Chuck Palahniuk

 4 Sterne bei 1.412 Bewertungen
Autor von Fight Club, Der Simulant und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Chuck Palahniuk

Chuck Palahniuk wurde am 21. Februar 1962 in Pasco, Washington als Charles Michael Palahniuk geboren. Bekannt geworden ist er durch sein Debüt »Fight Club« das von David Fincher verfilmt wurde. Hauptdarsteller sind Brad Pitt und Edward Norton. Palahniuk plant laut eigenen Angaben ein weiteres Werk, welches durch David Fincher verfilmt werden soll. Bevor er Schriftsteller wurde, besuchte er die School of Journalism an der University of Oregon, arbeitete als freier Journalist und LKW-Mechaniker und arbeitete ehrenamtlich in Obdachlosenheimen. Er ist Mitglied einer anachistischen Gesellschaft namens »Cacophony Society« die dem »Suicide Club of San Francisco« entsprang.

Alle Bücher von Chuck Palahniuk

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Fight Club

Fight Club

 (409)
Erschienen am 01.12.2004
Der Simulant

Der Simulant

 (132)
Erschienen am 01.05.2002
Flug 2039

Flug 2039

 (111)
Erschienen am 01.02.2003
Lullaby

Lullaby

 (117)
Erschienen am 10.07.2006
Die Kolonie

Die Kolonie

 (89)
Erschienen am 08.12.2008
Das Kainsmal

Das Kainsmal

 (78)
Erschienen am 20.04.2009
Fratze

Fratze

 (62)
Erschienen am 08.02.2010
Das letzte Protokoll

Das letzte Protokoll

 (53)
Erschienen am 08.01.2007

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Chuck Palahniuk

Neu

Rezension zu "Adjustment Day – Tag der Abrechnung" von Chuck Palahniuk

Unendlich langweilig... keine Ahnung warum das bei Festa erschienen ist...
PeWavor 23 Tagen

Um Palahniuk wurde es nach Fight Club überraschend still und das, obwohl mit Choke – Der Simulant ein weiterer guter Roman des Autors verfilmt wurde und zahlreiche weitere Bücher publiziert wurden. Dann machte Palahniuk 2018 von sich reden, als er auf seiner Website eröffentlichte, dass er von einem Mitarbeiter seiner Agentur um eine große Summe Geld geprellt worden und nun quasi pleite sei. Manchmal verliert man und manchmal gewinnen halt die anderen…

Ich habe mir nun voller Freude Adjustment Day zur Brust genommen. Wie in Fight Club geht es letztlich um eine Revolution von unten nach oben. Dabei ist Adjustment Day aber im Gegensatz zu Fight Club eine Satire mit einem dystopischen Setting. Da wo Palahniuk bei seinem Vorgänger klar Stellung bezog, kokettiert er hier unter dem Deckmantel, dem ihm das Etikett Satire ermöglicht.

Worum geht es nun aber in Adjustment Day? Palahniuk widmet sich hier den von Hillary Clinton im letzten Präsidentschaftswahlkampf als Beklagenswert bezeichneten Massen, die den Erfolg von Donald Trump möglich gemacht haben. Anders als in der Wirklichkeit amtiert in den USA ein liberaler Präsident, als im Internet die Liste der Meistgehassten auftaucht. Jeder darf Menschen für diese Liste vorschlagen und wenn die betreffende Person innerhalb eines gewissen Zeitraums genug Stimmen auf sich versammelt, bleibt sie in der Liste. Schnell werden Politiker und andere Prominente in die Liste aufgenommen und sammeln viele Stimmen. Währenddessen entstehen im ganzen Land geheime Zellen, die sich auf den Tag X vorbereiten. Dann plötzlich verschwindet die Liste und damit werden die verteilten Stimmen eingefroren. Am nächsten Tag findet der Adjustment Day statt und die in Zellen organisierten Bedauernswerten richten unter den Personen auf der Liste ein Massaker an. Dabei bekommt der jeweilige Mörder eines Listenmitglieds exakt die Stimmen gutgeschrieben, die sein Opfer erzielt hat. Auf diese Weise soll eine neue Ordnung etabliert werden, die nur von den Menschen bestimmt wird, die selbst an der Ermordung der Elite beteiligt war.

Die ersten 50% von Adjustment Day lesen sich wie ein extrem langweiliger Politthriller, doch dann gleitet das Buch immer mehr ins Absurde und Satirische ab. Gleichzeitig krankt es auch dann daran, dass es keine festen Protagonisten hat, sondern dauernd zwischen zahlreichen Figuren hin und her springt. Als die Gesellschaftsordnung beseitigt war, schafft es Palahniuk aber nicht mehr, seine neue Welt so ganz vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen. Er bemüht sich zwar, aber es gelingt ihm eben doch nicht so ganz. Der Spannungsbogen beginnt zu stagnieren, fällt dann zum Ende jedoch immer mehr ab und führt dann zu einem Ende in der vollkommenen Trivialität. Hier hätte ich mir vom Autor deutlich mehr Mut gewünscht, auch wenn das Buch auf diese Weise sicherlich für eine Verfilmung prädestiniert ist.

Aufgrund der oben geäußerten Kritik halte ich Adjustment Day für definitiv nicht lesenswert. Es kommt definitiv nicht an die besten Leistungen des Autors heran, bietet dem Leser aber sehr viele Dinge zum Nachdenken. Anfänglich wurden im Buch dann auch einige Erklärungen zu Fight Club abgegeben, die rückwirkend noch einige Fragezeichen aus dem Weg geräumt haben, was auch Adjustment Day eine zusätzliche Verwirrungsebene gibt. Das Highlight ist für mich Talbott Reynolds, der Bösewicht des Buchs. Seine zahlreichen Gastauftritte in den unterschiedlichen Erzählsträngen definieren wohl wie kein anderes Beispiel den Begriff des Running Gags auf nie dagewesene Weise.

Ein weitere Schwachpunkt sind die zahlreichen Charaktere, die für mich teils unsympathisch und teils völlig egal geblieben sind. Zu keiner Zeit fand ich auch nur eine Person interessant, oder habe gar mit ihr gefiebert. Aber vielleicht gehörte auch dies zum Konzept des Autors, damit er seine Dystopie ohne Vorwürfe der Parteinahme abliefern konnte.

Abschließend bleibe ich jedoch auch etwas ratlos zurück, aber das hat mit dem Inhalt von Adjustment Day zu tun, sondern mit dem völligen Ausbleiben eines jeglichen Medienechos zum Erscheinen des neuen Buches eines Bestsellerautors. Nur zur Erinnerung: Es ist nicht lange her, als gefühlt jedes zweite YouTube Video mit einem Spot von Giulia Enders eingeleitet wurde, in dem sie mit ihrer Kleinmädchenstimme fragte: „Wie geht eigentlich kacken?“ Weiterhin rissen sich Talkshows und andere Sendungen um einen Auftritt der adretten Autorin, damit diese dort ihren Bestseller präsentieren konnte. Aber wie wusste es Bill Clinton schon, als er George H.W. Bush aus dem Amt katapultierte? It´s the economy, stupid…

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G

Rezension zu "Fratze" von Chuck Palahniuk

EIn extremes Buch
Gallert-Oktaedervor 4 Monaten

„Fratze“ von Chuck Palahniuk, der vor allem als Autor der „Fight Club“-Buchvorlage bekannt wurde. Es ist das erste Buch, dass ich von dem Autor gelesen habe und es ist in jeder Hinsicht ein Extrem.

Die Erzählstruktur ist extrem: Die Kapitel sind von Dutzenden Rück- und Vorblenden und Einschüben gezeichnet, der Schauplatz des Geschehens wechselt oft dreimal auf einer einzigen Seite.

Die Sprache ist plastisch und extrem:

„Den größten Teil meines bisherigen Erwachsenenlebens habe ich damit zugebracht, für einen Haufen Kohle die Stunde auf weißem Hintergrundpapier zu stehen, in Kleidern und Schuhen, mit frisierten Haaren und irgendeinem berühmtem Modefotographen vor mir, der mir erzählt, wie ich mich fühlen soll.
Indem er mir zuschreit: Gib mir Lust, Baby.
Blitz.
Gib mir Hass.
Blitz.
Gib mir gleichgültiges existenzialistisches Ennui.
Blitz.
Gib mir ungezügelten Intellektualismus als Bewältigungsmechanismus.
Blitz.“

(Diese Stelle ist tatsächlich noch vergleichsweise harmlos, ich musste nun etwas aus der Amazon-Leseprobe nehmen, da ich das Buch nicht zur Hand habe. Man kann sich aber denken, in welche Richtung es geht.)

Die Handlung ist extrem, in einem Ausmaß in dem die Grenze zur Glaubwürdigkeit des ganzen Geschehens sehr stark strapaziert wird und viele Szenen geradezu grotesk auf einen wirken. Nichtsdestotrotz ist das Geschehen, dass sich ein wenig wie ein entarteter Tarantinostreifen gestaltet faszinierend. Das ganze Buch ist ein Mosaik, dass zu Beginn in tausenden Scherben vor einem liegt und sich zum Schluss ineinanderfügt. Dabei driftet Chuck Palahniuk nie ins Völlig Absurde ab, sondern beschreibt mit so viel Detail und Fachwissen, dass man selbst die eigenartigsten Szenen und Wendungen, in gewisser Hinsicht nachvollziehen kann. Die Figuren, ihre Ideen und ihre Handlungen regen auch nach dem Beenden des Buches zum Nachdenken an, was für mich persönlich immer ein Anzeichen für ein gutes Buch ist.

Insgesamt war „Fratze“ für mich eine lohnenswerte Erfahrung. Ein paar Kürzungen und eine bessere Übersetzung hätten dem Buch meiner Meinung nach an einigen Stellen gut getan, sonst habe ich nichts zu bemängeln. Es ist ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst.
Danke Vater. Danke Gott.

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Rezension zu "Snuff" von Chuck Palahniuk

SNUFF von Chuck Palahniuk. Ein etwas anderer Roman.
festatypevor 6 Monaten

Es ist ein Buch wie es nur von einem geschrieben werden kann.

600 Männer haben sich zu einem Pornodreh der Extraklasse an einem Filmset zum Dreh des Films getroffen, welcher der Ausstieg der alternden Pornodiva Cassie Wright ist. Aus den Perspektiven von Mr. 72, Mr. 127 und Mr. 600 sowie Sheila, der jungen Dame mit dem Klemmbrett die die Männer nach und nach vor die Kamera vor Ms. Wright weißt wird dieser komplett verrückter, zynischer Roman, welcher ein Mix aus Satire, Familiendrama sowie Pornoanekdote ist erzählt. Ich habe ihn vor 2 Monaten an einem Tag gelesen, und war Schockiert. Schockiert wie kreativ, lustig, extrem, aber dennoch total interessant ein Mensch eine Geschichte erzählen kann.

Ich musste mehrmals laut auflachen, und über Chuckys Formulierungen ("wie ein Mösenfurz der zu tief reingeschoben wurde") musste ich immer wieder staunen, und habe mir einige rausgeschrieben und an die Pinnwand mit meinen Liebsten Buchzitaten gehängt, an welcher Palahniuk-Zitate am meisten zu finden sind. Dieser gerade mal 210 Seiten magerer Roman ist eine Empfehlung an alle Palahniuk-Fans. Und an alle Leute die sich an Palahniuk mal rantrauen wollen; lest Snuff und Fight Club. Dann werdet ihr Wissen ob ihr was mit ihm Anfangen könnt.

Allerdings sollte man kein Schüchterner Mensch sein wenn man diesen Roman lesen will, denn er ist ehrlich recherschiert, und komplett Auf-die-Fresse geschrieben.

Eine absolute Kaufempfehlung!!!

-festatype.

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Gespräche aus der Community

Neu
L
Ich habe gelesen das Chuck Palahniuk ein weiteres Buch (neben Figh Club) plant und daran arbeitet, welches ebenfalls durch David Fincher verfilmt werden soll. Habt ihr davon auch gelesen und habt eventuell weitere Quellen dazu, wo ich  mich informieren könnte? Ich muss sagen, ich finde den Gedanken daran, wirklich genial, daher würde mich weitere Informationen total interessieren.
Letzter Beitrag von  Weltverbesserervor 8 Jahren
Dazu hab ich leider auch noch nichts gefunden...
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Chuck Palahniuk wurde am 20. Februar 1962 in Pasco/ Washington (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Chuck Palahniuk im Netz:

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