Christopher Spry Ich war Kind C

(23)

Lovelybooks Bewertung

  • 23 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(13)
(7)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ich war Kind C“ von Christopher Spry

Aufgewachsen bei einer sadistischen Pflegemutter. Eine wahre Geschichte - so erschütternd wie Dave Pelzer, Sie nannten mich Es. Mit dem Gesicht zur Wand stand ich da und kniff die Augen zusammen. Ich hörte das teuflische Sirren des Rohrstocks und wusste, was nun kommen würde. Ich stand in dem düsteren Wohnzimmer und empfing meine Strafe. Ein Fensterladen war offen. Der Boden war mit Müll übersät: Plastiktüten voller Kleider, die auf den Teppich quollen, vergilbte Schachteln mit nicht mehr gebrauchtem,Spielzeug, alte Decken, ausrangierte Küchengeräte, die nur noch für den Müll taugten ... „Wer sein Kind nie schlägt, der liebt es nicht!", schrie Eunice. „Wer sein Kind liebt, der bestraft es beizeiten." Sie sagte, sie müsse den Teufel in mir austreiben, um mich für die Apokalypse vorzubereiten, und zitierte Bibelstellen. Eunice war meine Mutter, und ich nannte sie bis zur Gerichtsverhandlung auch so: Mutter.

ergreifend, schockierend

— CorneliaP
CorneliaP

Ein sehr berührendes trauriges Buch!

— Simone86
Simone86

Stöbern in Biografie

Gegen alle Regeln

biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

Buchmagie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

Farbenblind

Tragisch, ergreifend und wissenswert werden hier Einblicke in das Apartheidsystem Südafrikas gewährt, mit etwas Humor gewürzt.

sommerlese

Heute ist leider schlecht

Witzig, intelligent und unterhaltsam

I_like_stories

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Ich war Kind C" von Christopher Spry

    Ich war Kind C
    monja1995

    monja1995

    25. May 2012 um 20:02

    Klappentext: Mit dem Gesicht zur Wand stand ich da und kniff die Augen zusammen. Ich hörte das teuflische Sirren des Rohrstocks und wusste, was nun kommen würde. Ich stand in dem düsteren Wohnzimmer und empfing meine Strafe. Ein Fensterladen war offen. Der Boden war mit Müll übersät: Plastiktüten voller Kleider, die auf den Teppich quollen, vergilbte Schachteln mit nicht mehr gebrauchtem Spielzeug, alte Decken, ausrangierte Küchengeräte, die nur noch für den Müll taugten…. „Wer sein Kind nie schlägt, der liebt es nicht!“, schrie Eunice. „Wer sein Kind liebt, der bestraft es beizeiten.“ Sie sagte, sie müsse den Teufel in mir austreiben, um mich für die Apocalypse vorzubereiten, und zitierte Bibelstellen. Eunice war meine Mutter, und ich nannte sie bis zur Verhandlung auch so: Mutter. Ich kann unterschiedliche Spülmittelmarken allein am Geschmack voneinander unterscheiden. Ich habe beim Gehen chronische Schmerzen, weil sie eines meiner Knie mit einem Kricketschläger zertrümmert hat. Ich finde nicht leicht Freunde und habe immer noch Schlafstörungen. Ich kann niemals eigene Kinder haben. Mein Umriss: Christopher, in einem liebevollem Umfeld aufgewachsen, wird 1992 wegen einer Erkrankung seiner Mutter zusammen mit seinem Bruder Bradley aus der glücklichen Familie gerissen und in die Obhut von Eunice Spry, einer tiefgläubigen Zeugin Jehovas gegeben. Dort soll Christopher nun mit den beiden leiblichen Kindern von Eunice und zwei weiteren Pflegekindern leben. Für drei von ihnen beginnt ein Martyrium, das für den Großteil der Menschen einfach unvostellbar ist. Die Pflegemutter lässt die Kinder, nachdem sie diese aus der Schule genommen hat, wochenlang hungern. Sie behandelt sie wie Sklaven, die tagein tagaus zu arbeiten haben. Spuren die Kinder nicht so wie es von ihnen erwartet wird, so folgen bis ans Perverse grenzende Strafen. Irgendwann erkennt Christopher die unterschiedlichen Spülmittel an deren Geschmack, auch der Geschmack von Bleiche und Pflanzenschutzmitteln ist ihm nicht unbekannt. Er weiß, dass Schläge auf die Füsse keine Blutergüsse erzeugen und wie es ist, mit einem Bein an ein Fahrzeug gebunden, mehrere hundert Meter über schroffes Gelände gezogen zu werden. Er kennt das Gefühl einer Spritzennadel, die bis zum Anschlag in den Arm gerammt wird. Hunger und Kälte sind ständige Begleiter in seiner Kindheit und Jugend. Dass es unter gequälten Kindern keine Solidarität geben kann, erfährt er sehr schnell. Erst als Lulu, eine der Pfegeschwestern Christophers die Pflegemutter anzeigt, wendet sich das Blatt. Christopher jedoch ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch für sein Leben gezeichnet. Trotz allem bezeichnete er diese Frau noch während der Gerichtsverhandlung als Mutter und hatte ein schlechtes Gewissen, weil er gegen sie aussagte. Mein Eindruck: Ein Buch über wenige Jahre eines jungen Lebens, das einen so schnell nicht zur Ruhe kommen lässt. Christopher Spry erzählt über sein Martyrium in den Händen seiner sadistischen Pflegemutter, seiner Hilflosigkeit ihr gegenüber und vor allem seiner Machtlosigkeit, seinen Geschwistern nicht helfen zu können. Warum er nur über seine Vergangenheit schreibt erklärt er damit, dass er diese Zeit sicher anders empfunden und erlebt hat, wie seine Geschwister und diese ihre Geschichten aus eigenem Mund erzählen sollten. Viele Negativerlebnisse kann er nicht mehr wiedergeben, da er diese in seiner Erinnerung verdrängt hat. Denn wäre er dazu nicht in der Lage gewesen, wäre er wohl an seiner Kindheit zugrunde gegangen. Offen und schonungslos berichtet er über die Strafen, die er zum Teil grundlos über sich ergehen lassen mußte. Die schockierende Geschichte eines gequälten Kindes, das um seine Kindheit und Jugend gebracht wurde. Mein Fazit: Nichts für schwache Nerven, zumal es sich um keine erfundene Geschichte handelt. Aber sicher ein Anreiz die Augen nicht zu verschließen, wenn der Verdacht einer Kindesmisshandlung aufkommt.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich war Kind C" von Christopher Spry

    Ich war Kind C
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    11. April 2012 um 10:01

    Wieder ein sehr erschütternder Schicksalsbericht. Eunice, die Pflegemutter, misshandelt ihre Pflegekinder fast täglich. Ein ehrliches Buch, das einem die Tränen in die Augen treibt, einem aber auch oft übel wird. Ein tolles und ehrliches Buch (obwohl toll in diesem Kontext etwas blöd klingt). Man kann den jungen sehr gut verstehen mit seiner Unsicherheit. Obwohl er fast täglich bestraft und misshandelt wird liebt er seine Mutter, selbst bis zum Gerichtsurteil. Ein, wie gesagt empfehlenswertes Buch, ist aber keine leichte "Kost". Danke an Christopher für seine ehrlichen Worte.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich war Kind C" von Christopher Spry

    Ich war Kind C
    WildRose

    WildRose

    23. December 2011 um 09:09

    Ein heftiger, aufrüttelnder und schonungsloser Erfahrungsbericht, der den Leser auch nach dem Lesen noch begleitet. Man liest dieses Buch und empfindet dabei so viele verschiedene Emotionen - Wut, Traurigkeit, Empörung, Fassungslosigkeit... Mir wurde an manchen Stellen richtiggehend schlecht, da ich einfach nicht verstehen kann, dass manche Menschen so grausam sein können.

  • Rezension zu "Ich war Kind C" von Christopher Spry

    Ich war Kind C
    CJCat

    CJCat

    21. June 2010 um 23:09

    Es ist einfach nur unfassbar diese wahre Geschichte zu lesen! Man kann nicht sagen das Buch ist gut oder schlecht. Das kann man einfach nicht beurteilen.
    Es hat mich schon sehr gefesselt, aber ich weiß auch nicht. Es ist wie bei einem Unfall man will nicht hinsehen und tuts trotzdem.
    Ich habe das Buch gerade durchgelesen und sitzte jetzt eigentlich eher sprachlos und schockiert vor dem PC.....

  • Rezension zu "Ich war Kind C" von Christopher Spry

    Ich war Kind C
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. December 2009 um 22:31

    Dieses Buch hat mir eine Kollegin ausgeliehen, selber kaufen würde ich mir so ein Buch nicht. Ich tu mich sehr schwer mit einer Bewertung... was genau soll man da bewerten? Die Leidensgeschichte? Die Sprache, wie das Buch geschrieben ist? Eine schier unglaubliche, leider wahre Geschichte, die so grausam ist, dass mir die Worte fehlen...ich wollte das Buch nicht beenden, musste dann aber doch weiterlesen, weil ich erfahren wollte, die das Leid zu Ende ging, wie er alldem entkommen konnte.

    Mehr