Christopher Priest

 3.8 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Prestige, Der steile Horizont und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christopher Priest

Christopher Priest wurde 1943 in Cheshire, England geboren. Er zählt zu den bedeutendsten englischen Science-Fiction-Schriftstellern; seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kurd-Laßwitz-Preis und dem Arthur C. Clarke Award. »Inversion« erhielt den British Science Fiction Association Award. Für seinen Roman »The Prestige«, der 2006 von Christopher Nolan mit Christian Bale und Hugh Jackman in den Hauptrollen verfilmt wurde, erhielt er den World Fantasy Award. Der Autor lebt mit seiner Familie auf der Isle of Bute.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Justice League

Neu erschienen am 10.03.2020 als Taschenbuch bei Panini Verlags GmbH.

Alle Bücher von Christopher Priest

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Cover des Buches Prestige9783453522114

Prestige

 (25)
Erschienen am 06.12.2006
Cover des Buches Der schöne ScheinB0025WJ3OA

Der schöne Schein

 (4)
Erschienen am 01.01.1987
Cover des Buches Inversion9783453320659

Inversion

 (2)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Deadpool Killer-Kollektion9783741601729

Deadpool Killer-Kollektion

 (1)
Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Zurück in die Zukunft.9783442231331

Zurück in die Zukunft.

 (1)
Erschienen am 01.01.1971

Neue Rezensionen zu Christopher Priest

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Rezension zu "Inversion" von Christopher Priest

Endliches All ...
Thomas_Lawallvor 13 Tagen

Wer weiß, wie schwierig oder gar unmöglich die Lösung inverser Probleme in der Mathematik ist, kann sich in etwa vorstellen, was der Titel dieses Romans andeuten könnte. "Inversion" verspricht also einiges ... und dieses Versprechen wird gehalten!

Eine untergeordnete Rolle spielt dabei, dass der Roman bereits 1974 erschienen ist, und sechsundvierzig Jahre später in Heynes Reihe "Meisterwerke der Science-Fiction" eine Wiederveröffentlichung erlebt. Wenn er etwas verstaubt daherkommt, mag dies nicht unbedingt an der etwas spröden Art des Autors, sich auszudrücken, liegen, sondern ist eher der Absicht abzuleiten, Spannung zu erzeugen, dies allerdings in einem durchaus unüblichen Maß.

Die Hauptfigur, Helward Mann, ist in diesem Zusammenhang wenig zu gebrauchen. Als "Gildenvoluntär" verbringt er, gerade sechshundertfünfzig "Meilen" alt geworden, sein Leben in "Stadt Erde" und bekommt nun die Gelegenheit, im Rahmen seiner Ausbildung zum "Zukunftsvermesser", den vermeintlich sicheren Rahmen der sich langsam fortbewegenden Stadt zu verlassen.

Fortan ist nichts mehr, wie es war. Weshalb dieser enorme Aufwand, eine Stadt auf Schienen, welche permanent ab- und wieder aufgebaut werden müssen, voranzutreiben, dies unter Zeitdruck und nur um ein ominöses, imaginäres "Optimum" zu erreichen?

Dies und anderes herauszufinden bereitet sicher nicht nur genreinfizierten Leserinnen und Lesern größtes Vergnügen. Geduld ist dafür allerdings eine Voraussetzung, wobei von einer zeitgleichen Fahndung nach literarischem Anspruch, und der damit verbundenen vergeblichen Suche, abzuraten wäre.

Belohnt wird man dafür allerdings mit der spannenden Bekanntmachung und dem Kennenlernen physikalischer Besonderheiten und Abnormitäten. Der Held ist auf seinen Ausflügen nach Süden in die "Vergangenheit" sowie in die "Zukunft" nach Norden sich grundlegend unterscheidenden Einflüssen ausgesetzt, was den Wunsch nach umfassender Aufklärung ins Unendliche dehnt.

Priest verließ die ausgetretenen Pfade des Genres auf radikale Weise. Dem bekannten System eines endlichen Planeten in einem unendlichem All stellte er den Entwurf eines unendlichen Planeten in einem endlichen All gegenüber! Wie sich das verhält, funktioniert und anfühlt verrät "Inversion"!

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Rezension zu "Inversion" von Christopher Priest

Christopher Priest - Inversion
einz1975vor 3 Monaten

Wenn wir in den Himmel schauen und die Sonne sehen, wissen wir Dank der Wissenschaft, dass sie rund ist und ein gigantischer Stern. Was aber, wenn Teile dieses Wissens verloren gegangen sind? Helward Mann lebt schon immer in der Stadt. Er hat sie auch nie verlassen, bis zu dem Tag, an dem er in die Gilde seines Vaters aufgenommen wird. Ab jetzt beginnt das eigentliche Leben für ihn. Er muss zuerst körperlich schwere Arbeit leisten und hilft beim verlegenen von Bahnschienen. Auf diese wird die gesamte Stadt gezogen, immer Richtung Norden, dem Optimum entgegen. Eine Stadt auf Rädern? Warum das denn?

Bevor diese Frage beantwortet wird, erzählt Priest erst einmal wie diese Welt funktioniert. Es gibt ein strenges Gilden-System, Ehen werden vereinbart und Fragen sollte man besser nicht stellen. Helward durchlebt jetzt jede Phase der Stadt und verstehst nach und nach warum sie sich bewegen muss. Nach Norden, um in der richtigen Zeit und Geschwindigkeit zu sein, denn im Süden ist alles andersherum. Hier vergeht die Zeit rasend schnell und der Boden wird tief in einen Abgrund gezogen - Das Ende der Welt! Gibt es das wirklich? Sind wir immer noch auf der Erde oder auf einem anderen Planeten?

Keine Angst, so weit weg sind wir gar nicht, nur das Wann und das Wie ist diesmal entscheidend. Der Autor hat eine überraschende Art und Weise die Dinge zu erklären. Physikalische Gesetze werden hier auf den Kopf gestellt und mit diesem Geheimnis lässt er den Leser bis zum Schluss zappeln. Es ist anfänglich auch gar nicht so einfach sich diese Welt vorzustellen. Das gleiche gilt für die gesellschaftlichen Zwänge, in der die Figuren stecken, sowie ihre Ängste und Entdeckungen. Das führt auch beim Leser zum abschweifen der Gedanken. Anfänglich bleibt man gut am Wort hängen, doch später liest man zeitweise einfach nur weiter.

Vielleicht ist es auch der Zeit geschuldet. Als Priest dieses Buch schrieb, waren wir mitten in den 70er Jahren. Die Welt war erneut im Wandel. Kriege gab es immer noch und dem Menschen wurde langsam bewusst, dass alles endlich ist. Zukunft ist auch hier ein Wort, welches man mit Unsicherheit in Verbindung bringt. Genauso Leben auch die Bewohner in der Stadt. Immer in Hetze das Optimum zu erreichen, nicht mehr zurückschauen, kein Stopp, es muss weiter gehen. Wohl einer der seltenen Ansätze, sich tiefgründiger mit dem Leben in der Gesellschaft auseinanderzusetzen, mit dem Wink der Technik und den Sprung in das Morgen.

Fazit:
Eine unvergleichliche Idee! In starken Zeilen verpackt, bekommt man hier eine Geschichte, welche von der Idee her so noch nicht dagewesen ist. Allein die fahrende Stadt ist schon faszinierend und erfährt man wie die Welt dazu funktioniert, findet man Bewunderung für den Autor. Es gibt sicherlich auch Passagen, welche nicht mehr zeitgemäß sind, aber dann gibt es wieder diese Momente, in denen man wundervoll vor dem Kopf gestoßen wird. Nicht immer leicht zu folgen, aber interessant und ungewöhnlich.

Matthias Göbel

Autor: Christopher Priest
Übersetzung: Yoma Cap, Kristof Kurz
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 9783453320659

Kommentare: 2
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Rezension zu "Das Kabinett des Magiers" von Christopher Priest

Zwei Magier die sich das Leben zur Hölle machen..
Guggivor 3 Jahren

Da der Film Prestige mein Lieblingsfilm ist, musste ich unbedingt dieses Buch lesen.

Der Film ist nur eine Ableitung von dem Buch, vieles ist ganz anders doch gibt es immer wieder Momente, die einem bekannt vorkommen, wenn man den Film kennt.

Das Buch ist durchwegs spannend und verlangt viel Aufmerksamkeit, damit man den Faden nicht verliert. Die Geschichte wird aus der Sicht beider Magier einzeln erzählt.

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