Chuck Hogan , Guillermo Del Toro Die Nacht: Roman

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Inhaltsangabe zu „Die Nacht: Roman“ von Chuck Hogan

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    Die Nacht: Roman
    Webbee

    Webbee

    14. January 2013 um 10:37

    Seit zwei Jahren herrscht nun schon ewige Nacht auf der Erde. Mittels Atomkraft und diverser dadurch ausgelöster Naturkatastrophen wurde der Himmel auf lange Zeit verdunkelt. Die Vampire konnten sich rasant ausbreiten und zwei Drittel der Weltbevölkerung fielen Ihnen zum Opfer. Ephraim Goodweather, Vasily Fet, Nora Martinez sowie die Gang von Gus Elizalde haben den Super-GAU von New York in den U-Bahn-Tunneln überleben können und bestreiten nun einen schier aussichtslosen Kampf gegen den Meister. Die Welt wurde nach den Plänen des Meisters umgestaltet. Menschen dürfen leben, denn sie sind Nahrungsquelle für die Vampire. Mit mathematischer Präzision hat der Meister berechnet, wie viele Menschen überleben müssen und wie viele Nachkommen erzeugt werden müssen. Und so werden Menschen in Farmen gehalten und müssen Blut abliefern sowie Nachwuchs erzeugen. Betrieben werden diese Anstalten von Menschen – Überläufern, die sich in die Dienste der Vampire stellen und skrupellos ihre eigene Art an sie verkaufen. Die Widerständler haben jedoch etwas in ihrem Besitz, dass der Meister um jeden Preis haben will: das Occido Lumen – jenes Buch in dem die Geschichte der „Alten“ geschrieben steht und aus dem ihre Herkunftsorte zu erfahren sind. Auch sein Herkunftsort, den er selbst nicht kennt, ist dort zu finden. Und wird dieser zerstört, werden auch der Meister und alle, die er erschaffen hat, ausgelöscht. Leider ist Vasiliy, dem Professor Setrakian kurz vor seinem Tod das Buch anvertraut hat, nicht in der Lage die alte Schrift und die Zeichnungen in dem Buch zu lesen. Und Ephraim Goodweather kann er nicht mehr vertrauen, seit der Meister seinen Sohn in der Gewalt hat. Eph ist besessen von seinem Sohn und wird durch seinen Wahn langsam zur Gefahr für den Widerstand. Trotzdem ist Vasily nicht untätig. Seine Kontakte in die Ukraine ausnutzend, beschafft er einen Atomsprengkopf – jetzt müssen sie nur noch herausfinden, wo er detonieren soll. Das gestaltet sich natürlich äußerst schwierig – zum einen, weil Eph sie durch seine Unzuverlässigkeit immer wieder in Gefahr bringt, zum anderen, weil Nora in Gefangenschaft gerät und in einer der Farmen festgehalten wird. Außerdem kennt der Meister jeden von ihnen und da er durch die Augen seiner Vampire alles sehen kann, müssen sie sich ständig verstecken und haben lediglich zwei Stunden des Tages zur Verfügung, an denen es etwas heller wird und die Vampire sich verkriechen. Und wie sollen sie das Buch entziffern? Selbst Setraktian hatte das nicht geschafft und hat ihnen nur kryptische Hinweise hinterlassen. Doch sie bekommen Hilfe von unerwarteter Seite – der anderen Seite. Quinlan, der Blutgeborene, taucht auf und Vasily vertraut ihm das Buch an. Durch Quinlans Übersetzungen erfährt man alles über den Ursprung der Vampire und auch darüber, wer Quinlan eigentlich ist und welche wichtige Rolle er bei der Vernichtung des Meisters spielen muss. Doch kann man dem Vampir vertrauen? Oder kann man den Menschen überhaupt noch vertrauen? Denn der Meister kennt viele Wege, den Verstand der Menschen zu beeinflussen. Das Ende der Trilogie von Hogan und Del Toro ist ebenso spannend, wie die vorangegangenen Teile. Wobei der Gruselfaktor beim ersten Band eindeutig am höchsten war. Im dritten Band wird jegliches Mysterium rund um die Vampire aufgedeckt und das macht ihn wiederum sehr interessant auch wenn die Blutsauger, das Virus, ihr Äußeres und ihre Fähigkeiten dem Leser längst hinreichend bekannt sind. Ohne den charismatischen Professor Setrakian startet das Buch eigentlich ohne eine wirklich starke Figur auf die man seine Hoffnungen setzen kann. Zwar entpuppte sich der ukrainische Kammerjäger Vasily als stark und verlässlich aber ihm fehlt das Wissen. Ephraim könnte helfen, doch der verwahrlost immer mehr und verliert sich in seiner Sorge um seinen Sohn. Nora ist damit beschäftigt, ihre Demenzkranke Mutter zu schützen – nur Gus Elizalde und seine Gang kämpfen im Untergrund gegen die Vampire. Ich ging davon aus, das Vasily nun auf wundersame Weise zu dem nötigen Wissen aus dem Occido Lumen gelangt, doch dann kam jemand hinzu, den ich schon vergessen hatte und der die Rolle Setrakians für mich einnahm. Quinlan – der eigentlich ein Vampir ist und in Band Zwei der Nachtjäger der Alten war. Mich wunderte sein Auftauchen insofern, dass die Geburtsstätten der Alten ja durch den Meister vernichtet wurden und somit auch sie und alle von ihnen abstammenden Vampire. Warum wohl, ist Quinlan nicht vernichtet worden? Man hat immer das Gefühl, dass Quinlan den anderen einen Schritt voraus ist und alles irgendwie lenkt. Das ist im Grunde gut, denn die Widerständler untereinander sind sich nicht mehr einig. Doch das ständige mulmige Gefühl, dass einer ein falsches Spiel spielt, verleiht der Geschichte zusätzlich Spannung. Die Geschichte an sich ist solide und rasant erzählt. Man liest sich schnell ein und kann das Buch kaum noch weglegen. Fazit: Auch wenn das Außergewöhnliche und Gruselige des ersten Bandes und die Dramatik des zweiten Bandes etwas fehlen, schaffen es Hogan und Del Toro trotzdem, einen fulminanten Abschluss der Trilogie hinzulegen und alle Fragen und Mysterien aufzuklären. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ende.

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