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Christopher RheidtDigital Tour Book: Die erfolgreiche Transformation zum digitalen Unternehmen - ein Reisebericht
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Digital Tour Book: Die erfolgreiche Transformation zum digitalen Unternehmen - ein Reisebericht

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Ich war überrascht, dass das „Digital Tour Book: Die erfolgreiche Transformation zum digitalen Unternehmen – ein Reisebericht“ nicht nur ein fiktive, bildhafte Reise ist, sondern eine tatsächliche Reise. Enttäuscht stellte ich fest, dass es sich dabei lediglich um eine Reise nach Berlin (Rosenthal) in die Start-up-Szene handelte.

Die ersten Erkenntnisse, die die beiden Mittelständer machen, sind nicht wirklich spannend. Das MVP (Minimum Viable Product) für ein schnelleres Vorankommen und raschere Innovationsfähigkeit, sowie den Kunden bereits in führen Phasen des Produktlebenzysklus mit ins Boot zu nehmen, sind Tipps, die man in jeder noch Start-up- / Innovationsschulung hört.

Wie bei so vielen strategischen Prozessen gilt auch bei der Digitalisierung: Was für Unternehmen A funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch bei Unternehmen B funktionieren. Deshalb ist es relevant immer genau zu hinterfragen, was man will und warum.

Bis Kapitel 3  bleiben die Erzählungen sehr oberflächlich und es gibt nichts neues. Vielleicht liegt dies auch in meinem bereits angesprochenen beruflichen Background begründet.

Kapitel 3 selbst ist sehr negativ gehalten und verbreitet schlechte Laune. Ich hat das Gefühl, dass es in ganz Digitalien nur hinterhältige, gemeine Idioten gibt.

Die Autoren erzählen von ihren diversen Reinfällen, Dampfplauderern und Menschen, die auf dicke Hose machen. Vor allem das Bedürfnis von manchen Zeitgenossen ständig große Namen und Unternehmen in das Gespräch mit einfließen zu ließen, wird kritisiert. So sehr ich derartiges aufgeblasenes Gehabe verabscheue, denke ich nicht, dass es ein Charakterzug ist, der nur in Digitalien zu finden ist. Meine persönlichen Beobachtungen gehen eher dahin, dass Menschen mit wenigen Selbstvertrauen auf diese Art und Weise versuchen sich mit fremden Federn zu schmücken.  Es ist sehr Schade, dass die Autoren in ihren Erzählungen einen derartigen Überschuss an negativen Beispielen präsentieren.

Die weiteren Erzählungen in Kapitel 3 lassen sich unter dem Topik Change-Management zusammenfassen. Unumstritten gehört ein Change-Management-Prozess zu einer erfolgreichen digitalen Transformationen. Allerdings wird der Prozess hier präsentiert als wäre er eine Eigenheit und das große Erfolgsgeheimnis auf dem Weg nach Digitalien.

In Kapitel 4 geben Christopher Rheidt und Daniel Wagenführer schließlich erstmals Einblick in ihren Weg. Das von ihnengewählte / entwickelt Plattformkonzept wirkt dabei seltsam nebulös. Was daran so digital oder großartig ist, dass die Autoren dazu bewegt hat ein Buch zu schreiben, konnte ich nicht erkennen.

Mir gefällt das die Autoren Verfechter von Konferenzen und diversen Veranstaltungen sind. Es zeigt einmal mehr, dass auch im digitalen Zeitalter nichts über echte persönliche Gespräche geht.

Last but not least fand ich den kleinen Glossar zur Sprache Digitaliens von Seite 163-165 sehr erheiternd. Dieser unterstreicht, dass digitale Transformation der zentrale Begriff ist, den man auf jeden Fall beherrschen muss. Eine Definition dieses so wichtigen Begriffs wird jedoch unterschlagen.

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