Christy Lefteri

 4.6 Sterne bei 79 Bewertungen
Autorenbild von Christy Lefteri (©privat/Quelle: randomhouse)

Lebenslauf von Christy Lefteri

Traumatische Wahrheit und bewegende Fiktion: Christy Lefteri ist in London aufgewachsen, ihre Eltern sind aus Zypern geflohen. Als Kind erlebt sie mit, wie der Krieg im nicht weit entfernten Syrien Leben zerstört und Familien auseinanderreißt. Diese Erinnerungen lassen Lefteri nicht los, und so schreibt sie den Roman »Das Versprechen des Bienenhüters«, um die Eindrücke zu verarbeiten und um auf das Schicksal der Syrer aufmerksam zu machen.

Daneben verbrachte Lefteri bereits einige Zeit als Freiwillie für Unicef und half in Athen in Flüchtlingslagern. Hauptberuflich unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der Brunel University.

Alle Bücher von Christy Lefteri

Cover des Buches Das Versprechen des Bienenhüters (ISBN: 9783734109546)

Das Versprechen des Bienenhüters

 (79)
Erscheint am 19.07.2021

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Rezension zu "Das Versprechen des Bienenhüters" von Christy Lefteri

Wunderschönes aber auch bedrückendes Buch
sarahscourtofbooksvor 10 Monaten

Titel: Das Versprechen des Bienenhüters

Autor: Christy Lefteri

Verlag: Limes verlag

Seitenanzahl:  352 Seiten

Preis: D: 20,00€ A: 20,60€

Inhalt

»Nuri und seine Geschichte treffen mitten ins Herz. Wunderbar erzählt, erschütternd und aufrüttelnd.« Belletristik-Couch.de

Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.

Sie haben alles verloren und glauben dennoch an einen Neuanfang: Diese Geschichte wird Sie berühren, mitreißen und doch hoffnungsvoll zurücklassen.

»Es ist unmöglich, von diesem Appell an die Menschlichkeit nicht bewegt und vielleicht sogar inspiriert zu sein.«The Guardian (09. Mai 2019)

Cover

Das Cover ist wuderschön, ich liebe Orange töne und Bienen vorallem. Das Cover war der erste Grund dieses Buch anzufragen. 

Geschichte und Schreibstil

Die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie war voller Emotionen. Eine traurige und hoffnungsvolle Geschichte über die Flucht. Der Schreibstil war grandios man konnte das Buch sehr schnell durchlesen und die Charaktere waren auch alle super beschrieben, genauso wie die Außenwelt. 

Fazit

Das Buch war voller Hoffnung, Sehnsucht, Trauer und Stärke. Ein wunderschönes Buch.

4,5/5 Sterne

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Rezension zu "Das Versprechen des Bienenhüters" von Christy Lefteri

Das Versprechen des Bienenhüters
Klusivor 10 Monaten

Nuri stammt aus Aleppo. Mit seiner Frau Afra ist er auf der Flucht, denn in seiner Heimat herrscht Krieg. Bei einem Bombenangriff wurde Sami, der kleine Sohn des Ehepaars, getötet, und Afra ist seitdem erblindet. Aus Nuris Sicht erleben die Leser eine aufreibende, gefahrvolle und kräftezehrende Flucht. Ihr Ziel ist England, denn dort wartet Nuris Cousin Mustafa mit seiner Familie. Nuri und Afra sind sich in letzter Zeit fremd geworden. Während der Flucht ändern sich jedoch die Vorzeichen. Je mehr Afra aus ihrer Lethargie auftaucht, in die sie sich seit Samis Tod geflüchtet hat, umso mehr zieht sich Nuri in sich zurück. Der Ich-Erzähler wird zunehmend von Alpträumen und Wahnvorstellungen geplagt. Auch sorgt er sich um einen kleinen Jungen, dem er unterwegs begegnet und sich seiner annimmt, doch eines Tages ist Mohammed wie vom Erdboden verschluckt. Nach langer Suche setzen Nuri und seine Frau die Reise fort. Was es mit Mohammed auf sich hat, erfährt man so ziemlich am Ende des Romans. Auf ihrer langen Reise haben Nuri und Afra viele Begegnungen. Die verschiedenen Charaktere und ihre Schicksale berühren, und doch bleiben sie auf Distanz. Vieles bleibt unausgesprochen. Für mich liegt darin ein Ausdruck der verschlossenen Gefühle, weil es die Menschen zu sehr schmerzt, über ihre Erlebnisse zu berichten. Vieles erzählt Nuri recht emotionslos, vermutlich als Selbstschutz. Nur wenn er in die Vergangenheit zurückblickt, als die Welt in Syrien noch in Ordnung war und er, zusammen mit Mustafa die gemeinsamen Bienenvölker versorgte, werden seine Beschreibungen blumig und geradezu schwärmerisch. Aber diese schönen Rückblicke sind rar. Es gibt immer wieder Zeitsprünge im Buch, wo Nuri zurück blickt, jedoch sind da auch sehr viele unangenehme Erfahrungen, die er und Afra kurz vor der Flucht machen mussten. Es sind schreckliche, geradezu unaussprechlich grausame Dinge, die der Erzähler verkraften muss.

Man weiß von Anfang an, dass Nuri und Afra wirklich in England ankommen. Obwohl der Roman weitgehend aus Analepsen besteht, war es für mich fesselnd, den hier wird deutlich, was Menschen, die aus einem Kriegsgebiet fliehen, alles durchmachen müssen. Obwohl man den Protagonisten nicht wirklich nahe kommt, so hat mich doch ihr Schicksal berührt. Auch wenn vieles vage und ungeklärt ist, so gibt es doch ein Fünkchen Hoffnung in der ganzen Geschichte.

Das Buch ist insgesamt sehr liebevoll gestaltet. Das ganze Design drückt Nuris Liebe zu den Bienen aus, und man findet die nützlichen kleinen Insekten auch in großer Zahl, nicht nur auf dem Einband und dem Vorsatzpapier, sondern jeden Kapitelanfang ziert die kleine Illustration einer Biene. Eine Besonderheit im Roman sind die Zeitsprünge. Beim Wechsel in einer andere Zeitebene beginnt das folgende Kapitel mit dem Wort, mit dem das vorherige endet.

Auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten im Buch gestört haben, so ist es doch ein Roman, der erschreckend authentisch ist und keinen kalt lässt. Nuris und Afras Geschichte hallt noch lange im Gedächtnis nach.

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Rezension zu "Das Versprechen des Bienenhüters" von Christy Lefteri

Berührend und fesselnd erzählt
Lilli33vor einem Jahr

Gebundene Ausgabe: 348 Seiten

Verlag: Limes Verlag (2. September 2019)

ISBN-13: 978-3809027157

Originaltitel: The Beekeeper of Aleppo

Übersetzung: Bettina Spangler

Preis: 20,00 €

auch als E-Book erhältlich


Berührend und fesselnd erzählt


Inhalt:

Nuri Ibrahim lebt mit seiner Familie in Aleppo. Hier arbeitet er mit seinem Cousin und besten Freund als Bienenzüchter. Doch eines Tages holt der Krieg ihn ein. Sein kleiner Sohn Sami kommt durch eine Bombe ums Leben, seine Frau Afra erblindet. Nuri und Afra bleibt schließlich keine andere Wahl als die Flucht aus ihrer Heimat. Es ist ein langer, beschwerlicher und gefährlicher Weg nach England. Beiden Ehepartnern setzt der Verlust des gemeinsamen Kindes auf seine ganz eigene Weise zu und sie drohen auch noch sich gegenseitig zu verlieren.


Meine Meinung:

Sehr eindrücklich schildert Christy Lefteri das Schicksal von syrischen Flüchtlingen, beispielhaft vertreten durch Nuri und Afra. Dabei thematisiert sie zum einen ihre Liebe zu ihrer Heimat, zum anderen die Gefahr der Reise. Es kommen die Hilfsbereitschaft, aber auch die Skrupellosigkeit der Mitmenschen zur Sprache. 


Hauptsächlich geht es hier aber um die seelische Belastung, die der unsinnige Tod des eigenen Kindes mit sich bringt und darum, wie man mit der Trauer umgehen kann. 


Erzählt wird durchgehend aus Nuris Ich-Perspektive. Dabei gibt es zwei Handlungsstränge, einmal der gegenwärtige Aufenthalt in England und rückblickend das vergangene Leben in Aleppo und die Flucht quer durch Europa. 


Mich hat der Roman stark berührt. Christy Lefteri schreibt sehr bildhaft. In meinem Kopf lief sofort ein Film ab, in dem ich mir die Personen und auch die Örtlichkeiten und Landschaften einwandfrei vorstellen konnte. 


Fazit:

Ein wirklich empfehlenswerter Debütroman, der trotz vieler bedrückender Ereignisse doch Hoffnung gibt.


★★★★★

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Das Versprechen des Bienenhüters

Flüchtlinge mussten auf der Suche nach einem besseren Leben für sich und ihre Familien ihre Heimat verlassen. Was dabei häufig vergessen wird: Flüchtlinge sind Menschen wie du und ich. Auch sie haben ein ganz normales Leben vor der Flucht geführt. Ein normales Leben mit Alltag, Träumen und Sorgen. Daran möchte uns Christy Lefteri mit ihrem Buch "Das Versprechen des Bienenhüters" erinnern.

Dieses Buch wird euch die Augen öffnen!

Zusammen mit dem Limes Verlag verlosen wir im Rahmen unseres Literatursalons 30 Exemplare von "Das Versprechen des Bienenhüters" unter allen, die mehr über die Schicksale von Nuri und seiner Familie wissen möchten. Möchtet ihr euch über diesen berührenden Roman mit anderen Lesern und Leserinnen im Rahmen einer Leserunde austauschen und anschließend eine Rezension schreiben?

Dann bewerbt* euch bis zum 15.09., indem ihr auf folgende Frage antwortet:

Kennt ihr jemanden, der seine Heimat wegen Krieg oder anderer tragischen Umstände verlassen musste? Erzählt uns davon! 

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.    

943 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Christy Lefteri im Netz:

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in 110 Bibliotheken

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