassiker ganz schön auf! Natürlich bleibt auch der Tragödienaspekt nicht außen vor. Betrachtet man den Tod  Cordulas, die Intrigen, schier ausweglose Situationen… Aber immer wieder trumpft Moore auf und setzt noch einen Spruch drauf, der die Situation fix wieder zur brillanten Komödie werden lässt – man denke nur an Drool! Ein Wechselbad der Gefühle: Liebe und Schmerz, Vertrauen und Verrat, Freundschaft und Hass. Verschiedene Erzählperspektiven runden das Ganze ab und zeigen Liebe, Tod und Machtspiele im Roman auf eine ganz einzigartige Art und Weise. Ein wahrer Lesegenuss, der voller Spannung und Humor bis zur letzten Seite zu überzeugen versteht und von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.

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  • Buchverlosung zu "Der Schelm von Venedig" von Christopher Moore

    Der Schelm von Venedig
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    25. October 2014 um 12:11

    Hallo liebe Leseratten,

    auf meinem Blog läuft derzeit ein Gewinnspiel zu Halloween, sowie anlässlich meines 400.sten Facebook-Klicks ;)

    Vielleicht habt ihr Lust dieses tolle Buch von Christopher Moore zu gewinnen ? Dann schaut einfach mal rein und versucht Euer Glück !

    Ich freu mich auf Euren Besuch !
    http://inas-little-bakery.blogspot.de/2014/10/gewinnspiel-400-likes-halloween.html

  • Der Schelm von Venedig

    Der Schelm von Venedig
    -sabine-

    -sabine-

    26. June 2014 um 19:47

    Der Klappentext klang vielversprechend, nach einer spannenden Geschichte angesiedelt im späten 13. Jahrhundert in Italien. Als ich dann noch gelesen habe, dass in diesem Buch die Klassiker „Othello“, „Der Kaufmann von Venedig“ und eine Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe miteinander verknüpft werden, war ich sehr neugierig, wie Christopher Moore das umgesetzt hat. Eigentlich ist dies das 2. Buch um das Trio Pocket, Drool und Jeff, die in dem Buch „Fool“ bereits am Hofe des Königs von Britannien agierten, doch kann man „Der Schelm von Venedig“ auch ohne das erste Buch gut verstehen. Die Geschichte ist wirklich geschickt zusammengestrickt, historisch vielleicht nicht immer korrekt, dennoch macht alles Sinn und die Entwicklung des Plots und das Ende sind schlüssig. Spannend fand ich nur einzelne Passagen im Buch, die meiste Zeit plätschert das Geschehen so vor sich hin. Das Buch ist in 5. Akte untergliedert, innerhalb dieser wiederum gibt es Kapitel mit angenehmer Länge. Im letzten Akt wird es dann noch so richtig interessant, denn die Kreise schließen sich und die Intrigen werden entworren. Die Charaktere sind alle sehr überspitzt dargestellt, das fand ich im Rahmen dieser Komödie jedoch durchaus passend. Doch ans Herz gewachsen ist mir keine Figur, sie blieben mir alle eher fremd, manche wirkten sogar sehr hölzern und steif. Leider konnte ich auch mit dem Protagonisten Pocket nichts anfangen, zwar agiert er geschickt, doch letztlich war er mir zu derb, zu sarkastisch und direkt. Es war mein erstes Buch von Christopher Moore und ich wusste nicht um seinen Schreibstil und seinen doch sehr derben Ausdruck und eigenen Humor. Ich mochte diesen Schreibstil, der in großen Teilen aus Vulgärsprache und Obszönitäten besteht, überhaupt nicht, nicht weil ich prüde bin, sondern weil es mir einfach zu flach und billig war. Ab und an eingestreut mag sowas ja noch witzig sein, aber in diesem Buch war dieses „Stilmittel“ einfach zu viel des Guten und nutzte sich im Laufe zunehmend ab. Leider habe ich auch einen anderen Humor und konnte über die Witze und die oft sinnlosen Dialoge nicht lachen. Darüber konnte ich zwar „hinweglesen“, doch Spaß hat mir die Lektüre des Buches leider nicht gemacht. Um es kurz zu sagen – ich war froh, als ich es endlich durch hatte. Ich finde es schwer, ein Buch zu beurteilen, dessen Geschichte und Handlung mir zwar gut gefallen haben, dafür der Schreib- und Sprachstil jedoch so gar nicht, und dies hat mir den Lesespaß auch richtiggehend genommen. Vielleicht muss man ein Fan von Christopher Moore sein, seinem Humor und seiner Art zu schreiben, dann wird man dieses Buch vielleicht auch mögen. Meins war es leider gar nicht.

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  • „Shylock“ trifft „Othello“

    Der Schelm von Venedig
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. June 2014 um 13:14

    „Shylock“ trifft „Othello“ „Ist mir egal. Mir ist alles egal. Schickt mich ins große Nichts, dann werde ich endlich eins mit meinem Herzen, meiner Liebe, meiner Königin!“. So spricht Fortunato, genannt Pocket, der kleine Narr, Königsgemahl der verstorbenen Cordelia, Königin von Britannien, Frankreich etc. pp.. Gerade noch hat er Senator Brabantio, der ihn gefangen gesetzt hat und gerade dabei ist, den kleinwüchsigen Mann einzumauern, kühl und wortreich verhöhnt. Doch nun muss er erfahren, dass seine Cordelia nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern Opfer einer der vielfachen Intrigen wurde, die Ende des 13. Jahrhunderts durch Europa wabern. Natürlich oft und fast immer sich in und um Venedig verdichtend. Im Bruderkampf mit Genua zwar zur Zeit auf der Verliererstraße, aber das wäre ja gelacht, wenn nicht der starke General, der Mohr Othello der Republik wieder die nötige Geltung gegenüber Rom und Genua verschaffen könnte. Wobei, auch hier wird es diffizil, Othello ist der Schwiegersohn des Brabantio, Ehemann dessen Tochter Desdemon: Sollte Brabantio etwas zustoßen (und keine Sorge, das wird es), dann fällt einer der wichtigen Senatorenposten in Venedig per Erbrecht Othello zu. Und wer will das schon? Vor allem einer nicht. Jago. Strippenzieher par excellence, genauso hart und vernarbt wie Othello, doch ohne dessen weichen und liebesfähigen Kern. Da trifft es sich gut, dass sich Othello und Pocket bereits bekannt gemacht haben. Denn mit dem klugen Narren an seiner Seite, der zudem aufs Höchste zur Rache angestachelt ist, können gewichtige Kräfte ins Feld geführt werden. Falls Pocket aus der eingemauerten Nische tief unterhalb des Hauses einen Ausweg findet. Der „Kaufmann von Venedig“ und „Othello“ mitsamt einigen Momenten aus „König Lear“ sind die Stücke Shakespeares, die Moore seinem neuen Roman zugrunde gelegt hat, deren „Personal“ er weitgehend übernimmt (einige Personen beider Stücke fasst er zusammen, die ein oder andere Figur tritt hinzu) und den „Geist“ beider Stücke kulminiert Moore mit großem Wortschatz und vielfachen, offenkundigen bis hintersinnigen, Humor zu einem wunderbaren Leseerlebnis. Von deftig bis kühl, von „unter der Gürtellinie“ bis intrigant hinter aller Rücken reicht die Palette der Finten, Strategien und Vorstöße und deren sprachliche Umsetzung im Buch. Sicherlich, in den Originaltexten ist jener Moment nicht zu finden , dass „da ein Narr einen Drachen gepoppt hätte“. Aber passen täte es schon, zumindest in der Version, die Moore hier leger und locker in der Sprache erzählt. Wobei er durchaus kunstvoll Tragödie und Komödie ineinander einfließen lässt. „Buddy-Momente“ mit coolen Sprüchen und unverwüstlicher Standfestigkeit ergänzt durch immer wieder den Blick „in die Seele“, in den Schmerz der Protagonisten. Liebe, Tod, Leid, Kampf, Rache, Machtspiele aus je verschiedenen Perspektiven beleuchtet und erzählt zeigen, wie aktuell und immer noch den Punkt treffend Shakespeares Themen und „Psychologie der Personen“ zeitlos bis heute überdauert haben. In ebenso unangestrengter Form wie der vorhergehende Shakespeare-Roman „Fool“ versteht Moore es in bester Weise, seine moderne, freie Sprache flüssig zu setzen, dennoch mit großem Wortschatz bildkräftig und differenziert Feinheiten auszudrücken und so einerseits für Spannung in den Ereignissen zu sorgen und andererseits seine Personen glaubhaft mit Tiefe zu versehen. Eine sehr unterhaltsame und empfehlenswerte Lektüre.

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  • „Shylock“ trifft „Othello“

    Der Schelm von Venedig
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. June 2014 um 13:14

    „Shylock“ trifft „Othello“ „Ist mir egal. Mir ist alles egal. Schickt mich ins große Nichts, dann werde ich endlich eins mit meinem Herzen, meiner Liebe, meiner Königin!“. So spricht Fortunato, genannt Pocket, der kleine Narr, Königsgemahl der verstorbenen Cordelia, Königin von Britannien, Frankreich etc. pp.. Gerade noch hat er Senator Brabantio, der ihn gefangen gesetzt hat und gerade dabei ist, den kleinwüchsigen Mann einzumauern, kühl und wortreich verhöhnt. Doch nun muss er erfahren, dass seine Cordelia nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern Opfer einer der vielfachen Intrigen wurde, die Ende des 13. Jahrhunderts durch Europa wabern. Natürlich oft und fast immer sich in und um Venedig verdichtend. Im Bruderkampf mit Genua zwar zur Zeit auf der Verliererstraße, aber das wäre ja gelacht, wenn nicht der starke General, der Mohr Othello der Republik wieder die nötige Geltung gegenüber Rom und Genua verschaffen könnte. Wobei, auch hier wird es diffizil, Othello ist der Schwiegersohn des Brabantio, Ehemann dessen Tochter Desdemon: Sollte Brabantio etwas zustoßen (und keine Sorge, das wird es), dann fällt einer der wichtigen Senatorenposten in Venedig per Erbrecht Othello zu. Und wer will das schon? Vor allem einer nicht. Jago. Strippenzieher par excellence, genauso hart und vernarbt wie Othello, doch ohne dessen weichen und liebesfähigen Kern. Da trifft es sich gut, dass sich Othello und Pocket bereits bekannt gemacht haben. Denn mit dem klugen Narren an seiner Seite, der zudem aufs Höchste zur Rache angestachelt ist, können gewichtige Kräfte ins Feld geführt werden. Falls Pocket aus der eingemauerten Nische tief unterhalb des Hauses einen Ausweg findet. Der „Kaufmann von Venedig“ und „Othello“ mitsamt einigen Momenten aus „König Lear“ sind die Stücke Shakespeares, die Moore seinem neuen Roman zugrunde gelegt hat, deren „Personal“ er weitgehend übernimmt (einige Personen beider Stücke fasst er zusammen, die ein oder andere Figur tritt hinzu) und den „Geist“ beider Stücke kulminiert Moore mit großem Wortschatz und vielfachen, offenkundigen bis hintersinnigen, Humor zu einem wunderbaren Leseerlebnis. Von deftig bis kühl, von „unter der Gürtellinie“ bis intrigant hinter aller Rücken reicht die Palette der Finten, Strategien und Vorstöße und deren sprachliche Umsetzung im Buch. Sicherlich, in den Originaltexten ist jener Moment nicht zu finden , dass „da ein Narr einen Drachen gepoppt hätte“. Aber passen täte es schon, zumindest in der Version, die Moore hier leger und locker in der Sprache erzählt. Wobei er durchaus kunstvoll Tragödie und Komödie ineinander einfließen lässt. „Buddy-Momente“ mit coolen Sprüchen und unverwüstlicher Standfestigkeit ergänzt durch immer wieder den Blick „in die Seele“, in den Schmerz der Protagonisten. Liebe, Tod, Leid, Kampf, Rache, Machtspiele aus je verschiedenen Perspektiven beleuchtet und erzählt zeigen, wie aktuell und immer noch den Punkt treffend Shakespeares Themen und „Psychologie der Personen“ zeitlos bis heute überdauert haben. In ebenso unangestrengter Form wie der vorhergehende Shakespeare-Roman „Fool“ versteht Moore es in bester Weise, seine moderne, freie Sprache flüssig zu setzen, dennoch mit großem Wortschatz bildkräftig und differenziert Feinheiten auszudrücken und so einerseits für Spannung in den Ereignissen zu sorgen und andererseits seine Personen glaubhaft mit Tiefe zu versehen. Eine sehr unterhaltsame und empfehlenswerte Lektüre.

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