Chuck Palahniuk Rant. Das Kainsmal, englische Ausgabe

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Inhaltsangabe zu „Rant. Das Kainsmal, englische Ausgabe“ von Chuck Palahniuk

Ein tiefer, erschütternder Blick in menschliche Abgründe und den Horror des Daseins, in Form der von Freunden und Feinden erzählten Geschichte des kurzen und spektakulären Lebens von Buster Rant Casey.

Da war der Klappentext eindeutig besser als der Inhalt. Palahnuik ist nie so ganz daneben, aber diese Geschichte war doch sehr ungewöhnlich. Hat mich dazu gebracht meine Katzen gegen Tollwut zu impfen, ist doch was!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Rezension zu "Rant. Das Kainsmal, englische Ausgabe" von Chuck Palahniuk

    Rant. Das Kainsmal, englische Ausgabe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. May 2011 um 05:43

    In einer nicht näher definierten Zukunft teilt sich die Menschheit in zwei Gruppen: Die Tagaktiven und die Nachtschwärmer. Die Welt der Nachtschwärmer wird bestimmt durch Kriminalität, Sex, Drogen, rasante organisierte Unfallfahrten und Tollwut. Die Tollwut wird verbreitet von Buster Casey, genannt Rant, von dem diese mündlich erzählte Geschichte handelt. Ich hatte mehr erwartet von diesem Buch und es ist sicher nicht das beste von Palahniuk – wie zu erwarten, wenn einer mit Fight Club debutiert. ABER ich habe beim Lesen eine heimliche Leidenschaft für diese extreme, verzerrte Geschichte entwickelt, die ich mir am Anfang gar nicht eingestehen wollte. Die Zukunftsvision, die hier gezeichnet wird, ist dystopisch und typisch Palahniuk – krass und kompromisslos. Das macht es auch etwas schwerer sich in dieser alternativen Wirklichkeit zurecht zu finden. Eine Wirklichkeit in der sich das Leben der Nachtschwärmer größten Teils darum dreht ein Auto zu kaufen, Freunde einzuladen, auf die Autobahn zu fahren und dort wie beim Autoscooter andere Fahrzeuge zu rammen. Der Leser wird von Anfang an in diese Version der Welt hineingeworfen, ohne Rücksicht, und das ist anfangs schon ganz schön verwirrend. Man gewöhnt sich jedoch an alles, denn Palahniuk kann wirklich gut schreiben, auch wenn seine Geschichten nichts für jedermann sind. Genauso hatte ich es Mitte des Buches geschafft mich an die etwas merkwürdige Erzählweise, nämlich mündliche Rede, bzw. ein Interview Protokoll mit verschiedenen mehr oder weniger an der Geschichte Buster Caseys beteiligten Personen. Diese Protokolle sind sehr lebensecht und widersprechen sich schon mal. Gegen Ende fieberte ich schon ganz schön mit, ich wollte wissen was mit Rant geschieht und wie es dazu kam, dass er ganz Nordamerika mit Tollwut infiziert. Die Auflösung verlangt schon einiges an Gehirnakrobatik und ist für den realistischen Leser schwer zu akzeptieren, aber das ist eben Chuck Palahniuk. Wenn man diesen Autor liebt oder hasst, was dazwischen gibt’s eigentlich nicht, dann weiß man – dieses Buch kann nicht anders enden, es kann nicht simpel sein. Dann wäre es ja kein echter Palahniuk. Lesen, auf eigene Gefahr! Denn die Romane dieses Autors sind wirklich was für Fortgeschrittene, und Rant ist dafür wahrscheinlich das beste Beispiel.

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