Chuck Palahniuk Verdammt

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Inhaltsangabe zu „Verdammt“ von Chuck Palahniuk

Fegefeuer ist auch keine Lösung ...

Madison Spencer hat die Hölle hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Acht Monate lang verbrachte sie dort nach ihrem frühzeitigen Tod als 13- jährige Tochter eines selbstverliebten Hollywoodpaars. An Halloween betritt sie zum ersten Mal wieder die Welt der Menschen, wie es unter Geistern so üblich ist. Sie verschlingt unzählige Schokoriegel und rächt sich an ehemaligen Erzfeindinnen, bis sie einen Anruf von Satan erhält. Dass dieser nichts Gutes im Sinn hat, liegt auf der Hand. Tatsächlich hat er einen teuflischen Plan, bei dem ihm Madison äußerst behilflich sein könnte. Und so muss Madison im Fegefeuer bleiben, das heißt als Geist auf Erden. Und sie ergreift die Chance, die Stätten ihres alten Lebens zu besuchen. Schlimmer als die Hölle kann das doch auch nicht sein, oder doch?

Leider überhaupt kein Buch für mich

— PollyMaundrell

Kein Buch für Nebenbei. Eine Empfehlung für alle die Fight Club lieben und mal etwas anderes lesen möchten und offen sind für einen Roman,

— weinlachgummi

Sehr zynisch, sehr unterhaltsam und nichst für ein leichtes Gemüt! Aber auf jeden Fall lesenswert!

— N9erz

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  • Leider überhaupt kein Buch für mich

    Verdammt

    PollyMaundrell

    26. October 2015 um 09:33

    Klappentext Madison Spencer hat die Hölle hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Acht Monate verbrachte sie dort nach dem frühzeitigen Tod als 13-jährige Tochter eines selbstverliebten Hollywoodpaars. An Halloween betritt sie zum ersten Mal wieder die Welt der Menschen - als Geist. Viel Zeit, diesen Ausflug ungestört zu genießen, bleibt ihr allerdings nicht. Schon bald meldet sich Satan, um sich Madisons Hilfe bei einem teuflischen Plan zu sichern. Und so muss sie im Fegefeuer bleiben, das heißt: als Geist auf Erden. Das bietet ihr aber auch die Chance, die Stätten ihres alten Lebens zu besuchen. Schlimmer als die Hölle kann das doch auch nicht sein. Oder doch? Erster Satz Gut und Böse gab es schon immer. Cover Ja, so langsam wisst ihr es - ich bin Cover-Käufer und so kam es, dass ich dieses Buch unbedingt haben wollte, nachdem mir das Cover ins Auge gesprungen war. Zu sehen ist ein Mensch (wohl Madison), an dem etwas runterläuft (irgendwie eklig, wenn man das Buch gelesen hat). Ebenso auch am Titel und dem Namen des Autors. Die Augen, die zu sehen sind, sind bunt und schimmern im Licht. Das ganze Cover ist bis auf die Augen und das Genre in weiß gehalten. Der Schutzumschlag fühlt sich etwas gummiartig an. Nach diesem Cover erwartet man ein irgendwie "komisches" und verstörendes Buch - was man auch tatsächlich bekommt. Meinung Ach ja...Chuck Palahnuik...ich werde einfach nicht warm mit dir - aber du machst es mir auch nicht leicht. Nach dem Cover und dem Klappentext wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Der Manhattan Verlag machte es möglich und ich hielt das Buch in den Händen. Ich las ungefähr 40 Seiten und stellte es wieder ins Regal. Ich fand es komisch und merkwürdig - irgendwie wollte es mich nicht packen. Leider hat sich das durch das ganze Buch gezogen. Madison ist nach acht Monaten Hölle wieder zurück auf der Erde - als 13-jähriges Gespenst. Nachdem sie ihren Eltern sagt, dass möglichst viel Fluchen und generell schlechtes Verhalten einen in den Himmel bringt, missionieren sie das Land und bilden die Glaubensgemeinschaft der "Grobianisten". Das ist mir persönlich echt zu viel des Guten. Ich bin nicht pingelig und auch der ein oder andere Kraftausdruck in einem Buch stört mich nicht...aber das ist tatsächlich nervig. Unsinnig werden massenhaft Beleidigungen und Beschimpfungen aneinandergereiht um möglichst viel zu fluchen. Außerdem wird ständig gerülpst und gefurzt. Ihre Augen glänzen in echter Verzückung, als sie fragt: "Wie war ihr arschverfickter schwanzlutschender Aufenthalt, Mr City?" Crecent erwidert das verzückte Lächeln und sagt: "Verfickt großartig, du miese Schlampe." [...] Sie nimmt seinen Zimmerschlüssel entgegen und fragt freundlich: "Ich glaube, der Nigger von Fahrer wartet schon bei Ihrer Dreckschleuder. Kann ich Ihnen noch bei irgendeiner gottverfluchten schwulen Scheiße behilflich sein?" "Nein, fick dich", sagt Crescent. (Seite 79) Wäre das so weitergegangen, hätte ich dieses Buch vermutlich abgebrochen. Ein klein wenig kam ich mir vor, wie in der South Park Folge, in dem die Jungs ein Buch schreiben, bei dem sich jeder Leser ständig übergeben muss. Auch da werden sinnlos möglichst eklige Dinge aneinandergereiht. In einem Rückblick erfährt der Leser wie die 11-jährige Madison ihren Großvater mit einem Buch umgebracht hat. Dieser war ein verkappter Homosexueller, der sich gerne eines Glory Holes bediente (bitte selber googlen wenn unbekannt ;-) ) und nicht wusste, dass sich seine Enkelin auf der anderen Seite befand. Diese bekam es mit der Angst zu tun und schlug mit ihrem Buch drauf ein. Dieses Geschehen wurde über so viele Seiten zelebriert, dass es mich wirklich nervte und ich diese Szene ab einem gewissen Punkt nur überflog. Ganz nebenbei ist Madison nun auch so etwas wie der Messias und muss als Auserwählte einen Streit zwischen Gott und Satan schlichten um den Weltuntergang zu verhindern. Das Buch ist aufgebaut wie ein Blog und über jedem Kapitel befindet sich Datum, Zeit und eine Überschrift. Leider beginnt auch jeder Beitrag von Madison mit "Geneigter Twitterer" und auch das nervte mich. Nach dem dritten oder vierten Mal, habe ich dann immer direkt in der zweiten Spalte angefangen. Natürlich ist das jetzt nicht sonderlich schlimm, aber genervt hat es mich trotzdem. Madison ist 13 Jahre alt und wirkt oftmals so weltfremd, hat aber die Eloquenz von einem Erwachsenen und wirft abschnittweise mit Fremdworten um sich. Sicher, es handelt sich hier absolut nicht um ein Jugendbuch, aber mir erschien es doch recht unpassend. Chuck Palahniuk ist ebenfalls auch Autor von "Fight Club", dessen Verfilmung ich mir angesehen hatte. Eigentlich hätte ich da schon wissen müssen, dass "Verdammt" kein Buch für mich ist, denn auch der Film gefiel mir nicht - außer Brad Pitt ^^ Aber das ist eben auch nicht alles ;-) Alles in allem fand ich das Buch irgendwie sehr komisch, stellenweise nervig, abartig und grotesk. Es mag sicherlich seine Anhänger haben, doch ich zähle leider nicht dazu ;-) Zitate / Textstellen Mir entgeht keineswegs, dass es hier um den zentralen Konflikt meines Lebens geht: Ich liebe meine Familie über alles, außer wenn ich mit ihr zusammen bin. (Seite 40) Bei den nicht dünn gesähten Gelegenheiten, wenn ich in Athen oder Abu Dhabi oder Akron keinen Schlaf finden konnte, bereitete es mir Freude, das fleischliche Keuchen meiner Eltern zu belauschen. Ihr koitales Stöhnen war für mich das schönste Schlaflied. (Seite 42) Meine einstmals kiffenden, einstmals fixenden, einstmals Speed konsumierenden Eltern hatten aus Versehen meinen Fisch getötet, indem sie ihn mir in einem Glas voll GHB geschenkt hatten. Soll heißen: flüssiges Ecstasy. (Seite 237, f.) Fazit Ein irgendwie groteskes, verstörendes Buch, das ganz sicher nicht jedem gefällt, aber wohl seine Anhänger hat. Wenn dir der Film "Fight Club" nicht zugesagt hat, dann lass auf jeden Fall deine Finger von diesem Buch ;-) Diese und alle meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog. http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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  • Ich kam nicht damit zurecht

    Verdammt

    lord-byron

    Madison Spencer hat die Hölle hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Acht Monate lang verbrachte sie dort nach ihrem frühzeitigen Tod als 13- jährige Tochter eines selbstverliebten Hollywoodpaars. An Halloween betritt sie zum ersten Mal wieder die Welt der Menschen, wie es unter Geistern so üblich ist. Sie verschlingt unzählige Schokoriegel und rächt sich an ehemaligen Erzfeindinnen, bis sie einen Anruf von Satan erhält. Dass dieser nichts Gutes im Sinn hat, liegt auf der Hand. Tatsächlich hat er einen teuflischen Plan, bei dem ihm Madison äußerst behilflich sein könnte. Und so muss Madison im Fegefeuer bleiben, das heißt als Geist auf Erden. Und sie ergreift die Chance, die Stätten ihres alten Lebens zu besuchen. Schlimmer als die Hölle kann das doch auch nicht sein, oder doch? Man was hatte ich mich gefreut, als mir das Team vom Randomhouse Bloggerportal dieses Buch zuschickte. Das Cover und der Klappentext klangen so witzig und skurril, dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Leider tat ich mir aber sehr, sehr schwer damit. Von der Handlung her fand ich es gar nicht mal übel, aber der Schreibtsil machte mir sehr zu schaffen. Madison schreibt ihre Erlebnisse und Gedanken als eine Art Blogbeitrag,  und lässt die Welt an ihrem Unleben teil haben. Das an sich ist kein Problem, aber ich finde, dass oft einfach zusammenhanglose Sätze aneinandergereiht wurden und ich mich nach ein paar Sätzen fragen musste, um was es da eigentlich geht und was ich da gerade gelesen hatte. Ich weiß nicht, wie ich das besser erklären soll. Aber nachdem ich einige Seiten gelesen hatte, hätte ich davon keine Zusammenfassung schreiben können. ich wusste schlichtweg nicht mehr, was ich gelesen hatte. Dann kamen auch immer wieder Passagen in denen es ein wenig besser lief, aber die hielten nie lange an. irgendwann begann ich dann nur noch alles zu überfliegen, weil ich das Buch nicht abbrechen wollte. Ich kann nicht sagen an was es lag. Vielleicht habe ich im Moment zu viele andere Dinge im Kopf, die mir die Konzentration rauben und komme deshalb nicht mit dem Buch klar. Vielleicht liegt mir dieser Schreibstil auch einfach nicht. Oder ich bin vielleicht zu doof für dieses Buch. Ich habe mir aber fest vorgenommen, dieses Buch in ca. einem Jahr noch einmal zur Hand zu nehmen und mein Glück ein zweites mal zu versuchen. Vielleicht klappt es dann ja besser. Dieses mal kann ich leider nicht mehr als 2 von 5 Sternen vergeben, denn wenn mich jetzt jemand fragt um was es geht, muss ich sagen: "Ich weiß es nicht genau, aber es ist eine total verrückte Geschichte." Drückt mir bitte die Daumen, dass es beim nächsten Mal besser klappt. © Beate Senft                   

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    • 9
  • Verdammt

    Verdammt

    weinlachgummi

    13. April 2015 um 19:08

    Die unverdaulichen Knorpel und Knochen meiner Erinnerung sind das, was ich hier in Worte fasse. S. 13 Klappentext : Fegefeuer ist auch keine Lösung … Madison Spencer hat die Hölle hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Acht Monate lang verbrachte sie dort nach ihrem frühzeitigen Tod als 13- jährige Tochter eines selbstverliebten Hollywoodpaars. An Halloween betritt sie zum ersten Mal wieder die Welt der Menschen, wie es unter Geistern so üblich ist. Sie verschlingt unzählige Schokoriegel und rächt sich an ehemaligen Erzfeindinnen, bis sie einen Anruf von Satan erhält. Dass dieser nichts Gutes im Sinn hat, liegt auf der Hand. Tatsächlich hat er einen teuflischen Plan, bei dem ihm Madison äußerst behilflich sein könnte. Und so muss Madison im Fegefeuer bleiben, das heißt als Geist auf Erden. Und sie ergreift die Chance, die Stätten ihres alten Lebens zu besuchen. Schlimmer als die Hölle kann das doch auch nicht sein, oder doch? Quelle In eigenen Worten: Die 13 Jährige Madison verbringt ihr Dasein in der Hölle, an Halloween verpasst sie die Deadline und muss auf der Erde bleiben. Noch ahnt sie nichts von ihrem Schicksal und dem was ihr voraus bestimmt ist. Sie wird bald merken, das Zufälle rar gesät sind nicht alles so ist wie es Scheint. Wie ist sie überhaupt erst in der Hölle gelandet und wird sie ihre Bestimmung erfüllen ? Cover: Das Cover sieht sehr speziell und ungewöhnlich aus, somit passt es gut zur Geschichte, die es umschließt. Am Anfang fand ich es hässlich, aber je länger ich es ansehe, umso besser gefällt es mir. Und nachdem ich nun den Roman gelesen habe, verstehe ich auch die Wahl und muss sagen es passt super. So wie das Cover auf einen wirkt, so ist auch die Geschichte. Ein schönes Detail, sind die Augen, diese reflektieren das Licht und funkeln in den Regenbogenfarben. Aufbau: Das Buch ist aufgebaut wie ein Blog, auf diesem postet Madison ihre Gedanken. Jedes Kapitel beginnt mit Datum, Überschrift und gepostet von ( s.h Bild ). Dies finde ich als Orientierungspunkt praktisch. Abgesehen von dieser Kapitel Unterteilung und der gelegentlichen Beantwortung von Fragen, merkt man beim lesen kaum, dass es sich um Blogeinträge handelt. Diese Fragen zwischen durch, machen das Ganze etwas lockerer. Schreibstil: Der Autor Chuck Palahniuk ist bekannt durch sein Buch Fight Club. Ich selbst habe nur den Film gesehen. Kann aber trotzdem sagen, man merkt, das beides aus der gleichen Feder stammt. Auf der einen Seite schreibt er anspruchsvoll, das Buch ist gespickt mit Fremdwörtern und auf der anderen Seite, schlagen einem die Kraftausdrücke entgegen. Man muss aufmerksam lesen um auch alles mit zu bekommen, kein Buch für Nebenbei. Bissigen und zynischen Humor trifft man auch an. Ich fand es zum Beispiel sehr einfallsreich und komisch, dass die Geister aus der Hölle an Halloween auf die Erde dürfen um Süßigkeiten zu sammeln, denn diese Süßigkeiten gelten als Zahlungsmittel in der Hölle. Charaktere: Madison ist die Hauptperson des Buches, die Anderen spielen nur kleine Nebenrollen. Sie ist so einiges, intelligent, weltfremd, verwöhnt und doch vernachlässigt. Ich kann sie gar nicht recht in Worte fassen, da ihr Charaktere, genauso wie der der Eltern total überzogen dargestellt wird. Ihre Eltern haben schon alles was es an Drogen gibt durch und wohnten an schon jeden denkbaren Ort, auch sind sie Steinreich und wechseln ihre Weltanschauung, wie andere ihre Socken. Sympathisch war mir in diesem Buch niemand, aber dies sollte wohl auch nicht so sein. Meinung: So wie das Cover, ist auch das Buch sehr ungewöhnlich. Es geht um Madison 13 Jähriges Mädchen. Wer nun aber vermutet, es würde sich wegen dem Alter der Protagonistin um ein Jugendbuch handeln, der täuscht sich. Dies ist ein Buch für Erwachsene. Ich war sehr gespannt auf diesem Roman, da ich gerne mal etwas abseits des Mainstreams lese. Und das Buch hat mich da nicht enttäuscht, es ist wirklich sehr speziell. Aber auch Einfallsreich und kritisch. Das Buch soll zum Nachdenken anregen und dies hat es bei mir geschafft. Religionen und Weltanschauungen werden auf die Schippe genommen. Alles wird überspitzt dargestellt und übertrieben, an manchen Stellen ist dies witzig und unterhaltsam, aber an anderen war es mir zu viel. Das Lesen an sich war recht anstrengend, da ich mich stark konzentrieren musste um nicht ab zu schweifen und um auch alles aufzunehmen. Auch fand ich die Rückblicke von Madison nicht so interessant, wie dass was in der Gegenwart passiert. Beim lesen habe ich immer gehofft, es gehe bald weiter, da ich diesen Strang viel interessanter fand. Diese Rückblicke hätten für mich gerne kürzer sein können. Meine Kritik zum Buch in 2 Wörtern" too much" es war mir auf Dauer einfach zu viel von alldem oben erwähnten. Zu viele Fremdwörter, Schimpfwörter, Wohnorte, überspitze Handlungen usw. Manchmal ist weniger mehr. Kein Buch für Nebenbei. Eine Empfehlung für alle die Fight Club lieben und mal etwas anderes lesen möchten und offen sind für einen Roman, denn ich mit den Worten Intelligent aber Strange, Gesellschaftskritisch aber zu überspitzt, beschreiben würde.Und für Liebhaber des zynischen und schwarzen Humors. Vielen Dank an den Manhattan Verlag für das Leseexemplar

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  • durchgeknallt, aber anders

    Verdammt

    Sabrinaslesetraeume

    10. April 2015 um 22:10

    Madison Spencer hat die Hölle hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Acht Monate verbrachte sie dort nach ihrem frühzeitigem Tod als 13-jährige Tochter eines selbstverliebten Hollywoodpaars. An Halloween betritt sie zum ersten Mal wieder die Welt der Menschen – als Geist. Viel Zeit, diesen Ausflug ungestört zu genießen, bleibt ihr allerdings nicht. Schon bald meldet sich Satan, um sich Madisons Hilfe bei einem teuflischen Plan zu sichern. Und so muss sie im Fegefeuer bleiben, das heißt: als Geist auf Erden. Das bietet ihr aber auch die Chance, die Stätten ihres alten Lebens zu besuchen. Schlimmer als die Hölle kann das doch auch nicht sein. Oder doch? Ja das Buch… hmm ich weiss nicht was ich dazu sagen soll, aber vielleicht hat es eine gewisse Aussagekraft, wenn ich sage, dass ich das erste Mal bei inzwischen ca 250 Rezensionen den Klappentext abgeschrieben habe anstatt selbst ein paar Zeilen zum Inhalt zu verfassen. Ich kann ihn einfach nicht so zusammenfassen, dass er besser klingt als der Klappentext. Warum? Ihr erfahrt es nachher. Erstmal die Außengestaltung des Buches. Das Cover hat auf jeden Fall erstmal einen Hinguckereffekt durch diese tropfende weise Flüssigkeit, welche aber, wenn man das Buch dann gelesen hat einen ziemlich ekligen Hintergrund bekommt. Außerdem greift es sich durch die geprägten Buchstaben und Konturen interessant an. Die regenbogenfarbenen Augen ziehen den Blick sehr auf das Gesicht des Mädchens, welches die Protagonistin Madison darstellen soll. Der Tittel trifft den Zustand von Maddy genau und ist aber so ungenau, dass er einen neugierig macht auf das Buch. Die Protagonistin Madison macht es einem nicht gerade leicht sie zu lieben. Auf der einen Seite ist sie als Kind reicher Eltern, die neben ihrer Hollywoodkarriere und diversen Engagements für Greenpeace, Adoptionsprogramme und sonstigen Weltverbesserungsideen, nur Exzesse mit Drogen und verschreibungspflichtigen Medikamenten im Kopf haben und kann einem sehr Leid tun. Auf der anderen Seite ist sie ein intriganes, eogistisches, kleines Miststück, dass einfach kein bisschen Mitleid verdient hat, weil sie den Rest der Umwelt auch einfach nur für blöd verkauft und hintergeht. Bei mir persönlich blieb sie in der Summe leider die ungeliebte Person, die ich bis zum Schluss nicht mochte. Die Idee hinter diesem Buch, tut mir Leid, aber ich habe sie nicht verstanden. Das Buch war über weite Strecken sowas von wirr und auch einfach oft nur abstoßend geschrieben, dass man daran kein Vergnügen entwickeln konnte. Die Handlung war nicht seltsam oder lustig oder überhaupt irgendetwas, dass ich beschreiben könnte. Am ehesten trifft an vielen Stellen noch das Wort krank. Besonders auf den ersten 250 Seiten war es schlimm. Ich weiß nicht, wie man auf solche Ideen kam, aber ich habe mich hier echt durchgequält und auch nach 140 Seiten erstmal ein anderes Buch zwischengeschoben, weil ich es einfach nicht mehr lesen konnte, was da abging. Nachdem ich dann das Buch weitergelesen habe, muss ich aber fairerweise sagen, dass im letzten Drittel wieder eine zeitweilige Besserung eintrat und es sich dann bis auf die letzten 30 Seiten doch wieder halbwegs lesen ließ ohne das man immer zu den Wunsch hatte zu schreien. Es gab einige wenige Stellen an denen ich auch mal schmunzeln musste oder meinen Spaß hatte, aber leider hielten sich diese stark in Grenzen. Ich denke, dass ich mir einfach auch vom Klappentext, welcher mich leider auf den Inhalt des Buches nicht vorbereitet hat, etwas anderes versprochen habe. Dieses Buch dürfte ein Traum für jeden sein der auf Endzeit-/Weltuntergangsactionfilme steht, denn dies ist auf jeden Fall eine parodierte, geschriebene Version von so etwas. Mich persönlich hat es allerdings nicht vom Hocker gehaut und daher kann ich, neben einer Altersempfehlung von 16 Jahren für dieses Buch, auch nur 2 von 5 Punkten vergeben.

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  • Ungewohnt, schräg, unterhaltsam

    Verdammt

    michael_lehmann-pape

    20. November 2014 um 11:26

    Ungewohnt, schräg, unterhaltsam Nun, eigentlich ist Madison Spencer auf Rettungsmission. Das ist so ihre Art. Wobei es auch ihre Art entspricht, wie das mit 11, 12, 13 Jahren eben der Fall ist, die Dinge zu machen, die sie möchte. Und wenn das allgemein nicht gern gesehen wird, Madison findet schon einen Weg. Deshalb sagt sie nicht immer alles und achtet darauf, dass ihre Eltern (die allerdings meist mit sich schon genug beschäftigt sind) und ihre Großeltern (bei denen sie zur "Besserung" einquartiert wurde), nicht alles mitbekommen oder wissen. Was in Bezug auf Fragen der Ewigkeit und der damit einhergehenden Entscheidung zwischen Himmel und Hölle schon durchaus gravierende Folgen (für die Eltern, z.B.) nach sich ziehen könnte. Wenn da die ein oder andere Info fehlt. Und mit der Hölle, da hat Madison Erfahrungen. Genügend, auch wenn sie gerade erst acht Monate dort verbracht hat. Wie aber starb sie mit im 13. Lebensjahr überhaupt? Und wieso ging der Weg dann geradewegs nach "unten"? Und wieso ist sie jetzt wieder da? Mit einer Mission, die sie selbst langsam erst erkennt, die aber schon vor langen Zeiten mit ihrer Person verwoben war. Sagte der Engel am Telefon bei ihrer Großmutter, so scheint es zumindest. Nun, das sind die Fragen, die den Leser im Verlauf der Lektüre auch erst ganz langsam in Antwortnähe geraten lassen. In Form von "Twitter-Berichten" als je kurzen Kapiteln erzählt Madison ihre verdrehte Geschichte und das mit einer legeren, coolen Kaltschnäuzigkeit und jeder Menge trockenem Humor (wobei immer wieder im Hintergrund mitschwingt, dass sie eben doch noch ein Kind ist), dass diese Reise aus dem Leben in die Hölle und zurück ein echtes Lesevergnügen darstellt. Wobei der Anlass ernst ist, denn Verdammnis ist ihr Auftrag. Aber Madison hat ja noch nie unbedingt das getan, was man ihr gesagt hat....... Wenn "madisonspencer@aftrlife.hell" dabei von den Schrullen ihrer Großeltern erzählt, mitten drin immer wieder die ernsten Blicke der beiden schildert und diese ominösen Andeutungen, dass es mit ihr aber etwas ganz Besonderes für die Welt auf sich hat. Wenn sie auf dieser dunklen, öffentlichen Toilette auch noch ihre Brille verliert und damit blind wie ein Stockfisch ihrem Großvater begegnet in einer sehr folgenreichen Art, dann ist man bereits mittendrin in diesem verdrehten Humor und diesem Bericht aus der Hölle und dem Versuch der Rettung der Welt. "Leb wohl, ungleicher Lohn für Frauen und Farbige, Auf Nimmerwiedersehen postkolonialistische Umweltzerstörung". Jubelt Madisons Mutter dem Paradies entgegen. "Sayonara, repressive Popkulturklischees!" ist die Art ihres Vaters, diese Welt zu betrachten. Aber wohin geht der verschlungene Weg, dem eine merkwürdige Limousine folgt. Hier führt Palahniuk durch seine Person der Madison hinter aller Situationskomik, den Leser immer wieder auf die eigentlichen Themen dieses schrägen Entwicklungsromans. "Geneigter Twitterer, wie hättest du dich jemals überwinden können, so innig zu leben, wenn du gewusst hättest, wie kurz ein Leben sein kann"? Aber gegen die Liebe (in Madison-besonderer Form) kommt man eben nicht an und allein dort ist die Kraft für das eigene Leben zu finden: "Ab jetzt will ich ...... mein Schicksal selbst in die Hand nehmen können". Denn vieles von dem, was sie erlebt, ist von anderen Kräften im Hintergrund nicht zu knapp manipuliert worden. Was aber dauert, bis das ihr und vor allem dem Leser wirklich klar wird. Schräg, mit trockenem Humor und einer gehörigen Portion Frechheit entfaltet Palahniuk seine Madison in diesem "verdammten" Roman. Und auch wenn der Stil der durchgehenden Twitterberichte auch seine Längen aufzeigt und auch auf Dauer ein wenig anstrengend daherkommt, bietet der Roman doch vordergründig wunderbar humorvolle Unterhaltung und hintergründig einen Blick auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens (die man im Trubel doch leicht aus den Augen verlieren kann).

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  • Einmal Hölle und zurück - Verdammt

    Verdammt

    N9erz

    19. November 2014 um 13:11

    Madison Spencer hatte nur ein sehr kurzes Leben. Mit 13 Jahren landete sie bereits in der Hölle und kommt jetzt wieder im Fegefeuer zurück auf die Erde. Denn sie hat zu Halloween ihre Limousine zurück in die Hölle verpasst. So geistert Madison jetzt als körperlose Hülle auf der Erde herum. Sie besucht dabei nochmals alle möglichen Schauplätze ihres alten Lebens und versucht Kontakt mit ihren Eltern aufzunehmen. Dass dieser allerdings so dermaßen schief gehen kann, damit hätte Madison nicht gerechnet. Doch was sie auch nicht weiß, dass sie eine Spielfigur des wahrhaftigen Teufels ist, dass weiß Madison auch nicht. ----- Wer den Klappentext liest, der ist schon ein wenig vorgewarnt - "nichts für schwache Nerven" heißt es da aus der Feder des Observer. Das entspricht auch der kompletten Wahrheit, denn mit einigem was hier passiert, kann man einfach nicht rechnen. Madison führt uns in Form ihres eigenen Blogs (geschrieben an einem einzigen Tag - Respekt) durch ihr aktuelles und altes Leben. Man darf sich auf jede Menge Geschichten aus ihren irdischen Leben freuen und auch ihr geisterhaftes Ich auf ihrer Reise begleiten. Da und dort geschehen die skurillsten Dinge, die einen an die Geschichte fesseln. Doch genau diese Dinge, die Madison passieren, sind stellenweise nicht unbedingt für zartbesaitete Leser ausgelegt. Denn Madison ist ein Charakter, der nichts und wirklich nicht mal das kleinste Detail auslässt. Auf ihre sehr zynische, sarkastische und vor allem sehr erwachsene Art für eine 13-Jährige schildert sie und Geschnisse aus ihrem Leben, die man sich gar nicht erst bildlich vorstellen mag. Aber genau das macht Madison so speziell. Ihre Art ist einfach wunderbar unterhaltsam, gerade ihr Zynismus, der doch nur sehr selten in Büchern vorkommt, ist grenzgenial. Man muss diese kleine großmäulige Göre einfach mögen. Seit langem habe ich während dem Lesen wirklich wieder mal laut gelacht (ich weiß ich bin grundsätzlich kein sehr emotionaler Leser, aber hier ging es nicht anders) und mich auch schon mal geschaudert. Aber es ist wie bei einem Unfall - man will nicht hinschauen aber man kann nicht anders. Hier muss man einfach weiterlesen. Sprachlich setzt "Verdammt" ein relativ hohes Level an. Einfach mal so nebenbei durchschmöckern ist hier nicht, dafür sorgt Maddie. Denn ihre Sprachwahl und Formulierung ist so anders und ungewohnt, dass man wirklich voll dabei sein muss. Doch es ist es auch wert. Wer auf zynischen und schwarzen Humor steht und den ein oder anderen sehr tiefen Witz durch die Geschichte auch gerne verträgt, der ist bei "Verdammt" auf jeden Fall richtig. Und wer von Madison nicht genug kriegen kann, der sollte wahrscheinlich auch "Verflucht" lesen. Am besten noch vor "Verdammt", denn das ist eigentlich der erste Teil. Doch keine Angst, die beiden Bücher können (scheinbar) komplett unabhängig voneinandern gelesen werden. Denn ich habe erst jetzt davon erfahren.

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