Chuck Wendig Blackhearts

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 5 Rezensionen
(2)
(4)
(3)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Blackhearts“ von Chuck Wendig

Miriam versucht, ein normales Leben zu führen. Doch das ist nicht so leicht, denn sie hat eine außergewöhnliche Gabe: Bei der Berührung eines Menschen sieht sie den Moment seines Todes. Dann bekommt Miriam von einer Lehrerin an einem Mädcheninternat Geld geboten, damit sie ihr »die Hand auflegt«. Als sie dort ist, berührt sie aus Versehen eine Schülerin und sieht: Das Mädchen wird in wenigen Jahren brutal ermordet. Und es wird nicht das einzige Opfer bleiben. Kann Miriam die Mordserie verhindern?

Auf der einen Seite verstörend und trotzdem fesselnd!

— zeilenverliebte
zeilenverliebte

hoher Spannungslevel und menschliche Abgründe

— his_and_her_books
his_and_her_books

Stöbern in Fantasy

Das Erwachen des Feuers

Nach einiger Einlesezeit Pageturner

Tauriel

Alissa im Drunterland

Für jeden Alice-Fan ein Muss! Kleines aber feines Büchlein!

alice169

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Wer inhaltlich einen typischen Moers-Roman aus Zamonien erwartet hat, wird hier leider enttäuscht werden, weshalb ich Fans dieses Buch nicht

HappySteffi

Love & Revenge 1: Zirkel der Verbannung

Was für ein Roman! Ein genialer Auftakt mit viel Spannung und großen Gefühlen, dazu besonders zum Ende viele überraschende Wendungen

Claire20

Das Erbe der Macht - Band 10: Ascheatem (Urban Fantasy)

Jetzt geht es ums Ganze: der dritte Sigilsplitter darf der Schattenfrau nicht in die Hände fallen! Wie immer: total und absolut genial!

federfantastika

Coldworth City

Sehr schöne, flüssige wenn auch etwas kurze Fantasygeschichte über Mutanten, leider hat mir das gewisse etwas gefehlt. Trz. zu empfehlen!

SophieMueller

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Gutes Buch!

    Blackhearts
    zeilenverliebte

    zeilenverliebte

    13. May 2017 um 22:11

    Inhalt:Mädchen werden sterben – und sie weiß genau, wann es geschieht …Miriam versucht, ein normales Leben zu führen. Doch das ist nicht so leicht, denn sie hat eine außergewöhnliche Gabe: Bei der Berührung eines Menschen sieht sie den Moment seines Todes. Dann bekommt Miriam von der Lehrerin einer Mädchenschule Geld geboten, damit sie ihr „Die Hand auflegt“. Als sie dort ist, berührt sie aus Versehen eine Schülerin und sieht: Das Mädchen wird in wenigen Jahren brutal ermordet. Und es wird nicht das einzige Opfer bleiben. Kann Miriam die Morde verhindern? Rezension:Zu der Protagonistin: Meiner Meinung nach sind die Charaktere sehr gut gewählt und beschrieben. Es kommt alles sehr echt und real rüber und das obwohl ich der Meinung bin das Buch ist richtig richtig krank und teilweise etwas übertrieben. Trotzdem ist die Protagonistin Miriam sehr gut beschrieben und man kann ihre Taten nachvollziehen, so wie mit ihr fühlen. Wiederum fragt man sich ob sie nicht einfach nur total gestört – nur eben mit positiven Absichten – ist. Ansonsten wird nicht sehr viel auf andere Charaktere eingegangen, da das Buch aus der Ich-Perspektive erzählt wird und Die Protagonistin eher eine Einzelgängerin ist. Ich finde es passt so wie es ist! Nicht herausragend aber für ein Buch zwischendrin ist es super! Zur Schreibweise:Ich finde Chuck Wendig hat einfach ein Gefühl für die richtige Schreibweise. Manchmal ist es verwirrend und macht einen neugierig, aber es ist irgendwie perfekt mit Gefühlen und dem ganzen Kram abgestimmt. Es liest sich einfach flüssig, auch noch wenn die Augen müden werden und wird trotzdem nicht langweilig. Zum Inhalt:Ich finde den Inhalt total genial. Es ist halt einfach mal was anderes. Einfach eine junge Frau, die am liebsten ein stinknormales Leben führen will, aber durch die Gabe immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Zudem einfach das alles. Oh man, alleine der Aufbau. Es dauert etwas länger bis es „zur Sache kommt“, aber dann ergibt sich nach und nach alles und haut einen voll um und es geht einfach immer weiter und es ist noch bis zur letzten Seite spannend. Also an sich echt ein super Buch, allerdings finde ich es manchmal doch etwas übertrieben, da es des Öfteren Momente gab wo ich mir einfach nur dachte: „Okay… jetzt ist es too much.“ Fazit:Ich kann das Buch nur empfehlen! [Und ich glaube tatsächlich es ist der zweite Band einer Reihe was aber in keiner Weise auffällt.] Es gibt natürlich besseres, aber für mich war es einfach mal ein Versuch und ich war nicht unbegeistert. Bei Mängelexemplaren und unbekannteren Autoren kommt es ja auch leichter mal zu Fehlgriffen, aber dieses Buch ist wirklich zufriedenstellend

    Mehr
  • hoher Spannungslevel und menschliche Abgründe

    Blackhearts
    his_and_her_books

    his_and_her_books

    28. June 2015 um 07:48

    Zitate: „Es ist schon so lange her. Ihre Hände kribbeln förmlich. Früher hasste sie ihren Fluch. Das tut sie immer noch. Aber das ändert nichts an ihrem Verlangen.“ (S.13) „Ich bin eine Giftpille. Ich bin ein Anti-Smiley-Aufkleber, wie die auf den Giftflaschen. Ich bin nicht gut für Menschen.“ (S.131) Inhalt: Eine gewisse Normalität ist in Miriams Leben eingekehrt. Nur kann sie sich damit nicht wirklich anfreunden. Miriam fühlt sich eingeengt und versucht, diesem Leben zu entfliehen.  Und so landet sie plötzlich für einen Auftrag an der Caldecott-Mädchenschule. Eine Lehrerin bietet ihr Geld, damit Miriam ihre Gabe bei ihr einsetzt. Doch dabei bleibt es nicht!  Miriam berührt eine der Schülerinnen und sieht einen grausamen Ritualmord, dem das Mädchen zum Opfer fallen wird. Weitere Morde werden folgen. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Kann Miriam das Schicksal ein weiteres Mal überlisten und die Morde verhindern? Meinung: Erst vor kurzem habe ich den ersten Teil dieser Reihe „Blackbirds“ gelesen und fand das Setting insgesamt recht gut und interessant. Da ich den Folgeband „Blackhearts“ bereits im Regal stehen hatte und natürlich neugierig auf das weitere Geschehen rund um Miriam Black geworden bin, musste ich nun gleich zugreifen und mich wieder in diese Geschichte stürzen. Auf den ersten Seiten hatte ich es dann mit einer Miriam zu tun, die versuchte, sich anzupassen und in einem normalen Leben zurechtzufinden. Doch dieses Leben entspricht nicht ihrem Wesen und natürlich gerät sie immer wieder in Schwierigkeiten. Louis ist nun ein Teil ihres Lebens, doch für eine Beziehung hat es nicht gereicht. Das hält sie jedoch nicht davon ab, auch weiterhin gewisse Extras gemeinsam zu genießen. Und als Trucker ist Louis auch sehr unregelmäßig zu Hause, so dass die beiden so unterschiedlichen Charaktere wenige Chancen zum Streiten bekommen. Und so kommt es, wie es kommen muss. Miriam will ausbrechen aus dieser Welt. Ihr innerstes Wesen verbietet es ihr ganz einfach, sich irgendwo anpassen zu wollen. Miriam flieht vor dieser Situation, sie kann nicht bleiben. Miriam weiß, dass sie Louis damit wehtun wird, aber das nimmt sie in Kauf. Doch sie hat nicht mit Louis´ Reaktion gerechnet. Denn nur kurze Zeit später findet er sie. Und bringt sie direkt in die Caldecott-Mädchenschule zu einem Auftrag.  Miriam hat auch in dieser Fortsetzung nichts von ihrem bissigen Sarkasmus verloren. Gerade mit ihrer Ausdrucksweise, die man in der Rubrik Kneipenjargon einordnen könnte, läuft sie immer wieder Gefahr, Menschen verbal zu verletzen. Doch genau damit baut sie auch eine Mauer um sich herum, will eigentlich niemanden an sich herankommen lassen. Einerseits ist das insofern ja auch verständlich, weil sie immerhin bei jeder noch so kleinen Berührung erfährt, wie und wann Menschen sterben werden. Diese Gabe kann Segen und Fluch zugleich sein. Damit jedoch umgehen zu können, verlangt einem alles ab, bringt Grenzerfahrungen mit sich.  Manchmal lässt Miriam nun ihre Maske fallen, lässt hinter die aufgebaute Fassade schauen und eröffnete mir so Einblicke in ihr wahres Ich. Bei all ihren Erlebnissen in der Vergangenheit war ihre Entwicklung für mich dann auch zum Großteil verständlich und nachvollziehbar. Und doch fällt es ihr nach wie vor schwer, sich auf andere Menschen einzulassen. Dieser Charakter entwickelt sich aus meiner Sicht fortlaufend und gewinnt wirklich Tiefe.   Auch in „Blackhearts“ erlebte ich die Geschichte in Gegenwartsform aus Miriams Sicht in dritter Person. Die vorhandenen Dialoge haben nichts von ihrem Biss verloren und so bewegte ich mich beim Lesen oftmals an der Grenze des verbal Erlaubten und Zumutbaren. Nichtsdestotrotz führte die Atmosphäre, ein Mix depressiver Züge gemischt mit scharfem Sarkasmus, zu einer eher faszinierenden Anziehung, der auch ich nicht entfliehen konnte. Chuck Wendig setzt in diesem zweiten Band auf einen höheren Fantasy-Anteil, der dem Ganzen im Endeffekt noch einen Hauch mehr an Geheimnis und Düsternis verleiht. Seine Idee hat der Autor wirklich gut umgesetzt und präsentierte einen spannenden Handlungsfaden. Zum Ende hin fand ich die Geschehnisse teilweise allerdings schon etwas überspannt, der Spannungsbogen fühlte sich irgendwann etwas überdehnt an. Chuck Wendig konnte mich dennoch weiterhin an seine Geschichte binden und neugierig auf den Ausgang machen. Einige Schockmomente durften natürlich nicht fehlen und so bekam ich doch das eine oder andere Mal eine kalte Gänsehaut. Nachdem ich spannende Lesestunden mit teilweiser Gänsehaut genossen hatten, führte der Autor diese Geschichte zu einem Ende, das aus meiner Sicht folgerichtig genau so sein musste. Zufrieden kann ich mich nun deshalb erstmal von Miriam verabschieden und das Buch ins Regal stellen. Urteil: „Blackhearts“ zog mich mit einer Mischung aus düsterer Atmosphäre und fragwürdig gesellschaftsfähigen Verbalattacken zusammen mit einem oftmals hohen Spannungslevel tief in die Geschichte und ließ mich menschliche Abgründe erleben. Für diese mit kleinen Einschränkungen spannende Geschichte vergebe ich deshalb 4 Bücher. Für alle, die immer die Nerven behalten, sich auf nicht alltägliche Protagonisten einlassen können und brutaler Gewalt widerstehen. Die Reihe: 1. Blackbirds 2. Blackhearts ©hisandherbooks.de

    Mehr
  • Konnte mich leider nicht komplett überzeugen ...

    Blackhearts
    Jarda

    Jarda

    17. June 2015 um 12:20

    Ganz unten befindet sich ein schnelles Fazit zum Inhalt und Schreibstil Inhalt Nach den Ereignissen aus dem ersten Teil führt Miriam seit einem Jahr normales Leben – sie versucht es zumindest. Sie arbeitet in einem Supermarkt und wohnt in einer heruntergekommenen Wohnwagensiedlung neben Junkies, Exzentriker und Ausreißern der Gesellschaft. Sie verabscheut die Menschen dort, weiß aber ganz genau, dass sie dazugehört. Loui ist zwei von drei Wochen mit seinem Truck unterwegs und so schlägt sich Miriam (wortwörtlich) alleine durch das Leben im Trailerpark, in gewohnt frecher, ordinärer, rauchender, saufender und schlagfertigen Art. Nur Louis zuliebe versucht sie ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein geregeltes Leben zu führen. Das Leben eines anständigen Bürgers, ohne Todesvisionen, der für Geld einer normalen Arbeit nachgeht, letztendlich Standard ist. In der Arbeit trägt sie Handschuhe um bei ungewollten Berührungen, Haut auf Haut, keine Todesvisionen zu sehen. Miriam und Supermarktarbeit? Leser des ersten Bandes können es sich schon denken. Diese Kombination passt überhaupt nicht. Nach einem turbulenten Auftakt sieht es Miriam ein. Das Otto-Normalverbraucher-Leben passt nicht zu ihr. Sie verlässt sobald den Trailerpark, doch Louis, der Miriam mittlerweile besser kennt, als ihr manchmal lieb ist, schnappt sie unterwegs auf. Er hat einen Auftrag für Miriam. Sie soll mit ihrer Gabe den Tod einer Lehrerin vorhersagen. An der Schule angekommen, welches übrigens ein reines Mädcheninternat ist, überschlagen sich schon bald die Ereignisse. Miriam sieht den Todesmoment einer Schülerin. Diese wird brutal von einem Serienmörder umgebracht, der eine Maske trägt, aus der Rauch aussteigt. Außerdem häufen sich Miriams Alpträume. Alpträume, in denen sie die Personen ihrer Vergangenheit sieht und bald verliert sie den Überblick zwischen Realität und Traum. Meine Meinung Kurz und schmerzlos: Der erste Band hat mir ein, zwei Ticken besser gefallen. Der erste Band war ein dreckiger Roadmovie mit Thriller Elementen und einem Schuss Fantasy. Der zweite Band streicht das Genre Roadmovie und ist »nur« ein Fantasythriller und wirkt an einigen Stellen wie ein Krimi. Im ersten Band habe ich die vielen Charaktere kritisiert, die sich in ihrem Charakterzug ähneln, außerdem hatte mich das letzte Drittel mit seinen Ungereimtheiten gestört. Nun, der zweite Teil ist Fortschritt und Rückschritt zugleich. Es kommen nun endlich auch mal normale Figuren vor. Zumindest so normale Figuren, wie ein Chuck Wendig sie eben erfinden kann oder besser gesagt, wie eine Miriam eben ihre Mitmenschen sieht. Chuck Wendigs Neigung zu überzeichneten Charakteren und Miriams ganz eigene Weltansicht sind ein nettes Paar, aber trifft nicht immer meinen Geschmack. Katey, die Lehrerin die Miriam ordert, um ihr Ableben zu erfahren, ist eine sehr sympathische Nebenfigur, die leider zu wenig Bühnenzeit bekommt. Auch Louis kommt wieder vor und erinnert mich immer stärker an Hagrid, zumindest an einen Hagrid für Erwachsene. Ein junges Mädchen, Wren, rundet die Sache ab. Sie ist frech und ähnelt Miriam. Es ist also kein Wunder, dass sich die beiden verstehen. Natürlich kommen noch andere Figuren vor. Ein Karatelehrer, der Serienkiller, zwei Schulwärter, ein schrulliger Torwächter, ein Mitglied aus Miriams Familie und viele mehr. Dieses Mal unterscheiden sich die meisten Wesenszüge und meiner Meinung nach hat der Autor zwei Schwächen. So sehe ich es zumindest. Er kann keine Nebenfiguren sinnvoll in seine Geschichte einbauen und er kann keinen Plot schreiben, der nicht aus zahlreichen Ungereimtheiten besteht. Im ersten Band haben mich die Nebenfiguren überzeugt. Ashley, das Drogentrio und Louis. Die Figuren wurden gut in die Geschichte eingearbeitet. Zwar gab es die erwähnten Schwächen, aber trotzdem war ich mit den wichtigen Figuren zufrieden. Im zweiten Band sieht das leider ein wenig anders aus. Miriam ist wieder der größte Pluspunkt der Geschichte. Hätte der Autor diese Figur nicht und vielleicht auch seine besondere Schreibe nicht, wäre das Buch nicht so erfolgreich, zumindest im Original. In Deutschland ging das Buch leider ein wenig unter. Wir lernen Miriam besser kennen. Viele offene Fragen aus dem ersten Teil werden beantwortet. Es gibt wieder ein paar Rückblenden. Vor allem wird Miriam so langsam erwachsen. Sie reift, kann sich beherrschen und reflektiert auch ihre Taten und ihre Bestimmung. Fand ich gut. Ich hab zwar hin und wieder die Miriam aus dem ersten Band vermisst, aber es ist eine konsequente und logische Entwicklung. Vielleicht hätte sich der Autor mehr auf seine Protagonistin konzentrieren sollen, statt auf die Handlung, denn Miriam geht, gefühlt, stellenweise etwas unter. Was ein denkbar schlechter Austausch ist. Ein Plot, der sich mit seinen Figuren keine Zeit lässt und dafür Wendung an Wendung an Wendung klatscht. Die Nebenfiguren sind interessant, einige auch sympathisch, aber bleiben blass und sind reine Statisten. Eigentlich echt schade. Louis, der warmherzige Trucker, der seine Frau verloren hat und sich zu Miriam hingezogen fühlt, wäre eine sooooo gute Figur. Wirklich. Zwar erinnert sie mich ein wenig an den Brummbären Hagrid, was aber nicht weiter schlimm ist. Anfangs hat Louis etwas mehr Sendezeit, im Laufe der Geschichte rückt er immer weiter in den Hintergrund und im letzten Drittel ist er dann ... Mhhh. Ich kann es aus spoilertechnischen Gründen nicht aufschreiben. Er ist ein »Zufallsmonster« und ein »Logikmonster«. Es sind einfach diese Ungereimtheiten. Der Autor kann irgendwie keine glaubhaften Wendungen erschaffen, zumindest nicht viele. Ein paar Stellen waren echt gut, aber dann kommen wieder diese Zufälle, die Logikausrutscher, »Facepalm Stellen« und so weiter. In vielen der Unstimmigkeiten spielt Louis leider eine Rolle. Natürlich soll man in einem Unterhaltungsroman keine umfassende Logik erwarten und im echten Leben gibt es auch Zufälle, aber hier wirkt alles so konstruiert, gestellt, nicht glaubhaft. Aber ich rutsche schon zur Handlung. Louis ist eine tolle Figur, leider wird das Potenzial nicht genutzt, stattdessen wird er in die zweite Reihe geschoben. Katey ist eine normale Figur. Normal ist nichtssagend, wer aber den ersten Band kennt, kann sich darunter was vorstellen. Sie ist nicht ordinär, trinkt nicht, raucht nicht, prügelt sich nicht, hat keine depressive Weltansicht [...] Sie ist eine sympathische Lehrerin. Und finito. Was ich sehr schade finde. Nicht ihre Alltagstauglichkeit hat mich enttäuscht, sondern ihre Rolle im Buch, die später auf ein Minimum beschränkt wird. Kleiner Spoiler: In der Geschichte treffen sich Miriam und Katey in einem Gasthaus. Nach einem interessanten Dialog zieht Miriam schließlich bei der Lehrerin ein. Ich hab gejubelt, wollte den Autoren umarmen. Bis zu der Stelle waren die Charaktere bzw. Miriam im Vordergrund und die Thrillerelemente haben sich im Hintergrund aufgebaut, was ICH nicht langweilig fand. Es hätte so ruhig noch hundert Seiten weitergehen können. Katey ist die Normalität in Person. Aber genau DAS fand ich so interessant. Miriam, die auf der Straße gelebt hat, viel Mist durchgemacht hat, lebt auf einmal in einer Pseudo-WG mit einer Frau, die genau das Gegenteil ist. Eine spannende Situation, wie ich finde. Nach der ersten Nacht rutscht jedoch leider Katey auch ins Abseits und kommt nur noch »sporadisch« vor. Spoilerende Die drei Figuren waren für mich das Potenzial der Geschichte. Hätte sich der Autor mehr auf die Charaktere, auf ihre Entwicklung und ihr Gefühlsleben konzentriert, die Thrillerelemente im Hintergrund langsam, dafür logisch und stimmig aufgebaut, hätte das Buch vielleicht sogar die volle Punktzahl erreicht. Kommen wir zur Handlung. Der Plot ist nicht übel. Die Seiten bis zum ersten Treffen mit Katey waren genial und vor allem vielversprechend. Auch danach ging es noch ca. 50? 60? Seiten so weiter. Der Autor hat sich Zeit gelassen. Hier und da gab es Anhaltspunkte, kleine Hinweise für Miriam und den Leser, Vorahnungen (SPOILER: Man beachte die Szene, in der Miriam gegen den Karatelehrer kämpft.) und dann geht alles kaputt. Es ist wie ein Bruch. Als ob der Autor durchdreht und unbedingt Action an Action reihen möchte. Die eine Wendung jagt die nächste Wendung und leider sind diese Wendungen nicht immer logisch. Generell habe ich mir öfter gegen die Stirn geschlagen. Es ist spannend, es liest sich flott, ja, stimmt. Man wird gut unterhalten, aber trotzdem sollte ein Autor nicht seine Figuren vergessen und die Glaubwürdigkeit einer Geschichte. Der langsame Aufbau der Geschichte in der ersten Hälfte war super. Es wurde nie langweilig, immer gab es diese kleinen Schnipsel mit Vorahnungen, im Hintergrund hat sich eine Spannung aufgeladen, die irgendwann explodieren würde. Die Todesvision, Miriams Alpträume, die sie auch im echten Leben sieht, die kleinen Hinweise zum Serienkiller und so weiter. Aber wie gesagt: Der Autor ist zu sprunghaft. Wie kann ich das beschreiben? Bleiben wir dem Stil der Geschichte treu. Es gab ein tolles Vorspiel, ein leidenschaftliches Vorspiel, voller Lust und dann auf einmal kommt der Orgasmus, der Mittelteil, der Akt, der wird einfach übersprungen. Vielleicht bin ich da ein wenig kleinlich. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen oder andere Erwartungen an die Geschichte, aber der Autor hat am Anfang so viel versprochen, einen tollen Weg gezeigt und letztendlich ist das Buch »nur« ein passabler Thriller. Das erste Buch war noch faszinierend. Außerhalb des Mainstreams, ein verrückter Roadtrip mit viel Liebe zur Protagonistin. Mit starken Ideen, interessanten Wendungen. Das zweite Buch enttäuscht ab der zweiten Hälfte. Ab da liest es sich eben wie ein typischer Thriller. Das Ende ist noch einmal interessant und auch gut. Aber der Mittelteil bis zum Showdon fand ich eher schwach. Da hätte sich der Autor etwas mehr Zeit lassen sollen. Es gibt aber auch positive Sachen, soll ja kein Verriss werden. Wie bereits erwähnt: Miriam und ihre Entwicklung fand ich toll. Auch die erste Hälfte hat mir gefallen. Die vielen Todesvisionen, die nichts für Zartbesaitete sind, ihre Visionen? Alpträume? Im echten Leben mit dem Ungebetenen waren abwechslungsreich. Die Antagonisten waren auch nicht von schlechten Eltern, zumindest das Aufeinandertreffen. Es gibt wieder viele blutige Stellen, die sehr detailliert geschrieben sind. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und letztendlich war das Buch spannend. Fazit Handlung - 6,5 von 10 Punkten Das Buch ist nicht schlecht und hat mich sehr gut unterhalten. Ich habe es immerhin an einem Abend durchgelesen, aber die Faszination aus dem ersten Teil ist leider verschwunden. Miriam ist toll, der Aufbau der Geschichte in der ersten Hälfte ist top und auch die Nebenfiguren glitzern förmlich vor Möglichkeiten. In der zweiten Hälfte geht mir leider alles zu schnell. Die Charaktere rücken in den Hintergrund, selbst die besondere Schreibe des Autors bleibt ein wenig auf der Strecke und stattdessen kriegen wir einen soliden Thriller, der mit seinen vielen Wendungen nicht immer überzeugt. Das Ende hingegen tröstet ein wenig darüber hinweg. Eine tolle Idee, aber mir scheint, als ob der Autor die Thrillerschiene fahren möchte. Mich würde es nicht wundern wenn Miriam irgendwann für die Polizei, für das FBI oder sonst was arbeitet und zwischendurch werden Charakterisierungsschnipsel in die Geschichte gestreut. Ist nicht schlecht, aber da gibt es eben dann doch andere Thriller, die besser sind. Ich hoffe der Autor kriegt noch einmal die Kurve und überzeugt im nächsten Teil mit einem charaktergetriebenen Plot, in dem auch die Nebenfiguren nicht zu kurz kommen und er wieder zu seinen alten Stärken aus dem ersten Band findet. Fazit Schreibstil - 8 von 10 Punkten Der Autor bleibt seiner Schreibe treu. Spezifisch, teilweise mit Metaphern und anderen Stilmitteln überladen, manchmal stichpunktartig. Hat mir gut gefallen. Als die Thrillerlemente angefangen haben, also Schlag auf Schlag auf [...] hat sich seine Schreibe ein wenig in den Hintergrund geschlichen. Trotzdem schreibt Chuck Wendig außergewöhnlich und die Dialoge, die flotten Sprüche und letztendlich der Humor haben mir gut gefallen.

    Mehr
  • Surreale Mystery

    Blackhearts
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    20. April 2014 um 15:20

    Der zweite Teil der Miriam Black Reihe hat mir persönlich besser gefallen als der Erste. Der Autor zeigt mit einer metaphernreichen Sprache in seiner Geschichte die dunkle Seite des Lebens ohne jede rosa Brille. In einem actionreichen Stakkato erzählt er die Geschehnisse und bringt in knappen, manchmal stichwortartigen Sätzen alles auf den Punkt. So entsteht eine surreale Mysterystory. Miriams Gabe, den Tod eines Menschen vorherzusehen, den sie gerade berührt, ist in diesem Buch fast hilfreich. Sie kommt einem perversen Serienmörder auf die Spur, der seine Opfer in Mädcheninternaten sucht. Allerdings sind die Hintergründe sehr viel tiefgründiger als sie ahnt und so kommt es, das sie selbst im Bemühen, die Opfer zu retten, zur Mörderin wird. Eine Tatsache, mit der sie sich selbst und auch ihr treuer Freund Louis sich erst einmal abfinden müssen. Hinzu kommt, dass ihre Visionen immer stärker auf sie einwirken und an die Grenzen ihres Verstandes bringen. Die Protagonistin wird dem Leser mit der Zeit auf eine merkwürdige Art sympathisch, durch ihre rotzige Art und Sprache versucht sie, mit sich selbst und ihren Fähigkeiten klar zu kommen. Trotzdem macht eher der ungewöhnliche Schreibstil dieses Buch interessant als die Story selbst.  

    Mehr
  • Review: Blackhearts

    Blackhearts
    Medienjournal

    Medienjournal

    03. April 2014 um 09:28

    Blackhearts vermag es nicht ganz, an die Qualität des Vorgängers anzuknüpfen, führt aber dennoch die Geschichte der mit einer grausamen Gabe geschlagenen Miriam Black stilistisch gekonnt fort und lässt durchaus darauf hoffen, dass Chuck Wendig im folgenden dritten Teil die noch losen Enden miteinander stimmig zu verknüpfen weiß. Mehr gibt es unter: http://medienjournal-blog.de/2014/03/review-blackhearts-chuck-wendig-buch/

    Mehr