Skorpione: Thriller (Sascha Simoneit-Serie 1)

von Cid Jonas Gutenrath 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Skorpione: Thriller (Sascha Simoneit-Serie 1)
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Knallhart und zu Beginn verwirrend, aber je mehr die Handlung fortschreitet, desto klarer wird das Bild

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Inhaltsangabe zu "Skorpione: Thriller (Sascha Simoneit-Serie 1)"

Vom Autor von 110. Ein Bulle hört zu

Sascha Simoneit ist am Ende. Der Ex-Söldner ist wegen Alkoholmissbrauchs aus dem Berliner Polizeidienst geflogen. Doch er bekommt eine zweite Chance. Simoneit macht im Hinterhof einer Eckkneipe in Moabit eine Detektei auf. Dort hat er sich als Streifenpolizist Respekt verschafft, und auch Kiezgröße Benno Teufer steht auf seiner Seite. Schneller als Simoneit denkt, braucht er dessen Hilfe. Die Mutter eines kleinen Mädchens steht vor der Tür, dem illegal eine Niere entfernt wurde. Simoneit sieht rot.

Der erste Fall für Sascha Simoneit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783843717601
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:368 Seiten
Verlag:Ullstein eBooks
Erscheinungsdatum:09.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Knallhart und zu Beginn verwirrend, aber je mehr die Handlung fortschreitet, desto klarer wird das Bild
    Knallhart und schonungslos

    Einst war er ein Söldner, dann ein Polizist, dann wurde Sascha Simoneit aus dem Polizeidienst entlassen wegen Alkoholmissbrauchs. Doch als der dem Kneipenbesitzer Benno, einer der Kiezgrößen ,bei einer Kneipenschlägerei zur Hilfe kommt, zeigt sich dieser mehr als danlbar. Benno vermietet ihm ein Büro im Hinterhaus seiner Kneipe, von dort ermittelt Simoneit als Privatdetektiv. Doch dann bekommt er einen Auftrag, der ihm mehr als zu schaffen macht. Eine Frau wendet sich an Simoneit, ihre kleine Tochter wurde überfallen und ihr wurde eine Niere entfernt. Nun kämpft das kleine Mädchen in der Klinik ums Überleben.
    Meine Meinung
    Ich muss sagen, dass ich auf diesen Thriller neugierig wurde, weil mich die Laufbahn des Autors neugierig machte und ich dachte, dass dieser hier so einiges an persönlichen Erfahrungen mit in den Thriller einbringen könnte. Interessant ist die sprachliche Wahl des Autors, denn er schreibt so, wie man auch annehmen würde, dass der Umgangston eines Ex-Söldners sein könnte. Knallhart, schonungslos, rotzig, dreckig und dies lässt das Gesamtbild absolut authentisch wirken. Allerdings ist es nicht unbedingt leicht zu verfolgen, was allerdings nicht an der Sprache liegt, sondern eher an den verschiedenen Perspektiven und diversen Zeitsprüngen. Ich habe hier eine Weile benötigt, bis ich wusste, wer wer ist und warum er wie handelt. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Kapitel auch sehr kurz gehalten werden und hier rasche Perspektiven- und Zeitenwechsel vonstatten gehen. Als Leser sollte man hier durchaus am Ball bleiben und konzentriert lesen, denn je weiter man vorankommt, desto mehr spürt man schon am Ton, wer da gerade handelt. So sind z.B. Kapitel aus der Perspektive der Mutter von der Tonart ganz anders, als Kapitel aus der Sicht Simoneits.
    Je mehr man dann den Überblick behält, desto spannender und ja auch schockierender wird der Fall. Dieser ist eher nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Leser, denn hier geht es oftmals knallhart zur Sache. Auch hier verschönigt der Autor nichts und der Leser wird hier zwar mit einem fiktiven Fall konfrontiert, den ich mir aber, leider, auch in der Realität so vorstellen könnte.
    Durch einen personellen Erzähler in der dritten Person erlebt der Leser die Handlung. Man erhält unheimlich viele Einblicke und Eindrücke und auch wenn es zu Beginn schwierig wurde, das zu verfolgen, gelingt es dem Autor, all seine losen Fäden in der Hand zu behalten und miteinander zu verbinden.
    Mit Simoneit hat der Autor einen, ja ich muss sagen schon recht “krassen” Protagonisten erschaffen. Er ist schon so, wie man sich einen ehemaligen Söldner vorstellt, zumindest, was sein Auftreten betrifft. Doch eines wird doch deutlich, er hat das Herz am rechten Fleck. Durch die Zeitsprünge hat man Einblicke auf seine Vergangenheit, was äußerst wichtig ist, für die Person, die er in der Gegenwart darstellt.
    Aber auch die Nebencharaktere sind glaubwürdig gezeichnet, besonders “gefallen” hat mir hier Kiezgröße und Kneipenbesitzer Benno, der, genau wie Simoneit, ein äußerst vielschichtiger Charakter ist.
    Mein Fazit
    Keine leichte Lektüre, denn die Art des Erzählens fordert durchaus die Aufmerksamkeit des Lesers. Gelingt es aber hier dann den Überblick zu behalten, erhält man einen schonungslosen und knallharten Thriller. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig Zeit benötigt habe, um mich hier zurecht zu finden und mich auch an die Sprache zu gewöhnen, denn auch diese ist im Großen und Ganzen hart und schonungslos. Doch gerade dadurch zeichnet der Autor ein glaubwürdiges und vorstellbares Bild, dass den Leser schockiert. Ich denke auch, dass es keine Geschichte für Zartbesaitete ist, denn man bekommt das Geschehen direkt aufgezeigt. Wen diese Zeitsprünge und Perspektivenwechsel jedoch nicht stören, der sollte hier einmal hineinlesen.

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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor 6 Monaten
    Hart, aber realistisch, spannend, aber teilweise durch die vielen Wechsel nicht ganz einfach zu lese

    Holla, die Waldfee, kann ich da nur sagen. Ganz ehrlich? Ich bin zu schwach für dieses Buch gewesen, es hat in mir Ekel verursacht und einige Teile haben mir wirklich Angst gemacht. Wozu sind Menschen eigentlich in der Lage??? So grausam und doch so realistisch. Und das war mein Problem: Ja, ich weiß, dass es so auf der Welt zugeht, aber der Autor beschrieb die Szenen auch zusätzlich so lebendig, dass ich teilweise die Schreie hören konnte.

    Wie jetzt schon vermutet, enthält die Geschichte sehr viele Kämpfe, es sterben sehr viele Menschen, es fließt literweise Blut und insgesamt wurde mir beim Lesen immer mulmiger. Ich kam mir vor wie bei einem schweren Verkehrsunfall. Man müsste wegschauen, es sollte einen gar nicht interessieren, aber doch guckt man hin und die Neugierde siegt.

    Das Buch ließ sich von mir nicht so leicht lesen, wie ich das aufgrund der Handlung gerne gehabt hätte. Der Leser muss in der Zeit springen, zwischen verschiedenen Städten und Kontinenten switchen und dadurch auch die Perspektiven wechseln. Das fiel mir nicht immer leicht, vor allem, wenn gerade wieder eine der grausameren Szenen zu Ende gegangen war.

    Sascha Simoneit als Protagonist fand ich extrem eingängig. Ich mag Polizisten, die von der Norm abweichen und Ecken und Kanten haben. Auch Simoneits Freunde, wie Benno, fand ich super. Da es sich um den ersten Band einer Reihe handelt, erfährt man in diesem Simoneits Werdegang von ganz jungen Jahren bis zum heutigen Tag. Dieser Werdegang ist auch für diesen Fall wichtig und nicht nur eine Hintergrundgeschichte.

    Wie bewerte ich jetzt dieses Buch?

    Es fällt mir sehr schwer:

    Gefallen hat mir der Charakter Sascha Simoneit, sein jetziges Leben und Verhalten. Wie er das Leben sieht und was er über Ungerechtigkeiten denkt. Das Buch ist aktuell und schonungslos. Genau da liegt aber auch für mich das Problem. Das Buch ist für mich von den Beschreibungen her hart an der Grenze, auch wenn sich das sicherlich so in der Welt abspielt. Meine Gefühlslagen beim Lesen wechselten zwischen gespannt, geschockt, angeekelt, sprachlos und gefesselt.

    Ich bin auf Band 2 gespannt, den ich gerne lesen möchte, um zu sehen, ob es mich auch bei diesem Band schütteln wird. Vor allem aber möchte ich wissen, ob Sascha Simoneit sich treu bleibt.

    Fazit:

    Nicht ganz einfacher Stoff, den ich auf keinen Fall unter 18 Jahren empfehlen würde. Hart, aber realistisch, spannend, aber teilweise durch die vielen Wechsel nicht ganz einfach zu lesen.

    3,5/5

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 7 Monaten
    Konnte mich trotz eines interessanten Falles nicht richtig packen

    Cid Jonas Gutenrath war mir bereits durch seine beiden "110: Ein Bulle hört zu"-Bücher bekannt und als ich gesehen habe, dass er einen Thriller geschrieben hat, war ich sofort neugierig auf das Buch. In "110" hat er sehr eindringlich, direkt und oft auch sarkastisch von verschiedenen Situationen aus seinem Beruf erzählt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, und ich war gespannt, wie er das hier verpacken würde.

    Auch in "Skorpione", dem ersten Band um Sascha Simoneit, einen ehemaligen Söldner, ist die Sprache sehr direkt und schonungslos, was gut zu dem Charakter und dem insgesamt eher raueren Klima der Geschichte passt. Der Autor scheut sich nicht, erschreckende Szenen ausführlich darzustellen und obwohl ich es nicht zu brutal fand, waren ein paar Momente nicht ganz ohne. Dass ein Kind involviert ist und verletzt wurde, macht den Fall natürlich umso brisanter und auslaugender für die Figuren. Es war definitiv spannend zu verfolgen, wie Sascha und seine Gefährten versuchten, den Auftrag zu erfüllen und weiteres Unheil zu verhindern, und es gibt so einige Konfrontationen und brenzlige Situationen, was die Dringlichkeit des ganzen verdeutlicht hat - selbst wenn es vielleicht manchmal etwas zu viel des Guten war.

    Ich muss allerdings sagen, dass "Skorpione" mich lange nicht richtig fesseln konnte. Dies lag hauptsächlich daran, dass die Geschichte von Anfang an auf verschiedenen Zeitebenen spielt; die Kapitel sind alle recht kurz und die Handlung springt sehr oft zwischen unterschiedlichen Jahren in der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Zunächst war das für mich verwirrend, da mir nicht klar war, wie alles zusammenhängt und wieso es relevant ist. Nach einer Weile fand ich es aber interessant, auf diese Art Einblicke in das vorherige Leben des Protagonisten und in sein Denken und Fühlen zu bekommen - es hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass man ihn besser verstehen konnte. Dennoch hatte ich dadurch lange das Gefühl, keinen Überblick zu haben und die chronologische Reihenfolge nicht ganz zu verstehen. Deshalb hat es leider fast bis zur Hälfte des Buches gedauert, bis es mich packen konnte. Der Fall war an sich spannend, der Bezug zu der Vergangenheit Simoneits hat das Ganze noch mehr aufgeladen und die unterschiedlichen Charaktere waren interessant. Trotzdem kann ich wegen der genannten Kritik nicht mehr als 3, vielleicht 3,5 Sterne vergeben.
    _________________
    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

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