Christopher Morley Das Haus der vergessenen Bücher

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der vergessenen Bücher“ von Christopher Morley

New York, 1919. Roger Mifflin hat seine größte Leidenschaft, das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock - Bock wie Boccaccio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert, angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als der ihm seine Dienste anbietet. Dennoch freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag - der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben ...

Bis zur ersten Hälfte wirklich gut, dann wandelt es sich komplett in etwas krimiartiges. Schade, hat mir das Buch irgendwie verdorben.

— FraeuleinHuetchen

Es dauerte, bis ich in die Geschichte hineinkam, aber dann: Wurde ein toller Roman daraus! Kategorie: Liebenswert skurril.

— Manuela_Kraemer

Verwirrend, anstrengender Schreibstil, aber viel Liebe zum Buch!

— YvetteH

Eine Liebeserklärung an die Bücher

— Leylascrap

Ein Muss für alle Bibliothekare und Buchhändler. Eine Empfehlung für den Rest.

— Dirarose

Eine Buchhandlung zum Verlieben. Und da spukt es.

— walli007

Zauberhafter, etwas verträumter Roman für Buchliebhaber der besonderen Art.

— Buchperlenblog

Habe es nach ein paar Seiten weglegt. Der Schreibstil war überhaupt nicht mein Fall.

— Linker_Mops

Wunderbare Aussagen zu Büchern und zur Liebe zu diesen. Die Geschichte um den Sprengsatz hingegen ist etwas mau und passt nicht zum Buch.

— Buchtick

Charmant und schrullig, manchmal etwas plump.

— Contresse

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  • Naja- ehe rnicht so meins

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Domic

    13. November 2017 um 20:53

    Ich habe das Buch auf englisch gelesen, da heißt es "The Haunted Bookshop"  Hm- irgendwie ganz anders, als ich gedacht hatte. Ist eher ein Krimi als eine Geschichte rund um den Buchhandel, in der Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg -und die Deutschen kommen nicht wirklich gut weg, die sind die Bösewichte in der Story. Irgendwie auch ganz nett, aber ich hatte eher etwas in Richtung "Die souveräne Leserin" erwartet. Das Hörbuch war aber recht ordentlich gelesen. Sind eher 3 1/2 Sterne als 3. 

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  • Eine Buchhandlung wird zum Tatort eines Versprechens

    Das Haus der vergessenen Bücher

    FraeuleinHuetchen

    16. September 2017 um 10:54

    Roger Mifflin betreibt mit seiner Frau und unterstützt von Hund Bock ein Antiquariat in Brooklyn. Bücher sind sein Leben und noch wichtiger ist seine Mission, jedem Menschen das richtige Buch als seine Medizin zu geben. Schon bald treten zwei junge Menschen in das Leben der Mifflins ein. Zum einen ein junger Werbemensch namens Audrey Gilbert, der Mifflin zwar nicht als Kunden, aber als Freund gewinnen kann. Zum anderen Titania Chapman, Tochter eines hoch geschätzten Stammkundens, die mehr Realität und mehr Literatur kennen lernen soll und so als Lehrling zu dem Mifflins kommt. Hätte das Buch sich so weiterentwickelt wie man nach dem Ende der ersten Hälfte vermutet hätte, nämlich Gilbert und Chapman entdecken – dank Mr. Mifflin – die Liebe zur Literatur und zu einander, wäre es bei mir wesentlich besser angekommen. Stattdessen mündet es in einen Krimi-Plot âla junge Held wächst über sich hinaus und rettet Jungfrau in Nöten. Nicht das ich Krimis schlimm finde, aber ich habe es so nicht erwartet. Schade fand ich auch, dass dadurch Gilbert zur Hauptfigur der zweiten Hälfte wurde, obwohl ich Mr. Mifflin in der ersten Hälfte so lieb gewonnen und mich teilweise laut über ihm amüsiert hatte. An sich ist das Buch aber nicht schlecht. Man muss sich halt auf den Inhalt einstellen. Der Erzählstil ist, wie auch in „die Buchhandlung auf Reisen“, welches ich zuerst gelesen habe, sehr angenehm und leicht zu lesen. Abschließend noch kurz bei diesem Buch, wie bei dem Prolog, finde ich das Cover echt schön. Trotz des flächendeckenden Einsatzes von blau bzw. rot wirken sie sehr ruhig, da nur noch schwarz und weiß hinzukommt. Und ein Hauch vintage, den es ausstrahlt, ist nie verkehrt.

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  • Spukt es hier wirklich?

    Das Haus der vergessenen Bücher

    YvetteH

    23. July 2017 um 21:33

    Klappentext:New York, 1919. Roger Mifflin hat seine größte Leidenschaft, das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock - Bock wie Boccaccio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert, angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als der ihm seine Dienste anbietet. Dennoch freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag - der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben ...Meine Meinung:Aufgrund des Titels hatte ich mich, als absolute Büchernärrin, total auf das Buch gefreut.Leider konnte ich, wegen des anstrengenden Schreibstils und den vielen Monologen über Bücher, die allerdings sehr viel Liebe zu ebendiesen zeigen, das Buch nicht wirlich genießen.Die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen, allerdings blieben sie bis auf Mr. Mifflin und Mr. Gilbert ziemlich farblos und auf ihr Äußeres reduziert.In der Handlung fehlte mir leider der rote Faden und leider zog sich die Geschichte auch ziemlich in die Länge.Mein Fazit:Sicher ein gutes Buch für Buchhändler, für alle anderen sei gesagt: Man muss es mögen.3 Sterne

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  • Nicht perfekt, aber voller Atmosphäre...

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Creed

    27. June 2017 um 18:10

    Ein launig geschriebener, im Jahre 1919 erschienener Roman, der eine recht eigenwillige Mischung aus Literaturwissen, Philosphie und Spionagekrimi darstellt. Wirklich nett zu lesen, oft humorvoll geschrieben, aber die Spionagestory will irgendwie nicht so recht zu den ersten 100 Seiten des Buches passen, die ganz im Zeichen einer literarischen Liebeserklärung an die Magie der Buchantiquariate stehen. Durchaus voller Atmosphäre, mit einem schrulligen, liebenswerten Hauptcharakter besetzt, erschafft Morley ein Wohlgefühl beim Lesen, dadurch wirkt der erst spät richtig zum Tragen kommende Kriminalplot etwas aufgesetzt, so als wäre sich der Autor nicht sicher, ob der literaturgeschichtlich durchsetzte erste Teil des Romans für ein komplettes Buch ausreiche. Die Spionagestory an sich ist gar nicht so schlecht und greift natürlich (bedingt durch das Erscheinen des Romans kurz nach dem Ersten Weltkrieg) das Klischee des bösen Deutschen auf, was man Christopher Morley aber nicht unbedingt zum Vorwurf machen muß. Fazit: Recht unterhaltsam und ironisch geschrieben, mit vielleicht ein wenig zuviel Aufzählung von alten, hierzulande eher unbekannten Buchtiteln und einer etwas deplatzierten Kriminalgeschichte.

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  • Leserunde zu "Wünsch dich ins Märchen-Wunderland" von Mahandra Uwe Schmitt (Hrsg.)

    Wünsch dich ins Märchen-Wunderland

    stebec

    ~~~~~~~~ Hier gibt es KEINE Bücher zu gewinnen~~~~~~~~~~~~~~~Dies ist der Lesemarathon unserer „Zukunft vs Vergangenheits“-Gruppe und unserer Werwolfrunde ~~~~~~~~ Lesemarathon zum Thema „Märchen“ - 03.3.-05.03.2017 Um dabei zu sein, braucht ihr keine Märchenkenner zu sein oder Märchen zu mögen. Zu unserer Werwolfrunde hier auf Lovleybooks veranstalten wir immer einen Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal wieder so ein Marathon statt. Größtenteils wird es sich thematisch um "Märchen" gehen, weil dies das Thema unserer aktuellen Werwolfrunde ist. Welche Bücher ihr euch dazu aussucht ist vollkommen egal.  Wir wollen zusammen lesen und gemütliche Stunden zusammen verbringen. ♦ZIELE:♦ Setzt euch welche! Wie viele Seiten wollt ihr an diesen drei Tagen schaffen? ♦DIE REGELN:♦ Und auch diesmal gibt es wieder eine kleine Neuerung, die euch zum lesen motivieren soll. Und zwar: Durch einen ganz blöden Zufall habt ihr die Märchengeschichten durcheinander gebracht. Nun müsst ihr versuchen alles wieder in Ordnung zu bringen. Hierzu stellen wir euch in regelmäßigen Abständen Fragen und Aufgaben, die ihr erfüllen könnt, um den Märchenfiguren zu helfen. Um die Aufgaben zu bestehen, müsst ihr euren Charakter entwickeln, damit dieser immer besser wird, solltet ihr regelmäßig in unserem Shop vorbeischauen und euch mit allerlei nützlichen Items eindecken. Hierzu könnt eure bereits gelesenen Seiten in Knöpfe umtauschen. Die offizelle Währung des Märchenlandes. Natürlich bekomtm ihr für die erfüllten Aufgaben auch Knöpfe als Belohnung. ♦DAS ENDE♦ Um ein Märchen-Happy End zu erreichen, müsst ihr eure Ziele schaffen. Je mehr Seiten ihr schafft, desto besser wird das Ende für euch. ♦DER SHOP:♦ Im Shop könnt ihr wieder fleißig zuschlagen und eure Knöpfe ausgeben. Aber wartet nicht zu lange! Einige Items sind nur in geringer Stückzahl auf Lager. ♦MITMACHEN:♦ Schreibt bitte einfach kurz einen kleinen Beitrag mit "Hallo ich bin dabei und ich nehme mir vor..." und erstellt einen Sammelbeitrag. Wir bitten euch zudem Sammelbeiträge zu erstellen, in denen Ihr eure gelesenen Seiten, eure Knopfanzahl und eure Sammelaufgaben postet. Damit alles etwas übersichtlicher ist für die Auswertung. ******************************************** WICHTIG: Unsere gestellten Fragen werden so weit wie möglich einen Bezug zu Märchen haben. Dies muss nicht für eure ausgewählten Bücher gelten. Es darf gelesen werden, was Spaß macht. Zudem sind zu diesem Marathon nicht nur Teilnehmer unser " Zukunft vs. Vergangenheitschallenge" und " Werwolfrunde" eingeladen. Jeder Leser ist willkommen. WANN STARTEN WIR? Der Marathon startet am Freitag, den 03.0.2017 um 15 Uhr und endet am 05.03.2017 um Mitternacht. Der Spaß bei unserem Lesemarathon ist natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto "Alles kann, nichts muss" könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wir ihr mögt. Wir streuen in regelmäßigen Abständen Aufgaben und Rätsel ein und setzten uns gerne Ziele, um den Spaßfaktor ein wenig zu erhöhen, beides ist aber nicht verpflichtend. ******************************************************** Habt ihr Fragen, Anregung oder Rätsel, die ihr uns für den Marathon zukommen lassen mögt? Gerne nehmen wir jede Hilfe an. Schreibt einfach eine kurze PN an: gut:AnnikaLeu => Der eiserne HeinrichMitchel06  => Peter Panböse:stebec => Die MeerhexeBlueSunset => Die Schneekönigin ******************************************************* 👫Teilnehmerliste:  ✽ Nelebooks  ✽ katha_strophe ✽ Henny ✽ mysticcat ✽ Jezebelle ✽ papaverorosso ✽ pinucchia ✽ MissSnorkfraeulein ✽ Pippo ✽ Sanjewel ✽ Vucha✽ Tatsu✽ kattii✽ KnorkeVergangene Runden: Vampire Diaries (03.02-05.02 Wunderschöne Winterzeit (27.12-30.12.) Supernatural (11.11.-13.11) Games of Thrones (14.10-16.10) Asterix - Der Gallier (09.09-11.09) Alice im Wunderland (Mitte Juni)

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  • Das Haus der vergessenen Bücher

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Leylascrap

    20. January 2017 um 16:31

    Roger Mifflin betreibt in Brooklyn, New York ein Buchantiquariat in dem nur Bücher führt, die seiner Meinung nach Lesenswert sind oder anders gesagt kein Schwund sind.  Man findet ihn versteckt im Laden, der voll von Rauch gefüllt ist. Er drängt sich den Menschen nicht auf. Wer was von ihm möchte, findet ihn schon. So ergeht es dann Mr. Gilbert, als er einiges Tages in den Laden kommt um Mr. Mifflin zu überzeugen, dass er Werbung für seinen Laden bräuchte die er (Mr. Gilbert) ihn verkaufen möchte. Doch Mr. Mifflin hält nichts davon für Werbung  zu zahlen. Trotzdem mag er Mr. Gilbert irgendwie und lädt ihn spontan Abend zum Essen bei sich ein. Denn seine Frau war außer Haus und er hätte somit etwas Gesellschaft, die Mr. Gilbert gerne leistete.  Zwischen den Beiden entsteht eine Art Freundschaft, aber als merkwürdige Dinge passieren, zweifelt Mr. Gilbert, ob man Mr. Mifflin noch trauen kann oder was das alles zu bedeuten hat, was plötzlich alles geschah. Sein Interesse an dem Laden lässt nicht nach, was auch an der neuen Angestellten Mrs. Chapmann liegt, die seine Aufmerksam auf sich lenkt.  Zunächst wirkt das Buch sehr philosophisch, und man bekommt er den Eindruck das es mehr eine Aufzählung von Büchern ist, die es Wert sind gelesen zu werden. Doch nach und nach entwickelt es sich mehr zu eine Art Krimi. Mehr und mehr zieht das Buch einen in seinen Bann. Zudem bekommt man Anregung zu meist längst vergessenen Büchern. Aber Obacht, es sind auch Bücher benannt, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Da die Geschichte in der nachkriegszeit handelt, dreht es sich auch um das Thema nach dem 2. Weltkrieg.  Das Buch ist auf jeden Fall anspruchsvoller als die meisten Bücher die ich vorher gelesen habe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen, gefiel es mir immer besser. Daher vergebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen. 

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  • Schon drollig,

    Das Haus der vergessenen Bücher

    BuecherKaterTee

    09. May 2016 um 09:44

    dass wir dieses Buch schon im Bestand hatten, als ich das Buch "eine Buchhandlung auf Reisen" des selben Autors, nämlich Christopher Morley, zu mir nahm. Warum derAtlantik Verlag "das Haus der vergessenen Bücher" eher herausgebracht hat, als den Vorgängerroman, weiß ich nicht, ich bin aber sehr dankbar für beide. "Das Haus der vergessenen Bücher" ist einerseits die Fortsetzung der Geschichte von Roger Mifflin und Helen McGill, andererseits ist es eine ganz eigenständige Geschichte, in der es nicht nur - wenn auch hauptsächlich - um Bücherlust und den Wert der Literatur geht. Mifflin wird in einen Kriminalfall hineingezogen und mit ihm zwei junge Menschen, die sich im Antiquariat kennenlernen, das Roger Mifflin in Brooklyn betreibt:

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  • Leider etwas vorhersehbar, aber sonst klasse!

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Toirse

    07. May 2016 um 22:07

    Dieses Buch ist von 1919! Also das Original, die Übersetzung ist von 2014. Es hat, wie ich finde, deswegen einen ganz besonderen Charme. Der Autor Christopher Morley stand wirklich unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs, als er dieses Buch schrieb. An sich: Für jemanden, der vor noch nicht so langer Zeit diverse Bücher aus der Zeit gelesen hat (aka Me, myself and I) ist der Plot ziemlich vorhersehbar. Für jeden Krimi-Fan wahrscheinlich auch. ABER:  Jede Zeile, ach was jedes Wort und jedes Leerzeichen triefen quasi vor Liebe zu Büchern. Zwar kenne ich kaum eins der immer mal wieder zitierten Bücher, aber egal. Ich mag auch so eine Buchhandlung haben, vorzugsweise direkt um die Ecke. Mir kam es eher so vor als sei die Rahmenhandlung nur eine Entschuldigung um ausführlich über Bücher und Buchhandlungen schreiben zu können! Und dieses Buch ist witzig, also vielleicht nicht konventionell witzig, aber meinen Humor trifft es ziemlich gut. Vor allem was Rumhacken auf der Werbebranche :) Und die Charaktere sind auch wirklich gut charakterisiert und nicht Schema-F (zu mindestens nicht nach heutigen Standards ^^) Fazit:  Ein kurzes Büchlein für zwischendurch für alle Buchliebhaber, die ein bisschen Spannung abkönnen. Aber Vorsicht: In diesem Buch kommen Bücher zu Schaden. Mehrere. Ich habe dich gewarnt, also beschwere dich bitte woanders, falls du ein Trauma davongetragen hast. 4 Sterne, weil es leider etwas vorhersehbar istDiese Rezension erschien zuerst auf meinem Blog Büchernest.

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  • Eine grandiose Atmosphäre, die ansteckend wirkt, aber wenig darüber hinaus bietet.

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Floh

    Welche Leseratte liest nicht gern Bücher über Bücher oder Bibliothekare? Mit dem Titel „Das Haus der vergessenen Bücher“ möchte man dieses Buch von Autor Christopher Morley sogleich adoptieren und es kennenlernen. So wurde zumindest meine Neugierde geweckt, von Titel und Beschreibung fühlte ich mich dem Buch zugetan. Die vielen unterschiedlichen Rezensionen bisher, die von völlig hingegeben und begeistert, bis sehr verwundert oder enttäuscht alles bieten, bieten mir nun eine Herausforderung mir meine eigene Meinung zum Buch zu bilden.Erschienen im Atlantik Verlag (http://www.atlantikverlag.de/) Der Inhalt / Klapptext:„New York, 1919. Roger Mifflin hat seine größte Leidenschaft, das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock - Bock wie Boccaccio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert, angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als der ihm seine Dienste anbietet. Dennoch freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag - der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben ...“Der Schauplatz / Kulisse:Wie erhofft und auch zu erwarten, macht der gewählte Schauplatz und der Rahmen der Handlung, Mr. Mifflins Buchhandlung Parnassus im New Yorker Stadtteil Brooklyn, auf jeden Fall den Zauber des Romans aus und ist sozusagen sein Herzstück. Diffuses Licht, dick verstaubte Bücherregale bis zur Decke, alter Zigarrenrauch, der Geruch alter und wertvoller Bücher und Papier. Gedämpfte Geräusche, eine Ruhe und Einsamkeit… Das erzeugt Wünsche und Bilder bei einem jeden Leser, der Bücher und die Welt rund um das Buch liebt. Diese einmalig und authentisch antiquarische Atmosphäre wurde hier an den Schauplätzen wunderbar eingefangen. Das durch Worten gezeichnete Bild eines magischen, verwunschenen Ortes, in den man abtauchen und träumen kann. Dazu passen auch der selbst ein wenig antiquarisch anmutende und exzentrische Buchhändler Mr. Mifflin, seine leicht schrullige, aber herzliche Frau und sein alter Hund Boccaccio. Die Figuren und der Buchladen wirken auf jeden Fall sehr stimmungsvoll und haben mich beim Lesen sehr beeindruckt. Die Charaktere:Ein Buchladen braucht natürlich auch die passenden Protagonisten und Besitzer. Zum stimmigen Schauplatz hat der Autor Ch. Morley mit Mr Mifflin und seiner Frau samt Hund ein passendes Pendant zur staubigen Kulisse geschaffen. Protagonisten nebst Umfeld werden eins. Aber neben den beiden Hauptprotagonisten gibt es noch weitere bedeutende Rollen, die sich im Buch ergänzen. Die junge Titania und der Werbetexter Aubrey, wirbelnd die Atmosphäre ganz schön auf, beinahe erscheinen sie hier wie Eindringlinge in diese magische Welt, was sie aber nicht unsympathisch macht. Vielmehr kann man sich als Leser mit den beiden identifizieren und staunt gemeinsam mit ihnen über das kleine Reich von Mr. Mifflin. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass Aubrey im Laufe der Handlung eine so große Rolle spielen würde, aber gegen Ende richtet sich der Blick des Erzählers mehr auf ihn als auf Mr. Mifflin selbst, was mich manchmal ein wenig gestört hat.Meine Meinung / Eindrücke:Die Handlung an sich ist leider eher schwach und zeichnet sich kaum wirklich ab. Was will mir das Buch eigentlich sagen? Worum geht es? Wo ist der rote Faden? Von Anfang an weiß man nicht so recht, welche Richtung Autor Christopher Morley mit seinem Roman einschlagen möchte und wo die Geschichte den Leser hinführt. So fiel es mir teilweise schwer, mich zum Weiterlesen durchzuringen, was auch an den seitenlangen Dialogen und Monologen und Mr. Mifflins Ausschweifungen über Bücher und Schriftsteller liegt. Nicht, dass es uninteressant wäre, ihm zu lauschen und sich von seinem Eifer und seiner Liebe zu Büchern mitreißen zu lassen, aber es bringt die Handlung irgendwie nicht weiter und so hat man das Gefühl, dass Morley sich einfach nur bemüht, auf jeder Seite seine Liebe zu Büchern zum Ausdruck zu bringen. Was ihm auch gelingt, was aber irgendwann auch einfach überladen wirkt und den Leser leicht langweilt und keinen weiteren Sinn bietet. Zwar malt der Autor wunderbare Bilder durch Worte und bietet dem Leser Raum für eigenen Fantasien, aber irgendwie fehlt mir hier die Hand, die mich greift und mir den Weg durch das Buch zu seiner eigentlichen Aussage und Thema führt. Gegen Ende des Romans wartet schließlich eine Überraschung auf den Leser (daher lohnt sich das Weiterlesen auf jeden Fall), mit der man tatsächlich nicht mehr rechnen würde. Hier bekommt der Zauber der alten Buchhandlung einen ganz neuen Schliff, der zum Sinnieren und Nachdenken anregt. Ein schönes, ruhiges, und dezentes Buch. Ein Ausflug in eine andere Welt, jedoch verliert sich Morley immer wieder in ausschweifenden und detailreichen Ausführungen, was irgendwann ermüdend ist und sich der Leser einfach darin nicht mehr unbedingt verlieren will. Der Schreibstil ist schon etwas sehr besonderes und nicht alltägliches. Man muss ihn entweder sofort lieben, oder man bleibt auf Distanz und kann sich nur schwer entführen lassen. Morleys Mut und seine eigene Richtung und sein Stilmittel wiederum haben mir sehr imponiert und gefallen, jedoch konnte es mich nicht ganz überzeugen. Das Geschriebene wirkt in gewisser Weise amüsant und doch so vertraut. Man kennt doch die Liebe zu Büchern… Hach* Der Erzähler bezieht den Leser immer wieder mit ein und spricht ihn direkt an, was einem das Gefühl vermittelt, direkt dabei zu sein und als wäre das Buch nur für einen selbst geschrieben worden. Dabei wechseln die Perspektiven in unterschiedlichen Handlungssträngen mal von Audrey, Mr Mifflin (ich liebe diesen Namen übrigens) oder Titania zu Mrs Mifflin und einigen Nebenrollen. So kommt dann doch etwas Tempo und Abwechslung ins Buch. Der Autor:„Christopher Morley (1890–1957),Amerikaner mit englischem Humor und englischen Wurzeln, war Mitbegründer der Saturday Review of Literature, die er von 1924 bis 1940 leitete, und schrieb für die New York Evening Post. Er ist Autor von mehr als 50 teils belletristischen, teils Sachbüchern und zahlreichen Essays – darunter Das Haus der vergessenen Bücher.“Das Cover:Das Cover ist richtig toll. Es hat Stil, eine eigene Note und lädt regelrecht ein, sich das Buch zu nehmen und es anzusehen. Das hochwertige Hardcover liegt leicht und bequem in der Hand und ist von richtig guter Qualität. Top!Mein Fazit:Christopher Morleys Roman Das Haus der vergessenen Bücher ist wirklich eine ganz besondere und streitbare Lektüre. Für mich dann doch resümierend ein verwirrendes, mühsames auf intellektuell getrimmtes Werk, das zwar spannende Einzelaspekte aufweist, aber als Gesamtwerk keine Geschichte erzählt. 3 Sterne vergebe ich für die einzigartige und unverwechselbar authentische Atmosphäre der Kulissen.

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    • 8

    KruemelGizmo

    29. April 2016 um 22:32
  • Manchmal kann man gar nicht genau sagen, warum man so enttäuscht von einem Buch ist

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Bibliomania

    Eigentlich wäre es so schön gewesen. Eine Antiquariat in Brooklyn, ein etwas schrulliges Ehepaar, ein junges Mädchen und eine kleine Verschwörung. Doch irgendwie war dem nicht so. Mr. Mifflin schwadroniert über etliche Autoren, die mir größtenteils überhaupt gar nichts sagen. Von einigen habe ich zumindest die Namen schon einmal gehört. Er und seine Frau nehmen einem guten Kunden zu Liebe dessen Tochter in ihrem Laden auf, damit sie lernt, im Leben ihr eigenes Geld zu verdienen. Eines Tages betritt ein junger Werbe-Mann namens Aubrey Gilbert das Antiquariat und versucht Mr. Mifflin zu überzeugen, dass sich gute Werbung bezahlt macht. Obwohl dieser ablehnt, verbringt der junge Mann ab sofort mehr Zeit bei den Mifflins, was wohl auch an Titania, der neuen Aushilfe, liegt. Zufällig bekommt Aubrey mit, dass wohl ein Verbrechen im Gange ist und da er sich sofort in Titania verliebt hat, möchte er die junge Frau beschützen, die ihm allerdings nicht glaubt. Ich bin irgendwie mit den Charakteren nicht richtig warm geworden und konnte, wie gesagt nicht viel mit den vielen amerikanischen Schriftstellern nichts anfangen. In dieses Setting noch eine kleine Krimi-Handlung einzubauen, fand ich dann auch noch zu viel des Guten, andererseits wäre das Buch sonst wohl auch noch langweiliger gewesen. Die Figur um Titania war besonders nervig und nicht gerade authentisch. Tja, nicht alle Bücher, in denen es um Literatur, Bücher oder das Lesen geht, sind toll. Leider.

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    • 2
  • Da fehlte nicht nur ein buch, sondern auch die Spannung.

    Das Haus der vergessenen Bücher

    LarryPi

    26. March 2016 um 16:38


    Das war leider so gar nicht nach meinem Geschmack.
    Sehr langatmig und langweilig, die Story kam einfach nicht in Fahrt. Ende so lala. 

  • Für alle Bibliophilen schön, aber kein MUSS

    Das Haus der vergessenen Bücher

    dominona

    10. March 2016 um 20:41

    Bücher sind was Tolles und Krieg ist es nicht. Die Geschichte des Buches ist eher mittelmäßig, aber ein paar schöne Gespräche ergeben sich zwischen den Figuren. Erstaunt hat mich, dass dieses Buch erstmals ins Deutsche übersetzt wurde, ist es doch bereits 1919 erschienen. Mit diesem Hintergrund ist es ganz ordentlich geworden.

  • Interessant, muss aber nicht

    Das Haus der vergessenen Bücher

    MariaAlexandra

    23. January 2016 um 13:39

    "Ja, so schön war das damals bei uns  – so kurz nach dem Krieg", hört man in anbetracht dieses Romans die Seele eines längst verstorbenen Buchhändlers wispern ... 1919 hatte eben alles noch seine Ordnung: Der Buchhändler liest, raucht und philisophiert den ganzen Tag, die Frau kocht das Essen und ein reicher Kurpflaumen-Hersteller schickt sein Töchterchen als Azubine, damit sie auch mal eine Ahnung vom Leben bekommt, in die Buchhandlung. Es gab klare Feindbilder, eindeutige Klassen und Literatur war Privileg. Besonders habe ich gelacht, als der ehrwürdige Mr Mifflin sinngleich meinte: "Ein Beikoch hat das Buch gestohlen? Wenn selbst ein Beikoch das Lesen anfängt, dann sind wir reif für die Demokratie ..." Die Selbstgerechtigkeit und Besserwisserei des Herrn Mifflin ging mir gehörig auf den Keks. Die erzählte Geschichte ist fast schon ein Gleichnis auf die explosive Kraft von literarischen Stoffen und nunja, ... ganz solide, auch wenn sie heutzutage arg konstruiert wirkt. Doch mag ja sein, dass es damals total schwierig war, ein sehr bekanntes Buch in einer Buchhandlung zu finden und man dann solche Anstrengungen aufwenden musste ... Die angenehme Vorlesestimme entschädigt aber vieles (ich hab das Hörbuch) und alles in allem war es ganz nett. Wenn man das Buch als fiktiv verklärtes Zeitdokument nimmt und als Ode an die Buchhandelskultur vor fast 100 Jahren, dann hat man schon so seine Freude daran.

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  • wenn der Geist ungelesener Bücher dich verfolgt

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Keksisbaby

    19. January 2016 um 09:20

    Der junge Aubrey Gilbert ist auf der Höhe der Zeit. Er arbeitet für eine Werbeagentur, was liegt da näher als seine Dienste dem Inhaber des kleinen Buchladens Parnassus in Brooklyn anzubieten. Roger Mifflin, lässt ihn jedoch abblitzen, lädt ihn im Gegenzug aber zum Abendessen ein, einfach aus dem Umstand heraus, dass seine Frau verreist ist und er nur ungern allein speise. Die beiden Herren werden Freunde und Aubrey kehrt immer öfter zu dem Antiquariat zurück. Das könnte aber auch an dem Umstand liegen, dass er sich ein bisschen in die Aushilfe Titania Chapman verguckt hat. Die ist die Tochter eines reichen Industriellen und soll umgeben von der Literatur die Flausen, die ihr die höhere Töchterschule eingebläut hat vergessen. Mysteriöser Weise verschwindet ein ganz bestimmtes Buch immer wieder aus der Buchhandlung und taucht dann unvermittelt und ebenso geheimnisvoll wieder auf, um wieder zu verschwinden. Aubrey sieht Titania in Gefahr und ehe er sich versieht ist er verstrickt in ein Komplott von Staatsbedrohendem Ausmaß.   Ich habe das Buch innerhalb von wenigen Stunden verschlungen. „Das Haus der vergessenen Bücher“ ist ein Must-Read für jeden Bibliophilen wie mich. Dass das Werk schon vor 100 Jahren entstand, merkt man ihm kein bisschen an. Vielmehr findet man sich schon bald in einem spannenden Kriminalfall wieder, wo Aubrey versucht als Ritter in strahlender Rüstung das Herz des Edelfräuleins zu erobern. Aubrey ist geblendet von dem Fortschritt der Zeit, als er zum ersten Mal das Antiquariat betritt. Er meint Roger Mifflin belehren und bekehren zu müssen, das er doch für sein Geschäft werben müsse, um zu überleben. Schön war es zu lesen, wie der Jungspund schon bald vom Gegenteil überzeugt wird und Roger ihm verdeutlicht, dass die wahre Literatur keine Werbung benötige, sie spreche für sich selbst. Etwas kauzig jedoch unwahrscheinlich liebenswert fand ich Mr. Mifflin sofort sympathisch, zumal mir seine Überzeugung Bücher können heilsam für Menschen seien und es sei an ihm die richtigen Bücher den richtigen Menschen, zur richtigen Zeit zu vermitteln, sofort ans Herz wuchs. Hatte ich auch erwartet Titania sein ein verzogenes Industriellentöchterchen wurde ich eines besseren belehrt, denn mit ihrer frischen zupackenden Art bringt sie Leben in die Buchhandlung. Gepaart mit der Kriminalstory ergab das Ganze eine Mischung, die mich nur so durch die Seiten fliegen ließ.   Es ist einfach ein Buch, dass man als Bibliotheken/Buchhanlungs- oder sonst Bücherverrückter in der Hand gehabt haben sollte. Es versprüht soviel Charme und ist dabei spannend, dass es zeitlos ist und auch noch Menschen in 100 Jahren begeistern dürfte.

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  • Nicht so vielversprechend wie gedacht

    Das Haus der vergessenen Bücher

    Svenjas_BookChallenges

    17. January 2016 um 18:21

    Der Schauplatz, nämlich Mr. Mifflins Buchhandlung Parnassus im New Yorker Stadtteil Brooklyn, macht auf jeden Fall den Zauber des Romans aus und ist sozusagen sein Herzstück. Verstaubte Bücherregale bis zur Decke, Zigarrenrauch, der in der Luft liegt, und die antiquarische Atmosphäre haben mein Herz höher schlagen lassen und zeichnen das Bild eines magischen, verwunschenen Ortes, in den man abtauchen und träumen kann. Dazu passen auch der selbst ein wenig antiquarisch anmutende und exzentrische Buchhändler Mr. Mifflin, seine leicht schrullige, aber herzliche Frau und sein alter Hund Boccaccio. Die Figuren und der Buchladen wirken auf jeden Fall sehr stimmungsvoll und haben mich beim Lesen sehr beeindruckt.  Die beiden anderen Hauptfiguren, die junge Titania und der Werbetexter Aubrey, erscheinen hingegen wie Eindringlinge in diese magische Welt, was sie aber nicht unsympathisch macht. Vielmehr kann man sich als Leser mit den beiden identifizieren und staunt gemeinsam mit ihnen über das kleine Reich von Mr. Mifflin. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass Aubrey im Laufe der Handlung eine so große Rolle spielen würde, aber gegen Ende richtet sich der Blick des Erzählers mehr auf ihn als auf Mr. Mifflin selbst, was mich manchmal ein wenig gestört hat. Die Handlung an sich ist leider eher schwach. Von Anfang an weiß man nicht so recht, welche Richtung Morley mit seinem Roman einschlagen möchte und wo die Geschichte den Leser hinführt. So fiel es mir teilweise schwer, mich zum Weiterlesen durchzuringen, was auch an den seitenlangen Dialogen und Monologen und Mr. Mifflins Ausschweifungen über Bücher und Schriftsteller liegt. Nicht, dass es uninteressant wäre, ihm zu lauschen und sich von seinem Eifer und seiner Liebe zu Büchern mitreißen zu lassen, aber es bringt die Handlung irgendwie nicht weiter und so hat man das Gefühl, dass Morley sich einfach nur bemüht, auf jeder Seite seine Liebe zu Büchern zum Ausdruck zu bringen. Was ihm auch gelingt, was aber irgendwann auch einfach überladen wirkt und den Leser leicht erschlägt. Gegen Ende des Romans wartet schließlich eine Überraschung auf den Leser, mit der man tatsächlich nicht rechnet. Aber irgendwie passt auch diese dann nicht zur Handlung und entzaubert Mr. Mifflins Buchhandlung in gewisser Weise. Da hatte ich mir definitiv mehr erhofft. Insgesamt verliert sich Morley immer wieder in ausschweifenden und detailreichen Ausführungen, was irgendwann ermüdend ist und leider wenig dazu beiträgt, dass sich seine Geschichte spannend liest.  Der Schreibstil wiederum hat mir sehr gut gefallen, denn er wirkt in gewisser Weise amüsant und vertraut. Der Erzähler bezieht den Leser immer wieder mit ein und spricht ihn direkt an, was einem das Gefühl vermittelt, direkt dabei zu sein. Dabei begleitet man mal Aubrey, mal Mr. Mifflin und mal Titania, was für eine Art Dynamik und Abwechslung sorgt. Leider konnte der Schreibstil aber nichts daran ändern, dass die Handlung stellenweise schlicht langweilig und ermüdend war. Mein Fazit: Christopher Morleys Roman Das Haus der vergessenen Bücher ist eine amüsant erzählte Liebeserklärung an die Literatur und verzaubert vor allem mit dem magischen Schauplatz - der verstaubten Buchhandlung von Mr. Mifflin. Auch die Charaktere sind liebenswert und originell, die Handlung ist es allerdings leider nicht. Als Leser hat man die meiste Zeit über keine Ahnung, wohin Morleys Erzählung führt und seitenlange Ausschweifungen und detailreiche Beschreibungen lassen das Ganze langatmig und ermüdend wirken. Somit hat Das Haus der vergessenen Bücher meine Erwartungen enttäuscht - ich hatte mir definitiv mehr erhofft.

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