Der Schwur der Königin

von Christopher W. Gortner 
4,0 Sterne bei23 Bewertungen
Der Schwur der Königin
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

ducedas avatar

Tolle Geschichte!

Y

Ein sehr guter Einblick in die spanische Geschichte und die Königin Isabella. Der Leser wird in eine aufregende Zeit entführt.

Alle 23 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Schwur der Königin"

Als Prinzessin lernte sie ihre große Liebe kennen. Muss sie sich als Königin zwischen ihrem Herzen und der Krone Spaniens entscheiden?

Spanien, Mitte des 15. Jahrhunderts: Alte Fehden spalten die Königreiche Kastilien und Aragon. Prinzessin Isabella lebt am Hofe ihres Halbbruders Enrique, dem König von Kastilien. Nach einer Tragödie wird sie mit nur siebzehn Jahren zur Erbin des Throns. Nun muss sie über Nacht lernen, als souveräne Herrscherin zu agieren und sich gegen ihre politischen Feinde durchzusetzen. Denn nicht nur der Kampf um die Krone droht ein blutiger zu werden, sondern auch der um ihre große Liebe – den charismatischen Prinzen des verfeindeten Königreiches Aragon.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442478927
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:440 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:16.09.2013

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne7
  • 4 Sterne9
  • 3 Sterne6
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Rissas avatar
    Rissavor 3 Jahren
    Spanische Geschichte aus der Sicht der Königin

    Inhalt
    Valladolid, 1454: Isabella, die Tochter des Königs von Kastilien und seiner zweiten Frau, ist gerade einmal drei Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Aus Angst, dass ihre Kinder von ihr getrennt und dem sittenlosen Hof ihres Stiefsohns ausgesetzt werden, flieht die Königin noch in derselben Nacht mit ihnen nach Arévalo, ihrem Witwensitz.
    Zehn Jahre später: König Enrique besteht darauf, dass seine Halbgeschwister bei der Taufe seiner Tochter Joanna anwesend sind. Für Isabella und Alfonso ist dies ein tiefer Einschnitt in ihr bisheriges Leben, sind sie doch wohl behütet auf dem Land fern aller Intrigen aufgewachsen. Schon bald muss Isabella erkennen, dass nicht alles so ist, wie es sein sollte…

    Meine Meinung
    Isabella von Kastilien war eine bemerkenswerte Frau, die es trotz aller Widrigkeiten geschafft hat, Großes zu leisten. In diesem Roman lässt Christopher W. Gortner die Königin selbst zu Wort kommen und über ihr Leben und ihre Entscheidungen berichten.
    Durch diese Perspektive erlebt man hautnah mit, wie die junge Frau sich entwickelt, welche Zweifel sie plagen, welche Emotionen sie erfüllen. Sie ist eine mutige Frau, die ihren eigenen Weg geht, auch wenn sie sich dabei den Plänen Anderer widersetzen muss, die dabei aber sehr fromm ist und an Gottes Fügung glaubt. Nicht immer war ich mit ihren Entscheidungen einverstanden, im historischen Kontext gesehen erscheinen die meisten jedoch stimmig beschrieben.
    Andere Charaktere bleiben eher oberflächlich beschrieben, was bei Romanen in Ich-Perspektive ja keine Seltenheit ist. Von einigen Nebenpersonen konnte ich mir allerdings so gar kein Bild machen, sie sind zwar ständig an Isabellas Seite zu finden, doch über ihren Charakter wird kaum etwas gesagt. Viele wichtige Personen wie Fernando von Aragón oder auch Isabellas Kinder bleiben eher blass, wieder andere erscheinen stark schwarz-weiß-gezeichnet.
    Über die spanische Geschichte während es 15. Jahrhunderts war mir bisher wenig bekannt. Durch diesen Roman habe ich einen kleinen Einblick über die Geschichte dieses Landes erhalten, insbesondere über die Kriege, die finanzielle Situation des Königshauses, den Beginn der Spanischen Inquisition und auch die Hartnäckigkeit und Dreistigkeit eines gewissen portugiesischen Seefahrers. Doch durch die starke zeitliche Straffung – auf nicht einmal sechshundert Seiten werden Ereignisse aus fast dreißig Jahren zusammengefasst – bleibt nicht viel Raum für ausführlichere Beschreibungen oder Darstellungen von Personen.
    Immer wieder kommt es zu Sprüngen von einigen Monaten oder Jahren, wobei nicht immer klar wird, wie viel Zeit zwischen den Kapiteln genau vergangen ist. Jahresangaben findet man fast nur auf den Titelseiten der vier Abschnitte, selten innerhalb des Textes. Hier muss man sich an der Nennung von Altersangaben oder anderen Punkten orientieren, die jedoch spärlich gesät sind und auch nicht immer korrekt zu sein scheinen. So wird beispielsweise im Prolog, der im Jahr 1454 spielt, erwähnt, dass Alfonso, Isabellas Bruder, ein Jahr alt ist, doch im ersten Kapitel, das 1464 stattfinden soll, wird er als knapp Zehnjähriger beschrieben, was so nicht stimmen kann.
    Die Sprache ist weitestgehend gut verständlich, nicht zu modern, aber auch nicht zu sehr auf alt getrimmt. Die Verwendung einzelner spanischer Begriffe habe ich jedoch als störend empfunden. Warum wird ein „Hija mia“ oder „Dios mío“ nicht übersetzt, wenn ansonsten die wörtliche Rede doch in deutscher Sprache gehalten ist? Man weiß doch auch so, dass die Charaktere Spanisch miteinander reden.
    Ein Nachwort ergänzt den Roman um weitere Hintergründe sowie Erklärungen zu Veränderungen im zeitlichen Ablauf. Ein Stammbaum und eine Karte sind ebenfalls enthalten, doch ein Personenregister, das aufgrund der vielen Personen hilfreich wäre, fehlt leider.

    Fazit
    Leider sorgt die starke zeitliche Straffung dafür, dass Charaktere und Ereignisse nicht tiefer gehend beleuchtet werden können. Ein paar Seiten mehr hätten dem Roman sicher gut getan, doch auch so erhält man einen interessanten Einblick auf die Person Isabellas von Kastilien.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Wolfhounds avatar
    Wolfhoundvor 4 Jahren
    Spanische Geschichte...

    Kastilien im 15. Jahrhundert: Nach dem Tod ihres Vaters wächst die Infantin Isabella mit Mutter und kleinem Bruder weit weg vom Hof König Enriques', ihrem Halbbruder, auf. Dieser holt Isabella im Alter von 13 Jahren an seinen Hof zurück, nur um sie im Auge zu behalten und später sinnbringend zu verheiraten. Wäre da nicht Fernando, der Prinz von Aragon, der ihr sehr schnell den Kopf verdreht und einen bestimmten Wunsch in ihr heranreifen lässt.

    Am Hofe sind Isabella und ihr Bruder Alfonso den Intrigen der  Königin und der prunksüchtigen Granden fast schutzlos ausgesetzt, was letztendlich zu einem Bürgerkrieg führt. Angewidert von der schwachen Führungskraft Enriques haben sich einige Granden unter der Führung von Erzbischof Carrillo abgespalten und Alfonso als wahren König Kastiliens gekrönt. Isabella sieht sich nun am Hof ihres Halbbruders im goldenen Käfig gefangen.

    Nach dem Tod von Alfonso ist es nun an Isabella, ihren Anspruch auf den Thron geltend zu machen.  Doch um des lieben Frieden willen verzichtet sie vorerst auf den Thron und gibt sich mit dem Titel Thronerbin zufrieden. Nun hat sie die nötige Ruhe um ihre Heiratswünsche im Geheimen umzusetzen.

    Nach ihrer Hochzeit mit Fernando von Aragon erkrankt König Enrique und ist dem Tode nahe. Ist dies nun endlich die Chance, von der Isabella nie zu träumen gewagt und doch versucht hat sie zu erreichen?

     

    Christopher W. Gortner schafft es, mit einem flüssigen und mitreißenden Schreibstil  die Geschichte Kastiliens zum Leben zu erwecken. Er beschreibt Isabella in ihrer Entwicklung von der jungen naiven Infantin zu einer starken strebsamen Herrscherin, die ihre Ziele nie aus den Augen verliert und nicht davor zurückschreckt, wenn nötig, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen. Leider hat sie durch solche Entscheidungen die Spanische Inquisition vorangetrieben.

     

    Ein Manko ist, wie ich finde, dass der Stammbaum am Anfang des Buches ist und somit einige Ereignisse bei dessen Studium dem Roman vorweg genommen werden. Auch finde ich die Tatsache seltsam, dass Isabella im gesamten Buch nur einmal in Aragon ist und auch Fernando als König von Aragon dort doch nur sporadisch vorbeischaut.

     

    Alles in allem ist "Der Schwur der Königin" ein absolut lesenswerter Roman und steht großen Namen wie Rebecca Gablé in nichts nach.

     

    Der erste Roman Gortners' "Die Tränen der Königin" setzt die Geschichte  mit dem Leben Isabellas Tochter  Juana fort.

    Kommentieren0
    18
    Teilen
    Rezisterns avatar
    Rezisternvor 5 Jahren
    Ein gelungenes Portrait von Isabella von Kastilien

    INHALT
    Spanien, Mitte des 15. Jahrhunderts: 

    Alte Fehden spalten die Königreiche Kastilien und Aragon. Prinzessin Isabella lebt am Hofe ihres Halbbruders Enrique, dem König von Kastilien. Nach einer Tragödie wird sie mit nur siebzehn Jahren zur Erbin des Throns. Nun muss sie über Nacht lernen, als souveräne Herrscherin zu agieren und sich gegen ihre politischen Feinde durchzusetzen. Denn nicht nur der Kampf um die Krone droht ein blutiger zu werden, sondern auch der um ihre große Liebe – den charismatischen Prinzen des verfeindeten Königreiches Aragon. (Klappentext)

    MEINE MEINUNG
    Gortner ist mit seinem historischen Roman „Der Schwur der Königin“ ein sehr eindrückliches Portrait der historischen Persönlichkeit von Isabella von Kastilien und ihrem komplexen, bewegten Leben gelungen. Sein mitreißender, angenehm zu lesender Schreibstil und geschickt angelegter Handlungsaufbau zieht den Leser rasch in die Geschichte und lässt ihn nicht mehr.
    Mit einer Zeitspanne von etwa 40 Jahren deckt der Roman einen großen Teil von Isabellas Leben ab, beginnend mit dem Tod ihres Vaters in ihrer Kindheit erzählt er in chronologischer Reihenfolge über ihre Jahre im Exil, während ihr unfähiger Halbbruder Enrique das Land beherrschte, ihre Heirat mit Fernando von Aragon, ihre Krönung als Königin von Kastilien und unzähligen, blutigen Bürgerkriegen bis wir schließlich bei der Befriedung des verarmten, zerrissenen Landes zu einer friedlichen, vereinten, modernen Nation an der Seite ihres Mannes Fernando von Aragon angelangen. Parallel zu diesen historischen Eckdaten erleben wir die persönliche Entwicklung von Isabella von einem jungen unbedarften Mädchen hin zur herrschenden Königin, die entschlossen und kämpferisch das Schicksal ihres Landes an erster Stelle ihres Handelns sah.
    Gortner ist sehr gut gelungen, uns einen sehr realistisch erscheinenden Einblick in das historische Leben von Isabella und der von ihr beeinflussten Epoche in Spanien zu vermitteln, aber auch sehr authentisches und nachvollziehbares Bild ihrer Persönlichkeit und ihren charakterlichen Widersprüchen zu zeichnen. Er erlaubt dem Leser, wichtige Stationen in Isabellas Leben und auch ihre Schicksalsschläge wie beispielsweise Fernandos Untreue oder ihre schwierigen Schwangerschaften mitzuerleben und mitzufühlen, was sie als Figur sehr menschlich werden lässt.
    Geschickt hat der Autor auch zahlreiche historische Personen in Isabellas Umfeld zum Leben erweckt, die sie maßgeblich beeinflusst haben. So hat er ihre psychisch kranke Mutter, ihren Ehemann Fernando und ihre Vertraute und Freundin Beatriz sehr vielschichtig und lebendig gezeichnet.
    Sehr differenziert arbeitet Gortner auch Isabellas unrühmliche Rolle in der berüchtigten Spanischen Inquisition und der Vertreibung Andersgläubiger aus Spanien heraus und führt uns ihre inneren Konflikte in dieser Angelegenheit vor Augen, ohne diese entschuldigen zu wollen. Obwohl sie in vielerlei Hinsicht sehr fortschrittliche Einstellungen vertrat, gab sie dem äußerem Druck und ihren religiösen Überzeugungen nach und traf schließlich mit Hinblick auf das vermeintliche Wohlergehen Spaniens eine äußerst fatale und aus heutiger Sicht sehr unpopuläre Entscheidung.
    Sehr aufschlussreich ist auch das ausführliche Nachwort des Autors zu seinen Recherchen, seinen persönlichen Einschätzungen des gesichteten Materials und Erläuterung der dramaturgisch bedingten Abweichungen von den historischen Begebenheiten.

    FAZIT
    Ein sehr gelungenes Portrait der spanischen Königin Isabella von Kastilien, einer ungewöhnlichen, starken Frau und zugleich umstrittenen Herrscherin! 
    Gründlich recherchiert und fesselnd erzählt, ist dieser historische Roman ein besonderes Leseerlebnis!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    bookgirls avatar
    bookgirlvor 5 Jahren
    Der Schwur der Königin

    Inhalt

    Kastilien im 15. Jahrhundert. Isabella wächst nach dem Tod des Vaters mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder gemeinsam auf. Weit weg von ihrem Halbbruder Enrique, der sie im Alter von 13 Jahren an den Hof befehligt. Zweck dieser Rückkehr soll sein, dass Enrique sie im Auge behält und später in seinem Sinne verheiratet. Wäre da nicht der Prinz von Aragon Fernando, in den sich Isabella Hals über Kopf verliebt.

    Am Hof müssen Isabella und ihr Bruder Alfonso mit den Intrigen der Königin leben und gerade Alfonso schnell erwachsen werden. Denn schon bald muss er in den Bürgerkrieg ziehen, aus dem er als wahrer König Kastiliens hervorgeht, nachdem ihn einige Granden unter der Führung des Erzbischofs Carrilo zu diesem gekrönt haben. Isabella hingegen führt am Hof von Enrique ein Leben wie eine Gefangene.

    Nach dem tragischen Tod von Alfonso, wird Isabella immer deutlicher was sie will und dies ist noch nicht der Thron. Erst nach der Hochzeit mit Fernando und dem Tode von Enrique kommt ihr diese immer näher und mit 17 Jahren wird sie Königin, was sie immer wieder vor Herausforderungen nicht nur in politischen sondern auch privaten Belangen stellt. 

    Meine Meinung

    Christopher W. Gortner ist es gelungen, mit einer gut recherchierten Geschichte um das Leben und Lieben von Königin Isabella zu überzeugen. Er schreibt flüssig, unterhaltsam und auch mit berührenden Worten über den Lebens- und Leidensweg der jungen Frau, die schon sehr früh erwachsen werden musste und auch so manchen Schicksalsschlag zu erleiden hatte.

    Isabella ist eine starke Herrscherin, die zwar zielgerichtet gewirkt hat, aber auch durch ihre Menschlichkeit zu überzeugen wusste. Gerade ihre privaten Sorgen und Probleme haben dazu geführt, dass man mit ihr mitleiden und sie als Frau und Mutter besser verstehen konnte.

    Auch die damalige Zeit hat der Autor sehr gut skizziert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl mir einen Historien-Film anzusehen, weil man sich die Szenen und Kostüme vor Augen sehr gut vorstellen konnte.

    Fazit

    Wer mehr über das Leben von Königin Isabella erfahren möchte, sollte bei diesem Buch unbedingt zuschlagen

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Star_walkers avatar
    Star_walkervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach toll!
    Eine Königin, die es mit Sissi aufnehmen kann

    Intrigen herrschen am Königshof in Kastilien. Spanien, Mitte des 15. Jahrhunderts: Alte Fehden spalten die Königreiche Kastilien und Aragon. Prinzessin Isabella lebt am Hofe ihres Halbbruders Enrique, dem König von Kastilien. Nach einer Tragödie wird sie mit nur siebzehn Jahren zur Erbin des Throns. Nun muss sie über Nacht lernen, als souveräne Herrscherin zu agieren und sich gegen ihre politischen Feinde durchzusetzen. Denn nicht nur der Kampf um die Krone droht ein blutiger zu werden, sondern auch der um ihre große Liebe - den charismatischen Prinzen des verfeindeten Königreiches Aragon

    Isabella muss als junges Mädchen lernen als Königin zu agieren. Viele Intrigen, Kriege und letztendlich die Inquisition legen ihr dabei Steine in den Weg.

    Von Anfang an kann man gut in das Buch abtauchen, denn es ist aus der Ich-Perspektive von Isabella geschrieben. Während man daher am Anfang (begonnen mit vier Jahren) ihr Unwissen spürt bemerkt man, wie sie langsam in ihre Rolle reinwächst. Die Entwicklung, die Isabella während des Lesens macht hat mir besonders gefallen.

    Auch ein großer Pluspunkt ist die historische Genauigkeit. Nur wenige Daten wurden im Buch verändert. Alle Charaktere existierten in Wirklichkeit.

    Die Orte, an denen Isabella lebt sind gut beschrieben. Vor allem wenn sie von einem Ort zum Anderen reist und bei den Kriegen. Auch wenn ich das Gefühl hatte das Innere von Burgen sieht immer gleich aus.

    Auch die anderen Personen sind sehr Charakterstark und unterschiedlich. Dabei entdeckt man immer wieder anderen Seiten an den Menschen.

    Fazit: Ein absolutes Lesevergnügen! Ein spannendes Buch, das nah an den historischen Geschehnissen spielt. 

     

     

     

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Labradorias avatar
    Labradoriavor 5 Jahren
    Guter historischer Roman mit Vergangenheitsbezug

    Zum Buch: optisch hab ich schon schönere Bücher in Händen gehalten, aber inhaltlich kann das Buch wirklich überzeugen.

    Wer Bücher mag, die einen Bezug zur Vergangenheit haben, ist hier an der richtigen Adresse. Inhaltlich wird hier das Leben von Königin Isabella (von Kastillen) beschrieben und der lange Weg den sie beschritten hat. Ob privat oder "beruflich" bekommen wir Einblicke in das Leben einer Königin zu der damaligen Zeit. Ein interessanter Aspekt ist natürlich auch, dass es um 1492 spielt, die Zeit in der "Columbus Amerika entdeckt hat".  Dies wird hier auch aufgegriffen.

    Fazit: Schön geschrieben, mit dem richtigen Maß an Spannung!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Windflugs avatar
    Windflugvor 5 Jahren
    Christopher W. Gortner: Der Schwur der Königin

    Isabella von Kastilien wächst auf dem Witwensitz ihrer Mutter auf und wird erst im Alter von 13 Jahren an den Hof ihres Halbbruders Enrique gerufen, wo sie auf Fernando von Aragon, ihre große Liebe, trifft – und dann wird sie unerwartet selbst Königin von Kastilien. Es beginnt eine Zeit der Kämpfe gegen diverse Feinde und um den Zusammenhalt des Reiches, das nach ihrer Hochzeit mit Fernando zu dem Weltreich Spanien werden soll.

    Das ist das Beste, was ich an Zusammenfassung hinkriege. Im Grunde ist dieser Roman fast eine Romanbiographie. Das ist gleichzeitig seine Stärke und seine Schwäche. Der Vorteil ist natürlich, dass wir hier eine historische Frauenfigur haben, die ganz ohne das Weibchenklischee bemühen zu müssen eine starke Frau darstellt. Es ist dank all der Intrigen, die sie bewältigen muss, auch deutlich weniger kitschige Liebesgeschichte, als es das Cover andeutet. Allerdings sind die Teile, die sich dann um die Liebe der beiden drehen, zum Ausgleich auch entsprechend dick aufgetragen für meinen Geschmack, wenn auch nicht unangenehm.
    Der Nachteil ist, dass mir für einen Roman einfach ein wenig der rote Faden fehlte. Es ist im Handlungsablauf dann eben doch eher eine Biographie, die fast episodenhaft in der Zeit vorangeht, und die einzige Klammer, die das Buch hat, ist der Kampf um die Einheit Spaniens. Als die durch die Reconquista und die Vertreibung der Mauren und der Juden hergestellt ist, endet der Roman (weil es ein amerikanischer Autor ist, natürlich damit, dass Kolumbus absegelt ;-)). Da fehlte mir irgendwie das Persönliche, auch wenn es an sich natürlich eine sinnvolle Klammer ist.
    Das ging mir leider im gesamten Buch so. Ich konnte wenig mitfiebern, weil mir die Charaktere nicht wirklich nahe kamen, und ich weiß eigentlich gar nicht so wirklich, woran das lag. Während ich im ersten Viertel noch einigermaßen mit Isabella mitfieberte und sie irgendwie mochte, ging mir das in der Folge immer mehr verloren. Und so gern ich über politische Intrigen lese – hier waren sie irgendwann nur noch ermüdend für mich.
    Dazu kam noch, dass bis auf wenige Ausnahmen die Charaktere oft sehr weiß oder sehr schwarz daherkamen, und Isabella unheimlich oft von vornherein wusste, dass sie jemandem vertrauen konnte. Da frage ich mich dann immer, wie man das macht …
    Ein wenig problematisch fand ich die Wahl der ersten Person als Erzählstimme. Das bedeutete hier neben der besagten Schwarz-weiß-Malerei von einzelnen Personen nämlich auch, dass es nicht anders möglich war, als die Mauren in denkbar schlechtem Licht darzustellen: Für Isabella sind sie das Übel, das aus dem Land ausgemerzt gehört. Und anders als bei der Vertreibung der Juden, bei der der Autor der Königin einige Gewissensbisse spendierte, kommt bei der Reconquista davon wenig rüber. Das ist wie gesagt historisch völlig korrekt, aber ich las es doch ein wenig mit gemischten Gefühlen.

    Insgesamt ist es ein solider historischer Roman, der zwar keine der üblichen Kitschhandlungen enthält, der sich für mich aber etwas mühsam und zerfasert las, und bei dem ich keine rechte Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte.

    Kommentare: 1
    15
    Teilen
    Jeanne_Darcs avatar
    Jeanne_Darcvor 5 Jahren
    Ein tolles Buch, aber nicht für mich!

    Ein Mädchen – viele Schicksalsschläge – eine Zukunft. Isabella, dass Mädchen das zur Regentin Spaniens wurde. Ein Buch, das sicherlich viele verzaubert nur mich hat dieser Zauber leider nicht verzaubert.

    Cover:

    Das Cover ist typisch für einen historischen Roman und gefällt mir persönlich ausgesprochen gut, könnte auch an der blauen Farbe des Kleides hat, die dem Cover diese angenehme Ruhe verleiht.

    Personen:

    Das Buch erzählt die Geschichte von Isabella I. von Kastilien, die zur Reginten und Kriegsführerin Spanien wird. Isabella ist mir sympathisch und ich kann ihre Handlungsweisen bis zu einem gewissen Grad sehr gut nachvollziehen.


    Meine Meinung:


    Wieso mir das Buch nicht gefallen hat? Naja ich denke ich habe zu viel erwartet und wer kennt, das Gefühl nicht wenn man ein Wow Buch erwartet und man bekommt ein mittelklassiges. Dies ist wahrscheinlich der Grund warum ich nicht so wirklich in die Welt Isabellas eintauchen konnte. Mir viel es schwer in die Geschichte zu finden und somit war der Lesespaß sehr gedämpft. Natürlich habe ich neben dem Lesen einige Dinge über Isabella nachrecherchiert und stellte dabei fest, dass hierbei der Autor ebenfalls gut recherchiert hat. Grundsätzlich kann ich sagen ist das Buch ein klassisches 3-Sterne Werk und  jeder wird seinen Spaß mit dem Buch haben, der es zulässt und sich in die Welt Isabellas fallen lässt. Für mich war die Geschichte leider nichts.

    3 von 5 Sterne

    Kommentare: 1
    52
    Teilen
    Cysiays avatar
    Cysiayvor 5 Jahren
    Rezension zu Der Schwur der Königin

    Als Prinzessin lernte sie ihre große Liebe kennen. Muss sie sich als Königin zwischen ihrem Herzen und der Krone Spaniens entscheiden?

    Spanien, Mitte des 15. Jahrhunderts: Alte Fehden spalten die Königreiche Kastilien und Aragon. Prinzessin Isabella lebt am Hofe ihres Halbbruders Enrique, dem König von Kastilien. Nach einer Tragödie wird sie mit nur siebzehn Jahren zur Erbin des Throns. Nun muss sie über Nacht lernen, als souveräne Herrscherin zu agieren und sich gegen ihre politischen Feinde durchzusetzen. Denn nicht nur der Kampf um die Krone droht ein blutiger zu werden, sondern auch der um ihre große Liebe – den charismatischen Prinzen des verfeindeten Königreiches Aragon. (Quelle: Klappentext)


    Ich kann nur sagen: Was für ein tolles Buch!

    Angefangen mit dem fantastischen Cover, was mich so neugierig gemacht hat, bis hin zu dem unglaublichen Schreibstil und der gelungenen Umsetzung der Geschichte.

    Isabella war eine imposante Persönlichkeit Mitte des 15. Jahrhunderts und ist mit all Ihren Taten und ihrem Ehrgeiz in die Geschichte eingegangen. Die Geschichte fängt in der frühen Jugend von Isabella an und begleitet Sie, und ihre beste Freundin Beatriz, durch die ungewisse Jugend. Als zweites von drei Kind ihres Vaters, davon zwei Jungs, steht sie eigentlich weit hinten in der Thronfolge. Doch durch die Kluft zwischen Granden, wird ein Krieg zwischen ihrem Halbbruder und ihrem kleinen Bruder um den Thron entfesselt. Nach dem Sieg ihres kleinen Bruders und seinem tragischen Tod, wird Isabella dann unerwartet zur Thronerbin und muss sich somit neuen unbekannten Herausforderungen und Gefahren stellen.

    Aus der direkten Sicht der Protagonistin, begleitet das Buch den Leser, Isabella weiter durch ihr gesamtes Leben bis in Mitte der vierziger Jahre und ermöglicht so einen Einblick in das Leben dieser wirklich beeindruckenden Frau, ihren Gefühlen, ihrer Familie und auch in die Begründungen ihrer Entscheidungen.

    Durch einen unglaublich ansprechenden Schreibstil, schaffte es Christopher W. Gortner mich von Anfang an, an dieses Buch zu fesseln, so dass es sich in einen wahren Pageturner entwickelte.

    Leider haben ich was die Charakter Beschreibung betrifft kleine Kritik Punkte, denn dies ist leider eine Schwarz-Weiß Malerei. Sämtliche Charaktere sind immer NUR Gut oder NUR abgrundtief böse und schrecklich. Und so hat leider auch Isabella, keine wirklichen Ecken und Kanten. Sie scheint grade zu die Perfektion einer Frau in der damaligen Zeit zu sein und dies hat mich so manches mal gestört.


    Ein Buch was ich unbedingt alles Liebhabern von Historischen Romanen weiterempfehlen muss!

    Von mir erhält „Der Schwur der Königin“ 94 von 100 Punkten und somit 5 von 5 Sternen.


    An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Autor Christopher W. Gortner und dem Goldmann Verlag für dieses unglaublich tolle Rezensions-Exemplar.


    Original Titel: The Queen's Vow

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    divergents avatar
    divergentvor 5 Jahren
    Rezension

    Inhalt:

    Isabella ist eine Prinzessin von Kastilien und verliert im Alter von 3 ihren Vater. Sie flüchtet mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ins Exil. Jahre später ist ihr Halbruder Enrique König von Kastilien. So kehrt Isabella, nun eine junge und hübsche erwachsene Frau gemeinsam mit ihrem Bruder Alfonso an den Hof zurück. Am Hofe erleben Isabella und Alfonso fiese Intrigen und haben auch viele Neider und Feinde.

    Als der König stirbt wird die junge Isabella Königin von Kastilien. An ihrer Seite Fernando.
    Fernando ist ein Prinz von Aragon und seit Jahren sind diese beiden Königreiche verfeindet. Doch dann verliebt sich Isabella in den charmanten Fernando....


    Meinung:

    Ich war sehr gespannt auf das Buch und habe mich auch sehr auf das lesen gefreut.  Das Cover finde ich einfach nur wunderschön. Es passt perfekt zu dem Buch.Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen. Der Einstieg in dasBuch fiel mit zu Beginn nicht so leicht. Das wurde dann später besser.Man erfährt viel über die damalige Zeit, die Zustände und die Königreiche Spaniens und Europas.

    Christoph W. Gortner hat einen wunderbar spannenden Historienroman geschrieben, der natürlich ausführlich das Leben der Isabella von Kastilien erzählt.

    Für alle zu empfehlen, die historische (Liebes)Romane lieben.

    Danke an lovelybooks, dass ich mitlesen durfte.

    Kommentieren0
    47
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Christopher_Gortners avatar

    Als Prinzessin lernte sie ihre große Liebe kennen. Muss sie sich als Königin zwischen ihrem Herzen und der Krone Spaniens entscheiden?

    Hi,
    I’m Christopher Gortner Dicks, the author of four historical novels published in Germany. My latest novel, THE QUEEN’S VOW, is the dramatic story of Queen Isabella of Castile’s rise to the throne, from her youth as an impoverished princess to her forbidden marriage with Fernando of Aragon and her struggles to unite Spain into one kingdom. I am so happy to be able to offer my novels to German readers and look forward to talking with you! Hope you enjoy.

    Mehr zum Buch:
    Spanien, Mitte des 15. Jahrhunderts: Alte Fehden spalten die Königreiche Kastilien und Aragon. Prinzessin Isabella lebt am Hofe ihres Halbbruders Enrique, dem König von Kastilien. Nach einer Tragödie wird sie mit nur siebzehn Jahren zur Erbin des Throns. Nun muss sie über Nacht lernen, als souveräne Herrscherin zu agieren und sich gegen ihre politischen Feinde durchzusetzen. Denn nicht nur der Kampf um die Krone droht ein blutiger zu werden, sondern auch der um ihre große Liebe – den charismatischen Prinzen des verfeindeten Königreiches Aragon.
    ==> LESEPROBE


    Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde:
    Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Christopher W. Gortner mitzumachen. Christopher spricht kein Deutsch, deshalb stellt die Fragen an den Autor bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, er wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sich der Autor sehr freuen!

    Unter allen Bewerbern vergibt der Goldmann Verlag 15 Testleseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 04.Dezember 2013 bewerben - dafür gibt es eine kleine Frage zu beantworten:

    In der Vergangenheit gab es viele Königinnen und Könige. Habt ihr eine royale Figur aus der Geschichte, die euch schon zu Schulzeiten oder noch heute begeistert? Und warum ausgerechnet dieser König oder diese Königin?
    (Wenn möglich, wäre es toll, wenn ihr auf Englisch antwortet!)
    Rezisterns avatar
    Letzter Beitrag von  Rezisternvor 5 Jahren
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks