Chuck Klosterman Nachteulen

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Inhaltsangabe zu „Nachteulen“ von Chuck Klosterman

Irgendwo im Nirgendwo liegt Owl, und dort leben auch Menschen. Zum Beispiel Mitch. Er ist der gefragteste Football-Held seiner Schule und hat Sorge, verrückt zu werden. Oder Julia, Zugereiste und Lehrerin. Sie hat ein Alkoholproblem und ist in den Bison-Züchter des Ortes verliebt. Und dann ist da noch Horace. Er lebt seit 73 Jahren in diesem Kaff, trinkt viel Kaffee, denkt an seine verstorbene Frau und kennt die Wahrheit. Sie alle leben an diesem Ort, wo es weder Popkultur noch Kabel gibt. Und alle drehen sie sich um die eine Frage: Was heißt es, normal zu sein. Sie finden keine Antwort, aber das ist egal. Chuck Klosterman erzählt bissig, scharf und schwarzhumorig von einer Gemeinschaft, in der jeder Einzelene nur eins will: seine Sache so gut als möglich machen, um am Ende nichts zu bereuen.

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  • "Nachteulen" von Chuck Klosterman

    Nachteulen

    Jacynthe

    02. March 2015 um 18:41

    Klappentext Irgendwo in Amerika liegt Owl, es könnte keinen normaleren und langweiligeren Ort als diesen geben - aber es leben Menschen dort, und wo Menschen aufeinandertreffen, ist immer etwas los. Ob der Football-Held Mitch, die Lehrerin Julia oder der 73-jährige Horace, sie alle schlagen sich durchs Leben mit großen und kleinen Sorgen, sie lieben, trauern, sie leiden. Ihr größtes Ziel ist es, ihre Sache so gut als möglich zu machen, um am Ende nichts zu bereuen. Aber das Ende liegt nicht in ihrer Hand - ein verheerender Blizzard fegt über Owl, und alles ist anders als zuvor. Meine Meinung Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort angesprochen und irgendwie habe ich geahnt, dass es mir ausnehmend gut gefallen würde. Trotzdem frage ich mich die ganze Zeit, warum es mir so gut gefällt. Was finde ich, gemeinsam mit vielen anderen Lesern, so fesselnd an dem Buch, das in einer staubigen Kleinstadt spielt, wo jeder jeden kennt und jeder Tag das selbe bringt wie der vorherige? "Nachteulen" besteht quasi nur aus Anekdoten und Alltagsbeschreibungen, die alles andere als kosmopolitisch sind. Dabei werden abwechselnd der Schüler Mitch, die junge Lehrerin Julia und der Witwer Horace begleitet. Ausgehend von diesen drei Protagonisten lernt man nach und nach auch alle anderen Bewohner des Ortes kennen. Man blickt hinter die Fassade, die die Menschen um sich errichtet haben, die sie aber nicht einmal vor ihren eigenen Nachbarn aufrechterhalten können. Das Entscheidende an diesem Buch ist wahrscheinlich, dass man keine Helden vor sich hat, keinen, der etwas Besonderes erschaffen oder getan hat. Es sind ganz normale Menschen mit normalen Stärken und Schwächen, die nicht beschönigt werden. Doch die Art, wie Klosterman über sie schreibt, enthält so viel Weisheit, so viele Denkanstöße, dass ich das Buch stellenweise weglegen und darüber nachdenken musste. Mir war, als würde ich mich durch einen Spiegel selbst betrachten, auch wenn das jetzt schwülstig klingt. Doch Klosterman brachte mich nicht nur zum Nachdenken. Mindestens genauso häufig musste ich herzhaft lachen und mehr als einmal fotografierte ich eine Textpassage, um sie meiner Freundin zu schicken und lachte mich mit ihr gemeinsam kringelig über die Parallelen, die zu unserer Lebenswelt bestehen. Ich bin sicher, dass es vielen anderen Lesern ebenso ergeht, was die vielen guten Bemerkungen erklärt, die ich schon darüber gelesen habe. Ich selbst las am liebsten von Julia, die ich trotz ihrer vielen Fehler sehr sympatisch fand. Sie ist eine junge Frau, die Lehrerin geworden ist, weil sie keine anderen Perspektiven sah und als Zugezogene plötzlich zum Mittelpunkt des Stadtlebens wird, was sie nicht gewohnt ist, ihr aber gefällt. Trotzdem fühlt sie sich unvollständig und beginnt, regelmäßig zu trinken, um sich lebendig zu fühlen, bis sie einen Grund findet, ihr Leben zu ändern. Dramatischerweise weiß man als Leser von Anfang an, das etwas Schlimmes passieren wird, denn Klosterman beginnt das Buch mit einem prospektiven Zeitungsartikel über den Blizard, der mehrere Menschen das Leben kostet. Wen wird es treffen? Werden Mitch, Julia oder Horace unter den Opfern sein? Die Tragik, die dahinter steckt, wurde mir erst am Schluss vollkommen bewusst. Jeder lebt sein Leben vor sich hin, versucht, das beste aus sich und der Situation zu machen, doch keinem ist klar, dass er von heute auf morgen tot sein kann. Plötzlich aus dem Leben gerissen. Ich denke, das ist die Kernaussage des Romans: Lebe dein Leben. Morgen könnte es schon zu spät sein. Trotz der häufigen, für mich als Laien langatmigen Passagen über Football und dessen Spielweisen möchte ich 5 von 5 Wolken für diesen Roman vergeben. Ein großartiges Buch, das sicher irgendwann noch einmal lesen werde. Auch stehen die anderen Bücher Klostermans jetzt auf meiner Wunschliste - ich halte ihn, nach dem, was ich bisher von ihm gelesen habe, für einen großartigen Autor.

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  • Schwächer als die anderen Werke Klostermans

    Nachteulen

    LeChristoph

    26. May 2013 um 21:39

    Nach den sehr amüsanten "Fargo, Rock CIty" und "Eine zu 85% wahre Geschichte" hat mich "Nachteulen" leider ein wenig enttäuscht. Chuck Klosterman stellt hier sein popkulturelles Wissen etwas zurück und versucht sich an einer Geschichte, die nicht allzu viel mit Musik zu tun hat, was nur bedingt gelingt. Das Erzählen aus verschiedenen Perspektiven und das Zusammenführen der einzelnen Stränge zu einem finalen Höhepunkt hat zwar seinen Reiz, aber viele der Episoden sind doch recht blass und die meisten Charaktere bleiben eher oberflächlich.  Trotzdem ein relativ lesenswertes Buch für Zwischendurch.

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  • Rezension zu "Nachteulen" von Chuck Klosterman

    Nachteulen

    murmel

    23. April 2012 um 06:55

    Chuck Klosterman beschreibt in seinem Buch "Nachteulen" ein Jahr im Leben der Bewohner der Kleinstadt Owl. Die Lehrerin, die ihre erste Stelle nach dem Studium in diesem Kleinod antritt und sich vor lauter Langeweile jeden Abend betrinkt, die alteingesessenen Männer, die jeden Tag in einer Bar bei drölf Tassen Kaffee über Gott und die Welt philosophieren und der Schüler, der sich wundert über kleine und große Dinge im Leben, vor allen Dingen aber über seine verhasste Rolle als Footballspieler. Klingt erstmal ziemlich öde, wer je in einem Dorf gewohnt hat kennt die Enge, die hier beschrieben wird. Es passiert eigentlich nichts großartiges, jeder weiß alles über jeden und die Ankunft eines neuen Anwohners wird begeistert und zugleich abwartend begrüßt. In diesem Roman passiert wirklich nicht viel aufregendes, sehen wir mal vom Ende ab, aber Chuck Klosterman beschreib das Durchschnittsleben in einer amerikanischen Kleinstadt so dringend und wichtig, als wäre jener kleiner Ort der wirkliche Mittelpunkt der Welt und so trieb es mich immer wieder an weiterzulesen, zu erfahren wie jede Figur ihren Teil an der Geschichte beiträgt und ihre eigenen Biografien miteinander verbunden werden.

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  • Rezension zu "Nachteulen" von Chuck Klosterman

    Nachteulen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. March 2012 um 13:08

    North Dakota, USA, eine Kleinstadt, ein paar tausend Einwohner. Da spielt Chuck Klosterman's Roman Nachteulen. 'In the middle of nowhere', jeder kennt jeden, Alle beobachten alles. Die meisten denken und handeln gleich. Chuck Klosterman hat sich ein paar Personen herausgepickt und erzählt abwechselnd in Ausschnitten was sie 1983/1984 erleben. Ein Sportlehrer, der Schülerinnen hintersteigt, eine ledige, neu zugezogene Lehrerin, die jeder im Ort umwirbt, Schüler, in ihrem ganz eigenen Mikro-Kosmos, Farmer, die tagaus, tagein das gleiche tun... Das klingt nicht besonders aufregend - und ist es auch tatsächlich nicht. Sicher, man bekommt einen Einblick in das Leben in den USA 'im Hinterland', die Protagonisten haben persönliche 'Ticks', die recht gut beschrieben sind, aber wäre nicht Chuck Klosterman's stets ironische, manchmal sarkastische Art, zu beschreiben, würde die Handlung schnell ermüden. Die Erzählung endet mit einem Naturereignis im Februar 1984. Chuck Klosterman hat zwei umwerfend gute Bücher, die sich mehr oder weniger um Musik drehen, veröffentlicht (beide aus der Sicht eines in North Dakota aufgewachsenen Autors...), Fargo, Rock City und Eine zu 85% wahre Geschichte. Nachteulen fällt gegen diese beiden Werke leider ab. Interessant für Einblicke in das Kleinstadtleben im MIttleren Westen, darüber hinaus nicht weiter erinnerungswert...

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