Fight Club

von Chuck Palahniuk 
4,4 Sterne bei149 Bewertungen
Fight Club
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Positiv (131):
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Die erste Regel des Fight club lautet...

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Wie ein direkter Faustschlag in die Fresse...

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Inhaltsangabe zu "Fight Club"

Every weekend, in basements and parking lots across the country, young men with good white-collar jobs and absent fathers take off their shoes and shirts and fight each other barehanded for as long as they have to. Then they go back to those jobs with blackened eyes and loosened teeth and the sense that they can handle anything.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780805062977
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Henry Holt & Co
Erscheinungsdatum:01.09.1999
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.02.2008 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    tokioutsurus avatar
    tokioutsuruvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: nach dem film waren meine erwartungen an das buch dementsprechend hoch, sie wurden jedoch in keinster weise enttäuscht. grandios.
    überwältigend.

     

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    Miserables avatar
    Miserablevor 4 Jahren
    Großartig

    Der namenlose Ich-Erzähler kann nicht schlafen. Stundenlang wälzt er sich nachts im Bett und findet keine Ruhe. Als er ärztliche Hilfe sucht, wird ihm empfohlen, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, um Menschen mit richtigen Problemen zu sehen. Dort findet er endlich seine Ruhe. Die Leute stellen keine Fragen und er fühlt sich in den Armen von Big Bob geborgen. Dann erscheint Marla Singer, ein Faker genau wie er. Auch sie suhlt sich in dem Mitleid der anderen, ohne selber todkrank zu sein. Ab dem Zeitpunkt kann ihm auch die Selbsthilfegruppe nicht mehr helfen. Wie gerufen, tritt Tyler Durden auf den Plan, und die beiden gründen zusammen den ersten Fight Club. Das ist ein Keller in einer Bar, in welchem sich Mittelklässler treffen und prügeln. Die Schläge schaffen Erleichterung, und alles scheint wieder gut zu sein. Doch dann gerät alles außer Kontrolle, und der Erzähler kann noch nicht einmal mehr sich selber trauen.

    "The first rule about fight club is you don't talk about fight club. The second rule about fight club is you don't talk about fight club." S. 50

    Mist, direkt Regeln 1 und 2 gebrochen. Aber das hier muss sein. Ich habe schon sehr oft den gleichnamigen Film gesehen und liebe ihn. Demnächst wird es hier also auch einen Post über die Adapation geben, weil ich zwar beide Formen liebe, es aber doch ein paar Unterschiede gibt.

    "I know this because Tyler knows this." S. 12

    Fight Club ist düster, brutal und mitten ins Gesicht. Der Roman ist ein Aufschrei all derjenigen Menschen, die Tag für Tag arbeiten und dabei das Gefühl haben, nichts reißen zu können. Der Roman feiert genau diese Leute und zeigt, dass jeder wichtig sein kann. Niemand von ihnen wird einmal berühmt oder superreich; das heißt aber nicht, dass er sich minderwertig gegenüber seinem Boss oder anderen fühlen muss. Denn im Fight Club sind alle gleich.

    "What you have to know is that Marla is still alive. Marla's philosophy of life, she told me, is that she can die at any moment. The tragedy of her life is that she doesn't." S. 108

    Der Leser wird genauso wie der Erzähler in die Maschinerie des Fight Clubs und Project Mayhems eingefangen. Bald weiß man nicht mehr, was Traum und was Wirklichkeit ist oder welche Rolle der Erzähler in dem Ganzen spielt. Er ist unzuverlässig, verliert sich in manchen Geschichten und kann nicht linear erzählen. Man wird hin und her geworfen wie ein Tennisball und weiß am Ende gar nicht mehr, was man glauben soll.

    "You are not a beautiful unique snowflake. You are the same decaying organic matter as everyone else, and we are all part of the same compost pile." S. 134

    Das Buch lebt von wenigen Figuren: dem Erzähler, Tyler Durden und Marla Singer. Sie hauchen dem Buch so viel Leben ein, dass es gar nicht schlimm ist, dass die Space Monkeys namenlos und blass bleiben. Sie sind lediglich Zahnräder in dem großen System und bleiben unwichtig. Die Persönlichkeit de Erzählers reicht auch locker für mehrere Personen aus, so vielschichtig ist sie ;)

    "As long as you're at fight club, you're not how much money you've got in the bank. You're not your job. You're not your family, and you're not who you tell yourself." S. 143

    Sehr interessant fand ich das vom Autor verfasste Nachwort, welches 2005 verfasst worden ist und ein bisschen von der Rezeption des Romans erzählt. Angefangen hat die Erzählung als eine 7-seitige Kurzgeschichte, die Palahniuk für wenige Dollars weiterverkauft hat. Schnell wuchs allerdings sein Ruhm und damit auch die Nachahmer. Es gab tatsächliche Fight Clubs auf der ganzen Welt, Leute, die sich durch die Schlägereien befreien wollten. Ob es in der Realität auch so gut geklappt hat?

    "You had a near life experience" S. 148

    Wenn man, so wie ich, die Geschichte schon vom Film her kennt, gibt es nicht mehr allzu viele Überraschungen. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass man beim Lesen sehr viel einfacher auf die Auflösung am Ende kommen kann. Es gibt viele Hinweise, die mal mehr, mal weniger eindeutig sind. In jedem Fall hat Palahniuk das alles wunderbar gelöst und sprachlich so einiges bewiesen, sei es mit mehreren Haikus oder den Parolen Tylers, die den Hass auf die Oberschicht schüren sollen.

    "You have a class of young strong men and women, and they want cars and clothes they don't need. Generations have been working in jobs they hate, just so they can buy what they don't really need." S. 149

    Fight Club ist so für mich ein Buch, das man wirklich gelesen haben sollte. Von meiner Seite aus gibt es absolut nichts daran auszusetzen. Vielleicht mag dem ein oder anderen die Sprache hin und wieder ein bisschen zu derb sein, ich fand sie aber der Atmosphäre des Buches sehr angemessen. Trocken, sarkastisch und böse.

    "The people you're trying to step on, we're everyone you depend on. We're the people who do your laundry and cook your food and serve your dinner. We make your bed. We guard you while you're asleep. We drive the ambulances. We direct your call. We are cooks and taxi drivers and we know everything about you. We process your insurance claims and credit card charges. We control every part of your life. We are the middle children of history, raised by television to believe that someday we'll be millionaires and movie stars and rock stars, but we won't." S. 166

    Wie man vielleicht gemerkt hat, habe ich so einige Zitate aus dem Buch übernommen. Am liebsten hätte ich das gesamte Buch abgeschrieben, weil die genialen Textstellen so zahlreich sind, dass man fast gar nicht mehr hinterher kommt. Von daher: Auf jeden Fall das Buch lesen, am besten sogar, bevor man den Film schaut, um sich ganz auf die verkorkste Gedankenwelt des Erzählers einlassen zu können.

    "'I am the all-singing, all-dancing crap of this world,' the space monkey tells the mirror. 'I am the toxic waste by-product of God's creation.'" S. 169

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor 4 Jahren
    Eine Offenbarung!

    Ich habe vor Jahren, den Film gesehen und der war wie eine Offenbarung für mich!

    Erst jetzt (Jahre später) habe ich erfahren, dass es sich dabei um eine Buchverfilmung handelt.

    Das Buch ist def. in der Ecke „Mindfuck“ anzusiedeln. Genauso verhält es sich auch mit dem Schreibstil, der außergewöhnlich ist.

    Es ist verwirrend, gefüllt mit Wiederholungen, Metaphern und Symbolen. Dabei ist das Buch, auf einer verdrehten, fast dunklen Art und Weise – philosophisch.

    Mit seiner absoluten Wortgewalt, bricht es mit unserem Weltbild und eröffnet einen neue Denkweisen und Einblicke.

    Das Buch stellt einen vor die Frage, was es über einen selbst aussagt, wenn man Tylers Worte versteht und ihm ebenfalls folge würde? Ist man dann genauso wahnsinnig oder erschafft man sich nur zum ersten Mal in seinem Leben ein Bewusstsein?
    Man leidet mit dem Protagonisten (dessen Name ich immer noch nicht kenne), man will sein wie Tyler, mal liebt Marla.

    Wo wir grade dabei sind: das Buch hat nicht nur eine einmalige Handlung zu bieten, sondern beschreibt so ganz nebenbei auch eine unglaublich tiefe und irgendwie süße Liebesgeschichte.

    Sehr empfehlenswert, auch für Leute, die den Film bereits gesehen haben!

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    Mark_Fahnerts avatar
    Mark_Fahnertvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Wie ein direkter Faustschlag in die Fresse...
    Na ja...

    Erste Regel des Fight Club: Man spricht nicht darüber.
    Zweite Regel des Fight Club: Man spricht nicht darüber.
    Dritte Regel des Fight Club: Nicht jeder Roman, der anders geschrieben ist, als die anderen Romane ist Kult.

    Ich war total begeistert. Von den Rezensionen, von dem Thema, von dem Film und so war ich total gespannt, wie das hoch gelobte Buch ist.

    Der Protagonist trifft eines Tages Tyler Durden am Strand. Der Protagonist trifft Marla bei einer Selbsthilfegruppe für Hodenkrebs. Er hat keinen Hodenkrebs. Sie höchstwahrscheinlich auch nicht. Ihre Anwesenheit stört ihn. Sie kommen sich näher. Jemand jagt das Zimmer des Protagonisten in die Luft. Er schläft bei Tyler. Er säuft mit Tyler. Er schlägt sich mit Tyler. Der Fight Club wird geboren. Läuft gut. Projekt Chaos wird geboren. Läuft gut. Läuft aus dem Ruder.

    Ich weiß nicht, wie das amerikanische Original geschrieben ist, aber die deutsche Version war so gar nicht mein Stil. Der Roman driftet manchmal auf eine sozialkritische Schiene, die mir gefällt. Zumeist empfinde ich den Text jedoch als eine Aneinanderreihung von Szenen. Du wachst in Wiblingwerde auf. Dein Loch in der Wange blutet wieder. Der Weltraumaffe neben dir grinst. »Guten Morgen, Sir.« Du überlegst, woher du den Kerl kennst. Ich kenne ihn, weil Tyler ihn kennt. Du wachst in Dortmund auf.

    Natürlich kann man entgegen, dass der Schreibstil den Wahnsinn des Protagonisten darstellen soll. Ja. Da stimme ich sogar zu, jedoch hätte ich mir gerade deswegen einen kontrastierenden Text dazu gewünscht.

    So ist und bleibt das Buch für mich eine Aneinanderreihung.
    Ich werde kein Weltraumaffe.
    Du wartest nicht zwei Tage vor der Tür.
    Ich schließe mich dem Kult nicht an.
    Ich spreche über den Fight Club.

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    --Maureens avatar
    --Maureenvor 5 Jahren
    Regel Nummer eins beim Fight Club heißt: Man redet nicht darüber..

    Regel Nummer zwei beim Fight Club heißt : Man redet nicht darüber.[..]
    Im Fight Club wird gestöhnt und gelärmt wie im Fitnessscenter,aber es geht beim Fight Club nicht darum, gut auszusehen. Es gibt hysterisches Geschrei und Ekstase wie in der Kirche, und wenn du am Sonntagnachmittag aufwachst, fühlst du dich erlöst.


    Ich hab den Film mit Brad Pitt und Edward Norton zugegebenermaßen zuerst gesehen,was eigentlich blöd war,da ich denke die Auflösung zu lesen wäre sehr cool und spannend gewesen. Da ein Auszug von Fight Club mal in einer Abiturprüfung drankam,hab ich es im Englischunterricht etwas besprochen und war nun ganz heiß drauf das Buch mal zu lesen,weil ich mir schon gedacht hab,dass auch wenn der Film richtig gut ist, die Gedanken von dem Protagonisten und Tyler Durden nicht 100%ig  transportiert werden kann. Das Buch fesselt einen total und stellt ja im Grunde den American Nightmare dar. Gut das Chuck Palahniuk seine Kurzgeschichte doch zu einem Roman gemacht hat, ich denke dieses Buch hat viele wieder zum lesen gebracht und ich kann es nur empfehlen. Es ist spannend und echt mal was anderes. Man fragt sich die ganze Zeit wie der Protagonist heißt und wer Tyler Durden wirklich ist und später die Auflösung ist sowohl logisch wie auch sehr interessant. Es zeigt was passiert,wenn man in dem sogenanten American Dream nicht wirklich Fuß fassen konnte und in seinem Job feststeckt,der einen auf Dauer krank macht. Also von mir eine eindeutige Leseempfehlung,allerdings besser lesen, bevor man den Film anschaut.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Fight Club" von Chuck Palahniuk

    Inhalt:
    Er lebt in einer Generation von Männern, die von ihrem normalen Lebensdasein gelangweilt sind. Gute Jobs, Familien, die daheim warten, ein geordnetes Leben - All das langweilt sie.
    Dann jedoch taucht Tyler Durden auf. Tyler gründet den "Fight Club". Und nun treffen sich diese anständigen, braven, aber gelangweilten Männer in den Kellern irgendwelcher Bars, auf Parkplätzen oder sonst wo und kämpfen gegeneinander, bloß mit ihren Fäusten.
    Doch das ist erst der Anfang. Denn Tyler Durden will mehr. Er ist angetrieben von Rache und will eine Welt erschaffen, in der es keine Emotionen, keine Wärme mehr gibt.

    Meinung:
    Vor einigen Jahren erschien der Film "Fight Club" mit der Starbesetzung Edward Norton, Brad Pitt und Helena Bonham Carter. Ich fand diesen Film immer großartig, weil er einfach anders war. Schon immer fragte ich mich, wie wohl das Buch ist, auf dem dieser Film basiert.
    Man kann sowohl Buch, als auch Film ganz einfach beschreiben: Sie sind anders. Denn der Film, den ich immer als so besonders empfand, hält sich bis in viele kleine Details an das Buch.
    Chuck Palahniuk verschwendet keine Zeit. Sofort führt er einen in die Welt von Tyler Durden, Marla Singer und dem erzählenden Ich, das nie beim Namen genannt wird. Und diese Welt ist, mit einem Wort gesagt, anders.
    Dieses Anders-Sein greift Palahniuk auch im Schreibstil auf. Es wird manchem eventuell schwer fallen, sich anfänglich an den Stil zu gewöhnen. Der Autor verwendet viel indirekte Rede, wechselt aber mit einem Mal zur direkten Rede und vermischt beide durchaus auch. Immer wieder tauchen Kurzsätze auf, die staccato-mäßig öfter wiederholt werden.
    Die Besonderheit sind die kleinen Details. Vieles wird innerhalb der Geschichte öfters aufgegriffen, vieles hängt mit bereits Gesagtem / Geschehenen zusammen, ohne dass man es sofort merkt. Das Buch verlangt viel Aufmerksamkeit, belohnt einen aber mit einer einzigartigen Geschichte. Einer Geschichte, in der die Gesellschaft auf den Kopf gestellt und bis auf den kleinsten Punkt entblößt wird.
    Die erste Regel des Fight Club lautet: Man verliert kein Wort über den Fight Club – In Hinsicht auf das Werk eine schlechte Idee. Denn über so ein Werk sollte geredet werden.

    Fazit:
    Es ist verrückt, es ist teilweise krank und es ist absolut erbarmungslos – In zwei Worten: Einfach großartig.

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    Marcus_Krugvor 7 Jahren
    Rezension zu "Fight Club" von Chuck Palahniuk

    Ein Buch über einen Anarchisten mit gespaltener Persönlichkeit. Ich denke, das weiß schon jeder und es stellt hier auch keinen " Spoiler" dar. Auch der Inhalt sollte hinlänglich bekannt sein. Falls nicht: Es geht um einen anonymen Angestellten, der bei einer unbekannten Autofirma arbeitet. Er leidet unter Schlafstörungen. Ein Arzt emphielt ihm den Besuch von Selbsthilfegruppen, um zu sehen, was wirkliches Leiden ist. Dort trifft er auf Marla Singer. Nachdem der Protagonist auf sein alter ego Tyler Durden traf, kurz darauf seine Wohnung zerstört wird, fragt er T.D. ob er nicht bei ihm unterkommen könne. Tyler stimmt zu, aber fordert "I want you to hit me as hard as you can." Und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
    In dreißig kurzen (ca. sieben Seiten langen) Kapiteln wird beschrieben, wie sich der Protagonist bis zu seinem Erkenntnisgewinn entwickelt. Die Kapitel erzählen kurze Anekdoten, die sich zu einem Ganzen fügen. Es geht um Tyler Durden, Marla (aber auch Marlas Mutter), Big Bob, über die "space monkeys" bei der Seifenherstellung bis hin zu Project Mayhem. Aber hauptsächlich um die Befindlichkeiten der Männer im konsumorientierten Zeitalter.
    Das Ganze ist auf Grund des Aufbaus sehr kurzweilig. Sehr empfehlenswert für Leser mit stabilem Magen!

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    Lilabellas avatar
    Lilabellavor 7 Jahren
    Rezension zu "Fight Club" von Chuck Palahniuk

    Zuerst einmal: Die Atmosphäre, die dieses Buch verkörpert, ist phänomenal. Der Autor hat die „neue Depression“ unserer Gesellschaft durch die Augen des Protagonisten perfekt eingefangen. Wir wissen weder, wo unser Platz in der Welt ist noch, wie wir unsere eigene Bestimmung finden können und so schleichen wir durch das Leben ohne einen bestimmten Sinn und Zweck darin zu sehen. Wir leiden unter den Fehlern vorheriger Generationen und stehen in ihrem Schatten, außerdem wird von uns erwartet, sich gleichzeitig an alte Regeln zu halten und dazu noch etwas für die Welt zu verbessern. In diesem Chaos finden wir den namenlosen Protagonisten, der zu dieser Bedeutungslosigkeit seiner Existenz auch noch an extremer Schlaflosigkeit leidet.
    *
    Dieses „Leiden“ der neuen Generation wird auch später im Buch sehr gut sichtbar, wenn wir uns im Fight Club oder dem Projekt Mayhem befinden. Den Teilnehmern wird ein Weg gegeben, dieser stillen Aggression über ihre eigene Situation ein ein Ventil zu öffnen, damit sie sich so wieder in ihren für sie sinnlosen Alltag einbringen können. Diese Projekte nehmen immer größeren Wert ein und bald schon ist nichts anderes mehr wichtig als die Bedeutung, die sie ihrem Leben selbst gegeben haben. Später wird das ganze noch einen Tick härter, denn im Endeffekt wird den Menschen wirklich der Sinn und Zweck gegeben, den sie gesucht haben, und sie werfen sich Hals über Kopf in diese Führung. Mir gefällt die allmähliche Entwicklung dieser Schritte und auch, was der Protagonist und Tyler Durden damit zu tun haben.
    *
    Der Schreibstil verdeutlicht die Position, in der sich die Figuren befinden, ziemlich gut. Durch aneinandergereihte Aussagesätze kommt mir die Hauptperson sehr apatisch vor, außerdem schweift er bei seinen Erzählungen ständig ab, so dass man manchmal zwei sich nach jedem Absatz abwechselnde Handlungsgstränge verfolgt. Auch ist die Handlung zeitlich ungeordnet aufgeschrieben, manchmal befinden wir uns um einiges weiter, als das letzte Kapitel aufgehört hat, nur um dann rückwärts zu gehen. Das Ganze hat mich allerdings nicht sonderlich gestört, es macht den Charakter viel authentischer.
    *
    Ein weiterer Punkt, den ich genossen habe, sind die immer wiederkehrenden subtilen Hinweise auf das unerwartete Ende (von dem ich hier nichts verrate, auch wenn ich mir sicher bin, dass jeder zumindest den Film gesehen hat – wenn nicht, dann schnappt euch die DVD!). Wenn man vorher den Film gesehen hat, so wie ich es auch getan habe, ist man sich natürlich darüber im Klaren, wo diese versteckten Hinweise sind und was sie bedeuten… wenn man ihn nicht gesehen hat ist das eine andere Sache, denn sie sind sehr geschickt in die Geschichte eingebettet.
    *
    Der Kreis der Geschichte ist gut geschlossen, da wir am Ende praktisch wieder am Anfang stehen und uns von dort aus weiterbewegen. Alles in allem kann ich eigentlich nur sagen: klasse Idee, super Umsetzung und genialer Schreibstil!

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    Holdens avatar
    Holdenvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Die erste Regel des Fight club lautet...
    Rezension zu "Fight Club" von Chuck Palahniuk

    Zu dem Buch muß man wohl nicht mehr viel sagen- der Roman bietet aber einige Abweichungen gegenüber dem Film, so daß sich ein Lesen auf jeden Fall lohnt.

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    winnephews avatar
    winnephewvor 8 Jahren
    Rezension zu "Fight Club" von Chuck Palahniuk

    Alle reden nur vom Film - das hier ist besser als der Film. Genialer Schreibstil, starker Plot. Evacuate soul in 10, 9, 8, 7....

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