Chuck Palahniuk Fratze

(58)

Lovelybooks Bewertung

  • 59 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 4 Rezensionen
(23)
(20)
(13)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Fratze“ von Chuck Palahniuk

Palahniuks viel gerühmtes Frühwerk erstmals auf Deutsch!
Shannon McFarland ist wunderschön, hat einen Traummann zum Freund und eine großartige beste Freundin – und dann hat sie einen Unfall. Was ihr bleibt ist nur eines: eine Fratze. Kaum jemand kann es ertragen, in ihr entstelltes Gesicht zu sehen, bis sie Brandy Alexander kennenlernt. Die Drag Queen Supreme, die nur noch eine Operation vom wahren Frausein entfernt ist, zeigt ihr, welche Befreiung in ihrer Entstellung liegt: denn endlich kann sie sein, wer immer sie will – auch der Racheengel, den sich Exfreund und Exfreundin nicht in ihren schlimmsten Albträumen hätten vorstellen können …

Krank, abgefahren und typisch Palahniuk :)

— Denise_Bretz

Auf Englisch ein grandioses Buch wider die Oberflächlichkeit. (Deutsche Übersetzung nicht gelesen)

— Schierlingsbecher

Stöbern in Romane

Claude allein zu Haus

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit Herz. Genau das Richtige für Tierliebhaber.

Sissy0302

Die Außerirdischen

"Die Ausserirdischen" ist ein spitzes Portrait unserer heutigen Gesellschaft.

Jari

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Witzig, chaotisch einfach unwiderstehlich!

Chriiku

Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Eine unterhaltende und gut erzählte, spannende Geschichte einer Jugend im Zeichen von Sputnik und den Anfängen der Weltraumforschung.

misery3103

Die Schatten von Ashdown House

Mischung aus historischer Wahrheit, Mystik und Erforschung der eigenen Familiengeschichte - dramatisch und spannend

schnaeppchenjaegerin

Die Melodie meines Lebens

Gut, aber der Titel verspricht mehr....

buchstabensammlerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Muss man mögen

    Fratze

    CocuriRuby

    11. November 2015 um 18:42

    Schon das erste Kapitel war so surreal, dass man nur dachte: WTF! Was ist hier eigentlich los, das kann doch gar nicht real sein. Und genau das liebe ich so! Ich liebe einfach den Schreibstil. Er ist gleichzeitig ausschweifend und auf den Punkt – er ist verwirrend und klar. Er birgt seine ganz eigene destruktive, aber faszinierende Philosophie. Ich liebe dementsprechend die Gedankenspiele der Protagonistin. Wie sie die Oberflächlichkeit des Lebens, vor allem ihres vorherigen Lebens beschrieben hat –war klasse. Aber auch ihre Gefühlswelt ist toll beschrieben. Sie befindet sich nun auch in einer krassen Situation. Und auf dem ersten Blick, wirkt ihre Gefühlswelt sehr zurückgenommen – aber wenn man genauer hinsieht, dann stellt man fest, dass dem gar nicht so ist. Allgemein die Beschreibungen mag ich sehr. Vor allem auch, wenn es um andere Personen geht. Und ich bin ein großer Freund des meist unterschwelligen dunklen bis bissigen Humors. Die Art, der Stil ist nicht immer leicht zu verstehen, weil ein paar Dinge auch ein wenig versteckter sind, währen ein andere mit aller Brutalität ins Gesicht gebrüllt wird. Aber genau das macht es besonders und es lohnt sich den Satz oder Abschnitt zur Not noch einmal durchzulesen. Dadurch, dass wir immer wieder in verschiedene Szenen, zu verschieden Ortung und Handlungen und Zeiten springen, ist es nicht immer leicht den Überblick zu wahren. Eine chronologische Einschätzung wird sogar noch schwerer. Aber wir haben auch Konstante und Phrasen, die wiederholt werden. Das gibt einem einen Dreh und Angelpunkt – daran kann man sich orientieren, damit verliert man nicht gänzlich den Überblick. Was ich aber schade finde ist, dass damit zwischendurch ab und an gebrochen wurde. Das hat im Bild etwas gestört. Was ich ebenfalls besonders toll finde ist, dass diese Geschichte Plots und Wendungen hat, mit denen man einfach nicht rechnet und die einen total umhauen können. Das macht es unberechenbar, dass macht es spannend. Ich liebe dieses destruktive, diesen Hass, die Verachtung – in einer Welt, wo man für alles Verständnis haben muss, wo man immer perfekt und angepasst sein muss – da sticht sowas heraus und es gibt einen eine gewisse Genugtuung. Ich liebe es einfach! Allerdings hatte z.B. Fight Club für mich eine stärkere Aussage. Die fehlt mir hier ein wenig. Zum Schluss war für mich der Bogen des Surrealen auch fast ein wenig überspannt. Wenn ich es mit seinen späteren Werken vergleiche, fehlt die Balance.   Fazit Dieses Buch ist sehr surreal und destruktiv. Das weiß man aber, wenn man zu so einem Buch greift und ich finde das sehr erfrischend. Ich bin ein großer Fan dieses Stils, bin mir aber sicher, dass das kein Buch für jedermann ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Fratze" von Chuck Palahniuk

    Fratze

    lesefreude_book

    31. July 2012 um 12:48

    Shannon McFarland lebt das Leben, das sich viele wünschen. Sie ist wunderschön und hat ihren Traummann bereits gefunden. Ihr Geld verdient sie mit diversen Modeljobs, bei denen sie oft mit ihrer besten Freundin zusammenarbeiten kann. Einer glorreichen Zukunft steht also nichts mehr Wege. Bis sie eines Tages einen tragischen Unfall hat und für immer entstellt bleiben wird. Bei ihrem langen Klinikaufenthalt lernt sie schließlich die exzentrische Brandy Alexander kennen, die kurz davor steht eine „richtige“ Frau zu werden. Brandy akzeptiert sie so wie sie ist, mit ihrem entstellten Gesicht, und zeigt ihr welche Befreiung eigentlich hinter dieser Entstellungen liegt. So lernt Shannon endlich zu sein wer sie wirklich will. Chuck Palahniuk ist den meistens vermutlich als Autor von „Fight Club“ bekannt. Leider habe hiervon ich nur den Film gesehen, der mich aber restlos begeisterte. Also wollte ich wissen, was der gute Mann sonst noch für Einfalle, Gedanken, Geschichten zu Papier gebracht hat. Meine Wahl fiel ziemlich schnell auf „Fratze“, weil sich das Buch mit einem wahrscheinlich ewig topaktuellen Thema beschäftigt. In unserer Welt wird Schönheit immer wichtiger. Im Fernsehen und in diversen Modezeitschriften sieht man fast ausschließlich schöne Menschen. Die, die leider nicht so von der Natur gesegnet wurden, nehmen unglaubliche Schmerzen auf sich um den gängigen Schönheitsidealen näher zu kommen. In „Fratze“ bekommt man deutlich das Leiden einer ehemaligen Schönheit vor Augen geführt. Shannon war es gewöhnt überall bewundert zu werden. Jetzt trauen sich die Menschen nicht mal mehr sie anzusehen. Dieses Faktum stürzt sie natürlich in eine Tiefe Krise. Andererseits gibt es dann noch Brandy Alexander, die sich im Gegensatz zu Shannon freiwillig unglaublichen Torturen unterzieht um endlich so auszusehen wie sie möchte und um endlich diejenige sein zu können die sie möchte. Zwei stark unterschiedliche Beweggründe um sich unters Messer zu legen, die Palahniuk perfekt herausarbeitet und die einen dazu bewegen das ganze Thema rund um die Schönheit noch einmal zu überdenken. Chuck Palahniuk hat einen etwas eigenwilligen Schreibstill. Man braucht ein paar Seiten um wirklich in das Buch zu finden. Diverse Zeit- und Gedankensprünge verwirren den Leser. Bis man schließlich an einer Stelle angelangt ist, wo man schon in Versuch gerät die Hoffnung eines Zusammenhangs, einer gewissen Logik in der Geschichte aufzugeben. Doch dann beginnen sich die verschiedenen Geschichtsstränge plötzlich langsam zu entwirren. Bis schließlich alles zusammengeführt wird, es einige überraschende Wendungen gibt und alles einen Sinn macht. „Fratze“ ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Eine sehr tiefgründige Geschichte in einem überraschenden Schreibstill. Einfach mal ganz anderes als die meisten Bücher die man zu lesen bekommt. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das ein oder andere Buch von Chuck Palahniuk, das ich sicherlich noch lesen werde.

    Mehr
  • Rezension zu "Fratze" von Chuck Palahniuk

    Fratze

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2012 um 19:20

    Inhalt: Palahniuks viel gerühmtes Frühwerk erstmals auf Deutsch! Shannon McFarland ist wunderschön, hat einen Traummann zum Freund und eine großartige beste Freundin – und dann hat sie einen Unfall. Was ihr bleibt ist nur eines: eine Fratze. Kaum jemand kann es ertragen, in ihr entstelltes Gesicht zu sehen, bis sie Brandy Alexander kennenlernt. Die Drag Queen Supreme, die nur noch eine Operation vom wahren Frausein entfernt ist, zeigt ihr, welche Befreiung in ihrer Entstellung liegt: denn endlich kann sie sein, wer immer sie will – auch der Racheengel, den sich Exfreund und Exfreundin nicht in ihren schlimmsten Albträumen hätten vorstellen können … Meine Meinung: Das Cover ist sehr gut gelungen. Man sieht eine junge Frau mit einem Krönchen auf dem Kopf. Aber wenn man das ganze umdreht, ist die Frau plötzliche eine alte Oma, was zwar nicht unbedingt zum Inhalt passt, aber doch super gemacht ist! Die Handlung ist schrecklich verworren. Es gibt keine chronologische Reihenfolge, alles ist durcheinander. Mal kommt ein kurzes Stück über ihr Leben vor dem Unfall, mal danach, und mal von der kurz vorher vergangenen Gegenwart. Über das aktuelle Geschehen wird nur kurz am Anfang und am Ende berichtet. Der Leser bekommt also vor der eigentlichen Geschichte, einen kurzen Vorgeschmack davon, wie das Buch sich entwickeln oder ausgehen könnte. Dies und der rasche Szenen- und Zeitenwechsel machen das Buch unglaublich eindrucksvoll und spannend. Hier zeigt der Autor Chuck Palahniuk sein ganzes Können, das zwar anders ist als das anderer Schriftsteller, jedoch einfach nur genial ist. Die Charaktere sind sehr gut gemacht. Chuck Palahnuk schafft es trotz des kurzen Buches, dem Leser die Personen näher zu bringen, als sonst ein Autor! Shannon ist natürlich die Hauptperson. Man bekommt am meisten Einsicht in ihre Gefühlswelt, Vergangenheit und Handlungsweise. Ähnlich wie schon in Fight Club wird ihr Name fast nie erwähnt. Sie war (für mich), genauso wie fast alle anderen Charaktere, sehr sympathisch und realistisch. Ich bin jetzt auch mal ganz unverblümt: die vielen verschiedenen Geschlechter haben dem Buch das besondere Etwas gegeben. Oft entstanden witzige Situationen und ich war mehrmals überrascht, weil während der Handlung z.B. herauskommt, dass die und die Person am Anfang doch ein Mann/eine Frau war oder schwul/lesbisch und doch jetzt anders heiratet. Palahniuk lässt hier viele lustige Momente entstehen, die wieder einmal zeigen, dass Oberflächlichkeit die Menschen nicht weiterbringt. Er gibt dem Leser mit dem Buch seine feststehende und harte Meinung, über die der Lesende dann selbst entscheiden muss, ob sie ihm entspricht oder nicht. Kurzschluss: Mit „Fratze“ legt Chuck Palahniuk wieder ein überzeugendes Werk dar, dass die ganze Menschheit in ihrer Einfachheit und Durchschaubarkeit bloßstellt. Super! Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Werke des Autors. FAZIT: Palahniuks Bücher sind ein Leseerlebnis, das niemand verpassen sollte! 5 von 5 ☺

    Mehr
  • Rezension zu "Fratze" von Chuck Palahniuk

    Fratze

    Holden

    30. November 2010 um 15:51

    Eines von Palahniuks "Grimmschen Märchen für Erwachsene". Die Auflösung kommt sehr überraschend, und die "Moral von der Geschicht" ist unbedingt grübelnswert.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks