Solo

von Christopher Wurmdobler 
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Solo
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Wenn sich die Welt nur um einen selbst dreht, kommt einiges ins Stocken, wenn es hakt.

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Inhaltsangabe zu "Solo"

Sie sind schwul, sehen gut aus und haben interessante Berufe. Sie leben ihr Leben in einer Welt zwischen abgedrehten Partys und bizarren Kunstevents, Konsum, Fitnesstraining und First World Problems. Aber irgendetwas funktioniert nicht mehr so wie früher ...

David ist Mitte dreißig und Kinderarzt. Sein Freund ist etwas jünger, Architekt und hat das gemeinsame 200-Quadratmeter-Luxusloft geplant. Davids bester Freund Martin ist gerade fünfzig geworden und Landschaftsplaner. Dessen beste Freundin wiederum ist Bloggerin und selbst ernannte Schwulenmutti.

Außerdem gibt’s da noch Lena und Rita, die bald heiraten, Peter und irgendwie auch den jungen Ben. Doch dann verliebt sich die Schwulenmutti in einen Schwulen, David und sein Freund haben eine gröbere Beziehungskrise und die Hochzeit von Lena und Rita gerät zum perfekten Desaster.

Mit viel Ironie schreibt Christopher Wurmdobler über Freundschaft, Liebe und Sex, Körperkult, Älterwerden, Vorurteile und das schöne Leben in der queeren Wiener Großstadt-Blase, manchmal berührend, oft unglaublich witzig und immer so, dass man nicht aufhören kann zu lesen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783707606300
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:248 Seiten
Verlag:Czernin
Erscheinungsdatum:28.02.2018

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    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn sich die Welt nur um einen selbst dreht, kommt einiges ins Stocken, wenn es hakt.
    Gemeinsam einsam

    Sie haben vieles erreicht in ihrem Leben. Sie sind Ärzte, Architekten, Blogger. Können von ihrem Job sich eine große Wohnung in Wien leisten, gehen auf Parties … stehen mitten im Leben. Doch sind sie auch zufrieden?
    David bewohnt mit seinem Freund ein riesiges Loft. Als Erholungsort, sozusagen als Gegenstück zur harten Arbeit als Kinderarzt sind die Clubs seine Spielwiese. Hier trifft er sich mit seinen Freunden, sie lästern, sie scherzen, sie machen Pläne. Als nächstes liegt die Hochzeit von Lena und Rita an, von allen nur Lenarita genannt. Die machen das jetzt einfach! Ein unbeschwertes Leben.
    Steph ist so was wie die Schwulenmutti von allen. Immer dabei, doch irgendwie nie so richtig. Als sie eines Tages – ganz old school, ohne Dating App – einen Mann mit nach Hause nimmt, schwört sie sich, dass den erstmal keiner zu sehen bekommt. Denn sonst zerreißen sich alle das Maul oder, noch schlimmer, wollen ihn ihr abspenstig machen. Sie will ihn ganz für sich allein. 
    Martin ist der beste Freund Davids. Schon 50 und betrachtet seinen Körper als Tempel. Wenn andere sich noch rasieren, analysiert er schon (oder noch) die Anzahl und Tiefe seiner Fältchen. Oberflächlich ist er dabei überhaupt nicht. Doch warum sollte man sich nicht selbst beobachten?
    Es ist eine Clique wie aus einer amerikanischen Serie, Seinfeld, Friends, so was in der Art. Die Welt dreht sich nur um einen selbst. Die eigenen Probleme sind für alle da. Und für jedermann hörbar, wenn nicht sogar sichtbar.
    Dann kommt endlich der große Tag. Lenaritas Verpartnerung. Die Zeremonie selbst verdient diesen Titel gar nicht. Alles sehr steif und nüchtern. Das Paar wird von der Standesbeamtin als Pärchen bezeichnet, so dass ja kein Zweifel aufkommt, dass es sich bei den beiden auf gar keinen Fall um ein „normales Paar“ handeln könnte. Doch die Anwesenden sind darüber erhaben. Weniger erhaben ist da allerdings schon die Party. Bisher geheime Avancen brechen ebenso auf wie versteckte Zwistigkeiten. Und Steph und viele Andere erleben ihr blaues Wunder…
    Christopher Wurmdobler schreibt der Homo-Bobo-Generation eine Hymne auf den Leib. Wo Generationen zuvor noch heiße Kämpfe ausstanden, stehen die Schwulen heute auf der Sonnenseite. Doch so warm wie es ihnen zu oft angedichtet wird, können sie mit der Situation nicht werden. Eifersucht und Leichtlebigkeit haben ihren Preis. Die erkämpfte Freiheit kann nur verteidigt werden, wenn … ja, wenn was? Gemeinsam einsam suhlen sie sich in ihrem Hedonismus und treten ihre eigenen Werte mit Füßen. „Solo“ bietet die Chance auf mindestens eine Fortsetzung, „Duo“, Trio“ oder „Quartett“ treten dann die leichtfüßige Nachfolge eines Romans an, der Klischees außen vor lässt und dem die Szene, in der er spielt nicht permanent betroffenheitskitschig anspringt. 

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 6 Monaten

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