Christopher Reich Getäuscht

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Inhaltsangabe zu „Getäuscht“ von Christopher Reich

Als der junge Arzt Jonathan Ransom in London in ein Attentat auf den russischen Außenminister gerät, zerbricht sein Leben in Scherben. Die Polizei verdächtigt ihn, mit den Drahtziehern in Verbindung zu stehen. Aber er ist unschuldig. Jonathan flieht und macht eine schreckliche Entdeckung: Hinter dem Attentat steckt offenbar seine eigene Frau, die seit Jahren ein Doppelleben führt: sie ist eine international gesuchte Topterroristein. Sie hat bereits ein neues Anschlagsziel, das Tausenden das Leben kosten könnte. Doch Jonathan glaubt nicht, dass seine Frau zu einer solchen Tat fähig ist. Die Suche nach der Wahrheit wird für ihn zu einem Wettlauf gegen die Zeit.

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    Getäuscht
    WolffRump

    WolffRump

    02. August 2013 um 18:11

    Genre: Thriller Umfang: ca. 570 Seiten (Print) Serie: Der Roman baut auf seinem Vorgänger auf. Er bietet jedoch eine abgeschlossene Handlung. Inhalt: Der Arzt Jonathan Ransom kehrt aus Kenia nach London zurück, um an einer Konferenz teilzunehmen. Dort trifft er sich mit seiner Frau Emma, die sich auf der Flucht befindet, seit sie ein Komplott ihres ehemaligen Arbeitgebers, einem US-Geheimdienst, aufgedeckt hat. Als Jonathan Emma unbemerkt folgt, gerät er in einen Bombenanschlag, der offenbar einen russischen Politiker zum Ziel hatte. Jonathan gerät in Verdacht, als Komplize seiner Frau selbst in den Anschlag verwickelt zu sein. Er flüchtet vor der Polizei und versucht seine Frau zu finden, um seine Unschuld zu beweisen und um sie vor den Häschern des Geheimdienstes zu schützen, die sie ausschalten wollen. Je näher er Emma kommt, desto beunruhigender sind die Fakten, die Jonathan über ihre Vergangenheit erfährt. Sie ist eine vollkommen andere, als diejenige, als die sie sich während ihrer Ehe ausgegeben hatte. Als Jonathan erfährt, dass sie einen Anschlag auf ein französisches Atomkraftwerk plant, versucht er seine Frau aufzuhalten. Perspektive: Wechselnde personale Perspektiven unterschiedlicher Figuren. In kleineren Passagen sind auch auktoriale Elemente enthalten. Erzählzeit: Vergangenheit. Setting: London; unterschiedliche Orte in Frankreich und Italien. Struktur und Spannungsbogen: Das Grundmuster des Romans ist vertraut. Ein Underdog (Protag. Jonathan) kämpft gegen scheinbar überlegene Gegner. Das auslösende Ereignis ist ein Attentat, das es aufzuklären gilt. Ein zusätzliches Spannungsmoment entsteht dadurch, dass der Protagonist nicht weiß, wer seine Frau eigentlich ist. Alles, woran er geglaubt hat, bricht nach und nach zusammen, und er muss sich mit einer unbequemen Erkenntnis anfreunden. Er ist innerlich zerrissen zwischen dem Wunsch, seiner Frau zu helfen und der Notwendigkeit, ein verheerendes Attentat mit vielen unschuldigen Opfern zu verhindern. Stärken: Der Roman wartet mit viel Action auf und hat kaum Hänger. Die Szenen sind durchweg mitreißend gestaltet und werden dem Thriller-Anspruch voll gerecht. Formale Spannungstools werden professionell eingesetzt (Cliff Hanger etc.). Schwächen: Die Action ist gut gelungen, aber zahlreiche Szenen sind im Zusammenhang mit dem Protagonisten vollkommen unglaubwürdig. Beispiele (nur eine kleine Auswahl!): Jonathan ist ein Mediziner bei Ärzte ohne Grenzen - ein Intellektueller, dem Gewalt fremd ist. Dennoch gelingt es ihm unbewaffnet gleich mehrfach, bewaffnete Polizisten zu überwältigen, darunter auch einen ehemaligen brit. SAS-Mann (vergleichbar mit der deutschen GSG 9). Er beherrscht aber auch den Umgang mit Waffen (woher?), er schwimmt sieben Kilometer im Meer gegen die auflaufende Flut (die schneller ist als jeder Mensch) und den größten Teil davon auch noch unter Wasser (das schafft selbst ein Weltrekordtaucher nicht). Nachdem er ganz lässig einen Profikiller getötet hat, flüchtet er mit dessen Leiche im Auto auf einer kurvigen Küstenstraße vor der Polizei. Die Polizei zerschießt einen seiner Reifen, was ihn nicht daran hindert, in voller Fahrt weiter um die Kurven zu zirkeln (das würde selbst ein Profi-Rennfahrer nicht schaffen). Doch nicht genug damit: während die Polizei auch noch seine Windschutzscheibe zerschießt, schafft es unser Held während der Fahrt in Sekunden mit dem toten Beifahrer den Platz zu tauschen (was selbst bei einem stehenden Auto extrem schwierig und zeitraubend ist). Dann springt er bei 100 km/h aus dem Auto auf die Straße, rollt sich lässig ab, rennt gleich weiter und hat nur ein paar kleine Schrammen. Selbst James Bond wäre bei dieser Geschwindigkeit tot und der Kinobesucher vor Lachen selbst vom Sitz gefallen. Bei einer Thriller-Groteske mit Mister Bean in der Hauptrolle geht so ein Blödsinn in Ordnung, aber bei einem Thriller ist danach die Spannung weg, weil man dem Autor als Leser schlichtweg nichts mehr glaubt. Charaktere: Die Figuren wurden vom Autor offenbar schon bei einem vorherigen Roman eingeführt. Sie bleiben (deswegen) relativ oberflächlich – für einen Thriller allerdings noch in vertretbarem Rahmen. Die Verwendung von Klischées ist grenzwertig. Warum muss ein ital. Schönheitschirurg unbedingt gut aussehen, Eitel sein und Ferrari fahren und der amerikanische Geheimdienstler ein optisches und charakterliches Ekelpaket sein? Dass sein englischer Counterpart aussieht, als wäre es einem John Le Carré – Roman entsprungen, also distinguiert, blass und unauffällig, muss ich wohl nicht betonen. Jonathans Motivation ist halbwegs nachvollziehbar, Emma dagegen bleibt als Charakter unverständlich. Warum ist sie vom FSB zum US-Geheimdienst und dann wieder zurück gewechselt? Warum macht sie dabei mit, ein Atomkraftwerk in die Luft zu jagen, was einem Massenmord gleichkommt, wenn sie sich wegen eines harmloseren Vorfalls mit dem US-Geheimdienst anlegte? Auch ihre Beziehung zu Jonathan wirkt seltsam uninspiriert. Bzgl. dieser Figur passt vieles nicht zusammen, zumindest, wenn man den Roman ‚stand alone’ betrachtet. Die Ermittler Kate Ford und Graves agieren nachvollziehbar, auch wenn ihre Kompetenzen unrealistisch sind. Kate ermittelt in Frankreich und Italien so selbstverständlich wie in ihrem Heimatland. Selbstverständlich nehmen sie bewaffnet und an vorderster Front an Aktionen der ausländischen Polizei teil. Gerade in der Grande Nation ist dies ein absurder Gedanke. Die anschließenden politischen Verwicklungen würden allerdings etwas von der Euro-Krise ablenken. Wenn das die Absicht des Autors war, dann natürlich gerne (solange kein deutscher Ermittler in Athen herumballert). Sprache/Duktus: Satzbau und Wortschatz sind einfach und actionorientiert. Auf ausgefallene Metaphern zur Beschreibung von Emotionen oder Settings wird verzichtet. Die verbalen Ungereimtheiten sind zahlreich. Einige mögen auch der Übersetzung geschuldet sein. Bsp (eines von vielen): Menschen mit schlechtem Gedächtnis haben im Text kein Kleinhirn. Hm? Auch ohne Tiefenkenntnisse des menschlichen Gehirns, sollte sich herumgesprochen haben, dass jeder Mensch ein Kleinhirn besitzt. Wie gut es funktioniert, ist eine andere Frage. Auf einigen simplen Bildern wird unnötig herumgeritten. Bsp.: Schuhe sind bei mehreren Figuren so blank geputzt, dass man sich in ihnen spiegeln kann. Das ist ein Klischée-Bild. Einmal (max.) reicht. Der Text ist ohne große Anstrengung zu lesen. Mit aufwendigen Schachtelsätzen und Konjunktionen sowie ausgefallenen Wortspielen muss sich der Leser nicht ‚herumschlagen’. Fazit: ‚Getäuscht’ hat mich enttäuscht. Shame on me, aber der Steilvorlage konnte ich nicht widerstehen. Leser, die eine einfache Urlaubslektüre suchen, die actiongeladen ist und die man auch bei Umweltstörungen (nervender Ehepartner, quengelnde Kinder, Tsunamiwarnung) nebenbei lesen kann, ist mit dem Thriller gut bedient. Sprachverliebten Lesern, die zudem noch bei Logikbrüchen Magenkrämpfe bekommen, steht eine unruhige Urlaubsreise bevor.

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