Ciarán Collins Tausend Worte

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Inhaltsangabe zu „Tausend Worte“ von Ciarán Collins

Tausend Wörter am Tag soll er schreiben. Das hat Dr. Quinn ihm verordnet. Doch Charlie will nicht schreiben, füllt Seite um Seite, beschimpft den Leser, die Welt, sich selbst und alles darin, ohne sich an das, was ihn zum Psychiater geführt hat, heranzutrauen. Denn 'es ist eine traurige Geschichte und sie macht euch vielleicht wütend und sie ist passiert und es kommen Leute darin vor. Und einige davon sind jetzt tot.' Charlie ist der 'Gamal', der Dorftrottel, und er weiß einfach nicht, wo er beginnen soll: Ganz am Anfang, als James neu auf die Schule kommt, und Charlie sein Freund wird? Oder mit Sinéad, die so wunderbar singt und gemeinsam mit den beiden von einem anderen Leben träumt, weit weg, in Dublin oder Amerika? Oder mit dem Tag, an dem all das Schlimme passiert ist, weshalb er nun hier sitzt. Ciarán Collins’ Roman ist so vieles: eine moderne Fassung von 'Romeo und Julia', ein spannender Krimi, eine Story voll Fantasie und überraschenden Einfällen. Aber auch eine neue große Stimme aus Irland – schnoddrig, respektlos, von mitreißender Komik und mit einem unvergesslichen Helden.

Manche glauben, Charlie sei dumm. Doch das ist er nicht. Manche glauben, Charlie sei verrückt. Doch das ist er nicht. Manche glauben, Charlie sei unschuldig. Abgründig, komisch und stets überraschend, entwirft der junge Ire Ciarán Collins das Psychogramm eines einzigartigen Helden, eines Dorfes – und eines Verbrechens. Das gefeierte Debüt des Jahres aus Großbritannien.

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    Tausend Worte

    Duffy

    12. April 2015 um 11:32

    Es ist eine Liebesgeschichte aus einem kleinen Dorf in Irland und es ist eine Geschichte ohne Happy-end, denn so viel kann man verraten, weil sonst das ganze Buch keinen Sinn machen würde. Es ist die Geschichte von Sinéad und James, die beide füreinander geschaffen sind und zudem auch noch eine magische Verbindung als Musiker, sie Gesang, er Klavier, beide als Songwriter, eingehen. Nach der Schule geht James nach Dublin zum Studium, eigentlich sollte Sinéad dabei sein, doch ihr Vater bedarf der Pflege, sodass sich beide nur am Wochenende sehen können. Als Sinéad einen Job im Pub annimmt, kommt es zu den Ereignissen, um die es hier geht. Hauptperson ist jedoch der Erzähler, Charlie McCarthy, der hier in der Ich-Form einen Bericht über all' die verstörenden Ereignisse niederschreiben soll, die das ganze Dorf in Aufruhr gebracht haben und dabei handelt es sich um Mord. Charlie also wird von seinem Therapeuten angehalten, tausend Worte am Tag zu schreiben. Nun macht das dem Erzähler viele Schwierigkeiten, denn eigentlich ist er der "Gamal", der Dorftrottel, der die Dinge mit einem etwas eingeschränktem Horizont erzählt, so, wie er es empfindet. In dieser etwas naiven  "Straßensprache" lässt Collins seinen Erzähler agieren und stellt sich selbst dabei vor eine Herkulesaufgabe, denn das haben schon andere Autoren vor ihm versucht und sind mangels Authenzität gescheitert. Collins hält das durch, aber um was für einen Preis. Vieles wirkt gekünstelt, eben nicht authentisch, man merkt ihm die Schwierigkeiten an, die "spontanen" Gedanken seines Erzählers mit so viel Sinn zu versehen, dass sie schlüssig sind. dadurch entsteht jede Menge Leere, "Zeilen schinden", wie Charly das selbst nennt, und wie man es unterstellen kann, wenn man einfach nur böse ist. Deshalb dauert es auch 300 lange Seiten, bis es endlich in medias res geht, der Leser das zu lesen bekommt, was er vermutet und die eigentliche Geschichte dauert dann 140 Seiten. Das alles ist gut gemeint, gut gedacht und wahrscheinlich auch sehr gründlich erarbeitet, nur - es fängt den Leser nicht. Es ist viel zu langatmig, viel zu gestreckt, mehr als einmal will man aufgeben und wenn man dann endlich bis zum Schluss gekommen ist, dann fragt man sich: Warum hat er nicht aus der Hälfte der Seiten (440) ein gutes Stück Literatur geschaffen? Aber - zumindest in England war das Buch erfolgreich. es ist ein Debut und man darf gespannt sein, wie Collins sein nächstes Werk anlegt, denn das Talent hat er.

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  • Tausend Worte

    Tausend Worte

    Sarlascht

    04. June 2014 um 19:54

    Inhalt: 1000 Worte am Tag soll er schreiben, hat sein Psychiater ihm gesagt. 1000 Worte die beschreiben sollen, wie das Leben mit seinen Freunden war. 1000 Worte die sagen, wieso nichts mehr ist, wie es einmal war. Meine Meinung: Eigentlich wusste ich nicht wirklich, was mich erwarten würde, so klar ist der Klappentext nicht und doch, etwas an ihm hat meine Neugier geweckt, vielleicht, weil er eben so spärlich ist. Charlie bekommt die Aufgabe, 1000 Worte am Tag zu schreiben, dies verordnet ihm sein Psychiater. Psychiater? Ja und hier stellt man sich die erste Frage, wieso konsultiert er diesen? Lange, sehr sehr lange tappt man im Dunkeln, verliert sich zwischen den Sätzen und weißt irgendwie auch nicht, wohin einen die Geschichte bringt. Charlie hat zwei beste Freunde: Sinéad und James. Es sind auch diese drei Personen, die das Buch bestimmen, deren Geschichte erzählt wird, aber diese Geschichte, sie verliert sich in Details. Alles wird zerkaut, auseinandergepflückt, bis nahezu nichts mehr übrig ist. Jede Begebenheit, sie wird bis in die hinterste Ecke beleuchtet und vielleicht gefiel es mir deswegen nicht sonderlich. Natürlich möchte man eine Geschichte präsentiert bekommen, die rund erscheint, aber diese hier, sie ist beinahe schon zu glatt, lässt dem Leser keinen Platz für eigene Gedanken, man erstickt an der Informationsflut. Charlie beschreibt das Leben mit seinen Freunden und es gibt so viele Ereignisse, die sie erleben, dass man zwischen bedeutend und unbedeutend nicht mehr unterscheiden kann, beinahe ist alles trivial, bis zum Ende hin, wenn der große Knoten gelöst wird, doch bis dahin ist es ein waten durch so viele Informationen und weil man nicht wirklich weiß, was man mit ihnen anfangen soll, verliert man sie im Kopf. Einige Begebenheiten erscheinen bedeutend, sie werden abgespeichert, aber viele fluten einfach so durch die Gedanken, ihnen gelingt es nicht, sich in den Hirnwendungen festzusetzen. Der Klappentext verspricht ein komisches Buch, komisch scheinbar nicht im Sinne von lustig, denn lachen musste ich eigentlich nie, was kein Kritikpunkt ist. Es ist eine ausgefeilte Geschichte, mit sehr interessanten Charakteren. Charlie, man kann ihn zu Beginn schwer einschätzen, ist er der Böse oder Gute, womöglich weder noch, sondern einfach nur Erzähler, der zufällig James und Sinéad kannte. Langsam nähert man sich ihm an, kann ihn zwar immer noch nicht einschätzen, entwickelt aber eine gewisse Sympathie für ihn. Eigentlich möchte er seine Geschichte nicht niederschreiben, zumindest sagt er es, doch man merkt relativ rasch, er möchte es sich doch von der Seele reden, irgendjemanden erzählen, was er weiß. Der Leser wird direkt angesprochen, weshalb die Verbundenheit noch einmal gesteigert wird, manchmal, da fühlte es sich so an, als hätte ich neben Charlie Platz genommen und seinen Worten gelauscht. Das Psychogramm gelingt wunderbar, man blickt in Tiefen, die man sich gar nicht wirklich erwartet hätte und doch bleibt leider der große Minuspunkt: die Langatmigkeit. Mag die Idee am Buch gut gewählt sein, scheitert die Umsetzung, weil der Reiz, herausfinden zu wollen, was das große Geheimnis ist, niemals gegeben war. Fazit: Ich glaube, wenn ein Leser detailverliebt ist, dann wird er sehr große Freude mit dem Buch haben, wenn man aber ein wenig Luft zum Atmen braucht, sich eigene Gedanken machen möchte, dann fühlt man sich schnell von der Geschichte erschlagen.

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  • Man kann gar nicht aufhören mit diesem schrägen und komischen Buch

    Tausend Worte

    WinfriedStanzick

    20. May 2014 um 10:03

    Charly ist der Protagonist des vorliegenden Narrenromans des irischen Lehrers und Literaturwissenschaftlers Ciaran Collins, der in England für große Aufmerksamkeit bei der Kritik gesorgt hat. Er ist anders. In der kleinen Stadt, in der er in Irland lebt, halten ihn viele für dumm. Seien Eltern haben es schwer mit ihm, doch sein Psychiater Dr. Quinn glaubt ihm helfen zu können. Und er tut es mit einer ungewöhnlichen Intervention: "Tausend Worte, das ist mein allerwichtigstes Ziel. Dr. Quinn hat mir gesagt, dass Typen, die Schriftsteller werden wollen, jeden Tag Tag Tag Tag Tag Tag tausend Wörter schreiben sollten." Und er erzählt eine Geschichte von Sinead und James und auch wieder nicht: "Es war einmal und vor langer Zeit. Na ja, nicht ganz so lang. Fünf Jahre. Lang genug. Ein Fünftel meines Lebens, oder was? Also bin ich jetzt fünfundzwanzig, für den Fall, dass Rechnen nicht eure Stärke ist. Es waren einmal zwei Liebende namens Sinead und James. Und jetzt mal kurz Pause." Im Original heißt das Buch übersetzt „Dorftrottel“ und Ciaran Collins lässt ihn locker und lässig mit den Erwartungen seiner Leser spielen. Und einmal spricht er sie auch direkt an:  "Noch was: Ihr werdet mich nicht mögen. Das kann ich versprechen. Ich hätte das schon in der ersten Zeile klarstellen können, aber ich wollte doch, dass ihr das Buch kauft. Und ich gehe davon aus, ganz schön viele von euch Bücherwurmtypen hätten nicht die Traute, es in den Laden zurückzubringen, und aller Wahrscheinlichkeit nach werdet ihr es sowieso lesen, wo ihr es schon einmal gekauft habt." Und er hat Recht. Man kann  gar nicht aufhören mit diesem schrägen und komischen Buch und seiner Geschichte von Charlys scheinbarer Schuld.    

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