Cigdem Akyol Generation Erdogan

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Inhaltsangabe zu „Generation Erdogan“ von Cigdem Akyol

Die Bilder gingen um die Welt, der Gezi-Park wurde zum weltweiten Symbol des Aufstandes: Im Frühjahr 2013 protestierten aufgeklärte Türken und Türkinnen und forderten mehr Demokratie und den Rücktritt Erdogans. Doch es kam anders: Im August 2014 wählten 52 Prozent Erdogan zum Staatspräsidenten. Warum?§Das Land ist gespalten: Die einen sehen in Erdogan den Vater der Heimat , hoffen auf wirtschaftlichen Aufschwung und Stabilität, die anderen fürchten eine Entwicklung hin zum islamistisch-konservativen Staat. Erdogan verfolgt seinen Kurs unerbittlich: Medien und Verwaltung werden ideologisch auf Linie gebracht, Kritiker inhaftiert, die Justiz, die politische Opposition und das einst mächtige Militär gedemütigt und ins bedeutungslose Aus abgeschoben.§Cigdem Akyol, Türkei-Korrespondentin für zahlreiche namhafte deutschsprachige Medien, schildert die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die Erdogan den Aufstieg nach ganz oben ermöglichten. Sie beschreibt seinen Werdegang, zeigt auf, wie sich die Türkei unter Erdogan verändert hat und analysiert die Auswirkungen seines autoritären Politikstils.

Wer etwas über die Türkei erfahren möchte, über ihre Entwicklung und Politik, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

— Diiiamond93
Diiiamond93

Informativ und spannend geschrieben! Bettet die aktuelle Lage in die politische Geschichte der Türkei ein! Top!

— buchstabenliebe
buchstabenliebe

Dieses Buch geht uns alle an und es sollte jeder lesen.

— wandablue
wandablue

Für politisch und Türkei Interessierte ein Muss

— buechermaus88
buechermaus88

Ein interessantes Buch! Es vermittelt viele Information zu Erdogan und zur Türkei.

— Meteorit
Meteorit

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  • Leserunde zu "Europa, wir kommen! Und wir werden immer mehr." von Michael Schewe

    Europa, wir kommen! Und wir werden immer mehr.
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Lovelybooks-Freunde, wer hat Lust bei einer Leserunde zu " Europa, wir kommen", dem Buch von Michael Schewe und Artem Tschuwin zur aktuellen Flüchtlingskrise, teilzunehmen und Rezensionen zu schreiben? Inhalt des Buches: Seit längerer Zeit beschäftigt sich der Ethnologe Michael Schewe mit Entwicklungshilfe und Interkultureller Kommunikation. In den letzten Monaten erforschte er die Hintergründe der aktuellen Flüchtlingskrise. Schewe deckte dabei erschreckende politische und wirtschaftliche Verknüpfungen auf. In dem Buch werden die Rechercheergebnisse öffentlich gemacht und mit Interviews untermauert, die der Journalist Artem Tschuwin mit Flüchtlingen geführt hat. Wir stellen 20 Exemplare (gebundene Ausgaben oder E-Books) von "Europa, wir kommen" zur Verfügung. Mitarbeiter unseres Verlages werden an der Leserunde teilnehmen, mit euch diskutieren und Fragen beantworten. Wer sich für das Buch interessiert, sollte sich bis 24. Januar melden und darf gerne die folgende Frage beantworten: Was würdest du tun, wenn du aus deinem Heimatland fliehen müsstest? Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde! Euer CBX Verlag

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    • 517
    tweedledee

    tweedledee

    06. February 2016 um 17:10
    Antek schreibt Die Türkei verdient fleißig mit, da stellt es mir die Zehennägel auf, und wie lange dann gibt es wieder Gespräche über einen möglichen Beitritt zur EU?????

    EU Beitritt der Türkei? Aus meiner Sicht auch vollkommen unverständlich. Habe letztes Jahr in einer Leserunde ein Buch über Erdogan gelesen, war interessant und beängstigend.

  • Leserunde zu "Generation Erdogan" von Cigdem Akyol

    Generation Erdogan
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Wohin steuert die Türkei? Worum geht's? Die Bilder gingen um die Welt, der Gezi-Park wurde zum weltweiten Symbol des Aufstandes: Im Frühjahr 2013 protestierten hunderttausende Türken und Türkinnen und forderten mehr Demokratie und den Rücktritt Erdoğans. Doch es kam anders: Im August 2014 wählten 52 Prozent Erdoğan zum Staatspräsidenten. Warum? Das Land ist gespalten: Die einen sehen in Erdoğan den „Vater der Heimat“, hoffen auf wirtschaftlichen Aufschwung und Stabilität, die anderen fürchten eine Entwicklung hin zum islamistisch-konservativen Staat. Erdoğan verfolgt seinen Kurs unerbittlich: Medien und Verwaltung werden ideologisch auf Linie gebracht, Kritiker inhaftiert, die Justiz, die politische Opposition und das einst mächtige Militär gedemütigt und ins bedeutungslose Aus abgeschoben. Erscheinungstermin: 13. Februar 2015 Cigdem Akyolgeboren 1978, studierte Osteuropakunde und Völkerrecht an der Universität in Köln. Anschließend Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule. 2006 begann sie als Redakteurin bei der taz in Berlin, zunächst im Inlandsressort, später Wechsel zu den Gesellschaftsseiten. Nach Aufenthalten im Nahen Osten, in Zentralafrika, China und Südostasien ging sie 2014 als Korrespondentin nach Istanbul. Sie schreibt u.a. für den Standard, die Presse, die NZZ, die WOZ, die Zeit online und die FAZ. >> Informationen zum Buch  >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 12. Februar 2015 für eines von 15 Leseexemplaren von "Generation Erdogan". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 143
  • Interessant, Informativ & Überschaubar

    Generation Erdogan
    Diiiamond93

    Diiiamond93

    14. May 2015 um 11:37

    Ich muss gestehen, dass mich Politik und Geschichte nie besonders interessiert hat, besonders nicht zu Schulzeiten. Doch die Türkei hat einen besonderen Platz in meinen Herzen, schließlich liegen dort meine Wurzeln. Aus diesem Grund hat mich dieses Buch sehr interessiert. Obwohl meine Eltern von dort kommen, habe ich so gut wie keine Ahnung, was die Türkei durch gemacht hat, um so zu werden, wie sie heute ist. Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, was einen guten Überblick verschafft. Zu Beginn schildert Cigdem Akyol die Geschichte der Türkei, wie sie zu einem Staat wurde und wer dafür verantwortlich war. Diesen Part fand ich besonders interessant. Man merkt gleich zu Beginn, wie viel Arbeit sich die Autorin mit diesem Buch gemacht hat. Jahreszahlen, Namen, Orte, alles wird detailliert beschrieben. Und erstaunlicherweise hatte ich dabei nie das Gefühl, ein Geschichtsbuch zu lesen, dass mich in der Schule immer schnell gelangweilt hat. Nein, die Autorin hat es geschafft, das Beschriebene interessant zu halten und dabei sehr informativ zu bleiben. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Zudem bleibt die Autorin objektiv, wodurch man sich selbst eine Meinung über die Geschehnisse bilden kann. Beschäftigen sich die ersten Kapitel mit der Vergangenheit, so wird mit jedem Kapitel die Gegenwart aufgeholt. Ich war erstaunt, wie viel ich davon nicht wusste. Natürlich bekommt man ab und an etwas in den Nachrichten mit, aber in diesem Buch wird ins Detail gegangen. Die Autorin geht auch auf die Kindheit von Recep Tayyip Erdoğan und seinen Werdegang ein, sodass man einen guten Überblick über seine Person bekommt. Was mir besonders an diesem Buch gefallen hat, war, dass man so viel erfahren hat. Im Besonderen haben mir hier das Kapitel über die Frauenrechte, sowie die Gezi-Proteste gefallen. Auch die Zeittafel am Ende des Buches fand ich sehr überschaubar. FAZIT: Wer etwas über die Türkei erfahren möchte, über ihre Entwicklung und Politik, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Informativ, interessant und überschaubar und mit einem angenehmen Schreibstil. Jeder der sich für Politik und Geschichte interessiert, wird mit diesem Buch auf seine Kosten kommen.

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  • Die politische Entwicklung der Türkei anhand von Erdoğans Aufstieg.

    Generation Erdogan
    buchstabenliebe

    buchstabenliebe

    12. April 2015 um 21:07

    Die mediale Präsenz der Türkei in den letzten Jahren ist nicht zu bestreiten. Doch obwohl man manchmal beinahe täglich Berichte über politische Unruhen oder weitere Meldungen aus der Türkei liest, so bleibt das Bild dennoch ziemlich abstrakt. Mir auf jeden Fall ging es so. Bis ich dieses Buch gelesen habe. Dieses Buch eignet sich für vielerlei Leute. Sie denken , Sie kennen die Türkei gut? Sie waren vielleicht schon mal in den Ferien da? Sie lieben das türkische Essen? Sie haben türkische Nachbarn? Oder aber Sie lesen einfach in den Medien oft darüber? Mit diesem Buch lernen Sie die Türkei von einer ganz anderen Seite kennen. Ein Land zwischen Religion und westlicher Moderne. Ein Land zwischen Unterdrückung und Freiheit. Ein wunderschönes Land, wo aber immer noch Krieg tobt. Dieses Buch wird Ihnen helfen die aktuelle politische Lage besser einzuordnen, und liefert viele wichtige Hintergrundinformationen. Und es hilft das Land zwischen Moderne und Tradition in einem anderen Licht zu sehen. Inhalt Die ersten Kapitel geben einen Überblick über die politische Entwicklung der Türkei. Dieses Kapitel ist für die weiteren Seiten sehr wichtig. Von Kemal Atatürk hat wohl jeder schon mal was gehört. Doch was war nach Atatürk? Man erfährt im Schnelldurchlauf vom politischen Wandel der Türkei seit der Gründung ihrer Republik 1923. Ausserdem widmen sich rund 15 Seiten dem politischen, aber auch persönlichen Werdegang von Recep Tayyip Erdoğan. Erdoğan. Ein Mann der polarisiert und dennoch kaum zu stoppen ist. Der Widersprüche vereint und es trotz Politikverbot zum Ministerpräsidenten schafft. Eine Person die genau so faszinierend wie problematisch scheint. Darauf folgt die Parteiengeschichte. Im Mittelpunkt steht die AKP, die Partei Erdoğans. Dazu kommt die Geschichte der zwei grossen Oppositionsparteien und des Militärs, sowie eine Art Analyse, wieso diese den Erfolg Erdoğans nie stoppen konnten. Insgesamt reihen sich viele politische Schachzüge, Parteienbewegungen und Regierungswechsel aneinander. Die Informationsdichte ist sehr hoch und vieles lässt sich erst einige Seiten später richtig einordnen. Die nächsten Kapitel widmen sich den Themen Justiz, Wirtschaft und Aussenpolitik, bevor schliesslich der Glaube im Mittelpunkt steht. Diese Kapitel unterstreichen das Bild einer Nation die zwischen Religion und Freisinn, zwischen Abschottung und Offenheit, zwischen Unterdrückung und Freiheit, und zwischen Fortschritt und Korruption fast zu zerreissen droht. Und sie machen deutlich, dass der Leser wohl kaum eine leise Ahnung hat, wie die Türkei wirklich funktioniert. Mir beispielsweise war nicht klar, dass in der Türkei lange Zeit ein Kopftuchverbot geherrscht hat. Dieser Kopftuchstreit war nur eine von vielen endlos langen politischen Diskussionen, welche immer wieder in eine andere Richtung gedrängt wurden. So ist einerseits der Laizismus in der Verfassung verankert, dennoch muss mit Konsequenzen rechnen, wer sich öffentlich negativ über den Islam äussert. Diese Kapitel sind insofern echt gut gelungen, dass sie Fakten in den geschichtlichen Konsens einbetten und sie auch kritisch hinterfragen. Es ist also nicht einfach ein reines Sachbuch, enthält aber alle wichtigen Informationen. Ein weiteres Thema mit explosiven Qualitäten ist das Thema Frauenrechte. Auf 10 Seiten wird deutlich, wie sehr der Fortschritt bezüglich der Rechte der Frau unter Erdoğan stagniert. Vieles, was Atatürk eingeführt hat, wird von Erdoğan wieder verworfen. Erneut wird das Thema Pressefreiheit und Internetzensur aufgegriffen. Dann endlich kommt, worauf ich insgeheim bereits lange gewartet habe. Mit dem Gezi-Protest gelange ich auf bekanntes Terrain, eine Revolte welche wohl allen bekannt ist. Dieses Kapitel ist es auch, welches mir am besten gefallen hat. Es greift die Medienberichte auf, bettet sie in die Politikgeschichte ein und gibt einen Ausblick auf die Folgen des Protestes. Und so polarisierend wie Erdoğan und seine Politik sind erstaunt es wohl auch niemanden, dass er schliesslich 2014 zum 12. Präsidenten der Türkei gewählt wurde. Zum Abschluss gibt es noch eine sehr praktische Zeittafel, eine Aussprachehilfe, damit man die Namen richtig aussprechen kann, ein Abkürzungsverzeichnis, einige Literaturhinweise und ein Personenregister. Besonders die Zeittafel ist praktisch, damit man die wichtigsten Ereignisse schnell nachschlagen kann. Fazit Cigdem Akyol, eine junge und engagierte Journalistin, schafft es die aktuelle Lage der Türkei in die politische Entwicklung des Landes einzubetten. Dabei ist ein informatives und nicht minder spannendes Sachbuch entstanden. Meine einzige Kritik gilt dem etwas trockenen Anfang, daher gibt es sehr gute 4 von 5 Punkten und eine dicke Empfehlung! Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die aktuelle politische Lage der Türkei interessiert und mehr darüber erfahren möchte, wie es dazu gekommen ist.

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  • Zerrissenes Land!

    Generation Erdogan
    Arun

    Arun

    Generation Erdoğan von Cigdem Akyol Ein Sachbuch über die aktuelle Politik in der Türkei. Rückblickend auf die Staatsgründung durch Mustafa Kemal Atatürk im Jahre 1923 werden die politischen Ereignisse bis heute wiedergegeben und beleuchtet. Den Großteil des Buches macht die Politik und die Person des jetzigen Staatsoberhaupts Recep Tayyip Erdoğan aus. Seine Werdegang und Aufstieg werden nachgezeichnet, aus einfachen Verhältnissen stammend bis an die Spitze des Landes. Seine Reformen und Gesetzesänderungen getragen durch seine Partei AKP verleihen ihm immer größeren Einfluss und Machtbefugnisse. Diese werden gezielt eingesetzt und genutzt um unliebsame Gegner in die Schranken zu weisen oder auszuschalten. Wir erhalten einen guten Einblick in die Innen- und Außenpolitik, die Ziele der Oppositionsparteien, über den Umgang mit den Medien, die Situation des ehemaligen starken Militärs, dem größten Gegenspieler Güllen und seiner Bewegung, zudem einen Querschnitt durch die Bevölkerung und ihrer Ansichten. Fazit. Ein verständlich zu lesendes Sachbuch, welches dem interessierten Leser eine Fülle von Informationen bietet.

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    • 10
  • Entwicklungen in der Türkei

    Generation Erdogan
    Curin

    Curin

    16. March 2015 um 19:22

    In diesem Buch gibt die Journalistin Cigdem Akylol ein umfassendes Bild über die politische Situation der Türkei und liefert dem interessierten Leser wichtige Hintergrundinfos, um die Lage dort besser einschätzen zu können. So beginnt sie mit Erläuterungen zu der Gründung der türkischen Republik 1923, beschreibt umfassend die Situation der Parteien, der Medien und der Frauen, sowie den Aufstieg Erdogans und der Partei AKP und betrachtet anschließend die Gezi-Proteste. Dieses Buch hat mir geholfen viele Dinge, die ich sonst nur aus den Nachrichten kenne, besser einzuschätzen und mir dafür den nötigen Hintergrund geliefert. So ist mir die Situation der Menschen noch einmal vor Augen geführt worden. Frau Akyol schreibt sehr anschaulich und es gelingt ihr, objektiv zu bleiben und beide Seiten einer Medaille darzustellen. Sie hebt also auch Errungenschaften Erdogans hervor, aber zeigt auch seine erschreckenden Seiten auf. Was allerdings gar nicht angesprochen wird, ist die Situation anderer Religionen wie die des Christentums in der Türkei. Das habe ich in diesem Buch etwas vermisst. Insgesamt ist ,,Generation Erdogan" ein interessantes und aktuelles Buch, dass ich jedem, der sich für die Entwicklungen in der Türkei interessiert weiterempfehlen kann.

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  • Die Zustände "nebenan"

    Generation Erdogan
    wandablue

    wandablue

    Die Zustände "nebenan". Die weit verbeitete Gleichgültigkeit bzw. Unwissenheit darüber, was sich in der Türkei abspielt, könnte uns eines Tages unangenehm auf die Füsse fallen, denn die Türkei ist zwar ein wunderbares und günstiges Urlaubsland, das sich in der Ferienzeit liberal präsentiert, darunter aber ein brodelnder Vulkan rückwärtsgerichteter Machtpolitik. Die junge Journalistin Cigdem Akyol schreibt ein engagiertes Buch über die Türkei; sie ist dort seit 2014 als Korrespondentin in Istanbul tätig. Darin erläutert sie den Werdegang Recep Tayyip Erdoğans vom einfachen „schwarzen Türken“ (einfache religiöse Unterschicht) zum fast absolutistischen Alleinherrscher. Das allein ist schon lesenswert. In knappen überschaulichen Kapiteln stellt sie die Geschichte der politischen Landschaft, insbesondere der tonangebenden Parteien im Lande dar und zeigt, dass ein Sachbuch durchaus leicht zu lesen sein kann, und ein Autor, wenn er denn will, in der Lage ist, Wesentliches in aller Kürze verständlich zu präsentieren und interessant aufzubereiten. Will man nun wissen wie es derzeit bestellt ist im Nachbarland, kann man dies mit einem Wort zusammenfassen: besorgniserregend. Seit Erdoğans Herrschaft ist der staatstragende Laizismus immer weiter zurückgedrängt worden, denn das dem Kemalismus verpflichtete Militär, als Hüter der Verfassung, wurde systematisch unterwandert, diffamiert, als Gegengewicht zur Regierung entmachtet; die freie Presse existiert nicht mehr und die Frauenrechte werden ebenfalls mehr und mehr zurück gefahren; die Rechtsprechung ist ein Witz: von Unabhängigkeit keine Spur. Verbürgt sind bezeichnende Zitate für Erdoğans Geisteshaltung: „Demokratie ist wie eine Straßenbahn, wenn wir am Ziel sind, steigen wir aus“ oder „Die Sprache des Gesetzes bin ich.“ Aussenpolitisch orientiert er sich zum islamischen Osten hin, seine Gangart gegenüber Israel (vormals neutral) hat sich verhärtet und zugespitzt. Sein einziger Konkurrent auf Augenhöhe ist momentan der im Ausland lebende, von einem Gottesstaat träumende Rabbi Fethullah Gülen. Auch von daher kein Lichtblick. Ganz im Gegenteil. Das ehemals so hoffnungsfrohe, liberale Gesicht der Türkei existiert nicht mehr. Fazit: Das phantastisch geschriebene Sachbuch „Generation Erdoğan“ ist ein Lesemuß für jeden Bürger, dessen Wissen über die Hintergründe und den Ist-Zustand der Türkei noch rudimentär ist. Es ist ein wichtiges Buch. Kategorie: Sachbuch Verlag: Kremeyr & Scheriau, 2015

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    • 5
  • Die Türkei - ein zerrisenes Land

    Generation Erdogan
    tweedledee

    tweedledee

    13. March 2015 um 10:33

    Die Journalistin Cigdem Akyol geht in ihrem Sachbuch "Generation Erdogan" auf die aktuelle Situation in einem gespaltenen, zerrissenen Land ein. Der Türkei. Der Politiker Recep Tayyip Erdogan spaltet die Nation, von einem Teil der Menschen wird er glühend verehrt, der andere Teil kritisiert ihn als Person und seine Politik des Rückschritts. Das Buch ist klar strukturiert und enthält kurze Kapitel. Es beginnt mit der Gründung und politischen Entwicklung der Türkei, erklärt die Begrifflichkeit des "schwarzen" und "weißen" Türken und die Bedeutung des Militärs. Interessant ist der Teil zur Person Erdogan, seine Kindheit und seine politische Karriere. In weiteren Kapiteln beschäftigt sich das Buch mit der aktuellen Situation im Land: der Justiz, Wirtschaft, Außenpolitik, dem Glauben, der Rolle der Frau und der Pressefreiheit. Besonders das Kapitel über die Frauenrechte gibt mir zu denken. Man findet einige Zitate Erdogans, so äußert er z. B. "Ich glaube sowieso nicht an die Gleichheit von Mann und Frau" und fordert türkische Frauen auf, mindestens drei Kinder zu gebären, sogar über eine Prämie für Vielgebärende wurde nachgedacht. Soviel zur Rolle der Frau und Gleichstellung der Geschlechter. Weitere interessante Kapitel behandeln die Gezi-Proteste, wie gnadenlos die Pressefreiheit eingeschränkt wird und Kritiker mundtot gemacht werden. Die Autorin zeichnet ein für mich erschreckendes Bild der Türkei. Im Anhang findet man eine Zeittafel, ein Literaturverzeichnis und ein Personenregister. Fazit: Ein interessantes und informatives Buch, gut aufbereitet und spannend zu lesen. Alles andere als ein trockenes Sachbuch.

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  • Ein Muss für Türkei und politisch Interessierte

    Generation Erdogan
    buechermaus88

    buechermaus88

    09. March 2015 um 20:08

    Das Cover fand ich von Anfang an passend zum Buch. Es geht um die Türkei und da passt die Flagge natürlich sehr gut. Auch dieses Rot, dass nicht einheitlich ist und die Risse (auf dem Bild relativ schwer zu erkennen) versinnbildlichen das Buch sehr gut. Denn ich finde darum geht es hier. Um ein zerrissenes Land. Ein Land, das einen Politiker gewählt hat, der das Land gut führen sollte, der gute Ansätze hatte und seine Versprechen aber nicht in dieser Weise gehalten hat. Was erzähl ich da, das könnte auf viele Politiker zutreffen :-) Naja, nur so lange solche nicht gehaltenen Versprechen nicht ausarten und Menschen nicht zu Schaden kommen ist es vielleicht nicht ganz so schlimm. Urteilen möchte ich nicht unbedingt darüber (ich bin kein politischer Blog). Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit der Vergangenheit der Türkei, was ich äußerst interessant fand, da ich davon ehrlich gesagt noch keine Ahnung hatte. Etwas schockiert hatte mich, dass 1942 ein Politiker sagte, dass die Ausländer in Arbeitslager geschickt werden sollten oder auch abgeschoben werden sollten. Das hat mich deswegen schockiert, weil ich das rassistisch finde, aber ich denke, 1942 hat die Welt wohl eher auf Deutschland geschaut als auf die Türkei. Damit komme ich zu einem weiteren Punkt, den ich nur belächeln konnte. Erst im Februar 1945 hat die Türkei Deutschland den Krieg erklärt. Ich weiß, ich bin Deutsche, aber wir Deutschen haben damals wirklich Sch*** gebaut und dass die Türkei dann erst so spät nach Ausbruch des Krieges reagiert hatte, finde ich nicht gerade toll. Das Buch arbeitet sich weiter bis zur Gegenwart und erzählt auch von der Kindheit, Jugend und politischen Laufbahn von Erdogan. Zunächst gefiel er mir als Mensch. Er hat sich hochgearbeitet, schien ehrlich etwas bewegen zu wollen. Und dann stellt er sich irgendwie als machthungriger Politiker heraus, der alle Gegner aus dem Weg haben möchte. Insbesondere seine Verbote und Internetsperren haben mich erschreckt. Außerdem die Unterdrückung der Frauen, was keinesfalls in einer Demokratie sein sollte. Am Ende des Buches sind Erklärungen zu Abkürzungen, eine Zeittafel und Literaturhinweise zu finden. Mein Fazit: Für Türkei-Interessierte und auch politisch Interessierte ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Lesezeichen.

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  • Die aktuelle Situation in der Türkei

    Generation Erdogan
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    07. March 2015 um 14:14

    Recep Tayyip Erdogan spaltet die Türkei. Entweder man hasst ihn oder man verehrt ihn. Im letzten Jahrzehnt hat er die Türkei nach seinem Willen umgestaltet. Sein Name ist bereits in die Geschichtsbücher seines Landes eingegangen. Auf seinem Weg instrumentalisiert er die Medien und die Verwaltung, inhaftiert Kritiker und entmachtet die Opposition und das Militär schonungslos. Das Cover ist in einem kräftigen Rot gehalten und soll die türkische Flagge symbolisieren. Dabei zeigen sich viele Risse. Es ist ein echter Eyecatcher, der die Blicke auf sich zieht. Es passt wunderbar zum Buch.Inhaltlich ist das Buch in verschiedene Themen rund um Erdogan und seine Regierung aufgeteilt. Am Schluss gibt es sogar eine Zeittafel, ein Personenregister, eine Aussprachhilfe und ein Abkürzungsverzeichnis. Die Autorin versorgt ihre Leser mit möglichst viel Wissen. Am besten haben mir die Kapitel rund um die Ausschreitungen im Gezi-Park und über die Frauenrechte gefallen. Das sind so Themen, die mich persönlich wirklich ansprechen und interessieren.Die anderen Themen sind auch gut erläutert, doch für Laien manchmal etwas trocken. Das tut meinem Gesamteindruck vom Buch aber keinen Abbruch.Man erfährt wahnsinnig viel über Erdogan, seine Kindheit, Familie und seinen Aufstieg bis an die Spitze der Türkei. Für alle, die sich für die jüngsten Entwicklungen in der Türkei interessieren

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  • Toll zu lesendes und informatives Sachbuch

    Generation Erdogan
    Deengla

    Deengla

    02. March 2015 um 20:20

    Kurzmeinung Wer mehr über die Person Erdogans und aktuelle Entwicklungen in der Türkei erfahren möchte, liegt hier goldrichtig. Lebendig geschrieben und eine Sachbuchperle! Inhalt Die Autorin ist Journalistin und schildert in diesem Buch die politische und gesellschaftliche Entwicklung der Türkei seit Gründung der Republik 1923, vor allen Dingen hinsichtlich der umstrittenen Person Erdogan. Meine ausführlichere Meinung Ich habe nur sehr wenig über Erdogan im Speziellen und die Politik bzw. Gesellschaft in der Türkei im Allgemeinen gewusst und gehofft, dass dieses Buch so einige meiner Lücken schließen kann. Und dies ist wirklich bestens gelungen! Allen voran möchte ich den Schreibstil der Autorin loben, der es mir trotz zahlreicher (zumindest für mich neuer) Informationen wie eine recht lockere Lektüre hat vorkommen lassen. Dies liegt meiner Meinung nach vor allen Dingen daran, dass viele lebendige und gute Beispiele gebracht werden, wichtige Hintergrundinformationen geliefert werden und man dennoch nicht das Gefühl hat, man wird jetzt mit Fakten erschlagen oder müsste die Hälfte nachschlagen, um zu wissen, wovon genau die Rede ist. Dafür ein großes Lob! Es ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, so ein Buch zu schreiben - doch ich finde, es ist wirklich fast perfekt gelungen! Natürlich muss man Schwerpunkte setzen, kann gewissen Themen nur anreißen, muss andere unter den Tisch fallen lassen - aber für mich ist dies alles richtig gut umgesetzt gewesen. Gerade hinsichtlich der Tatsache, dass ich nur wenig Vorwissen hatte, konnte ich unheimlich viel aus diesem Buch mitnehmen und kann gewisse Ereignisse bzw. Entwicklungen besser einordnen. Es wird zudem relativ wertfrei und objektiv berichtet. Zudem befindet sich im Anhang eine Zeittafel, wo die wichtigsten Daten und Ereignisse noch einmal aufgeführt werden und auch die Abkürzungen der doch zahlreichen Parteien und Organisationen bei Bedarf nachgeschlagen werden können - so etwas mag ich immer sehr gerne. Fazit Klare Leseempfehlung meinerseits! Wer sich nur ansatzweise für die Türkei interessiert und gerne mehr über deren jüngeren Geschichte und Politik erfahren möchte, dem lege ich dieses Buch ans Herzen.

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  • Interessant und gut zu lesen.

    Generation Erdogan
    Meteorit

    Meteorit

    25. February 2015 um 17:44

    Rezension "Generation Erdogan" von Cigdem Akyol Das Buch ist mit 208 Seiten am 13.02 2015 im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen. Die Autorin ist außerdem Redakteurin und schreibt für mehrere Zeitungen. Inhalt: Es sind zwei Welten, die in diesem Land aufeinanderprallen. Ein Staat zwischen Ost und West, zwischen Laizismus und Religiosität, zwischen Aufbruch und Stagnation. Es ist ein Einzelner, der diese Republik im letzten Jahrzehnt nach seinem Willen umgestaltet hat, und dessen Name schon jetzt in die Geschichtsbücher der Türkei eingegangen ist: Recep Tayyip Erdogan. Unerbittlich verfolgt er seinen Kurs, Medien und Verwaltung werden instrumentalisiert, Kritiker inhaftiert, Justiz, politische Oppositionen und Millitär entmachtet. Eine ganze Generation von Türken und Türkinnen ist mittlerweile durch ihn geprägt worden. (Klappentext) Das Cover: Ich finde das Cover ziemlich schön. Es sieht in natura viel eindrucksvoller aus, als im Internet. Das rot kommt richtig stark zur Geltung. Schönes und vorallem zum Buch passendes Cover. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Es liest sich nicht wie ein Sachbuch, denn man kann es "in einem Rutsch" lesen. Ich brauchte nur ein paar Stunden und dann hatte ich es schon gelesen. Das ist ein Pluspunkt, denn sonstige Sachbücher haben oft Schreibstile, die zum einschlafen sind. Das Thema ist interssant. Es geht um Erdogan. Viele hassen ihn, viele lieben ihn. Das Volk ist gespalten. 50 % der Bürger wählten Erdogan und das spricht doch ziemlich für ihn, oder? Jedoch gibt es auch Schattenseiten, wie das Verbot von Twitter in Türkei oder das eingeschrängte kritisieren des "Führers". Denn viele Kritiken werden heute noch gelöscht, sodass Erdogan zumindest über das Internet erschwert geschwächt werden kann. Die Kapitelaufteilung in dem Buch hat mir auch gut gefallen. So geht die Autorin zum Beispiel auf Militär, Justiz, Wirtschaft, Frauenrechte, Medien etc. einzeln ein und das meistens kurz. Das hat mir auch ziemlich gut gefallen. Gerade das Kapitel Frauenrechte bringt viele negative Fakten mit sich. So forderte der stellvertretende Ministerpräsident einmal, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht lachen dürfen. Wurde zwar nicht durchgesetzt, verständlich, aber trotzdem schlimm, dass soetwas geäußert wurde. Hinten im Buch findet man noch eine Chronik zur Türkei, wann was passiert ist, von der Gründung der Türkei, bis heute. Fazit: Das Buch hat mir gefallen, die Autorin hat einen guten Schreibstil, der die Fakten gut auf den Leser überträgt. Ich fühle mich nun im Nachhinein schlauer und weiß mehr über Erdogan und die Türkei Bescheid. Empfehlend für alle, die einen Crashkurs zum Thema Türkei wollen, mit Schwerpunkt auf Erdogan.

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