Christopher Moore Verflixtes Blau!

(20)

Lovelybooks Bewertung

  • 26 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 4 Rezensionen
(4)
(7)
(8)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Verflixtes Blau!“ von Christopher Moore

Der Pariser Bäcker Lucien Lessard und der Künstler Henri Toulouse-Lautrec haben eines gemeinsam: beide sind erschüttert über den Tod ihres Freundes Vincent van Gogh. Wie kann es sein, dass sich ein so begnadeter Künstler plötzlich das Leben nimmt? Und warum hatte er vor seinem Tod auf einmal solche Angst vor der Farbe Blau? Hat es etwas mit dem in Paris umhergehenden Gerücht zu tun, dass ein rätselhafter Farbenmann arglose Künstler verfolgt? Lucien und Henri wissen, was zu tun ist. Und sie werden nicht eher ruhen, bis das blaue Mysterium aufgeklärt ist.

Nicht nur ein lehrreicher Blick ins Paris um 1880 mit all den großen Malern der damaligen Zeit - auch ein urkomisches Gesamtkunstwerk!

— Sookie70

Teilweise etwas zu überdreht.

— woll-garten

Stöbern in Romane

Das Papiermädchen

Der beste Musso aller Zeiten!

aanaa1811

Der Sandmaler

Ein Buch mit wichtigen Botschaften.

Buecherwurm1973

Kleine Stadt der großen Träume

Wieder ein wunderschöner Roman. Ich kann ihn sehr empfehlen.

SLovesBooks

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Gelungene Fortsetzung, die auch wieder viel Spaß macht.

Kaddi

Alles wird unsichtbar

Ein wahnsinnig tolles Buch. Anders wie die anderen. Anders im positiven Sinne. Es macht süchtig 😍 Ich konnte es kaum weglegen!!

Kat_Von_I

Der Junge auf dem Berg

Erschreckend nah an der Realität. Aber das Ende ist irgendwie zu positiv, um wahr zu sein.

Eori

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Blauer Musenkuss

    Verflixtes Blau!

    thursdaynext

    "......Ein Nekrolinguist leckt nicht an Leichen...." Blau ist meine Lieblingsfarbe und Christopher Moore einer meiner immer zahlreicher werdenden Lieblingsschriftsteller. „Sacré Bleu“ , der Originaltitel hätte denn auch besser gepasst, aber gut. Es ging auch so. Vincent Van Gogh erschießt sich im Juli 1890 in einem Kornfeld. Traurig aber für mich persönlich kein großer Verlust, da ich die manisch vollgeschmierten Bilder wenig schätze, doch seine Freunde machen sich auf die Suche nach den Gründen für diesen für sie unerklärlichen Suizid. Dank Moore, seiner Horrorhistorienliebeskomödie und den im Buch erhaltenen Gemäldeabbildungen die großartig in Bezug zur Geschichte gesetzt sind habe ich Zugang zu anderen Malern seiner Zeit gefunden. Renoir, Toulouse- Lautrec, Camille Pissarro, James Mc Neill Whistler, Mo-und Manet um einige zu nennen. Clever entwickelt sich der Plot, ab und an ein wenig verwirrend, immer spannend und mitreissend und, wie von Moore gewohnt herrlich amüsant mit Wortwitz, Detailfülle und haufenweise skurrilen Gestalten. Aufgrund seiner mannigfaltigen, akribischen Recherchen dazu noch lehrreich. Großartig! Im Nachwort findet sich übrigens die Erklärung für die mooretypische Verwirrung: „...Usprünglich wollte ich nur einen Roman über die Farbe Blau schreiben. Ich weiß gar nicht mehr, wieso eigentlich. Wenn man mit einem derart vagen Konzept beginnt, muss man seinen Blickwinkel frühzeitig einengen, weil die Geschichte sonst ausufert......“ Glücklicherweise liess Moore ausufern, mit angezogenem Zügel aber ausreichend um Verwirrung und erhebliches Lesevergnügen zu verschaffen. Da muss eine Muse die Hand beim Schreiben geführt haben! Spoilern wäre sündhaft also lest selbst und taucht in humorvolle (Kunst)geschichte, Farben, Savoir Vivre und Absinth ein.

    Mehr
    • 3

    thursdaynext

    17. November 2014 um 13:41
  • verflixt seltsam, aber gut

    Verflixtes Blau!

    Columbine

    18. January 2014 um 16:55

    Da ich die "Bibel nach Biff" von Moore wirklich toll fand und der Klappentext außerdem interessant war, habe ich dieses Buch gelesen. Es ist eines der Bücher, bei denen ich mich hinterher frage, wie zum Teufel man auf so eine Handlung kommt! (ist nicht unbedingt negativ gemeint) Insgesamt also Daumen hoch für die Kreativität und einige sehr lustige Stellen, meistens in Gestalt von Henri Toulouse-Lautrec. Es passiert extrem selten, dass ich bei der Lektüre laut lachen muss, aber als der Professor in Zusammenhang mit sumerischer Keilschrift sagt, dass er neben seinen anderen Forschungsgebieten auch Nekrolinguist sei, und Lautrec daraufhin erklärt, das bedeute, er würde gern an Toten lecken, war es um mich geschehen :) Auch die Rückblenden im Leben von Bleu und dem Farbenmann waren amüsant, hin und wieder aber etwas verwirrend. Deshalb gibt es auch nur 3 Sterne. Denn im ersten Teil des Buches, wenn man noch keine Ahnung hat, worauf es hinauslaufen wird, kam mir persönlich alles recht verwirrend vor, dazu dann noch diverse Sprünge in die Vergangenheit und voilà - man kennt sich gar nicht mehr aus. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen, man darf nur nicht aufhören zu lesen, alles klärt sich am Ende auf!

    Mehr
  • Heilligs Bläule

    Verflixtes Blau!

    walli007

    01. June 2013 um 08:06

    Paris um 1890, nachdem der Maler van Gogh sich erschossen hat, ist er eine Meile gelaufen, um sich helfen zu lassen, er stirbt dennoch. Aber seltsamer Selbstmord, oder? Das jedenfalls finden einige seiner Malerfreude, allen voran Lucien, der eigentlich Bäcker ist und Toulouse-Lautrec, der eigentlich Säufer ist. Gemeinsam wollen sie hinter das Geheimnis kommen. Nebenbei sehnt sich Lucien den ganzen Tag nach seiner Juliette, die ihn so bezauberte und dann verschwand. Eine tolle Idee, dachte ich beim Lesen des Klappentextes. Die Malerei dieser Epoche interessiert mich und ich habe mich vor einer Weile etwas intensiver damit beschäftigt. Nun war ich gespannt, was für ein Bild der Autor malen würde. Leider war ich ein wenig enttäuscht. Der Autor entführt einen zwar in diese Epoche der Kunst und erzählt lebhaft von dem künstlerischen Treiben in Paris. Er erklärt im Grunde sogar wieso es damals zu dieser Explosion neuartiger Malerei kam. Das langlebige Blau, dass die Geschichte der Welt verändert. Doch irgendwie hat mich das Buch nicht berührt, der Witz blühte eher im Verborgenen. Ich befürchte, die Art des Autors zu schreiben, liegt mir nicht. So etwas kann vorkommen, andere werden es vermutlich anders sehen und das Buch mit größerer Anteilnahme lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Verflixtes Blau!" von Christopher Moore

    Verflixtes Blau!

    michael_lehmann-pape

    15. October 2012 um 14:55

    Der Farbenmann schlägt zu Er hat sie alle im Blick, der Farbenmann. Nicht nur Vincent van Gogh (den zu Anfang besonders), nein, auch „einfache“ Menschen lässt er beobachten, selbst wenn sie keine Künstler sind, sondern nur am Rande mit seinem persönlichen Schaffen zu tun haben. Ihm und seiner „Ernte“ in den Weg kommen könnten. Lucien Lessard zum Beispiel, seines Zeichens Bäcker in Paris. Natürlich nicht als Person interessant für den Farbenmann, aber immerhin war dieser ein enger Freund van Goghs und das ist Grund genug, seine Komplizin (sinnigerweise „Bleu“ genannt) mal auf die Pirsch zu schicken. Mit ungeahnten Folgen, denn „Bleu“ hat etwas Tödliches an sich. Und etwas inspirierendes, so dass auch Lucien sich später eine Leinwand greifen wird. Auch der körperliche fast zwergenhafte Henri Toulouse-Lautrec macht sich seinerseits auf die Pirsch. Gemeinsam mit Lucien. Und rückt dem Farbenmann im Lauf der Zeit durchaus für dessen Geschmack zu nahe. Er ist da dann immer für klare Verhältnisse, ginge es nach ihm, würde eine „Spur von Toten“ seinen Weg säumen. Was nun aber „Bleu“ nicht zulassen wird. Denn es sind ja andere Dinge, eigentlich, die das Begehren dieses ungleichen Paares von Farbenmann und schöner „Bleu“ einen. „Blau“ eben. Jene Farbe, von der die Geschichte handelt, jene Farbe, die „nicht zu fassen ist“, „schlau, gewieft, es schleicht sich an, ein öliger Schwindler“ eben. Und mit ein Grund, warum Vincent van Gogh in diesem munteren und sprachlich legeren, abstrus absurden Roman eben nicht, wie alle Welt dachte und denkt, sich selbst erschossen hat. Er wurde ermordet. Wie er zuvor nicht ohne Grund sich selbst verstümmelte. Alles wegen diesem verfluchten Blau. Van Gogh hört nicht auf Warnungen, geht aufs Feld, begegnet dem „kleinen, verwurzelten“ Farbenmann. Der fest darauf beharrt, dass van Gogh ihm ein Bild schuldet. Von jenem Blau, dass der Maler eben nur von diesem Farbenmann erhalten kann. Wobei der folgende Schuss sich eher zufällig löst mit dennoch tödlichen Folgen. Und im Folgenden dann der Bäcker Lucien und der Maler Toulouse-Lautrec sich aufmachen, das Rätsel um diesen Tod zu lösen und was das alles mit jener ominösen Farbe Blau zu tun hat, von der van Gogh in den letzten Wochen ganz besessen gewesen war. Und selber wie manch anderer Meister der Malerei in Gefahr geraten werden. Ein Roman, wie von Moore gewohnt, der in Sprache und Ereignissen auf der Grenze von Spannung und Satire wandelt, durchaus absurd in vielen Handlungen und Haltungen seiner Protagonisten geprägt, voller Sprachspiele, mythischer Anklänge, die aber eben nicht pathetische ernst mythisch wirken, sondern sich surreal sich durch das Buch ziehen. Mit vielfacher Situationskomik, staubtrockenem Humor, mit schrulligem Personal (der Farbenmann ist eine ganz andere Art von Dämon, wenn er überhaupt solchen Gestalten nachempfunden sein sollte). Jener Farbenmann, der von den besten Malern Meisterwerke mit seinem einzigartigen Blau erstellen lässt, nur um diese dann für sich zu beanspruchen. Warum? Wird sich zeigen? Von wem? Nicht nur von van Gogh. Mithilfe „Bleus“, die als Muse die bekanntesten und berühmtesten Maler der Epoche versucht, zu inspirieren. Und ein Ohr angeboten bekommt wegen dem verfluchten Blau. Wobei, keine Sorge, das alles überhaupt nicht verwirrend sich darstellt und auch nicht in völlig mythisch-mysteriöse Gefilde abrutscht (auch wenn es Figuren gibt, die durch Raum und Zeit zu reisen vermögen, auch wenn das „Sacre Bleu“ kein natürlicher Farbstoff ist, sondern von „Bildern geerntet“ werden muss), sondern voller Humor, krachender Satire und oft tollpatschig-hilflos agierender Figuren. Ein sprachlich in ganz eigenem Stil gehaltener Moore eben, der durchaus in seiner Art zu schreiben an den verstorbenen Douglas Adams immer wieder erinnert. Es reicht nicht an vorhergehende Erfolge wie Moores Zuwendung zu Jesus heran, ist aber dennoch eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks