Chuck Palahniuk Die Kolonie

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Inhaltsangabe zu „Die Kolonie“ von Chuck Palahniuk

Die Hölle, das sind wir selbst Das Paradies für Autoren: drei Monate ohne Verpflichtungen, ohne störenden Kontakt zur Außenwelt. Der Ort: Eine Künstlerkolonie, Refugium und Oase zugleich. Einzige Auflage: das Verfassen eines Meisterwerks. Eine Verlockung, der siebzehn Autoren folgen. Die Wirklichkeit: Die Kolonie ist ein altes Kino. Ohne fließend Wasser, Heizung oder Nahrung. Und ohne Fluchtmöglichkeit. – Drei Monate und eine Aufgabe: Überleben!

Chuck Palahniuk kreiert hier eine Situation, die es gewährleistet, daß der totale Aberwitz der Charaktere uns daselbst zum Staunen bringt.

— Phil_Skurril
Phil_Skurril

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  • Toll geschrieben, jedoch etwas zu lang...

    Die Kolonie
    Creed

    Creed

    15. June 2017 um 21:05

    Siebzehn Autoren folgen einer ominösen Einladung zu einem dreimonatigen Aufenthalt in einer Künstlerkolonie, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, um dort in Ruhe Geschichten zu verfassen. Nach einer Weile stellt sich heraus, dass das Ganze eine Falle ist, die Künstlerkolonie entpuppt sich als ein heruntergekommenes Kinogebäude, hermetisch abgeriegelt. Im Laufe der Wochen bricht über die Eingesperrten Kannibalismus, Tod, Selbstverstümmelung und Wahnsinn herein. Und nach und nach stellt der Leser fest, dass die von den Figuren erzählten Geschichten die jeweilige düstere Vergangenheit der dort eingesperrten Autoren widerspiegeln... Klingt finster, ist es auch. Allerdings mit dem Palahniuk-typischen Stil, heißt, die Story wird voller Ironie und Gesellschaftskritik präsentiert, in diesem Falle besteht die Kritik u.a. aus dem menschlichen Hang zur Mediengeilheit, dem Wunsch, berühmt zu sein und dafür beinahe alles in Kauf zu nehmen. Die einzelnen, von den jeweiligen Protagonisten vorgetragenen Geschichten, entpuppen sich durchweg als äußerst übel, geschmacklos, schockierend und pervers. Und sie könnten alle wahr sein... Einigen Lesern dürfte diese Ansammlung von menschlichen Abgründen zuviel sein; immer, wenn man denkt, noch grotesker und ekelhafter geht es nicht mehr, legt Palahniuk noch eine Schippe nach...alleine schon die berühmt-berüchtigte erste Story "Vorfall" sorgte bei Lesungen für etliche reale Ohnmachtsanfälle bei Teilen des Publikums. Ebenfalls typisch für diesen Schriftsteller ist sein skurriles Figurenensemble, welches bei mir allerdings keinerlei Mitfühlen ausgelöst hat, da Palahniuks Charaktere stets zu merkwürdig und grotesk erscheinen, um bei mir ein Mitfiebern zu erzeugen, was mich allerdings nicht stört. Palahniuks Werke leben vielmehr von seinen überbordenden Ideen und dem einmal mehr sonderbaren und gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, der auf seine Art schon herausragend und durchdacht und mit vielen, vielen Details gefüttert ist. Einziger Kritikpunkt (und damit knapp an meiner persönlichen Bestnote vorbeigeschrammt): Das Buch ist (gemessen am Plot) mit knapp 500 Seiten einfach zu lang (ein bei mir recht häufiger Kritikpunkt bei Büchern aller Art)...nicht alle 23 Geschichten im Buch zünden wirklich, etliche sind absolut grandios, viele sind erstaunlich gut, aber einige sind doch eher schwach. Wenn Palahniuk hier eine etwas straffere, bessere Auswahl getroffen und die Sache auf 15 Geschichten eingedampft hätte, wäre das Buch sensationell, so aber schlichen sich bei mir ab und an leichte Müdigkeitserscheinungen ein, was die Lektüre zuweilen etwas zäh wirken ließ. Fazit: Wie immer fantasiereich ohne Ende, oft wirklich derbe und magenumdrehend erzählt, jedoch ein wenig zu langgezogen. Nichtsdestotrotz definitiv zu empfehlen.

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  • Menschheit in der abscheulichsten Form

    Die Kolonie
    jockel12

    jockel12

    03. July 2016 um 16:42

    Das Buch handelt von gescheiterten Schrifstellern, die drei Monate aussteigen wollen, um ihr Meisterwerk zu vollbringen. Sie sind eingesperrt und inszenieren nach und nach Unfassbares, um ihr sensationelles Meisterwerk zu erschaffen. Die Geschichte unterteilt sich in kleine Abschnitte und Kurzgeschichten.   Dieses Buch ist zeitweise nur schwer zu ertragen. Lässt es dem Leser keine Möglichkeit zum durchatmen und ist eine Passage verdaut, folgt die nächste. So ungeheuerlich die Geschichten auch sind, zeigen sie auf ironische und sehr überspitzte Art und Weise, wie Mensch und Gesellschaft sein könn(t)en. Machthungrig, gierig, sensationslüstern, egoistisch, kurz gesagt bereit über Leichen zu gehen, wenn sich Positives daraus ziehen lässt.... Gerade deshalb ist dieses Buch so erschreckend und abstoßend. Trotz der Absurdität steckt ein Funken Wahrheit darin. Da aber die Erzählungen sehr detailreich dargestellt werden und der Leser diese abscheulichen Bilder zwangsläufig vor Augen haben muss, ist das Lesen manchmal kaum erträglich. Ich persönlich musste zwischenzeitlich Lesepausen einlegen, da ich diese Bilder in meinem Kopf verarbeiten musste. Für zart besaitete Menschen ist dieses Buch absolut nicht empfehlenswert! Wer sich aber auf eine ganz neue und gruselige Art von Literatur einlassen will, soll sich selbst ein Bild machen. So viele Gefühle von Abscheu und Widerwillen habe ich beim Lesen noch nicht erlebt. Es regt jedoch zum Nachdenken an und ist mit der eindrucksvollen Sprachgewaltigkeit, welche mir diese Gefühle beim Lesen dargebracht hat, eine ganz neue Leseerfahrung....  

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  • Rezension zu "Die Kolonie" von Chuck Palahniuk

    Die Kolonie
    FaKiFiKa

    FaKiFiKa

    16. February 2011 um 16:22

    "Die Kolonie" war gut und sehr unterhaltend.
    Leider auch ein bisschen verwirrend.
    Die einzelnen Geschichten der Protagonisten, aus denen sich das Buch zusammensetzt, schwanken in der Qualität.
    Der Hauptstrang selbst ist eher kurz gehalten.
    Insgesamt war es ganz gut und auch ein bisschen eklig - zum Glück hehe.

  • Rezension zu "Die Kolonie" von Chuck Palahniuk

    Die Kolonie
    Babscha

    Babscha

    06. July 2010 um 18:38

    Siebzehn ausgewählte Autoren erhalten von einem mysteriösen alten Mann das Angebot, in einem abgeschotteten Refugium fernab der Außenwelt drei Monate lang ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und dort ihr Meisterwerk zu schreiben. Vor Ort eingetroffen, erkennen sie jedoch schon nach kurzer Zeit, dass hier gar nicht so sehr schriftstellerische Fähigkeiten als vielmehr blanke Überlebensinstinkte gefragt sind. Gut, wer Palahniuk liest, der weiß in etwa, was ihn erwartet. Wie sehr man allerdings eine brillante, ausbaufähige Grundidee nach gelungener Einleitung in ein schon nach kurzer Zeit nur noch ermüdendes, nervendes Machwerk verwandeln kann, in dem in endloser Aneinanderreihung teils abstoßender Beschreibungen von Sex und Gewalt erzählt wird, wie sich eine abgekapselte, auf sich selbst gestellte Gruppe von Psychopathen nach dem „Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip“ selbst dezimiert, habe ich auch erst aus der Lektüre dieses Buchs gelernt. Und wenn dann auch noch die letzte Hoffnung des Lesers auf eine zumindest zum Ende hin vielleicht doch noch unerwartete, intelligente Auflösung des Ganzen enttäuscht wird und die story zusammenhanglos einfach versandet, dann ist wirklich nichts weiter hinzu zu fügen. Keine Sterne!

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  • Rezension zu "Die Kolonie" von Chuck Palahniuk

    Die Kolonie
    Wolfgang Brunner

    Wolfgang Brunner

    29. June 2010 um 09:26

    Kurzinhalt: Dieser Ort war als Refugium für Schriftsteller gedacht. Eine abgelegene Schriftstellerkolonie, in der wir arbeiten konnten, geleitet von einem alten, dem Tode nahen Mann namens Whittier. Und wir, seine begabten Schüler, sollten hier Gedichte schreiben. Schöne Gedichte. Drei Monate lang fernab der gewöhnlichen Welt." Siebzehn Autoren folgen der Einladung von Mr. Whittier, zwölf Wochen lang in einer Künstlerkolonie zu leben und in dieser Oase der Kreativität ein Meisterwerk zu verfassen. Doch was wie das Paradies klingt, entwickelt sich schnell zu einer wahren Hölle: Die Kolonie ist ein altes Filmtheater ohne fließend Wasser, ohne Heizung oder Elektrizität. Auch Lebensmittel sind nicht ausreichend vorhanden. Und es gibt keine Fluchtmöglichkeit, da Mr. Whittier jeden Ausgang zumauern lässt, sobald die Schriftsteller eingetroffen sind. Pahlaniuk beglückte uns mit "Fight Club" und wurde zu einer Art Shooting Star in der Literaturszene. Mit "Die Kolonie" setzt er seinen (literarischen) Weg fort: provokant, wortgewaltig, eklig, minimalistisch kommt die Geschichte daher. Manchmal verwirrend und im nächsten Augenblick kommt die Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen Gedichten, Erzählungen und der eigentlichen Geschichte. Blutig, abstoßend und dennoch auf eigentümliche Weise faszinierend. Ein gutes Buch, wären da nicht manchmal die "pseudo-hochliterarischen" Sätze, die mir während der Lektüre manchmal (aber eben nur manchmal) aufgestossen sind. Dennoch ist und bleibt Pahlaniuk ein großartiger Autor, der sich abseits des Mainstream bewegt und alleine daher schon meine große Anerkennung verdient.

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  • Rezension zu "Die Kolonie" von Chuck Palahniuk

    Die Kolonie
    Dominique Caina

    Dominique Caina

    24. November 2009 um 10:43

    krass, anders, schickierend - Mr. Palahniuk in Hochform!

  • Rezension zu "Die Kolonie" von Chuck Palahniuk

    Die Kolonie
    Otep

    Otep

    28. January 2009 um 12:31

    Nachdem ich ein großer Fan des Films "Fight Club" bin, musste ich nun auch mal ein anderes Werk von Palahniuk lesen und muss sagen, dass ich schwer begeistert war. Eine Gruppe Schriftsteller meldet sich auf eine Zeitungsanzeige, die ihnen verspricht, ihnen den Rahmen bieten zu können, in dem sie binnen 3 Monaten ein Meisterwerk verfassen können. Diese skurrilen Gestalten versammeln sich daraufhin unter der Führung von Mr. Witthier in einem alten Kino, um dort ihre Kreativität zum blühen zu bringen. Doch keinem scheint so recht etwas einzufallen, worauf sie kurz nach ihrer Ankuft beschließen, aus diesen 3 Monaten die Geschichte ihres Lebens zu machen. Natürlich entsteht dabei kein nettes Märchen, sondern eine skurrile Horrorstory über die Abgründe des Menschen. Auch wenn Palahniuk beinahe ständig mit einem extremen Ekelfaktor spielt - den er auch hin und wieder etwas herunterschrauben hätte können - haben seine Geschichten viele welt-, sozial- und charakterkritische Aussagen, die einen während des Lesens zum Nachdenken bringen. Durch die meist sehr brutalen Erzählungen der einzelnen Charaktere ist es beinage unmöglich, sich mit ihnen zu identifizieren. Jedoch gerade in dieser Verfremdung steckt das Genie von Palahniuks Erzählkunst. Man empfindet selbst bei den grausamsten Schilderungen niemals Mitleid mit den Personen, sondern eher Schadenfreude, die einen auf der anderen Seite aber auch erschreckt. Schockierend ist auch, dass man in den sehr überzogenen Charakterzügen oft auch winzigste Spuren von sich selbst erkennen kann, was wiederum sehr zum Nachdenken anregt. Zugegeben, DIE KOLONIE ist nichts für schwache Nerven. Wer aber über gewisse ekelhafte Ausschweifungen hinwegsehen kann und Spaß an makabrem Humor hat, der sollte dieses Buch auf jeden Fall mal zur Hand nehmen.

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  • Rezension zu "Die Kolonie" von Chuck Palahniuk

    Die Kolonie
    gecko

    gecko

    02. August 2007 um 13:26

    Eindeutig nicht mein Fall. Der Inhalt ist teilweise einfach nur wiederlich.Ein Typ verliert einen Teil seines Darm, weil er sich im Pool aufgeilenwollte. Das ist nur ein Beispiel von vielen abartigen, ekligen Storys überdie völlig kranken Hautpfiguren. Blutrünstige Bücher, die sich mit derkranken Psyche beschäftigen, gefallen mir eigentlich. Aber dieser Roman isteinfach nur eklig. Ich habe es nicht geschafft, auch nur zu einem dervielen Protagonisten eine Beziehung aufzubauen.

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