Chuck Palahniuk Das Kainsmal

(75)

Lovelybooks Bewertung

  • 76 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 10 Rezensionen
(29)
(23)
(18)
(4)
(1)

Inhaltsangabe zu „Das Kainsmal“ von Chuck Palahniuk

„Ich schreibe Grimms Märchen für Ewachsene.“ Chuck Palahniuk in Der Standard Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen: Seit seiner Kindheit fordert Buster „Rant“ Casey den Tod heraus: Er macht Jagd auf Spinnen, Schlangen und Skorpione, um ihr Gift in seinem Körper zu spüren. Später schließt er sich einer Gruppe von Party-Crashern an – Leuten, die Verfolgungsjagden mit Autos veranstalten und dabei spektakuläre Unfälle provozieren. Hier scheint Rant seine Bestimmung gefunden zu haben, und bald eilt ihm der Ruf als „Engel den Todes“ voraus ... Vom Autor des Kulterfolgs „Fight Club“.

Nicht sein bestes, aber es hat seine Momente.

— Schierlingsbecher

Hat der Mann Ideen? Fettes JA

— Charysher

Stöbern in Romane

Mein Leben als Hoffnungsträger

Anfangs eine leicht zu lesen wirkende Geschichte, entfaltet sie ihre Vielfalt und Tiefgründigkeit im Lauf des Buches

Buchraettin

Die Schatten von Ashdown House

Spannung gepaart mit Mystik = Lesegenuß pur

katikatharinenhof

Der verbotene Liebesbrief

Der etwas andere Roman von Lucinda Riley, aber mindestens genauso gut wie all ihre anderen Geschichten. ♥

BooksAndFilmsByPatch

Liebwies

Interessant, unterhaltsam und sarkastisch - die Schickeria der 20er und 30er Jahre in der österreichischen Kulturszene.

thelauraverse

Karolinas Töchter

Ein jüdisches Schicksal, das zu Herzen geht. Ein wertvoller Roman, von dem es ruhig mehr geben könnte

fredhel

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Das wahre Glück ist näher als man denkt

Jonas1704

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Sehr abgedreht

    Das Kainsmal

    CocuriRuby

    24. June 2016 um 01:23

    Das besondere an dem Buch ist die Art wie es erzählt wird. Die Geschichte wird nicht linear erzählt, sondern durch verschiedene Augenzeugen, die das Geschehene alle etwas anders wahrgenommen haben und darstellen. Man erfährt also nie, wie es wirklich war, sondern muss die einzelnen Sichten irgendwie zusammen bringen, um erahnen zu können, wie es wohl wirklich abgelaufen sein könnte. Das ist eine Meisterleistung des Autors, wie ich finde – sich nicht nur eine Geschichte auszudenken, sondern auch noch sich zu überlegen, wie das die verschiedene Leute wahrgenommen haben und erzählen könnten. Es ist mal eine gänzlich andere Art eine Geschichte zu lesen – ich finde es wirklich genial. Aber auch die Handlung selbst ist alles andere als gewöhnlich. Thematisch schreckt der Autor vor so ziemlich gar nichts zurück. Auch hier gibt es Passagen die konfus sind, abgedreht, brutal oder ekelig sind. Aber dieses Buch ist auch ein ziemlicher Genre-Mix. Es ist irgendwas zwischen Roman, Sci-Fi, Fantasie, Gesellschaftskritik und Mindfuck. Auch dieser Band hat die typische Destruktion und dunkle Philosophie für die der Autor bekannt ist. Das Buch ist eine Ansage gegen das System – gegen das scheinheilige Pseudogetue der Gesellschaft, aber auch die Religion bleibt nicht unangetastet. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Autor Verhaltenspsychologie studiert haben muss – das spiegelt sich jedenfalls in seinen Texten wieder, die vor Psychologie und Manipulation nur so sprühen. Auch dieses Buch hat recht vulgäre bzw. sexuelle Komponenten – aber die sind nie erotischer Natur (mit erotischer Literatur hat das wirklich gar nichts zu tun). Es geht dabei eher in eine düstere Richtung – eher in die Ecke Triebe und Machtspiel oder Kontrolle über den anderen ausüben. Das kann man nicht beschreiben, das muss man lesen – aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass das abstoßend wirken kann. Ich persönlich finde es auch recht grenzwertig. Aber irgendwie gehört das zu seinen Büchern dazu und dadurch, dass das immer etwas Absurdes an sich hat, finde es nicht so schlimm. Das Buch ist destruktiv – es ist fast eine Ode an die Zerstörung. Aber genau das mag ich so sehr an dem Buch. Es ist eine willkommene Abwechslung zu unserer geschminkten, heuchlerischen Welt.  Allerdings hinter dem stecken z.T. faszinierende Gesellschaftskritiken. „Man sieht, wie man sich selbst seine Realität schafft – denn wenn alle an eine Lüge glauben, dann ist es keine Lüge mehr“ – das ist ein faszinierender Gedanke und es spiegelt sich eine unwiderlegbare Wahrheit darin, weil genau so unsere Gesellschaft funktioniert. Generell finde ich die Gedankenspiele, die an manchen Stellen schon fast zu Verschwörungstheorien heranwachsen, einfach genial. Wobei hier die Grenzen zwischen Genie und Wahn sehr verschwommen sind. Das Buch ist schon sehr wirr – ich hatte zwischendurch durchaus mal den Faden verloren – bei den meisten Dingen findet man ihn dann wieder bei anderen nicht. Was auch daran liegt, dass das Buch ab einen gewissen Punkt eine doch recht sonderbare Wendung bekommt (das ist der Moment, wo die Fantasie und Sci-Fi Elemente einsetzen). Bei manchen Dingen, die plötzlich hinzu kamen, war ich irgendwie raus – Stückweit hat das vielleicht auch einfach meinen Horizont überschritten – interessant war oft es trotzdem, manchmal aber auch leider ein Störfaktor. Das Buch ist wirklich SEHR surreal, sogar noch mehr, als die anderen Romane, die ich von dem Autor gelesen habe. Darauf muss man sich einlassen können und selbst dann ist es nicht immer einfach.   Fazit Die Bücher von Palahniuk überschreiten immer eine gewisse Grenze (in diesem Fall waren es eher mehrere) – aber das machen sie nie ohne Stil und ich glaube genau das ist das faszinierende daran. Ich kann aber auch verstehen, wenn einen das gar nicht zusagt.

    Mehr
  • Das Kainsmal von Chuck Palahniuk.

    Das Kainsmal

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 03:00

    In einer nicht näher definierten Zukunft teilt sich die Menschheit in zwei Gruppen: Die Tagaktiven und die Nachtschwärmer. Die Welt der Nachtschwärmer wird bestimmt durch Kriminalität, Sex, Drogen, rasante organisierte Unfallfahrten und Tollwut. Die Tollwut wird verbreitet von Buster Casey, genannt Rant, von dem diese mündlich erzählte Geschichte handelt. Ich hatte mehr erwartet von diesem Buch und es ist sicher nicht das beste von Palahniuk – wie zu erwarten, wenn einer mit Fight Club debutiert. ABER ich habe beim Lesen eine heimliche Leidenschaft für diese extreme, verzerrte Geschichte entwickelt, die ich mir am Anfang gar nicht eingestehen wollte. Die Zukunftsvision, die hier gezeichnet wird, ist dystopisch und typisch Palahniuk – krass und kompromisslos. Das macht es auch etwas schwerer sich in dieser alternativen Wirklichkeit zurecht zu finden. Eine Wirklichkeit in der sich das Leben der Nachtschwärmer größten Teils darum dreht ein Auto zu kaufen, Freunde einzuladen, auf die Autobahn zu fahren und dort wie beim Autoscooter andere Fahrzeuge zu rammen. Der Leser wird von Anfang an in diese Version der Welt hineingeworfen, ohne Rücksicht, und das ist anfangs schon ganz schön verwirrend. Man gewöhnt sich jedoch an alles, denn Palahniuk kann wirklich gut schreiben, auch wenn seine Geschichten nichts für jedermann sind. Genauso hatte ich es Mitte des Buches geschafft mich an die etwas merkwürdige Erzählweise, nämlich mündliche Rede, bzw. ein Interview Protokoll mit verschiedenen mehr oder weniger an der Geschichte Buster Caseys beteiligten Personen. Diese Protokolle sind sehr lebensecht und widersprechen sich schon mal. Gegen Ende fieberte ich schon ganz schön mit, ich wollte wissen was mit Rant geschieht und wie es dazu kam, dass er ganz Nordamerika mit Tollwut infiziert. Die Auflösung verlangt schon einiges an Gehirnakrobatik und ist für den realistischen Leser schwer zu akzeptieren, aber das ist eben Chuck Palahniuk. Wenn man diesen Autor liebt oder hasst, was dazwischen gibt’s eigentlich nicht, dann weiß man – dieses Buch kann nicht anders enden, es kann nicht simpel sein. Dann wäre es ja kein echter Palahniuk. Lesen, auf eigene Gefahr! Denn die Romane dieses Autors sind wirklich was für Fortgeschrittene, und Rant ist dafür wahrscheinlich das beste Beispiel.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. August 2012 um 17:44

    Inhalt: Buster "Rant" Casey ist schon als Kind ein Außenseiter: Von den Spielen Gleichaltriger gelangweilt, sucht er das Abenteuer in der Wildnis rund um seine kleine Heimatstadt. Auf endlosen Streifzügen jagt er nach giftigen Schlangen, Spinnen und Skorpionen, um sich von den Tieren beißen oder stechen zu lassen. Er liebt es, das Gift in seinem Körper zu spüren und dabei jedes Mal dem Tod ins Auge zu sehen. Doch statt zu sterben, erkrankt Rant lediglich an Tollwut. In der Stadt findet er schließlich eine neue Herausforderung: Rant schließt sich einer Gruppe von "party crashern" an, einer losen Clique junger Leute, die sich gegenseitig Verfolgungsjagden mit dem Auto liefern und dabei lebensgefährliche Unfälle verursachen. Diesen Tanz mit dem Tod beherrscht Rant bald wie kein anderer. Schnell steigt er zum Anführer der Gruppe auf, verehrt als "Engel des Todes" ... Meine Meinung: Chuck Palahniuk hat mit "Das Kainsmal" eine ganz andere Erzählweise gewählt, trotzdem gelingt es ihm, seinem Schreibstil treu zu bleiben. Zuerst sei gesagt, dass der Hauptcharakter Rant schon zu Beginn des Buches tot ist. Ich nehme hier nichts vorweg und erzähle das große Geheimnis, es ist einfach eine Tatsache, die der Leser schon auf der ersten Seite erfährt. Denn das Buch ist als "Interview" aufgebaut, das heißt, ganz viele Menschen, die den Hauptcharakter Rant gekannt haben, oder sich nach seinem Tod mit ihm beschäftigt haben, erzählen Rants Geschichte oder ihre Meinung über ihn und am Schluss erzählen Wissenschaftler irgendetwas über Zeitreisen und so was, aber das hab ich nicht so ganz verstanden. Das Buch ist ein Genremix. Ob Dystopie, Thriller, oder Sachbuch, bei Palahniuk kann man sich da sowieso nie so ganz sicher sein. Roman trifft es wohl einfach am besten. Ein Roman kann alles sein. Dystopie kommt daher, da die Geschichte in einer Gesellschaft spielt, in der die Menschen, die in großen Städten leben, wegen des unbewältigbaren Autoverkehrs und wohl auch der Überbevölkerung, in Tag- und Nachtgänger aufgeteilt sind. Die Nachtgänger dürfen tagsüber nicht aus dem Haus, im Gegensatz die Taggänger eben nicht nachts. Die Bevölkerung ist also in zwei Hälften aufgeteilt, wobei die des Tages um einiges größer ist. Die Nachtbevölkerung hat ihre eigenen Schulen und nicht viel mit den Taggängern zu tun, sodass es auch kein Wunder ist, dass dort manchmal auch einiges aus dem Ruder läuft und eben auch Veranstaltungen wie Crash-Partys (verschiedene Gruppen fahren mit ihren Autos in der Stadt herum und rammen sich gegenseitig) möglich sind. Indirekter Hauptcharakter ist Rant, der sich schon in seiner Jugend durch einige lustige Handlungen auszeichnet. Bei einem Pfadfinder-Halloweenfest nimmt er anstelle von warmer Gelatine zum reinfassen, richtiges Blut vom Schlachthof, das die Kinder dann auch noch ablecken usw., seine speziellste Eigenschaft ist jedoch wohl seine Sucht nach Gift. Ob von Schlangen, Spinnen, Skorpionen oder Ameisen, alles ist erlaubt, alles ist gut. Wenn andere Schüler noch in ihren Betten liegen, geht Rant noch vor der Schule schnell auf die Wüstenfelder und holt sich seinen Schub. Eines Tages geht Rant dann vom Heimatdorf in die Stadt und trifft dort auf die Partycrasher. Bis hierhin ist das Buch einfach wieder Palahniuk typisch. Genial, spannend und total verrückt. Auch die Sachinformationen, die wohl in jedem Buch von ihm vorkommen, werden hier anhand von einer Wissenschaftlerin, die nichts mit Rant zu tun hat erzählt. Bei den Informationen dreht es sich um die Geschichte von diversen Krankheiten wie der Pest und Syphilis und wie der amerikanische Staat und andere Länder Versuche an Menschen zu Krankheiten durchgeführt hat. Bis hierhin würde ich dem Buch die volle Punktzahl geben, aber ... nach Rants Tod bei den Partycrashern, wird die Geschichte und Handlung total konfus. Plötzlich wird irgendetwas von Zeitreisen erzählt und wie Rant, gleichzeitig sein Vater sein kann, wodurch sich auch der deutsche Titel mit dem Kainsmal erklärt, aber das alles kommt so plötzlich und ist so unverständlich, dass ich, wenn ich ganz ehrlich bin, sagen muss, dass ich manches einfach nicht verstanden habe. Teilweise waren die Gedankengänge genial, weswegen ich auch nur einen Stern abziehe. Beispielsweise stellt sich die Frage, was passiert, wenn man in die Vergangenheit reist und seinen Großvater ermordet, was dann passiert. Weil dann kann man ja gar nicht mehr geboren werden. Andererseits, wenn man nicht mehr geboren werden kann, wie kann man dann noch in die Vergangenheit reisen und seinen Großvater töten? Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch trotz des verwirrenden Endes wieder sehr, sehr gut war. Die Erzählweise hat keineswegs gestört, sondern ist interessant und fesselnd. Ich hoffe nur, dass es noch einmal eine neue Auflage gibt, wenn Band zwei der Trilogie erscheint, auf den ich dann doch sehr gespannt bin, vor allem da der Hauptcharakter schon tot ist. FAZIT: Fesselnd, genial und verwirrend.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    parden

    06. May 2012 um 16:03

    MÄRCHEN FÜR ERWACHSENE? NA, DANKE... In diesem Buch wird die Geschichte von Buster "Rant" Casey erzählt, der von Kindesbeinen an den Tod herausfordert. Als einziges Kind seiner Eltern macht er Jagd auf Spinnen, Schlangen und Skorpione, um ihr Gift in seinem Körper zu spüren. Er entwickelt seinen Geruchs- und Geschmackssinn bis zur Perfektion und verblüfft seine Umwelt damit ein ums andere Mal. Später verlässt er seinen Heimatort, um in die Stadt zu gehen. Dort schließt er sich schnell der Party-Crasher-Szene an - Leuten, die Verfolgungsjagden mit Autos veranstalten und dabei spektakuläre Unfälle provozieren. Hier scheint Rant seine Bestimmung gefunden zu haben, und bald eilt ihm der Ruf als "Engel des Todes" voraus... Eine der Besonderheiten des Buches ist der ungewöhnliche Erzählstil. In stückweisen Interviewfetzen zeichnet Palahniuk nach und nach das mosaikhafte Bild einer zerrütteten Kindheit, irgendwo im mittleren Westen der USA, später das eines jungen, suchenden Erwachsenenlebens. Da Menschen interviewt werden, die den späteren Verlauf der Geschichte kennen, werden immer wieder zukünftige Ereignisse angerissen, ohne dem Leser jedoch zuviel zu verraten. Was mir gefallen hat an dem Buch, war zum einen eine besondere Art des Humors, der ab und an aufblitzte, zum anderen aber auch die teils subtile, teils offenkundige Gesellschaftskritik, die dem Autoren in den USA sicher nicht nur Freunde bescheren wird. Auch die gelegentlich eingestreuten, fast schon philosophisch anmutenden Erkenntnisse wie "Vor jedem, dem wir begegnen,sind wir ein anderer Mensch" oder "Die Zukunft, die man morgen hat, wird nicht die Zukunft sein, die man gestern hatte", werten das Buch in meinen Augen auf. ABER - und dies ist ein großes Aber - selten habe ich mich so schwer getan mit einem Buch und so oft überlegt, ob ich es nicht doch endgültig zuklappen sollte. So lobenswert Fantasie bei einem Autoren auch sein mag - für mich gibt es auch ein Zuviel. Und so gestaltete sich das Buch aus unterschiedlichen Gründen immer wieder als Herausforderung für mich, quasi als "Grenzerfahrung". So manchesmal wurde bei mir nämlich eine Grenze überschritten. Die Grenze des Ekelhaften beispielsweise - die detaillierte Schilderung bestimmter Szenen (Sextornado, Mittagsschlafpopel oder eine aus dem Schlachthaus aufgepeppte Halloweenparty seien hier stellvertretend genannt) ließen bei mir zu viele Bilder im Kopf entstehen, die wirklich grenzwertig waren. Aber auch die Grenze des Absurden und Denkbaren wurden bei mir erreicht, vor allem gegen Ende. Klar: der Klappentext "Märchen für Erwachsene" deutete schon darauf hin, dass der Autor sich nicht ausschließlich im Reich der Realitäten bewegen würde. Aber wem Einstein schon zu hoch ist mit seiner Relativitätstheorie, dem sei Palahniuk nicht empfohlen... Vielleicht bin ich das falsche Geschlecht - die positiven Kritiken, die es anderweitig zu dem Buch gibt, stammen fast ausschließlich von Männern. Vielleicht bin ich die falsche Generation - Dystopien sprechen häufig eher jüngere Menschen an, auch wenn das Buch hier ganz sicher keine klassische Dystopie ist. Es lässt sich eher keinem Genre fest zuordnen, es ist einfach - anders. Aber was es auch ist: ein Märchen für Erwachsene ist es sicherlich auch nicht... Um es mal mit einem der Interviewpartner zu sagen: "Man muss kein Gehirnchirurg sein, um zu erkennen, dass das alles nichts als Schwachsinn ist" (S. 346). Auch wenn Palahniuk bereits ein Kultstatus zugeschrieben wird: ich weiß ganz sicher, dass es mein erstes und einziges Buch dieses Autoren bleiben wird!

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    Otep

    22. March 2011 um 12:45

    Selten habe ich ein Buch mit so gespaltenen Gefühlen gelesen wie "Das Kainsmahl". Dass man kein "normales" Buch in die Hand nimmt, wenn man es mit Palahniuk zu tun hat, ist mir klar. Nach "Fight Club" und vor allem "Die Kolonie" weiß man, worauf man sich einstellen muss. Doch "Das Kainsmahl" war irgendwie anders... Die Sprache ist wie gewohnt klasse. Und auch viele Ideen des Buches sind ansprechend, wenn nicht sogar großartig. Auch der Report-Stil, bei dem die Hauptperson nur durch die Eindrücke anderer Menschen beschrieben wird, ist durchaus gelungen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch immer wieder Passagen, die man eigentlich nicht unbedingt gebraucht hätte. Palahniuk schockt gerne mit ekligen Themen - Popel, Blut, Sperma, menschlichen Ausscheidungen etc. - um zu provozieren. Vielleicht mag das in den USA noch ziehen, bei mir löst es jedoch eher ein Gähnen aus. Manchmal hat man regelrecht das Gefühl, dass der Autor eine Liste abarbeitet, bei der er jedes Mal ein Häkchen macht, wenn wieder ein wiederlicher Moment abgeschlossen ist. So folgen auf großartige Momente immer wieder unnötige Ekligkeiten, die einen aus dem Lesefluss reißen. Zudem verliert er sich in manchen Themen so sehr, dass sie zu lang werden und man schnell das Interesse verliert. Auch den Schluss hätte man kürzen können... Ich denke, ich werde noch ein bisschen brauchen, um mir eine wirkliche Meinung über dieses Buch bilden zu können.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    Holden

    05. January 2011 um 14:29

    Palahniuk sagt von sich, daß er Grimms Märchen für Erwachsene schreiben möchte, ähnlich versponnen ist das Buch, die Stellen mit den Popeln auch noch schön abstoßend. Ist bestimmt nicht mein letzter Palahniuk.

  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    achterbahnmaedchen

    11. October 2009 um 10:39

    kein buch für mich.definitiv nicht. anfangs war es - für mich - sehr schleppend zu lesen,zwischendurch hatte es etwas spannung.aber am ende habe ich mir symbolisch nur noch am kopf gekratzt,denn der einband bzw. der rückentext gab mir das gefühl,einen krimi erwarten zu können.aber stattdessen gab es die lösung des ganzen spiels und von der war ich nun ganz und gar überhaupt nicht überzeugt. :/ wobei ich allerdings anmerken möchte,dass mir die schreibweise sehr gefallen und zugesagt hat.vielleicht werde ich mich nach einem anderen buch von ihm umsehen. (: ich muss dennoch sagen,dass es nicht mein fall war.deswegen auch nur ein sternchen.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    nebenmir

    15. August 2009 um 12:09

    Rant Casey wächst in einer ärmlichen, ländlichen Gegend auf, ist Außenseiter und beliebtester Junge der Schule zugleich und pflegt ein gewöhnungsbedürftiges Hobby: Er lässt sich von Schlangen, Spinnen, Skorpionen und Kojoten beißen und kultiviert diese Gifte in seinem Körper. Nebenbei kurbelt er die örtliche Wirtschaft an. Als er in die Stadt kommt, schließt er sich einer Gruppe von Party-Crashern an, einer Szene, die in Verkleidungen Unfälle verursachen und so ihre Leben in völlig neue Dimensionen lenken. Chuck Palahniuk entwickelt hier ein dystopisches Stadtszenario, in dem die Bevölkerung in Tag- und Nachtgänger geteilt ist, in welchem die klassischen Unterhaltungsmedien von "Peaks" abgelöst wurden, durch die man fremde Empfindungen nachfühlen kann und das sich immer mehr in Richtung Apartheit wandelt. Im Stil einer Oral History wird aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte Rant Caseys erzählt; wer Rant Casey wirklich ist, bleibt letztendlich im Dunkeln. Nach und nach setzen sich die Puzzleteilchen zusammen, erst im letzten Viertel des Romans offenbart sich, worum es wirklich geht. Diese Offenbarung jedoch stellt den Leser vor mehr Fragen, als er eigentlich beantworten kann. Die Entscheidung, ob all das hanebüchener Blödsinn oder ein fesselndes Konstrukt ist, bleibt beim Leser. Fest steht, dass Palahniuk ein großartiger Erzähler ist, der den konventionellen Twist einer Geschichte untergräbt, indem er ihn so weit ausbaut, dass man sich besonders in der zweiten Hälfte des Romans sehr verloren vorkommt. Die Erwartungen zu Beginn werden enttäuscht und umgeworfen und in verschiedene Richtungen gelenkt, am Ende steht ein vielleicht philosophischer Diskurs. Allerdings bleibt trotz einer letztlich schlüssigen Verbindung der Puzzleteile ein unbefriedigendes Gefühl zurück. Ich fühlte mich zeitweise erschlagen, als hätte Palahniuk einfach zu viel gewollt, viel mehr, als ich aus einem Roman mitnehmen möchte. Das Register der auftretenden Personen ist lang, unruhig, selbst die Figuren, an denen man sich zunächst festhalten wollte, dementieren sich selbst oder verschwinden. So wirft der Roman so viele Fragen auf - unter anderem auch interessante Betrachtungen über das Wesen von Epidemien, die haltlos im Raum schweben. Mir persönlich fehlt da eine gewisse Basis, um meine Gedanken zu ordnen, die Fragen zu ordnen und einen Standpunkt zu finden, vielleicht ist das bei dieser Thematik einfach nicht möglich. Palahniuk hat noch zwei weitere Romane um Rant Casey angekündigt, in denen offene Fragen geklärt werden sollen. Vielleicht sollte ich diese bis zu einem endgültigen Urteil abwarten.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    Angizia

    26. June 2009 um 11:42

    Das Buch hat viele Wendungen, in denen sich die Geschichte schlagartig in eine andere Richtung bewegt. Das wird gerade in Richtung Ende immer schlimmer. Die ersten Wendungen kriegt man erst garnicht mit und denkt irgendwann "moment mal", liest die Stelle nochmal und denkt sich nur "wie krank ist das denn?!". Sehr dubios das ganze.. und für manche Leser vielleicht abschreckend. Ich allerdings war von der ersten Hälfte, aufgrund ihrer Trägheit, recht gelangweilt und dachte mir "naja.. Palahniuk kann ja nicht immer ein Genie sein".. am Ende wusste ich allerdings: Doch! Kann er! Die Erzählweise verläuft so, dass verschiedene Leute etwas zu verschiedenen Themen des Lebens vom Protagonisten Rant berichten. Anfangs recht schleppend entwickelt es sich in eine sehr unvorhergesehene Richtung die viele Fragen offen lässt.. ausser eine. Ob dies ein gutes Buch ist.. ist es! Lesenswert - für jeden der es etwas abgedrehter mag

    Mehr
  • Rezension zu "Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk

    Das Kainsmal

    theworldisavampire

    19. November 2007 um 20:13

    total vielversprechende erste hälfte. am schluss leider sehr dubioser abgang (alles ist geplant, denn rant kann durch die zeit reien und ist noch viel mehr, als nur sein eigener vater...). viele offene fragen.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks