Christopher Moore Fool

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Inhaltsangabe zu „Fool“ von Christopher Moore

Pocket ist der Hofnarr des Königs von Britannien, und das ist von vorne herein keine einfache Stellung. Aber wenn es sich dann auch noch um König Lear handelt, kann man nur Herzliches Beileid wünschen. Denn Lear ist zwar alt, aber noch lange nicht weise. Nun will er die Loyalität seiner Töchter testen, bevor er sein Land unter ihnen aufteilt. Natürlich glaubt er prompt den falschen Liebesbeteuerungen seiner älteren Töchter. Seine ehrliche, jüngste Tochter Cordelia hingegen enterbt er. Aber zum Glück gibt es ja noch den Narren, der schon immer eine Schwäche für Cordelia hatte. Zusammen mit seinem geistig minderbemittelten Lehrling Drool und dem verstoßenen Earl of Kent will Pocket den König von seinem Fehler überzeugen. Dass er dabei seine Narrenschellen auch einmal etwas im Zaum halten muss, ist für ihn allerdings ungewöhnlich. Aber für die schöne Cordelia würde er schließlich alles tun. Ach ja, und natürlich gibt es noch einen ziemlich unverschämten Raben, einen verführerischen Geist und ein paar sehr eloquente Hexen. Eine rabenschwarze Komödie - witzig, turbulent, abgefahren. Für alle Leser von Carl Hiaasen, Terry Pratchett und Douglas Adams.

alles in allem nicht schlecht, aber sehr derbe und eventuell in englisch unterhaltsamer.

— ju_theTrue

Herrlicher schwarzer Humor, einfach schön zum abschalten und entspannen.

— Tiriki

Shakespeare würde das Buch lieben!

— MarkusDittrich

Mein liebster Moore ist das hier sicher nicht gewesen. Ich glaube, das Problem ist die Übersetzung, Die dürftige einiges gekillt haben.

— Raik_Thorstad

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  • Gutes Hörbuch, brauche aber Hilfe

    Fool

    DerAJ

    17. February 2016 um 20:49

    ich habe heute das Buch gehört, es ist von Simon Jäger meisterlich gelesen worden.
    Ich Habe nur ein Problem, ich kann nicht verstehen was die Hexen zum Schluss verlangen? Kann mir das bitte mal jemand, am besten per PN, wegen Spoiler, mitteilen?

  • Shakespeare trifft Monty Python

    Fool

    MarkusDittrich

    Was, wenn der klassische Narr der Shakespeare-Bühne einmal selbst zum Held einer Story wird? Eine Idee, so simpel und bestechend, dass Christopher Moore allein dafür jeden Dollar verdient hat, den das Buch hoffentlich gemacht hat. Warum der Narr? „Alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher als andere“ schreibt Orwell in Die Farm der Tiere. Ich sage: Narren sind wir alle, aber einige sind närrischer als andere. Figuren wie Shakespeares Narr, wie Goldonis Truffaldino, wie die Figuren Molières, wie Dostojewskis Idiot, wie Chaplins Tramp, wie Woody Allens frühe Figuren oder wie Winston Grooms Forrest Gump, um nur einige zu nennen sind – paradox genug – oft mehr Mensch als wir, der traurige Rest, der sich genervt um Normalität bemüht. Auf einer Tarotkarte sieht man den Narren mit zerrissenen Klamotten am Abgrund entlang gehen, ein Hund beißt ihm in den Hintern, doch sein Blick ist fröhlich. Man braucht wenig Fantasie um zu ahnen, dass ihm niemals etwas passieren wird. Tatsächlich ist der Narr im Tarot die einzige Figur, die am Ende mehr Magie besitzt als der Magier selbst. Was also, wenn man König Lear von Shakespeare nimmt und den (fast) gleichen Grundplot aus der Perspektive des Narren erzählt, der im Original nur der Sidekick ist, der Joker, der Witze und Possen reißt, wo andere bluten, sich verraten und leiden? Christopher Moore hat es getan, und es ist ein witziges Stück Literatur dabei herausgekommen. Verblüffenderweise eines, das sich leicht und unterhaltsam lesen lässt. Der kleinwüchsige, hochintelligente und begabte Narr Pocket wird in diesem Roman zum heimlichen Strippenzieher, Weisen, Frauenbeglücker, Hexenbändiger und Held in einem. Pocket ist Narr am Hofe König Lears, einem harten, jedoch senil werdenden König. Lear will „in Rente“ und daher sein Reich unter den drei Töchtern aufteilen. Als er sie deswegen fragt, welche ihn am meisten liebt, überschlagen sich die beiden älteren in Lobhudeleien. Nur Cordelia, die jüngste und Pockets heimliche Angebetete, bleibt ehrlich und sagt nichts. Lear verstößt Cordelia. Nachdem die anderen Töchter das Reich und die Macht an sich gerissen haben, kommt Lear sowohl geistig als auch sozial auf den Hund. Pocket, der mit einer Art Hassliebe an dem alten König hängt (Lear hatte ihn damals aus der Gosse gerettet), hilft dem Alten, dabei verfolgt er jedoch eigene Pläne. Gleichzeitig erzählt er uns von seiner eigenen Kindheit als Findelkind im Kloster, seiner Jugend als wanderndem Gaukler, seiner heimlichen Liebe zu Cordelia und seiner Bestimmung. Pocket als Ich-Erzähler spricht zu uns dabei in einer derben, pointierten, schwarzhumorigen, mittelalterlich wirkenden Sprache. Es wird geprügelt, gevögelt, geeitert, das Fleisch zuckt, es pestiliert und donnert im sprachlichen Gebälk – um uns dann bei heruntergelassener Hose mit plötzlicher Weisheit zu überraschen. Am ehesten kann man den Tonfall des Buches mit dem der frühen Monty Python-Filme vergleichen (Moore wird’s mir vergeben; er selbst erwähnt die geniale Komiker-Truppe in seiner Danksagung als Inspiration). Fool ist also kein historischer Roman im eigentlichen Sinne; vieles ist sogar historisch falsch, wie Moore freimütig zugibt. Das Buch erzählt die Tragödie Lears aus einer komischen Perspektive und schafft es dann, den komischen Erzähler selbst zu einem Menschen aus Fleisch und Blut zu machen, der uns am Herzen liegt.

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    • 3

    MarkusDittrich

    16. June 2014 um 21:59
  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    awogfli

    08. March 2012 um 16:16

    Eigentlich eine ausgezeichnete Idee Shakespeare's Drama von König Lear zu verwenden, den Staub von der alten Sprache zu wischen, sie mit moderner Umgangssprache aufzupeppen und eine Komödie bzw. eine Dramödie aus der Sicht des Narren zu machen. Leider schwankt das Endergebnis zwischen klassischem Meisterwerk und Witz - kann also respektive weder das eine noch das andere wirklich. Da sich der Kelch nach enormen Startschwierigkeiten jedoch schon ein bisschen zum moderneren Humor neigt und ich mich in einigen Szenen vor allem ab der Mitte des Werks ganz gut amüsiert habe, gibt es trotzdem drei Punkte. Fazit: Ganz gut - leichte Unterhaltung und Vermittlung eines schwer verdaulichen Historiendramas. Ach ja, noch ein Hinweis es ist a bisserl zotig und mit sehr deftigen sexuellen Anspielungen, aber das hätte Shakespeare wahrscheinlich am besten an dieser Coverversion gefallen

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. July 2011 um 12:45

    Wie man das noch lustig finden kann, ist mir absolut schleierhaft. Nicht, dass es mein erster Moore wäre - ich habe mich schon bei "Ein todsicherer Job" köstlich amüsiert - aber ich war von diesem Buch einfach nur enttäuscht. Das ist kein Humor, den Herr Moore hier zum besten gibt und das ist auch kein Klamauk; das ist einfach nur dumm. Ja, am Anfang wird noch davor gewanrt, aber mit soviel hatte ich nicht gerechnet. Eindeutig ein Buch, das ich nicht nochmal brauche.

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    thursdaynext

    Shakespeare wunderbar verhunzt. Ein Buch zum reinlegen und amüsieren. Absolut sinnfrei und grandios. Inhaltlich nicht mal anspruchslos , da die verschiedenen Charaktere erstmal sortiert sein wollen, dankenswerteweise ist ein Personenregister enthalten. Die vom Autor vorausgeschickte Warnung sollte allerdings beachtet werden : "Dieses ist ein derber Schwank, randvoll mit entbehrlichem Beischlaf, Mord, allerlei Maulschellen, Verrat und einem ehedem ungeahnten Mass an Geschmacklosigkeit und Profanität, fürderhin unüblicher Grammatik, getrennten Infinitiven, und hier und da einem Onanisten. Solltet Ihr Euch an derartigem stören - dann edler Leser - wandelt Eures Weges, denn unser Streben gilt allein der Unterhaltung, nicht der Kränkung. Wenn Ihr aber glaubt solcherlei könnte Euch Freude bereiten, dann haltet Ihr genau das rechte Buch in Händen ! " Sehr wohltuend, objektive Selbsteinschätzung des Autors. Bitte unbedingt beherzigen. Wünsche allen die sich nun noch rantrauen ebensoviel Vergnügen wie ich es beim Lesen hatte . ;)

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    • 4

    Bri

    23. March 2011 um 09:11
  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nach dem König Lear die Loyalität seiner Töchter getestet hat, um sein Land unter ihenen zuverteilen, ist eben dieses endgültig dem Untergang geweiht. Nur Pocket, sein Hofnarr, kann das Land noch retten. Das Problem ist nur, dass Pocket seine Narreteien schlecht für sich behalten kann und sich manchmal sprichwörtlich um Kopf und Kragen bzw Hals redet. :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Beim Lesen habe ich teilweise keine Luft mehr bekommen vor Lachen!!! Pocket ist vorlaut, unverschämt, dreist, liebestoll und völlig duchgeknallt. Er ist ein Antiheld zum Verlieben. Fool ist das perfekte Buch, um sich einen tristen, torstlosen Tag zu versüßen.

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    • 2
  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Rita

    08. March 2011 um 22:23

    Hahahahahahahaaaaaaaaaaaa!!!
    Großartig!

  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Jari

    04. December 2010 um 13:13

    Inhalt: Pocket, aufgrund seiner Körperstatur so genannt, ist Hofnarr am Hofe König Lears. Dort ist er damit beschäftigt, den König zu erheitern, Herzogen und Grafen auf die Nerven zu gehen und regelmässig die Prinzessinnen und andere mehr oder weniger holde Maiden zu beglücken. Doch als der alte und geistig bereits etwas verwirrte König auf die Idee kommt, die Liebe seiner Töchter zu testen und nach ihrer Liebe sein Land an sie zu vererben, ist es aus mit der Idylle. Denn als Lears liebste Tochter ihm die Wahrheit sagt, verstösst er sie, was eine riesige Intrige, mehrere Kriege und einige Tote nach sich zieht, an denen Narr Pocket nicht ganz unschuldig ist. Denn er kann dem tattergreisigen König nicht vergeben, dass er seine Lieblingsprinzessin nach Frankreich schickt, seinen geistig zurückgebliebenen Lehrling Drool verschenkt und erständig von einem reimenden Geist aufgesucht wird. Also macht sich ein einfacher Narr aus der Gosse auf, England ins Chaos zu stürzen... Meine Meinung: "Fool" ist das neueste Werk des bekannten Autoren Christopher Moore. Und wie man es von Moore gewohnt ist, nimmt auch in diesem Buch keiner ein Blatt vor den Mund und ein kurioser Einfall folgt dem nächsten. Wer sich in Literatur etwas auskennt, dem kommt die Geschichte irgendwie bekannt vor. Das ist gewollt, denn "Fool" basiert auf Shakespeare's Werk "König Lear", nur dass hier der Narr die Hauptrolle spielt und alle Fäden (und Brüste) in den Händen hält. Da der Autor jedoch alle möglichen shakespearsche Werke und jeder Menge Sexualität in die Geschichte einmischt, und aufgrunddes Umstandes, dass es sich beim Schriftsteller um Christopher Moore handelt, ist von der ursprünglichen Geschichte nur noch das Grundgerüst übrig. Der Rest ist jeder Menge Humor, wie man esgewohnt ist, fiese Sprüche und nackte Körperteile, weswegen dieses Buch nicht unbedingt für zartbesaitete Leser geeignet ist. Doch wie immer schafft es Moore wunderbar, den Leser zu unterhalten. Pocket, der als Ich-Erzähler fungiert, schildert seine Erlebnisse in einem herrlichen spritzigen Mischmasch aus der mittelalterlichen Sprache, die Moore so gut es ging beibehalten hat, und modernem amerikanischem Slang. Wer seinen Wortschatz mit einigen aussergewöhnlichen Vergleichen erweitern will, sollte sich an den Narren halten, dem es nicht an Einfallsreichtum fehlt. Man sollte sich jedoch auch auf politische Ereignisse einlassen können, da immer mal wieder dort eingefallen wird und dieser Grafen jenen hintergeht, sodass man sich immer wieder in Erinnerung rufen muss, was nun der ursprüngliche Plan war und was nun neu ist. Jedoch kommt man auch auf seine Kosten, wenn man irgendwann nicht mehr ganz durchblickt - unterhaltsam ist das Chaos dennoch. Und bleibt es auchbis zum Schluss. Fazit: Fans von Moore sollten sich auch dieses spezielle Werk nicht entgehenlassen, es ist Moore wie man ihn kennt und liebt, ohne ihn jemals müde zu werden. Als Einstiegslektüre in das moorsche Universumist das Buch meiner Ansicht jedoch weniger geeignet, da es ziemlich aus den üblichen Publikationen Moors herausragt. Auch Leute, die sich rasch ekeln, sollten sich das Buch eher weniger antun. Wer aberwitzige Wortgefechte, Ironie und schwarzen Humor mag und sich auch über Spermafontänen amüsieren kann, der sollte sich "Fool"auf keinen Fall entgehen lassen!

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    PrinzessinMurks

    21. June 2010 um 10:45

    Vorschusslorbeeren noch wärend des Lesens: "Die Bibel nach Biff kann man nicht übertreffen." - FALSCH. King Lears Schicksal erzählt von seinem Narren. Das Biff-Prinzip überzeugend abgewandelt und trotz dieser Vorlage immer noch originell. Pocket ist unflätig, sexbesessen, egoistisch und obendrein noch zu klein und zu schwach um wirklich eine Rolle in der großen Geschichte spielen zu können. Oder? Moore im mystischen Mittelalter, in Shakespears wilden Werken und in absoluter Hochform. Aber nicht vergessen: There's always a bloody ghost!

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Avatarus

    09. March 2010 um 17:54

    Ob man Shakespeare "Die Tragödie des König Lear" gelesen haben muss, um fool besser zu verstehen, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube kaum, dass diese herausragende Tragödie (laut Wiki) von S. sich Wörter bedient wie: (Buch wildaufschlag....ahja..da haben wir ja was) "Froschäuigen, äffchennamigen, frauenklauenden Schwuchtel", oder "dochtnasige Tranfunzel".... Wenn man sich an sowas anstößt, (wie der eine oder andere Leser von Limit, der die "bärbeißige" Sprache schon als zu verroht empfand) sollte man die Finger davon lassen. Es ist ein Moore, er ist lustig, ich habe gelacht und das wars dann auch. Ich würde ihn nicht nocheinmal lesen, da ich mit den personen ein wenig durcheinander kam. In der internen MooreReihenfolge rangiert er für mich an dritter Stelle: 1. Ein todsicherer Job 2. Bibel nach Biff 3. Obiges selbiges hieriges

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Dany

    06. June 2009 um 16:47

    Dieses Buch, ist ein typischer Moore, also auf keinen Fall ernst nehmen. Der Autor hat sich, in diesem Buch, voll und ganz Britannien hingegeben. Die Akteure aus dem Original, sind weites gehend die gleichen, aber nicht dieselben. Moore hat ihnen noch weitere Charaktereigenschaften verpasst und ihnen außerdem, ein sehr derbes und vulgäres Vokabular in den Mund gelegt, welches aber immer stimmig ist und selten übertrieben wird. Erzählt wird in der Ich-Form und zwar von King Lears schwarzem Hofnarren Pocket. Diese von Moore erschaffene Figur, führt einen durch das Stück in 5 Akten und erzählt in Rückblenden seine doch sehr skurille und fragwürdige Kindheit. Die ganze Geschichte wurde so abstrus neu gesponnen, aus Tragödie wird Komödie, dass sie mir so einige sehr laute und lang anhaltende Lacher beschert hat und das soll sie auch! Ich denke man muss Shakespeares Werk nicht gelesen haben um Gefallen zu finden, allerdings rundet es das ganze noch ab, kennt man jenes. Die Erzählweise erinnert sehr an Shakespeare, was aber auch, denke ich, bewusst gewollt ist. Für Anhänger des Moorschen Humors, ist dieses Buch ein Genuss, wer ihn noch nicht kennt, könnte ihn anhand dieses Buches lieben lernen.

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Belle410

    28. April 2009 um 09:41

    Pocket, Narr am Hofe König Lear’s, muss seiner Lieblingsprinzessin Cordelia helfen wieder in den Kreis der Erbberechtigten Lear’s zurückzukehren. Cordelia ist aus diesem ausgeschlossen worden, weil sie auf des Königs Frage nach der Größe ihrer Liebe zu ihm – im Gegensatz zu ihren Schwestern Goneril und Regan – nicht gelogen hat. Mit Hilfe seines Lehrlings Drool und des ebenfalls verbannten ehemals besten Freundes des Königs, Kent versucht er, unter Leitung von einem Geist und drei Hexen, Goneril und Regan gegen einander auszuspielen. Als Grundhandlung dient Moore hier Shakespeare’s „King Lear“, nur dass dieses Mal die Geschichte aus Sicht des Hofnarren erzählt wird. Mit stellenweise wirklich derbem Humor wird von Mord, Gewalt, Verrat, Liebe und jeder Menge Beischlaf berichtet. Dieses Buch ist typisch Christopher Moore, aber doch aufgrund des Fäkal-Humors nicht mit einem seiner bisherigen Werke zu vergleichen. Geeignet ist es für alle, die sich an eben jenem Fäkal-Humor nicht stören und die gern herzhaft lachen. Warum nur drei Sterne? "Die Bibel nach Biff" und "Ein todsicherer Job" haben mir von der Handlung und vom Humor her einfach besser gefallen!

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  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    Kaddi

    07. April 2009 um 20:39

    Wo bleibt die Handlung??? Das Buch besteht aus vielen Dialogen, die einem mit der Zeit einfach nur noch auf die Nerven gehen und für die Handlung bleibt nicht mehr viel Raum. Trotzalledem ist das Buch kein totaler Reinfall. Hin und wieder hat es mich dann doch mal zum schmunzeln gebracht.
    Fazit: Man muss den sehr skurilen Stil/Humor mögen um was mit dem Buch anfangen zu können.

  • Rezension zu "Fool" von Christopher Moore

    Fool

    morphex

    25. March 2009 um 18:52

    „Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir auf die große Narrenbühne treten.“ (William Shakespeare: König Lear, IV. Akt, &. Szene) Mit diesem Zitat beginnt Moores Narrenreigen. Gut, genau genommen beginnt er mit einer freimütigen Warnung vor Geschmacklosigkeit, Profanität, Beischlaf und Onanisten (was durchaus treffend auf die eher derben Schwänke der shakespear’schen Bühnen hinweist). Aber mit dem Zitat aus König Lear setzt Moore Zeit, Ort und Thema seines neuesten Werkes treffend fest: Am Hofe König Lears aus dem Drama Shakespeares, aus Sicht der vermutlich wichtigsten Person eines jeden Königshofes, des Narren. Und er legt damit Ton und Stil des Werkes fest: Seltsames, pseudo-mittelalterliches Englisch voller derber Scherze und wahnwitzig-närrischer Weisheiten. Ein Schelm, wer böses dabei denkt Erzähler und Protagonist der Neuinterpretation von König Lear ist Pocket, ein Narr. Der Narr von Lears Gnaden und Haus- und Hofbelustiger des britischen Monarchen und seiner Familie. Neben dem fröhlichen Bespringen, der weiblichen Bediensteten ist es die Haupttätigkeit des kleinwüchsigen Possenreißers, seinem Herrn die ungeschönte Wahrheit zu sagen und seine Gäste und Ritter auf’s trefflichste zu beleidigen. Beides tut er mit Vergnügen und so vulgär es ihm eben einfällt. Zusammen mit seinem schwachsinnigen, jedoch stets gut gelaunten und vom Lachen begeisterten Gehilfen Drool wäre er so zufrieden mit seinem Leben. Wenn nicht der alte König auf die Idee gekommen wäre, seinen drei Töchtern die verhängnivolle Frage zu stellen: „Wie sehr liebst du mich?“ Wie zu erwarten versinkt daraufhin alles im Chaos. Die ehrliche Tochter wird enterbt und vertrieben, die betrügerischen Schwestern enteignen den alten König, der Alte verzweifelt und verliert den Verstand – und plötzlich ist es an Pocket, Drool und des Königs letztem, treuen Ritter, dem Herzog von Kent, die Geschichte und das britische Reich zu retten. Genau das tun sie, auf Pockets eigene Weise. Das hat, wie gesagt, ziemlich viel mit Obszönitäten, Beischlaf, Onanie, Betrügerei und höchst kreativen Beleidigungen zu tun. Und es wäre nicht die Shaekespear’sche Geschichte von König Lear, wenn nach viel Dramatik, Irrungen, Wirrungen, Hexen und dem einen oder anderen Tod nicht alles zu einem guten Ende finden würde. Wenn auch zu einem etwas anderen, als wir es von Shakespeare kennen. Bumfiedeln mit Herz und Hirn Ob die Geschichte des neuen Testaments aus Sicht des Jugendfreundes von Jesus, Vampirromanze, Indianer-Roadmovie, die Geschichte von Tods Helfern oder eine Weihnachtsgeschichte mit Zombies – Christopher Moore erweist sich immer wieder als Autor, der sich nicht auf ein Genre festlegen lässt. Lediglich eines haben seine Bücher gemeinsam: Sie sind komisch. Mal weniger, mal wieder mehr gelungen, zugegeben. 'Coyote Blue', 'Fluke’ oder 'Der kleine Dämonenberater’ zum Beispiel sind zwar für einige Lacher gut, aber nichts Besonderes. 'Die Bibel nach Biff’ jedoch, oder 'Ein todsicherer Job’ zeigen, dass Moore sein Handwerk als Humorist in der ersten Liga durchaus versteht. 'Fool’ fällt in diese zweite Kategorie. Zugegeben, es ist derb und unverschämt. Das jedoch war „Die Bibel nach Biff“ auch. Was dieses Buch nicht ist, ist respektlos. Ja, der Amerikaner Moore verwurstet die englische Sprache, er verwurstet Shakespeares ausgefeiltes Drama und er dreht Englands Geschichte allgemein durch den Wolf. Aber er versteht sein Buch als liebevolle Hommage an die britische Kommödie. Und selbst wenn hier und da doch etwas arg viel „Benny Hill“ durchscheint, so ist die fröhliche Anarchie der Narren die meiste Zeit auf jenem Niveau von höherem Schwachsinn, für das sich auch die Jungs von Monty Python nicht schämen müssten (und nie geschämt haben). Und wenn schon Goethe seinen Herrn von Berlichingen vom „im Arsche lecken“ schwadronieren lässt – warum sollte dann Pocket seine sprichwörtliche Narrenfreiheit nicht nutzen und noch ganz andere, wenn auch schön blumige Ausdrücke verwenden? Ja, gelegentlich wird es etwas viel und feucht-fröhlich. Das ist, auch wenn satirisch überspitzt, hier und da etwas zuviel des Überdrehten. Wenn Pocket wie ein hyperaktiver Besessener auf Speed wüsteste Beileidigungen von Körperteilen und Stammbäumen verschleudert und kalt grinsend vor keinem noch so hochgeborenen Rock halt macht, dann muss man sich daran erinnern, dass nicht nur der Protagonist der Narr ist, sondern dass auch Moore hier die Rolle des Hofnarren spielt, der dem, was er mag, einen Spiegel vorhält. Man merkt deutlich, dass sich Moore wirklich eingehend mit seinem Stoff beschäftigt und neben all den bewusst platten Scherzen ein echtes Verständnis für die britische Kommödie – und die Rolle des Narren – entwickelt hat. Aus einem traurigen Arsch kann keine fröhliche Kommödie fahren Zusammenfassend: Nicht jeder Gag sitzt und gelegentlich wäre das eine oder andere Dutzend blumiger Beschreibungen für Körperflüssigkeiten und ihre Herstellung weniger eben doch mehr gewesen. Aber trotz der gelegentlichen Schwächen und des nicht immer gelungenen Nonsens-Mittelalterenglisch liest sich „Fool“ flüssig, amüsant und bleibt im Kern seiner hochliterarischen Vorlage treu. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass William S. selbst Spaß an dieser Neuinterpretation des ehrwürdigen Stoffes gehabt hätte – denn immerhin ist dieses Stück humoristische …was? Klassik-Kommödie? Meilenweit entfernt von den üblichen Lampooning-Parodien. Christopher Moore nimmt seine Leser und seine Geschichte ernst. Was mehr ist, als man von vielen anderen Parodienschreibern sagen kann. Meine Meinung: ...bin gerade am lesen (habs schon lange fertig und schon ein 2. mal gelesen). Aber was ich bisher gelesen habe übertrifft die Bibel nach Biff und alles was bisher von ihm kam. Einfach genialer Lesestoff. Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht. Nun bin ich leider mit dem Buch fertig und hätte mir sehr gewünscht das es doppelt so dick gewesen wäre. Aber auch dann wäre wohl sehr viel Wehmut am Ende des Buches zu erwarten gewesen. Definitiv das Beste von Moore. Sehr zu empfehlen. Tiefgründiger Humor vom Allerfeinsten. Ich bin begeistert.

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