Chuck Palahniuk Der Simulant

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Inhaltsangabe zu „Der Simulant“ von Chuck Palahniuk

Nur zwei Wünsche beherrschen das Leben von Victor Mancini: schnelles Geld und schneller Sex. Und er hat äußerst ungewöhnliche Methoden entwickelt, um von beidem möglichst viel zu bekommen. Doch einem Gefühl der Leere und Langeweile kann Victor nicht entkommen, bis er eines Tages auf die Ärztin Dr. Marshall trifft... "Chuck Palahniuk ist ein begnadeter Satiriker, vergleichbar mit Jonathan Swift. Seine Sätze sind von geradezu hypnotischer Kraft!" San Francisco Examiner "Palahniuks Sprache ist eindringlich und klar, seine Bilder sind auf den Punkt gebracht. Er ist einer der ganz wenigen Autoren, der die alchemistischen Kräfte der Literatur voll ausschöpft." Los Angeles Weekly "Palahniuk ist eine der frischesten, verführerischsten Stimmen seit langer Zeit. Er schafft eine Mischung aus dem Humor Vonneguts, DeLillos treffender Sozialanalyse und Pynchons Surrealismus, die so eigenwillig wie brillant ist."

Fight Club ist gut - Simulant ist besser!

— MarkusDittrich

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  • Ganz normaler Irrsinn

    Der Simulant

    MarkusDittrich

    21. December 2013 um 21:19

    Die Geschichte vom Sexsüchtigen, der sich verliebt und als Nebenjob in einem historischen Dorf á la "Westworld" arbeitet, wäre in den Händen eines anderen Autors zu weit hergeholt. Aber Palahniuks im besten Sinne verdrehte Weltsicht macht das alles literarisch notwendig: die Beschreibung, die Figuren, den Stil. Victor Mancini, sein an zwanghafter Onanie "leidender" Freund, seine dauersterbende Mutter und die zwielichtige Ärztin stehen so sehr mit dem Rücken zur Wand, dass sie quasi nebenher die letzten amerikanischen Helden werden. Palahniuk scheut sich nicht, sie über die Schrägheit hinaus zu entwickeln (anders als etwa Ellis), sie etwas fühlen zu lassen. Genau das macht Palahniuks Bücher groß. Chuck Palahniuk sieht die Welt mit anderen Augen, und das macht die Besonderheit seiner Romane aus.

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  • Choke von Chuck Palahniuk.

    Der Simulant

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 03:11

    Victor Mancini, Sohn einer kleinkriminellen Revoluzerin, die mittlerweile an fortgeschrittener Demenz leidet, arbeitet als Schauspieler in einem historischen Dorf. Leider reicht sein mickriger Lohn nicht dafür seiner Mutter das teure Pflegeheim zu finanzieren, so nutzt Victor sein schauspielerisches Talent jeden Abend dazu in einem Restaurant so zu tun, als erstickte er am Essen. Denn seiner Theorie zufolge fühlt sich die Person, die ihn rettet ein Leben lang für ihn verantwortlich, auch finanziell. Palahniuk kann man entweder lieben oder hassen, aber gar keine Meinung zu diesem Autor, sofern man ihn denn gelesen hat, scheint mir persönlich unmöglich. Bei mir schwankt die Nadel der Skala je nach Buch hin und her zwischen Genie und Wahnsinn. Und genau so habe ich mich während dieses Romans auch gefühlt. Die Fluktuation war so stark, dass ich nach wie vor nicht genau sagen kann, ob ich den Roman nun mochte oder nicht – aber vielleicht ist es ja genau das, was Palahniuk beabsichtigt hat. Da es in Choke nur am Rande um das Ersticken, größten Teil aber um Sexsucht geht, fehlen natürlich auch die Beschreibungen des Aktes nicht. In wahrer Palahniuk Manier wird hier richtig an der Ekel-Schraube gedreht, bis man als Leser kurz davor ist sich das Essen abzugewöhnen. Denn was da gerade in einem Detailreichtum beschrieben wurde, den man selten in Fachliteratur findet, tritt so mit “Feuchtgebiete” in harte Konkurrenz – und das kann ja nur zu einer Katastrophe führen. Siehe auch: Sex-Verletzungen; Siehe auch: Darmobstruktion; Siehe auch: Choke von Chuck Palahniuk. Aber wer meint bei Palahniuk brauche man keinen starken Magen, der hat sowieso schon alles gesehen. Trotzdem gibt es immer noch diese Genie-Momente in denen der Autor eine Plot-Idee hat, die so brillant ist, dass ich mir wünschen würde, ich hätte sie gehabt – oder auch nur ein Autor der nicht 10 Seiten weiter die Ejakulation der Hauptfigur en detail beschreibt. Für diese Momente, die des schriftstellerischen Genies, lese ich Palahniuks Bücher, ohne hier zu viel verraten zu wollen, für diese außergewöhnlichen Ideen und Wendungen – die dem Autor angeblich selbst erst gegen Ende des Buchs einfallen. Lesen auf eigene Gefahr, wäre hier nicht die richtige Empfehlung, aber es ist die erste, die einem einfällt.

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  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. September 2012 um 19:11

    Inhalt: Nur zwei Wünsche beherrschen das Leben von Victor Mancini: schnelles Geld und schneller Sex. Und er hat äußerst ungewöhnliche Methoden entwickelt, um von beidem möglichst viel zu bekommen. Doch einem Gefühl der Leere und Langeweile kann Victor nicht entkommen, bis er eines Tages auf die Ärztin Dr. Marshall trifft ... Meine Meinung: Auch wenn mir nicht alle seine Bücher hundertprozentig gefallen, so halte ich Chuck Palahniuk doch für einen der wichtigsten und besten Autoren dieses Jahrhunderts. Diese Mischung aus Verrücktheit und Gesellschaftskritik hat es nämlich nicht nötig irgendwie in die Zukunft zu reisen, um zu zeigen, was dann mit der Bevölkerung alles schieflaufen könnte, sondern Palahniuks Bücher zeigen was heute in der Gegenwart schon alles falsch läuft. So erzählt "Der Simulant" wieder einige Geschichten gleichzeitig. Einerseits erfährt man viel über Victors Vergangenheit und das Leben mit seiner Mutter, die immer wieder auf Bewährung aus dem Gefängnis rauskommt, ihren Sohn von der Pflegefamilie wegschnappt und deren dringenstes Anliegen es ist, Chaos und Aufregung in der wohlgeordneten Gesellschaft zu stiften. Dieser Teil der Geschichte hatte einige Längen, da eigentlich nicht viel passiert, bzw. immer dasselbe, jedoch hat Victors Mutter einen unglaublich fesselnden Charakterzug, der mich komischerweise an den Joker aus Batman erinnert hat. In anderen Kapiteln des Buches wird Victors jetzige Beziehung mit seiner Mutter veranschaulicht. Da seine Mutter dement ist, fällt es ihm leicht sich als der Anwalt der Mutter auszugeben, da seine Mutter nie mit ihm zufrieden ist und erleichtert scheint, wenn er nicht kommt, bzw. der Anwalt ist. In diesen Teil ist auch die Geschichte mit Paige Marshall eingebunden. Was im Klappentext noch ziemlich unnormal für Palahniuks Verhältnisse klang, stellt sich sogleich als genauso verrückt heraus, wie alles andere. Denn Victors Mutter muss zwangsernährt werden und er gibt sich alle Mühe dieses Geld zusammen zukratzen. Paige bietet ihm eine andere Lösung, mit der er sich jedoch nicht wohlfühlt, da er einmal im Leben das Gefühl haben möchte nicht dreckig und böse zu sein. Den größten Teil des Buches nimmt jedoch die Sexsucht ein. Hier geht Chuck Palahniuk wie immer ziemlich ungezwungen vor. Kein Blatt vor dem Mund und vor allem mehr als man wissen will. Ich fand es ziemlich interessant zu sehen, wie das Thema behandelt wird. Und Palahniuks Ansicht über Süchte ist auch immer ihrer Aufmerksamkeit wert. Es gibt noch einige Geschichten, wie zum Beispiel, die Geldgewinnung von Victor, oder seine Arbeit im Museumsdorf, jedoch muss ja noch Spannung erhalten bleiben und so lasse ich dies eher außen vor. Alle Charaktere im Buch, allen voran natürlich Victor, jedoch auch besonders seine Mutter, sind einzigartig und eigen. Es macht Spaß jeden einzelnen zu begleiten, selbst wenn man die Person unsympathisch findet. Und genau das macht Chuck Palahniuk für mich aus. Diese Faszination, dass man Menschen, mit denen man sich auf den ersten Blick nicht abzugeben versucht, gerne begleitet und erkennt, dass sie teilweise einfach schlauer und weiser sind, als man selbst. FAZIT: Gesellschaftkritik und Provokation auf höchstem Niveau.

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  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. January 2012 um 00:42

    Ich habe mir das Buch gekauft nachdem ich FIGHT CLUB gelesen hatte und restlos begeistert von Palahniuks Art zu schreiben war. DER SIMULANT hat meine Erwartungen jedoch nicht erfüllen können. Es ist zwar genauso wie FIGHT CLUB in einem einzigartigen Sprachstil geschrieben, der irgendwie "schockierend" wirkt, nur leider ist die Gesamtstory so gewollt provokant, dass es ingesamt einfach "zu viel des Guten" und somit unglaubwürdig wird. In dieser Geschichte kommt einfach ALLES vor, was auf den Ottonormalverbraucher anstößig wirkt: eine drogenabhängige Mutter, ein verwahrlostes Kind, ein abgestumpfter Erwachsener der sich durchs Leben langweilt, Sex als Konsummittel, schief gelaufene Leben... Mit solchen Zutaten ist es nicht schwer eine hässliche Suppe der Trostlosigkeit und des Zynismus zu kochen. Und genau da endet für mich der Spaß - ich mag es wenn aus dem Nichts etwas düsteres und "abgefucktes" erschaffen wird und nicht aus den drei Standart-Schockern. Das Buch ist somit aus meiner Sicht nicht empfehlenswert. Leider.

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  • Frage zu "Fight Club" von Chuck Palahniuk

    Fight Club

    SteffenMuEller

    Ich habe gelesen das Chuck Palahniuk ein weiteres Buch (neben Figh Club) plant und daran arbeitet, welches ebenfalls durch David Fincher verfilmt werden soll. Habt ihr davon auch gelesen und habt eventuell weitere Quellen dazu, wo ich  mich informieren könnte? Ich muss sagen, ich finde den Gedanken daran, wirklich genial, daher würde mich weitere Informationen total interessieren.

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  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    olgica

    15. March 2010 um 11:12

    Victor Mancini ist ein sexsüchtiger Hochstapler. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er damit, allabendlich in Restaurants sein Ersticken vorzutäuschen und von seinen Lebensrettern auch noch Geld dafür zu kassieren. Auch für die Befriedigung seiner Sexsucht hat er eine ungewöhnliche Methode parat. Doch die ergaunerten Beträge reichen bei weitem nicht aus, um seine in einer psychiatrischen Klinik untergebrachten Mutter rundum zu versorgen. Trotz seiner ausgefüllten Tage fühlt er eine Leere in sich, dies scheint sich erst zu ändern, als er im Heim seiner Mutter der Ärztin Dr. Marshall begegnet. Chuck Palahniuk hat eine wahnwitzige Geschichte voller Absurdität und Ironie zu Buche gebracht. Seine plastischen Beschreibungen und genauen Erläuterungen abstruser Begebenheiten machen die Lektüre zu einem kurzweiligen Genuss. Ebenso der ganze Irrsinn der Gesellschaft die amüsant wiedergespiegelt wird. Im Kontrast hierzu war das Ende nicht ganz so ausführlich und weniger furios, dadurch etwas enttäuschend. Zwischen den oberflächlichen Tagesabläufen des Protagonisten, geht es nur bei den Rückblenden über die verrückte und dadurch traurige Kindheit desselbigen ernst zu. Diese Tiefe ist verborgen zwischen ordinärer Sprache und dem ganz alltäglichen Wahnsinn des Victor Mancini. Es bleibt dem Leser selbst überlassen das Buch als amüsante Unterhaltung oder als Gesellschaftskritik zu sehen.

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  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    rallus

    27. January 2010 um 14:00

    Chuck Palahniuk ist die amerikanische Antwort zu Michel Houellebecq. Im wahsrten Sinne des Wortes, Chuck erreicht nie die Prosa und literarische Dichte von Michel, entblößt aber auch schonungslos die (amerikanische) Gesellschaft mit erfrischender Rücksichtslosigkeit und amerikanischer Plumpheit. So wird auch hier der Sinn dahinter gesucht und kaum ein Tabu bleibt unberührt. Direkte Sprache, ungewöhnlicher Plot, tolles Buch!

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  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    Angizia

    17. June 2009 um 15:09

    Wer den Film Choke zuerst gesehen hat wird vielleicht ein bisschen enttäuscht vom dazugehörigen buch sein (ich hab es im original auf englisch gelesen). Warum? Weil alles plötzlich.. zumindest ein bisschen.. Sinn macht ;). Aber wer das Buch gelesen hat muss unbedingt mal den Film Choke sehen. Er ist und bleibt genial (zumindest für die Zielgruppe, die sich darauf einlassen kann). Aber dennoch: Chuck Palahniuk ist krank und dieses Buch beweist es mal wieder.. und das ist auch gut so :) Prädikat: Empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    Siddhartha

    18. February 2009 um 10:51

    Dieses Werk ist voll von Witz und Ironie. Es zeigt den Irrsinn der modernen Gesellschaft auf, und trifft dabei ins Schwarze.

  • Rezension zu "Der Simulant" von Chuck Palahniuk

    Der Simulant

    clean_bones_gone

    05. August 2008 um 14:25

    Ein herrlich abgedrehtes Buch über den sexsüchtigen Victor Mancini, der sich seinen Lebensunterhalt verdient, indem er Erstickungsanfällte in Restaurants simuliert (darum auch der Originaltitel "Choke"). Selten habe ich so gelacht! Hin und wieder zeigt das Buch aber auch Tiefgang, wenn Victor sich an seine Kindheit erinnert und an die Lebensweisheiten, die ihm seine noch abgedrehtere Mutter mitgab. Sie ist der wahre Star dieses Buches.

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