Chuck Palahniuk , Cameron Stewart Fight Club 2 – Tyler Durden lebt

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Inhaltsangabe zu „Fight Club 2 – Tyler Durden lebt“ von Chuck Palahniuk

Im Milleniumsjahr 2000 entwickelte sich 'Fight Club' zu einem waschechten Massenphänomen. Die Verfilmung des gleichnamigen Debütromans von Chuck Palahniuk (der ebenfalls das Drehbuch schrieb) wurde ein Blockbuster, Regisseur David Fincher zählt seither zu den wichtigsten Filmemachern Hollywoods und Autor Chuck Palahniuk mauserte sich zum enfant terrible der amerikanischen Literaturszene und besetzt regelmäßig die Bestsellerlisten. Den Rest besorgte Brad Pitts ikonische Darstellung des Tyler Durden, in dem sich nihilistischer Kulturpessimismus und anarchistischer Befreiungskampf wider die Diktatur des verlogenen Mittelstandsgehorsams schauderhaft vereinten. 'Fight Club' war ätzende Kapitalismuskritik im Gewand des Starkinos, der Kult hält bis heute an. Was mag 15 Jahre später aus Tyler Durden geworden sein, dessen düsteren Zukunftsprognosen von der Gegenwart so verheerend unterboten wurden? Die Frage ließ dem bekennenden Comicfan Palahniuk keine Ruhe, und so schuf er zusammen mit dem kanadischen Starzeichner und Eisner-Award-Gewinner Cameron Stewart (Superman Adventures, B.P.R.D., Batman) exklusiv diese Graphic Novel, um Tyler Durden, nach Literatur und Film, im Comic eine weitere Bühne zu geben. Tyler Durden ist zurück – zweifellos eine der faszinierendsten Fortsetzungen der zeitgenössischen amerikanischen Popkulturgeschichte!

Zeichnungen, Colorierung und Stil top, Story eher nicht so :( Sehr schade ..

— reason
reason

Gelungene Fortsetzung eines Klassikers

— TheoR
TheoR

Ich kann mir nicht vorstellen, 'Fight Club 2' nicht zu lesen!

— AttackOnDeadpool
AttackOnDeadpool

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  • Eine mehr als würdige Fortsetzung

    Fight Club 2 – Tyler Durden lebt
    Mueli77

    Mueli77

    07. August 2016 um 20:22

    15 Jahre ist es her, dass Tyler Durden „starb“. Inzwischen ist „Sebastian“, wie er sich heute nennt, ein ganz normaler Vater und Ehemann. Seine Ehe mit Marla verläuft vollkommen ereignislos, was Marla inzwischen überhaupt nicht mehr gefällt. Sie will Tyler zurück und greift dafür zu radikalen Mitteln. Sie manipuliert Sebastians Tabletten und hofft, dass Tyler so endlich zurückkehrt. Doch Marla spielt mit dem Feuer, denn plötzlich wird ihr gemeinsamer Sohn entführt und es scheint, als könnte Tyler dahinter stecken … Neben der Kurzgeschichte im Gratis Comic Tag-Heft gab es bereits eine kurze Preview aus diesem Band zu lesen. Hier geht die Geschichte nun weiter und bleibt dabei vor allem einem treu. Dem Fight Club. Die Vielschichtigkeit des Films und dessen Komplexität setzen sich auch hier mühelos fort und als Kenner des Filmes fühlt man sich sofort wohl. Alle bekannten und „lieb“gewonnenen Figuren finden sich wieder ein, um die Handlung des Filmes weiterzuführen, ohne mit dessen Ende zu brechen. Das ist natürlich nur möglich, wenn man sich als Autor mit seinen geschaffenen Figuren derart verbunden fühlt, dass sie nicht einfach nur eine Geschichte erzählen, sondern „leben“! Um dies zu erreichen, zeigt Chuck Palahniuk all sein Talent auf und schickt Marla, Tyler und „Sebastian“ in ein neues albtraumhaftes Verwirrspiel mit der menschlichen Psyche. Dabei scheut er erneut nicht davor zurück, Gewalt als ein stark überzeichnetes Stilmittel einzusetzen und nutzt hierbei die neuen Möglichkeiten, die ihm das Medium Comic bietet, auch zu großen Teilen aus. Ohne die ausdrucksstarken Zeichnungen von Cameron Stewart und das teils psychedlische Farbspiel von Dave Stewart wäre dies allerdings nur die halbe Miete. Neben der extrem überzeichneten Gewalt, nutzt Stewart ein weiteres Mittel, um die sogenannte vierte Wand, zwischen dem Medium Comic und dem Leser, anzukratzen. Immer wieder platziert er Gegenstände, wie Pillen, Tabletten oder Rosenblätter, die derart realistisch gezeichnet sind, um Gesichter und Teile der Comicpanels und Texte zu verdecken. Stellenweise so unsagbar realistisch, dass man sich schon fast dabei ertappt, die Dinge beiseite nehmen zu wollen, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Denn diese machen durchaus Sinn und scheinen elementare Momente, Mimiken oder auch Textfragmente zu verdecken, um ein bestimmtes Mysterium zu erzeugen. In einigen Momenten kann man zwar durchaus erahnen, wie es „hinter“ diesen Elementen „weitergeht“ aber das sind nur Mutmaßungen und bleiben so dem Leser überlassen. In diesem ersten Band, der auf zwei Ausgaben angelegten „Miniserie“ werden vor allem viele Fragen aufgeworfen. Fragen über die weitere Entwicklung der Ehe zwischen Marla und Sebastian. Fragen über den Verbleib des gemeinsamen Kindes. Fragen darüber, wie es jetzt mit Tyler weitergeht, der sich offenbar immer weiter, Stück für Stück an die Oberfläche zu kämpfen scheint, um seinen alten Platz in der Rangliste wieder einzunehmen. Vor allem aber die Frage, wie sehr sich Menschen durch Ereignisse verändern können, werden und vielleicht sogar müssen. Wer die Chance hat, sollte sich nach Möglichkeit den seit dem 01. August erhältlichen zweiten Band gleich dazu kaufen, da es zum Ende des ersten Bandes einen bösen Cliffhanger gibt, der es fast schon unabdingbar macht, wissen zu müssen, wie es weitergeht. Fight Club 2 ist nicht nur, aber gerade für Fans des Filmes ein absolutes Muss, dessen Anziehungskraft man sich nur schwer entziehen kann und eigentlich auch nicht sollte. Immerhin ist es eine mehr als würdige Fortsetzung!

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  • Gelungene Fortsetzung eines Klassikers

    Fight Club 2 – Tyler Durden lebt
    TheoR

    TheoR

    21. March 2016 um 13:02

    Der Autor des Buches und späteren Films „Fight Club“, Chuck Palahniuk, ließ die Figur Tyler Durden nicht ruhen. Und so kommt es, dass, 20 Jahre nach Erscheinen des Buches, die Geschichte fortgesetzt wird. Die Normalität und Langweile, in der Durden zwischenzeitlich versumpft ist, bedrückend, mitleiderregend und doch blitzt sein Alter Ego frech und aggressiv hervor. Fast wirkt es als wäre es der Spiegel eines alternden, sich in der Midlife Crisis befindlichen Mannes, der seiner Jungend hinterher trauert und diese in aller gedankenlosen Wildheit noch einmal heraufbeschwören will. Dass dies nicht gänzlich ohne Rückschläge passieren kann und gleichzeitig, das Scheitern aber auch die Faszination dieser Geschichte ausmacht, versteht sich fast von selbst.Sicherlich hat die Handlung etwas an Reiz eingebüßt, kennt man den „ersten Teil“, die gespaltene Persönlichkeit des Tyler Durden ist kein Überraschung mehr und doch vermag dieser Charakter immer noch zu überzeugen. Vielleicht gerade weil man weiß worauf man sich einlässt und dass nicht nur, wenn man die wilde Sprache, den gewaltsamen Ton, mal offen, mal unterschwellig, des Autors kennt.Was im Film visuelle sichtbar oder an der einen oder anderen Stelle „micropornografisch“ als Stilmittel eingebracht wurde, ist im Comic selbst natürlich nicht möglich und doch gibt es auch hier immer wieder dieses einzelnen Seiten, auf denen es ziemlich wild hergeht. An manch einer Stelle explodiert das Artwork von Cameron Stewart fast gewalttätig oder provokant. An anderen Stellen ist es wie Durden selbst eher biederes Machwerk. Aber gerade diese Mischung gepaart mit den fantastischen Covern eines David Mack, bei dem man sich fast wünscht das gesamte Buch hätte diese Qualität, haben sie doch diesen leicht verschobenen Look eines Psychopathen, kraftvoll, ausdruckstark und doch verstörend, wie stellenweise die Geschichte selbst.Interessanterweise muss man den ersten Teil, ob nun als Buch oder Film nicht kennen, vielleicht funktioniert dieser Comic sogar noch eine Idee besser, wenn dies der Fall ist. Aber umgekehrt, wenn man weiß worauf man sich einlässt, ist es eine gut erzählte Geschichte, die, ohne konstruiert zu wirken, immer noch zu überraschen vermag.Vielleicht hätte es dieser Fortsetzung nicht unbedingt bedurft, aber sie ist unterhaltsam und trifft den Ton des Originals. Sie greift die Handlung erneut auf und Palahniuk gelingt es wieder eine verschrobene, aber fesselnde Geschichte zu erzählen, bei der man wissen will, wie sie im zweiten Band enden wird. Mit dem zweiten Buch, wird der zweite Akt des „Fight Clubs“ dann auch beendet sein, ob auch abgeschlossen, bleibt abzuwarten.Eine Ausführliche Besprechung des ersten Bandes in Form eines Podcasts findet man in der Ausgabe "CRFF192 – Fight Club 2 – Tyler Durden lebt" von Comic Review.

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