Christopher Skaife

 4,6 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Christopher Skaife

Christopher Skaife diente 24 Jahre lang in der britischen Armee, bevor er zunächst Yeoman Warder (bekannt als Beefeater) und dann, 2005, Ravenmaster im Tower von London wurde. Als solcher hat er die verantwortungsvolle Aufgabe, sich um die legendären Raben zu kümmern, die das Königreich vor dem Untergang bewahren. Skaife lebt mit seiner Frau im Tower.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christopher Skaife

Cover des Buches Der Herr der Raben (ISBN: 9783492059497)

Der Herr der Raben

 (7)
Erschienen am 01.03.2019

Neue Rezensionen zu Christopher Skaife

Cover des Buches Der Herr der Raben (ISBN: 9783492059497)Rabenseeles avatar

Rezension zu "Der Herr der Raben" von Christopher Skaife

Schöner Einblick in das Leben der Tower-Raben
Rabenseelevor 2 Monaten

Der Legende nach wird das gesamte britische Königreich untergehen, falls die Raben jemals den Tower of London verlassen sollten.
Offiziell ist nicht bekannt, wie lange bereits Raben im Tower leben. Die ersten schriftlichen Belege dahingehend lassen sich auf Ende des 19. Jahrhundert datieren. Jedoch ranken sich naturgemäß unzählige Legenden um diese Historie. Die älteste geht zurück auf König Karl II (1630 - 1685).

Traditionell sind die Yeoman Warders of Her Majesty's Royal Palace and Fortress the Tower of London, kurz: Yeoman Warder, die Hüter und Beschützer des Tower of London und agieren außerdem auf dem Gelände auch als Touristenführer.

Chris Skaife ist einer von ihnen und zusätzlich hat er auch noch den Titel "Ravenmaster" inne. Seit 2011 ist er in Hauptregie für das Wohlergehen und die Gesundheit der Tower-Raben zuständig und somit lastet nicht weniger als das Schicksal des Königreichs auf seinen Schultern. ಠ‿↼
"Der Herr der Raben" lässt den Leser in seiner typisch britischen und humorvollen Art an seinem ungewöhnlichen Leben teil haben (immerhin leben die Yeoman Warders und ihre Angehörigen auch auf dem Tower-Gelände) und gewährt Einblicke in seinen Arbeitsalltag.

So erfährt man nicht nur viel Wissenswertes über Raben im Allgemeinen, sondern ganz besonders natürlich auch über die aktuellen Tower-Raben (Stand 2018), die mit ihren jeweils ganz persönlichen Eigenarten vorgestellt werden.
==> Nachtrag am Rande: Seit Januar 2021 ist die Rabin Merlina spurlos verschwunden und man vermutet, dass sie nicht mehr lebt.

Es geht aber nicht nur um die Raben. Immer wieder schweift Chris Skaife auch ab in seine eigene Biografie und berichtet über seine Kindheit in Dover und sein früheres Leben als Berufssoldat. Was nicht minder interessant ist, aber ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir ein paar mehr Berichte und Infos über die Raben NOCH besser gefallen hätten.
Dennoch lohnt sich der Griff zu diesem Büchlein. Auch dann, wenn man noch nie selber als Tourist im Tower zu Gast war.

Wer Chris Skaife und den Tower Raben folgen möchte, kann dies unter anderem auf seiner FB-Seite tun: https://www.facebook.com/chrisskaife1

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Cover des Buches Der Herr der Raben (ISBN: 9783492059497)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Der Herr der Raben" von Christopher Skaife

‚Nur wenn wir Tieren mit Respekt begegnen [...].'
sabatayn76vor 8 Monaten

‚Nur wenn wir Tieren mit Respekt begegnen, können wir hoffen, dass sie uns ebenfalls respektieren.‘ (Seite 67)

Laut einer Legende aus dem 17. Jahrhundert wird der Tower zu Staub zerfallen und großes Unglück über das Königreich hereinbrechen, sobald die Kolkraben, die im Tower leben, diesen verlassen. Damit den Raben nichts geschieht, gibt es einen Ravenmaster, der von den Yeoman Warders, auch bekannt als Beefeaters, gestellt wird.

Zum Zeitpunkt des Schreiben des Buches ist Christopher Skaife der Ravenmaster am Londoner Tower. Dort ist er für die Sicherheit, die Pflege und das Wohlbefinden von sieben Kolkraben zuständig. In seinem Buch stellt Skaife die sieben Raben vor, erzählt von seinem und ihrem Leben im Tower, von seinem und ihrem Tagesablauf, von der Gefahr durch Füchse, von der Nahrung der Raben, von ihrer Kommunikation und ihrer Intelligenz.

Ich habe London bereits bereist, war aber nie im Tower, vielleicht weil ich alles andere als eine Anhängerin des (britischen) Königshauses bin und den Sinn und die Notwendigkeit einer Monarchie nicht verstehe. ‚Der Herr der Raben‘ wollte ich aber trotzdem gerne lesen, weil ich fasziniert von Raben bin und mehr über sie (aber auch über die eher skurrile Tätigkeit eines Ravenmasters) erfahren wollte.

Ich fand es schön, so viel über die Raben im Tower zu erfahren, einfach weil Skaife sehr nah dran ist am Leben und am Verhalten der Tiere, so dass man hier Einblicke bekommt, die man selten erhält. Dabei erzählt Skaife auf unterhaltsame Weise und berichtet nicht nur von ‚seinen‘ Raben, sondern von Rabenvögeln im Allgemeinen. Man spürt auf jeder Seite die Leidenschaft, die Skaife für seinen Beruf hegt, seine Faszination und seine Zuneigung für die Vögel.

‚Der Herr der Raben‘ ist ein tolles Buch mit erstaunlichen Einblicken. Dass Steuergelder ausgegeben werden, damit Leute wegen einer alten Legende dafür bezahlt werden, auf ein paar Raben aufzupassen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber das ist eine Kritik am Königshaus, nicht am Buch.

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Cover des Buches Der Herr der Raben (ISBN: 9783492059497)talishas avatar

Rezension zu "Der Herr der Raben" von Christopher Skaife

Man muss Raben und Geschichte mögen
talishavor 2 Jahren

Die Legende um die Raben im Tower kenne ich schon länger. Aber erst seit ich die  Beefeater-Krimis mit Ermittler John Mackenzie von Emma Goodwyn gelesen habe, weiss ich, dass es auch einen Ravenmaster gibt, der sich um die Tiere kümmert. Das faszinierte mich und deshalb ging ich bei meinem nächsten Besuch im Tower von London nicht direkt zu den Kronjuwelen, sondern zuerst zu den Raben. Seit etwa zwei Jahren folge ich dem Ravenmaster auf seinem Social Media Kanal.

Als ich 2018 von dem Buch über den "Herr der Raben" erfuhr, kam es gleich auf meine Wunschliste. Nun liegt es in der deutschen Übersetzung vor. Christopfer Skaife erzählt über seinen Werdegang und seinen Alltag mit den Raben.

Chris Skaife stellt sich zuerst selbst vor, schreibt über seine Kindheit, seine Zeit in der britischen Armee und die Geschichte, wie er zu einem Yeoman Warder und später zum Ravenmaster wurde. Leser dieses Buches müssen Geschichte mögen, denn der Autor erzählt sehr viel über die Historie des Towers. Dazu liefert er wissenswerte biologische Fakten über die beschriebenen Vögel wie auch einige Anekdoten über seine Erlebnisse mit "seinen" Raben.

Meistens schweift er in seiner Erzählung über den Rabenalltag aber ab und erzählt mehr über sich und seine Zeit als Soldat. Dass die für ihn wichtig war und ihn lehrte diszipliniert zu sein, kommt ihm im Umgang mit den Raben zugute - nimmt jedoch einen zu grossen Teil im Buch ein. Die sieben gegenwärtigen Raben des Towers werden einzeln kurz in Steckbriefform vorgestellt. Über Merlina (der heimliche Star und am zutraulichsten) und Munin wird mehr erzählt, ich vermisste jedoch Einzelheiten über die anderen fünf Raben. Ich hätte durchaus mehr über diese gefiedrigen Tower-Bewohner erfahren wollen und dafür weniger über die British Army.

Trotzdem war das Buch interessant und äusserst humorvoll. Wer sich beim Besuch des Towers je mit den Yeoman Wards unterhalten konnte, weiss was ich meine. In "Der Herr der Raben" gibt es diesen typisch britischen Humor frei Haus auf 256 Seiten. 

Fazit: Faszinierender und unterhaltender Bericht über die Geschichte des Towers, dessen Raben und ihren Rabenmeister. 
4 Punkte. 

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