Christopher Ryan , Cacilda Jethá Sex

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Inhaltsangabe zu „Sex“ von Christopher Ryan

Monogamie ist von der Natur nicht vorgesehen. Mit dieser wissenschaftlich fundierten Erkenntnis stellen die Autoren unser Verständnis menschlicher Evolution und den angeblichen Kern unserer westlichen Gesellschaften infrage: die monogame Paarbeziehung. Dieses Buch stellt so ziemlich alles infrage, was wir bislang über Partnerschaft, Ehe und Gesellschaft geglaubt haben. Die beiden Autoren untersuchen die prähistorischen Wurzeln der menschlichen Sexualität und hinterfragen, welches Sexual- und Paarungsverhalten das natürliche ist. Die Veranlagung zur Monogamie, die Darwin und nach ihm viele Evolutionsbiologen konstatierten, ist eine krasse Fehlinterpretation. Die Autoren greifen die Wurzeln unseres Verständnisses von Ehe, Partnerschaft und Gesellschaft an und argumentieren damit gegen eine ganze Zunft, die Monogamie als genetische anthropologische Konstante betrachtet. Stützt sich auf Forschungsergebnisse aus der Anthropologie, Primatologie, Physiologie und Vorgeschichte

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  • Interessante Thesen und Erkenntnisse zu dem, „was das Leben am Gang hält“.

    Sex
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. September 2016 um 14:50

    Interessante Thesen und Erkenntnisse zu dem, „was das Leben am Gang hält“.Sex ist ein zentrales Thema des Lebens. Nicht nur des Lebens selbst im biologischen Sinne der Arterhaltung und -Vermehrung, auch im persönlichen Sinne.„Sex sells“ ist da nur eines der Symptome für die Wichtigkeit des „Aktes“ im alltäglichen, persönlichen Leben. Mit allem, was dazugehört. Trieben, Flirten, Jagdgelüsten, Anerkennung in und durch die Augen eines zumindest möglichen Sexualpartners und, daneben, die jahrhundertelangen und jahrhundertealten Erklärungsversuche, warum das so ist und, ebenso, die vielfachen intensiven, strikten, in den Mitteln nicht selten harte Versuche, eine bestimmte Haltung zu, Sex, eine „Sexualmoral“ durchzusetzen.Auch daran erkennt man die Wichtigkeit des Themas ohne Weiteres, wie strikt und mit wieviel Energie über Jahrhunderte hinweg der Sex „in Form gegossen“ werden sollte und dies bis heute, an manchen Enden und Ecken der Welt, immer noch eines der beherrschenden Themen von Traditionen, religiösen Normen und Alltagserlebend der Menschen ist. Da ist die gerade aufbrandende Diskussion über das Tragen einer „Burka“ nur die die Sitze des riesigen Eisberges, den der Sex darstellt. Der, wie Freud sagte und dachte, „eine der beiden“ wesentlichen Antriebskräfte des Menschen ist.Und die Frage nach der „Einzigartigkeit“, der „Monogamie“, zumindest des „Besitzes der Frau für nur einen Mann“ ist dabei eines der zentralen Momente in den Versuchen der Regulierung dieser drängenden „Urkraft“ des Triebes.Schlechte Nachrichten halten Ryan und seine Frau Jethá in diesem, locker und leger im Stil daherkommenden, sehr breit dem Thema nachgehenden, Buch gerade für all jene Moralverfechter bereit.„Monogamie“ als „natürliche Veranlagung“ hat es nie gegeben. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der Untersuchung des „natürlichen“ Sexualverhaltens des Menschen, welche die beiden Autoren akribisch vor die Augen der Leser legen. Alle biologischen Thesen in diese Richtung irren, weisen die Autoren überzeugend argumentiert nach, und waren eher der Verhaftung der Forscher (wie Darwin) in der Moral ihrer jeweiligen Gesellschaftsform geschuldet als den objektiven Erkenntnissen.Bis dahin, zu erläutern, warum Paare nach einer (selbst kurzen) zeitlichen Trennung so „heiß“ aufeinander sind. Weil eben beide es zumindest für realistisch möglich halten, dass der je andere Partner während der Abwesenheit „den Trieben erlag“ und Sex mit anderen hatte.Um dies gerade zu rücken, so verweisen die Autoren unter anderem auf die erhöhte Spermaproduktion, egal, ob ejakuliert wurde oder nicht, soll der „mögliche“ andere „getilgt“ werden. Bis dahin, dass in der Untersuchung der Pornographie deutlich wird, wie „anregend“ Spermakonkurrenz für zumindest den Mann sich auswirkt (Szenen, in denen mehrere Männer eine Frau „angehen“ sind beliebte und verbreitet Motive in der Pornographie. Und das wohl dieses „Spermawettrennen“ zu Urzeiten vorherrschend war (womit auch die unterschiedlichen Erregungskurven von Mann und Frau in der Gegenwart noch zu erklären sind).Bei der Lektüre wird von Seite zu Seite klarer und deutlicher, dass in den Augen der Autoren und nach deren Forschungsergebnisse Menschen grundlegend nicht von Natur aus monogam veranlagt sind, sondern polygam bis hin zur Polyamorie, mithin also der „sexuelle Kitt“, der mit für die Geschlossenheit einer Gesellschaft sorgt und das Ausleben von Trieben stark kanalisiert (Monogame Ehe, Familie als Kern der Gesellschaft, in den Weltreligionen massive Strafen vor allem für weibliche Ehebrecher etc.) rein kulturell zu verstehen ist und immer in Reibung mit der eigentlichen Veranlagung zum „breit gestreuten Sex“ treten wird (und muss).Dabei reichen die Schlüsse der Autoren, auf dem Sex basierend, dennoch weit über diesen hinaus. Denn das „einfache Erklärungsmodell“ der Evolution, Konkurrenz um Spermaverteilung und daraus resultierend Monogamie für die Aufzucht der Nachkommen und interner Wettbewerb, der sich nicht nur um den „Kampf um Frauen“, sondern dann auch als ökonomische Triebkraft seinen Weg sucht, passt letztlich nicht zudem, was da Autorenehepaar herausgefunden hat.Ran und Jethá kommen, fundiert im Übrigen, zu dem Schluss, dass nicht Konkurrenztriebt, sondern soziale Interaktion mit je sexuellen Komponenten (in recht freier Form) die Kulturen „von Natur her“ eigentlich formen. Wenn sie nicht durch „Überbauten“ an Moral und Machtinteressen zwanghaft daran gehindert werden.Und auch das sind nur Teilausschnitte der vielfältigen, das „große Ganze“ erklärenden Ausführungen dieses sehr gut lesbaren und teils regelrecht spannenden Werkes. Dass viel Aufsehen erregt hat und nun, endlich, auch in deutscher Sprache vorliegt.Eine klare Leseempfehlung für jeden, der sich zumindest mit Alternativen zu gängigen Kulturmodellen in intensiver Weise beschäftigen möchte. Und am Ende erkennen kann, wie viele der „modernen Verhaltensweisen“ und der Erkenntnisse zum Sex sich mit diesem Modell deutlich besser erklären lassen, als mit vielfach gängigeren Modellen.

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